Rückwirkend studentisch versichern.

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eingestellt am 16. Dez 2014
Tag zusammen,

bin heute völlig aus den Wolken gefallen als die Krankenkasse plötzlich 2400€ von mir haben wollte. Hintergrund: Habe 2012 angefangen neben dem Studium zu arbeiten und so wollen sie mich rückwirkend aus der Familienversicherung kicken.
Hab mich in der Firma umgehört und es scheint mehreren Leuten so zu gehen die bis 450€ arbeiten dürfen, damit aber aus der Versicherungssumme fallen und nachzahlen müssen.

Was viele nicht wissen (auch die Sachbearbeiter bei der KK nicht): Man kann sich rückwirkend auch studentisch selbst versichern für einen oder mehrere Monate. So drückt man den Durchschnitt wieder effektiv auf das maximum und bezahlt anstatt knapp 1000€/Jahr halt nur ein mal 78,50 €.

In meinem Fall hatte ich das die letzten 2 Jahre gemacht und der Sachbearbeiter hat einfach nur meinen Durschnittslohn zu Rate gezogen - faule Sau!
Ich bin somit fein raus - rechnet aber mal mit 1-2h pro Besuch bei der KK

Ersparnis sollte damit weit über 50% liegen :P

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28 Kommentare

Ein mal 83,xx sollte aber auch nicht stimmen. Ich bin Student (ü. 25 J. ), arbeite nebenbei bis 400€ und muss jeden Monat 78,50 zahlen.

Verfasser

aware

Ein mal 83,xx sollte aber auch nicht stimmen. Ich bin Student, arbeite nebenbei bis 400€ und muss jeden Monat 78,50 zahlen.



Wusste gerade nicht wo der Beitrag liegt. Dann sind es einmalig 78,50 Danke

Wieso musst du nur einmalig zahlen? Musst du nicht rückwirkend die Summe für die 2 Jahre, also 24* 78,50 zahlen??

aware

Ein mal 83,xx sollte aber auch nicht stimmen. Ich bin Student, arbeite nebenbei bis 400€ und muss jeden Monat 78,50 zahlen.



Einmalig???
Bin ebenfalls Student und über 25 und muss ebenfalls MONATLICH 78,50 zahlen.

Verfasser

aware

Wieso musst du nur einmalig zahlen? Musst du nicht rückwirkend die Summe für die 2 Jahre, also 24* 78,50 zahlen??



Nein, dadurch dass du 1x Zahlst fällt der komplette Jahresschnitt ins Bodenlose und man ist wieder innerhalb der Grenzen.

Bsp: du hast 6000€ Brutto verdient, davon kannst du 1000€ Werbungskosten geltend machen. Bleiben 5000€
Die FamVer Grenze liegt bei 385/Monat = 4620€ ---> 380€ zuviel.

Jetzt geht man zur KK und bittet nett darum sich selbst studentisch für den Monat zu versichern in dem man am meisten verdient hat (zB 800€) ---> Schnitt fällt und man landet monatlich unter 385€ ( FamVer greift noch )

Einmalig erschließt sich mir auch nicht. In meiner Studi Zeit musste ich auch monatlich so einen Betrag abdrücken...

Bin kein Student, bin aber gespannt was hier nocht so aufkommt. Komisch das alle monatlich latzen müssen und der Ersteller nur einmal pro Jahr...irgendwo ist doch da ein Fehler

Verfasser

aware

Ein mal 83,xx sollte aber auch nicht stimmen. Ich bin Student, arbeite nebenbei bis 400€ und muss jeden Monat 78,50 zahlen.



Dachte es ist aus dem Text ersichtlich: Es geht nur um Studenten die in der Familienkasse bei den Eltern mitversichert sind, aber zu viel verdient haben nebenbei. Hier wird es teuer wenn man plötzlich x Jahre nachzahlen muss.

Dann bist du aber unter 25 richtig?

Verfasser

aware

Dann bist du aber unter 25 richtig?



Richtig

aware

Wieso musst du nur einmalig zahlen? Musst du nicht rückwirkend die Summe für die 2 Jahre, also 24* 78,50 zahlen??



Der WK- Pauschbetrag bezieht sich nur auf die Est., nicht auf die KV. UNd der Pauschbetrag brauch nicht geltend gemacht werden, das macht das FA automatisch.
Irgendwas stimmt hier nicht

aware

Dann bist du aber unter 25 richtig?



aware hat es verstanden.

Es gibt eben die zwei Möglichkeiten:
Alter:
Unter 25 (bzw. 25 + Zivizzeit/Wehrdienstzeit ?!) -> Familienversicherung
ü25 -> studentische Versicherung 78,50/Monat

Verdienst:
Unter 385€ im Schnitt pro Monat (? oben gelesen, ich meine es sind mehr 450 war doch auch ne Grenze) + 1000€ Werbungskosten im Jahr. -> geht noch mit familienversicherung.
Mehr geht nicht
Übrigens muss man da auch aufpassen, Möglichkeit Nummer 3: Einzel

Verstehe ich auch nicht ganz. Kann es sein, dass Du für die Monate, an denen Du mehr als 385€ (also Freigrenze Familienversicherung) verdient hast, Dich nachträglich selbst (studentisch) krankenversichern musst? Das heißt, für jeden Monat drüber selbst und an den anderen, an denen Du unter der Freigrenze bist, nicht?
Sonst ergibt das keinen Sinn für mich.
Bin zwar schon lange raus, aber interessieren würde mich das trotzdem.

Verfasser

2012 war ich von 6 monaten 4 drüber und hab 1 nachgezahlt - safe
2013 war ich etliche Monate drüber, 1 nachgezahlt - safe
2014 hab ich noch kein komplettes Gehalt und werde unter der Grenze bleiben wie es aussieht

studenten-pkv.de/blo…ng/

haben die da nicht was geändert und es geht jetzt nach der wöchentlichen Arbeitszeit?

Überschreitet das Gesamteinkommen des Studenten regelmäßig im Monat ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 SGB IV – im Jahr 2014 sind das 395 € – ist die Familienversicherung für ihn ausgeschlossen. Für geringfügig Beschäftigte nach § 8 Abs. 1 Nr. 1, § 8a SGB IV (sogenannte Minijobber) beträgt das zulässige Gesamteinkommen 450 €. Unschädlich ist es, wenn die genannten Grenzen in höchstens zwei aufeinanderfolgenden Monaten überschritten werden. ... Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts handelt, sind von den Bruttoeinnahmen die Werbungskosten abzuziehen. Bei nichtselbstständiger Tätigkeit (Beschäftigung) geschieht dies durch Abzug des Arbeitnehmerpauschbetrages von 1.000 € pro Kalenderjahr oder der tatsächlichen höheren Werbungskosten; bei Kapitalerträgen wird nur der Sparerpauschbetrag von 801 € pro Kalenderjahr abgezogen (höhere Werbungskosten können nicht abgezogen werden).

Allerdings kann ich nicht ganz glauben, dass der Monat den man sich dann freiwillig versichert aus der Berechnung des Gesamteinkommens des Jahres oder der Anzahl der aufeinanderfolgenden Monate sozusagen rausgenommen wird. Das ist glaube ich auch der Punkt, der hier viele verwirrt.

Zählst du denn bei deiner Versicherung als arbeitender Student oder als studierender Arbeitsnehmer?
Ich durfte damals eine bestimmte Wochen-/ oder Monatsstundenzahl arbeitender Weise nicht überschreiten. Ansonsten hätte ich nicht mehr als "Student" gezählt. Mein Einkommen (dorch die 20 Stunden / Monat glaube ich) war der KV schnurzpiepegal!!!

Ich raffs nicht oO

Verfasser

Okay, ich glaube ich belasse es hierbei. Einiges wurde ja von anderen mit dazu beigetragen.
Ich kann meine Aussagen nur so stehen lassen wie ich sie geschrieben habe, besser bekomme ich das komplexe Thema nicht auf "Papier".
Wollte auch nicht dazu beitragen hier eine komplette Aufklärung zu betreiben sondern die betroffenen Leute (bei uns in der Firma gab es in letzter Zeit ein paar Tränen) zu ermutigen sich mit der KK an einen Tisch zu setzen (persönlich) und eine Lösung zu finden - mein Vorschlag war nur ein erster Schritt zum (richtigen?) Weg.

jesusliebtdich

Zählst du denn bei deiner Versicherung als arbeitender Student oder als studierender Arbeitsnehmer? Ich durfte damals eine bestimmte Wochen-/ oder Monatsstundenzahl arbeitender Weise nicht überschreiten. Ansonsten hätte ich nicht mehr als "Student" gezählt. Mein Einkommen (dorch die 20 Stunden / Monat glaube ich) war der KV schnurzpiepegal!!!


Genau 20 pro Woche, ansonsten verliert man den Studenten Status. Ich hab verstanden was der TE meint aber finde krass, dass die Kasse das mitmacht, so entgeht denen ja einiges

Xysos

Okay, ich glaube ich belasse es hierbei. Einiges wurde ja von anderen mit dazu beigetragen. Ich kann meine Aussagen nur so stehen lassen wie ich sie geschrieben habe, besser bekomme ich das komplexe Thema nicht auf "Papier". Wollte auch nicht dazu beitragen hier eine komplette Aufklärung zu betreiben sondern die betroffenen Leute (bei uns in der Firma gab es in letzter Zeit ein paar Tränen) zu ermutigen sich mit der KK an einen Tisch zu setzen (persönlich) und eine Lösung zu finden - mein Vorschlag war nur ein erster Schritt zum (richtigen?) Weg.


Wobei du unbedingt erwähnen solltest, dass du kein Mini-Jobber bist, da hier ja andere Grenzen (450 Euro) gelten. Hab mich auch gerade erschrocken, aber das betrifft mich als Mini-Jobber zum Glück nicht.

jesusliebtdich

Zählst du denn bei deiner Versicherung als arbeitender Student oder als studierender Arbeitsnehmer? Ich durfte damals eine bestimmte Wochen-/ oder Monatsstundenzahl arbeitender Weise nicht überschreiten. Ansonsten hätte ich nicht mehr als "Student" gezählt. Mein Einkommen (dorch die 20 Stunden / Monat glaube ich) war der KV schnurzpiepegal!!!



Das ist korrekt. Du kannst als arbeitender Student auch 1 Million Euro pro Stunde verdienen. Es gibt allerdings für die Vorlesungszeit diese 20-Stunden-"Regel". Diese lässt sich allerdings auch außer Kraft setzen, wenn du gut begründen kannst, warum du mehr gearbeitet hast. (Z.B. Kellnern -> viel am Wochenende). Außerdem gib es diese 20 Stunden Regel per Gesetz eigentlich nicht, sondern hat sich durch diverse Gerichtsurteile so etabliert.

Gut, dass die das bei mir nicht geltend gemacht haben. Wusste ich gar nicht

Zum Glück betrifft mich das nicht (mehr), aber kann den Dealersteller nachvollziehen. ^^

Hoffe du hast auch Kindergeld beantragt?

....du wärst nicht aus allen Wolken gefallen, wenn du oder deine Eltern die Krankenkasse über deine Beschäftigungsaufnahme informiert hättest. Bitte nicht der Krankenkasse den schwarzen Peter zuschieben, denn du bist gegenüber der Krankenkasse informationspflichtig.

Verfasser

Ralf

....du wärst nicht aus allen Wolken gefallen, wenn du oder deine Eltern die Krankenkasse über deine Beschäftigungsaufnahme informiert hättest. Bitte nicht der Krankenkasse den schwarzen Peter zuschieben, denn du bist gegenüber der Krankenkasse informationspflichtig.



Nochmal lesen bitte, das wusste ich bereits darum hatte ich vorgesorgt und zahle nada. Das System funktioniert relativ gut man braucht halt nur Zeit bei den OttonormalBearbeitern bis die Sachbearbeiter anrufen etc.
Wie schon geschrieben, dies soll nur eine Hilfestellung sein und kein Lösungsweg - es wissen übrigens viele nicht über diese Grenzen Bescheid. Die KK teilt einem das nicht mit, man geht eigtl davon aus dass man bis 25 bei den Eltern versichert ist. Der Betrieb, der es wüsste vergrault sich seine günstigen Kräfte nicht weil sie dann weniger Stunden arbeiten würden um nicht über die Grenze zu rutschen.

Xysos

Nochmal lesen bitte, das wusste ich bereits darum hatte ich vorgesorgt und zahle nada. Das System funktioniert relativ gut man braucht halt nur Zeit bei den OttonormalBearbeitern bis die Sachbearbeiter anrufen etc. Wie schon geschrieben, dies soll nur eine Hilfestellung sein und kein Lösungsweg - es wissen übrigens viele nicht über diese Grenzen Bescheid. Die KK teilt einem das nicht mit, man geht eigtl davon aus dass man bis 25 bei den Eltern versichert ist. Der Betrieb, der es wüsste vergrault sich seine günstigen Kräfte nicht weil sie dann weniger Stunden arbeiten würden um nicht über die Grenze zu rutschen.



Ich kann sehr gut lesen. Und dein letztes Post ist teils Unsinn. Jede gesetzliche Krankenkasse ist verpflichtet, die Familienversicherung gerade von über 18jährigen regelmäßig zu prüfen. Und in diesen Schreiben wird u. a. auch auf die Hinzuverdienstgrenze hingewiesen. Das wird auch in deinem Fall so gewesen sein.

Verfasser

Wenn das Prüfungsschreiben kommt ist die Kohle schon verdient und das Kind bereits in den Brunnen gefallen

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