Rücksendung bei Online-Käufen nicht mehr per se kostenlos

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eingestellt am 9. Feb 2013
heise.de/new…tml

"In Zukunft werden sich Kunden von Internetshops nicht mehr darauf verlassen können, dass der Händler die Rücksendekosten übernimmt. Nach den neuen Verbraucherrechte-Richtlinien, die das Europaparlament im Juni 2011 verabschiedet hat und die bis 2014 in den Ländern angewendet werden müssen, muss der Kunde bestellte Ware auf eigene Kosten an den Händler zurückschicken, unabhängig vom Wert der Ware. Online-Händler steht es natürlich frei, die Kosten auch weiterhin zu übernehmen."

Richtiger Schritt! Leute ohne wirkliche Kaufabsicht werden dadurch hoffentlich abgeschreckt. Dies wiederum sollte die Preise für alle Normalkäufer senken.

  1. Diverses
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  1. Diverses
27 Kommentare

"Dies wiederum sollte die Preise für alle Normalkäufer senken."

Glaubst du doch selber nicht.

Hat amazon schon immer was für's Rücksenden (>40€) genommen? War bei mir heute jedenfalls der Fall.

ich konnte meine 20€ Kopfhörer zurück schicken gratis.

Verfasser

Stig

"Dies wiederum sollte die Preise für alle Normalkäufer senken."Glaubst du doch selber nicht.



Doch. Denn irgendeiner wird die Preise senken und der Rest muss dann mitziehen oder weiterhin kostenlosen Rückversand anbieten.

Stig

Hat amazon schon immer was für's Rücksenden (>40€) genommen? War bei mir heute jedenfalls der Fall.



Bei mir nicht. Wobei bei mir auch bei weit über 100 Bestellungen erst eine wegen Defekt zurückging.

Es ist eine Richtlinie. Richtlinien müssen erst in nationales Recht umgesetzt werden (jetzt mal abgesehen davon, dass dir Frist zur Umsetzung abgelaufen ist etc.).

Evtl. kann mir jemand sagen, woher alle wissen, dass die Richtlinie genau diese Richtung vorgibt? Die Richtlinien setzen einen Mindest-Standard fest, die nationalen Gesetzgeber können aber auch weiter gehen als nur die Richtlinie vorgibt. U.a. deshalb haben wir in Dtl. das Privileg Waren über 40 EUR bei Fernabsatzverträgen kostenlos zurückzusenden. Oder sollen jetzt die Verbraucherrechte-Richtlinien die Rechte der Verbraucher beschneiden? Also wer sagt, dass die jetzige Gesetzgebung gegen die neue RL verstößt?

Wenn Shops anfangen Geld dafür zu nehmen, werden viele auch nicht mehr beim Online Händler bestellen. Einige bestellen natürlich nur zum Testen, aber davon gibt es auch bestimmt welche, die es dann doch behalten.

Und bei Shops die Schuhe und Klamotten verkaufen, werden sich die Leute 2x Überlegen ob sie da was bestellen.

Und außerdem denke ich, dass viele Anbieter weiterhin Kostenlosen Rückversand anbieten werden. Amazon denke ich sowieso, weil die ja auch schon fast alles kostenlos verschicken.

Und bei den kleinen Gewinnspannen bei einigen Sachen noch weiter den Preis zu senken, werden viele auch dann nicht machen, wenn sie noch was verdienen wollen.

Ist schon länger bekannt (und gab auch schon Threads dazu). Fakt ist, dass es noch nicht umgesetzt ist und und die allgemeine Einschätzung lautet, dass sich nichts ändern wird, da Händler gegenüber anderen Händlern sich versuchen abzuheben. In dem Moment, wo man solch eine Leistung entfernt, steht der andere Händler, der weiterhin kostenlose Rücksendungen >40€ anbietet, besser da. Anders gesagt: Einige Shops führen bereits eine "Egal was du bestellst, immer VSKfrei und immer kostenlose Rücksendung"-Mentalität.

Also abwarten wie sich der Markt entwickelt. Wir lesen uns doch vor jeder Bestellung fleißig die AGB durch

Verfasser

Produkttester

Es ist eine Richtlinie. Richtlinien müssen erst in nationales Recht umgesetzt werden (jetzt mal abgesehen davon, dass dir Frist zur Umsetzung abgelaufen ist etc.). Evtl. kann mir jemand sagen, woher alle wissen, dass die Richtlinie genau diese Richtung vorgibt? Die Richtlinien setzen einen Mindest-Standard fest, die nationalen Gesetzgeber können aber auch weiter gehen als nur die Richtlinie vorgibt. U.a. deshalb haben wir in Dtl. das Privileg Waren über 40 EUR bei Fernabsatzverträgen kostenlos zurückzusenden. Oder sollen jetzt die Verbraucherrechte-Richtlinien die Rechte der Verbraucher beschneiden? Also wer sagt, dass die jetzige Gesetzgebung gegen die neue RL verstößt?



Keiner sagt das. Aber sie können Geld verlangen. amazon könnte das zum Beispiel davon abhängig machen wie hoch deine Rücksendequote in der Vergangenheit war. Wäre imo eine sinnvolle Umsetzung der neuen Richtlinie.

Ich finde es richtig. Warum soll der Händler noch Kosten haben weil einige testen wollen? Er ist ja schon der gelackmeierte weil es idr nach Rücksendung nur noch als B- Ware verkauft werden kann.
Wohlgemerkt es gilt nur bei Widerruf, nixht bei Gewährleistung.

Produkttester

Es ist eine Richtlinie. Richtlinien müssen erst in nationales Recht umgesetzt werden (jetzt mal abgesehen davon, dass dir Frist zur Umsetzung abgelaufen ist etc.). Evtl. kann mir jemand sagen, woher alle wissen, dass die Richtlinie genau diese Richtung vorgibt? Die Richtlinien setzen einen Mindest-Standard fest, die nationalen Gesetzgeber können aber auch weiter gehen als nur die Richtlinie vorgibt. U.a. deshalb haben wir in Dtl. das Privileg Waren über 40 EUR bei Fernabsatzverträgen kostenlos zurückzusenden. Oder sollen jetzt die Verbraucherrechte-Richtlinien die Rechte der Verbraucher beschneiden? Also wer sagt, dass die jetzige Gesetzgebung gegen die neue RL verstößt?


Die Richtlinie dient zur Vollharmonisierung, da gibt es keine "Mindest-Standard". Die Richtlinie ist so umzusetzen mit der Folge, dass es in Deutschland die "40€-Klausel" nicht mehr geben wird.

Produkttester

Es ist eine Richtlinie. Richtlinien müssen erst in nationales Recht umgesetzt werden (jetzt mal abgesehen davon, dass dir Frist zur Umsetzung abgelaufen ist etc.). Evtl. kann mir jemand sagen, woher alle wissen, dass die Richtlinie genau diese Richtung vorgibt? Die Richtlinien setzen einen Mindest-Standard fest, die nationalen Gesetzgeber können aber auch weiter gehen als nur die Richtlinie vorgibt. U.a. deshalb haben wir in Dtl. das Privileg Waren über 40 EUR bei Fernabsatzverträgen kostenlos zurückzusenden. Oder sollen jetzt die Verbraucherrechte-Richtlinien die Rechte der Verbraucher beschneiden? Also wer sagt, dass die jetzige Gesetzgebung gegen die neue RL verstößt?



Häh? Aber dann müssten erstmal unsere nationalen Gesetze (BGB) geändert werden. Warum sollten diese geändert werden, sofern diese der RL entsprechen?

Produkttester

Warum sollten diese geändert werden, sofern diese der RL entsprechen?


Tun sie ja nicht.

Produkttester

Häh? Aber dann müssten erstmal unsere nationalen Gesetze (BGB) geändert werden. Warum sollten diese geändert werden, sofern diese der RL entsprechen?Edited By: Produkttester on Feb 09, 2013 21:53: .



Total Fail was ich hier geschrieben habe

Jinglebells

Nicht das BGB. oder anders: was im BGB sollte denn geändert werden?Wohl ehr das Fernabsatzgesetz, wobei diese 40 Euro imo doch mal durch ein Gericht definiert wurden?



Jetzt haust du aber was durcheinandern. Natürlich muss das BGB geändert werden. Ich empfehle die Lektüre des §357 BGB

Ja, wurde glaub ich irgendwann ins BGB integriert.

garak2406

Bei mir nicht. Wobei bei mir auch bei weit über 100 Bestellungen erst eine wegen Defekt zurückging.



Ich denke die Rücksendung bezieht sich nicht auf Reklamationen/Garantie oder Gewährleistungsansprüche. Wäre ja noch schöner. Ansonsten wenn nur zum Anschauen bestellt wird, finde ich es richtig.

wird sich nicht durchsetzen ... sonst bestellt man dort nicht mehr. Und Preise sollen deshalb fallen? glaubt ihr doch selber nicht!!!

die onlinehändler sparen ja mietkosten etc...warum sollen sie da nicht die versandkosten tragen, damit ein kunde die ware testen kann?

SchnappZu

die onlinehändler sparen ja mietkosten etc...warum sollen sie da nicht die versandkosten tragen, damit ein kunde die ware testen kann?

Weil Leute sich einfach 12x das gleiche Produkt bestellen und 11 davon zurückschicken welche der Händler dann im schlimmsten Fall nicht mehr weiterverkaufen kann.

karlikarlkarl

Jetzt haust du aber was durcheinandern. Natürlich muss das BGB geändert werden. Ich empfehle die Lektüre des §357 BGB



Mist. Mein Fail. Erst lesen, dann denken und nur wenn man es versteht auch drüber schreiben. Ich versuche es zu beherzigen.

2 Euro Portobeteiligung für eine Rücksendung wäre fairer.
Würde wahrscheinlich reichen, um die Rückläufer deutlich zu reduzieren.
Es gibt nämlich ganz tolle Menschen, die bestellen sich 5 x das gleiche Produkt und wählen davon das Beste aus. Der Rest geht zurück.
Oder es werden immer die neusten Produkte angefingert und gehen dann nach 7 Tagen zurück. Kaufabsicht hat nie bestanden.
So machen es übrigens die ganzen privaten Produkttesteridioten auf youtube.

endlich wird das hier diskutiert. hatte schon schiss, dass ende des jahres die aufschreie kommen und hier wieder viele den rossmann machen wie bei der GEZ geschichte. also sich erst dann aufregen wenn alles unter dach und fach ist. lol. X)

ich rechne trotzdem mit relevanten medien-echo erst zur weihnachtszeit. gibt bestimmt schon ein paar redaktionen, die das in planung haben.
weihnachten + rücksendekosten = schlagzeilen + lautes gejammere.
allein schon deswegen werden sich alle händler (anfangs) schwer damit tun. keiner möchte kunden verlieren. veränderung ist eher schleichend zu erwarten. bei kleinen shops wird sich vermutlich früher was tun als bei großen.

die heise newsticker meldung berichtet ja nur über eine studie der uni regensburg. hier mal copy&paste von links zu zwei artikeln mit dem thema (hatte ich letztens schon mal gepostet):

"jüngst sorgten sogenannte zalando-partys für furore […]"
"[…] kostet eine normale Retourenabwicklung den Händler im Mittel 7,93 Euro – ohne Berücksichtigung des Wertverlustes."
"Bei geschätzten 247 Millionen Rücksendungen im Jahr 2011 […]"
"[…] „Tante Mildred“-Patent […]"
http://ww…tml


u n d

"„Retouren gehören zum Geschäft“, sagt Christoph Wenk-Fischer, Chef des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (BVH). „Wenn wir uns nicht so kulant verhielten, würde es nicht so boomen.“ An dieser pragmatischen Grundhaltung wird auch das neue EU-Recht, das Ende 2013 in Kraft tritt, nichts ändern: Verbraucher sollen dann zwar Rücksendekosten ohne Ausnahme selbst tragen. „Doch da bleibt alles beim Alten“, prognostiziert Hermes-Logistiker Urbanke. „Wer will als Händler schon Kunden an die Konkurrenz verlieren.“"
http://ww…tml

Meiner Meinung nach sollte man hier die Händler jetzt nicht zu sehr bemitleiden. Wie "justthisguy" schon richtig zitiert hat, gehören Retouren eben zum Geschäft. Wer das finanziell nicht verkraftet geht eben unter. Simple Ökonomie...

Deshalb finde ich (pro Jahre vll 2-3 Rücksendungen bei ~ 40 Artikeln) es eine Frechheit die Gesetzeslage zu ändern, da eine solche mit einer Kollidierung des §3 FernAbsG einhergeht. Der Verbraucher wäre mal wieder der Dumme.

Trotzallem glaube ich, wie auch einige andere hier, dass die Shops die es sich leisten können auch weiterhin keine VSK erheben werden, um dadurch eben einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, weshalb eine solche Gesetzesanpassung wiederrum nur für kleine Händler mit Nischenprodukten interessant wäre.

Ich denke das Hauptproblem werden die dubiosen Ebayhändler machen (die mir in Sachen Kundenfreundlichkeit eh ganz schön auf den Sack gehen). Aber nun gut dafür sind es kleine Fische

Verfasser

ch3t4x

Deshalb finde ich (pro Jahre vll 2-3 Rücksendungen bei ~ 40 Artikeln) es … Deshalb finde ich (pro Jahre vll 2-3 Rücksendungen bei ~ 40 Artikeln) es eine Frechheit die Gesetzeslage zu ändern



Laut heise-Artikel sind es aber im Mittel 30% Rücksendungen.

ch3t4x

Deshalb finde ich (pro Jahre vll 2-3 Rücksendungen bei ~ 40 Artikeln) es … Deshalb finde ich (pro Jahre vll 2-3 Rücksendungen bei ~ 40 Artikeln) es eine Frechheit die Gesetzeslage zu ändern, da eine solche mit einer Kollidierung des §3 FernAbsG einhergeht. Der Verbraucher wäre mal wieder der Dumme.



Und ich finde es eine frechheit, wenn Leute sich 2, 3, 4 oder noch mehr gleiche Produkte bestellen, auspacken, angrabbeln, Aufkleber und Folien überall abziehen und sich dann "das beste" Produkt aussuchen.
Oder einen TV kaufen, ihn tagelang normal nutzen und dann wieder retournieren. Bei amazon sogar teilweise 30 Tage.
Oder etwas nur bestellen um Zubehör abzugreifen.

So was ist asozial und da gehört ein Riegel vorgeschoben, zumindest in form von rücksendekosten selber tragen.

Wobei sich bei amazon eh nix ändern wird.

Teilweise werden ja sogar kundenkonten gelöscht, weil das FAG so ausgenutzt wird. Schamlos.

Leider melden sich besagte asoziale eben einfach neu an.

soLofox

Und ich finde es eine frechheit, wenn Leute sich 2, 3, 4 oder noch mehr … Und ich finde es eine frechheit, wenn Leute sich 2, 3, 4 oder noch mehr gleiche Produkte bestellen, auspacken, angrabbeln, Aufkleber und Folien überall abziehen und sich dann "das beste" Produkt aussuchen.Oder einen TV kaufen, ihn tagelang normal nutzen und dann wieder retournieren. Bei amazon sogar teilweise 30 Tage.Oder etwas nur bestellen um Zubehör abzugreifen.



Sehr richtig. Denn letztlich müssen die Händler die Kosten in die Preise einkalkulieren und die Kunden zahlen es. Natürlich tut das Zalando nicht weh, die Preise haben gegen die jede Apotheke wie ein Schnäppchenmarkt aussieht.

Ich finde die Selbstverständlichkeit, mit der manche ihre Produkte retournieren jedenfalls nicht gut. Warum keine Rücksendepauschalen, in anderen Ländern ist das völlig üblich. Wenn das Angebot eines Anbieters nicht stimmt (hoher Preis + Rücksendepauschale) kauft niemand mehr dort, das heißt die Händler die sich auf diese Weise bereichern wollen sortiert der Markt aus. Aber es müssten eben nicht mehr zwangsläufig die Retourenkosten auf alle umgewälzt werden, was eine andere Preiskalkulation erlauben würde.
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