Smartphone: Warum sind Mobilfunk-Tarife in Deutschland so teuer? in Deutschland 1GB Highspeed zu den selben Kosten wie 50GB in Italien

Smartphone: Warum sind Mobilfunk-Tarife in Deutschland so teuer?





Warum sind Mobilfunk-Tarife in Deutschland so teuer? | Video verfügbar bis 16.11.2017


Inhalt in Kürze:
Info-Box: -Surfen unterwegs ist in Deutschland deutlich teurer als in anderen EU-Ländern.
-1 GB Datenvolumen kostet hierzulande bis zu 50 mal mehr als anderswo.
-Grund: in Deutschland teilen nur drei große Mobilfunkanbeiter den Markt unter sich auf
-Die
geplante EU-Regelung zur Abschaffung von Roaminggebühren wird das nicht
ändern: Den Mobilfunkvertrag darf man weiterhin nur in dem Land
abschließen, in dem man wohnt.

Kehl in
Deutschland und Strasbourg in Frankreich – dazwischen liegt nur der
Rhein. Beim Thema Handytarife liegen zwischen beiden Städten Welten.
Denn in Frankreich bekommen Mobilfunkkunden deutlich mehr geboten, und
das auch noch für weniger Geld. Und die Deutschen sind die Dummen. Wie
kann das sein?





6 Gigabyte im Monat sind für Surffreunde sinnvoll.



Wir beginnen in Kehl. "Plusminus" macht hier einen
Selbstversuch. Wir wollen einen Handyvertrag, mit dem wir natürlich
telefonieren können. Aber vor allem möchten wir möglichst viel
Datenvolumen zum Surfen im Internet. Doch was braucht man heutzutage
eigentlich? Wir fragen beim BR-Netz-Experten Florian Regensburger nach.
"Jemand, der die neuen Medien oft und gerne nutzt, der mit Smartphone
und Apps im Internet unterwegs ist, der Videos über das Netz schaut, der
bei Facebook unterwegs ist, der sollte meiner Meinung nach kein Tarif
wählen, bei dem er weniger als 6 Gigabyte im Monat zur Verfügung hat."


1 Gigabyte in DeutschlandUnd
was bekommen wir angeboten? Wir fragen bei den drei deutschen
Netzbetreibern nach: Vodafone, T-Mobile und O2. Unser Budget liegt bei
ungefähr 30 Euro im Monat. Bei Vodafone rät man uns zum Tarif Vodafone
Red S. Den gibt es im Shop für 29,99 Euro. Das Datenvolumen beträgt ein
Gigabyte. Für das T-Mobile-Netz bietet man uns den Tarif Magenta Mobil S
an. Die Kosten liegen hier bei 29,95 Euro, das Datenvolumen ebenfalls
bei einem Gigabyte. Und bei O2? Da ist es etwas billiger: 24,99 Euro
kostet der O2 Free S. Dieser Tarif beinhaltet aber auch nicht mehr als
ein Gigabyte.





Bildunterschrift: Kosten für 1 GB Datenvolumen bei deutschen Anbietern.


Für die uns angebotenen Smartphone-Verträge
würden wir also in Deutschland zwischen 25 und 30 Euro zahlen und dafür
nur 1 Gigabyte Datenvolumen bekommen.


50 Gigabyte in Frankreich



In Frankreich sind die Preise für Datenvolumen deutlich billiger als in Deutschland.



Jetzt der Blick über die nahe Grenze. Wir sind in
Straßburg. Mit einem Gigabyte lassen sich die Franzosen von ihren
Netzbetreibern nicht abspeisen. Die meisten haben hier rund 20 Gigabyte
Datenvolumen. Und was kostet das? Bei Bouygues Telekom, einem der vier
französischen Netzbetreiber, zahlt man für einen Mobilfunkvertrag mit 20
Gigabyte einen Preis von 29,99 Euro pro Monat. Soviel also wie bei uns
für 1 Gigabyte.


Doch es wird noch
besser: Bei Free, dem jüngsten französischen Netzbetreiber, der den
Markt mit Kampfpreisen aufmischt, bekommen wir sogar 50 Gigabyte
angeboten. Und das zu einem Preis von 19,99 Euro. Das heißt: 50 Gigabyte
in Frankreich sind billiger als 1 Gigabyte in Deutschland.


Abzocke in Deutschand?



Prof. Dr. Torsten J. Gerpott ist Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Duisburg-Essen.



Werden die Deutschen abgezockt? Oder welche
Erklärung gibt es für die großen Preisunterschiede? An der Universität
Duisburg-Essen hat man das untersucht. Ein wesentlicher Grund: In
Deutschland gibt es weniger Konkurrenz, erklärt Prof. Dr. Torsten J.
Gerpott: "Der deutsche Mobilfunkmarkt hat ja jetzt nur noch drei
Anbieter seitdem im Jahre 2014 formal der Zusammenschluss von Telefonica
und E-Plus vollzogen worden ist. Und das hat dem Wettbewerb nicht so
gut getan. Wir sind im internationalen Vergleich zwar führend was den
Ausbau mit neuen Netzen angeht, aber wir sind auch führend, was hohe
Preise angeht."


Hohe Preise – wenig
Wettbewerb. Das zeigt auch der Blick auf die Marktanteile. Die sind
nahezu gleich groß. Jeder der drei Anbieter hat rund ein Drittel. Und
offensichtlich tut kein Netzbetreiber dem anderen weh.





Bildunterschrift: Marktanteile deutscher Mobilfunkanbieter.


Alles anders in Österreich



Unterwegs Surfen – für viele Europäer kein Problem.



Was ein funktionierender Wettbewerb ausmacht,
sieht man auch am Beispiel Österreich. Hier amüsiert man sich über die
Handyverträge der Deutschen. Kein Wunder. Denn die österreichischen
Mobilfunkkunden haben in der Tat gut lachen. Schon die Werbung in den
Schaufenstern zeigt, dass hier einiges anders läuft: "Mehr Gigabyte.
Mehr Heiterkeit."


Wir lassen uns bei DREI
beraten, dem jüngsten Netzbetreiber in Österreich, der ähnlich wie Free
in Frankreich den Markt aufmischt. Hier gibt es für 31,20 Euro sage und
schreibe 39 Gigabyte.


Schnäppchenpreise in ItalienWir
fahren noch ein Land weiter – nach Italien. Mindestens 3 Gigabyte
bekommen wir für 30 Euro überall. Und am meisten geboten wird uns bei
Tre Italia. Hier gibt es 30 Gigabyte für nur 15 Euro.


Das Ergebnis unserer
Recherche-Reise:1 Gigabyte in Deutschland, 39 in Österreich, 30 in
Italien und sogar 50 in Frankreich – und das zum Teil sogar für weniger
Geld. Viel krasser können die Unterschiede kaum sein.





Bildunterschrift: So viel kostet Datenvolumen in europäischen Ländern.


Besserung in Sicht?Doch
wird es künftig besser? Schließlich sollen ab Sommer 2017 die
sogenannten Roaming-Gebühren wegfallen – also die Aufschläge für die
Nutzung im Ausland. Kann man dann die günstigeren Tarife aus den
Nachbarländern auch bei uns dauerhaft nutzen können? Die klare Antwort:
nein. Einen Anbieter aus dem Ausland wird man auch künftig nicht nutzen
können. Und das will die EU-Kommission derzeit auch gar nicht.





Auf die EU-Kommission können deutsche Kunden nicht hoffen.



Gegenüber "Plusminus" bestätigt sie, dass das
kostenlose Roaming nur für Reisende gedacht ist: "Die von der Kommission
vorgeschlagenen Entwürfe für faire Nutzungsregeln beruhen auf dem
Grundsatz des Wohnsitzes oder der stabilen Verbindung, den europäische
Verbraucher mit jedem EU-Mitgliedsstaat haben können." Im Klartext:
Einen europaweiten Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt soll es gar nicht
geben.


Bericht: Johannes Thürmer, Martina Schuster



Stand: 22.11.2016 16:55 Uhr

32 Kommentare

Die 3 Grossen, Telekom Vodafone und O2 ziehen uns ab.

DieterSuchtDenBestenDealvor 3 m

Die 3 Grossen, Telekom Vodafone und O2 ziehen uns ab.

​kann sein das die das machen.
aber die preise in der sendung sind auch einfach mal falsch

Deutschland ist IT-mäßig ein Steinzeit-Staat. Selbst die ehemaligen kommunistischen Staaten aus dem Baltikum sind uns Jahre voraus. Ist eigentlich peinlich. Hatte immer den Eindruck, dass das von Kräften wie der Telekom so gewollt ist, um eben viel für wenig MB/GB zu verlangen. Ist aber so eine persönliche Verschwörungstheorie und hat auch was mit dieser komischen Störerhaftung zu tun.

Sehr teuer sind aber auch die Tarife in den USA.

deutlich günstiger wäre aber auch möglich. Das ganze ist viel zu sehr übertuert. Und vor allem, was soll man mit 1 GB Tarifen heutzutage

Solange es genug Leute gibt, die die hohen Preise zahlen, besteht bei den Anbietern auch keine Notwendigkeit, etwas zu ändern. Vor allem, wenn es nur 3 Anbieter gibt.

Der Deutsche bezahlt immer für Alles zuviel. Warum? Weil Er`s hat und weil Er blöde ist. Deshalb gibt es diesen Laden Hier!
Schöner Beitrag.(Schöne Beschreibung). Jetzt änderste noch Dein Profilbild und ich bin zufrieden.

Die Option 1GB für 24,99 als Vergleich für Deutschland zu nehmen, finde ich etwas lächerlich.
Die hätten wenigstens die Tarife von WinSim oder Tarifhaus nehmen können.
Bezahle selbst 3,99€ für 1GB

Wie kommen die auf solch hohe Preise? Ich zahle für 12GB keine 12€.
Bearbeitet von: "worfox91" 27. November

Mit Steinzeit-IT oder fiesen Telekom-Unternehmen hat das eher wenig zu tun. Alleine durch die UMTS-Frequenzauktion hat der Staat 50 Mrd € kassiert (Frankreich <10Mrd, Österreich < 1Mrd, Italien ~15Mrd). Die Investitionen müssen halt an die Kunden weitergereicht werden. Und als Nebeneffekt durch die hohen Preise gibt es kaum noch Wettbewerber auf dem Markt.

Die "Energiewende" ist im Prinzip die gleiche Stümperei.


wintersbonevor 44 m

Der Deutsche bezahlt immer für Alles zuviel. Warum? Weil Er`s hat und weil Er blöde ist. Deshalb gibt es diesen Laden Hier!Schöner Beitrag.(Schöne Beschreibung). Jetzt änderste noch Dein Profilbild und ich bin zufrieden.

​was hast du gegen mein profilbild?

Kazulavor 29 m

Die Option 1GB für 24,99 als Vergleich für Deutschland zu nehmen, finde ich etwas lächerlich.Die hätten wenigstens die Tarife von WinSim oder Tarifhaus nehmen können.Bezahle selbst 3,99€ für 1GB

​hey ihr müsst auch bedenken, es gibt viele menschen die kaufen nur im laden ein und nicht im internet. für meine eltern z.b. muss ich die gesamte technik besorgen. ohne mich würden sie auch nur in den t-com shop gehen und das kaufen was die verkäuferin ihr sagt.

so wird es den meisten menschen ergehen

iomervor 11 m

Mit Steinzeit-IT oder fiesen Telekom-Unternehmen hat das eher wenig zu tun. Alleine durch die UMTS-Frequenzauktion hat der Staat 50 Mrd € kassiert (Frankreich <10Mrd, Österreich < 1Mrd, Italien ~15Mrd). Die Investitionen müssen halt an die Kunden weitergereicht werden. Und als Nebeneffekt durch die hohen Preise gibt es kaum noch Wettbewerber auf dem Markt.Die "Energiewende" ist im Prinzip die gleiche Stümperei.

​stimmt, die gebühren müssen auch erst wieder eingespielt werden.

iomervor 28 m

Mit Steinzeit-IT oder fiesen Telekom-Unternehmen hat das eher wenig zu tun. Alleine durch die UMTS-Frequenzauktion hat der Staat 50 Mrd € kassiert (Frankreich <10Mrd, Österreich < 1Mrd, Italien ~15Mrd). Die Investitionen müssen halt an die Kunden weitergereicht werden. Und als Nebeneffekt durch die hohen Preise gibt es kaum noch Wettbewerber auf dem Markt.Die "Energiewende" ist im Prinzip die gleiche Stümperei.


Yep, die hohen Preise sind im Prinzip eine Mobilfunksteuer die der Staat indirekt vom Kunden kassiert, indem die Sendefrequenzen zu Utopiepreisen versteigert wurden.

Also mal ganz ehrlich. Ich surfe mit 3 GB für 12,49 und hab zudem ne allnet flat, die ich eigentlich nicht brauche. Ich wüsste nicht, was ich mit 50 GB Datenvolumen anfangen soll. Man sollte evtl. auch mal die Nutzer vergleichen. Ich nutze meine 3 GB nie aus. Kann mir nicht vorstellen, dass viele Franzosen 50 GB ausnutzen. Es sei denn mit Multicard o.ä. oder halt statt DSL-Festnetzanschluss. Ist ja dann schön und gut, wenn man 50 GB für 25 Euro bekommt, genutzt würden von mir trotzdem nur etwa 2 GB. Da zahle ich dann lieber weniger, statt eine unrealistisch große Anzahl an GB zur Verfügung zu haben.

Chris2703vor 43 m

Also mal ganz ehrlich. Ich surfe mit 3 GB für 12,49 und hab zudem ne allnet flat, die ich eigentlich nicht brauche. Ich wüsste nicht, was ich mit 50 GB Datenvolumen anfangen soll. Man sollte evtl. auch mal die Nutzer vergleichen. Ich nutze meine 3 GB nie aus. Kann mir nicht vorstellen, dass viele Franzosen 50 GB ausnutzen. Es sei denn mit Multicard o.ä. oder halt statt DSL-Festnetzanschluss. Ist ja dann schön und gut, wenn man 50 GB für 25 Euro bekommt, genutzt würden von mir trotzdem nur etwa 2 GB. Da zahle ich dann lieber weniger, statt eine unrealistisch große Anzahl an GB zur Verfügung zu haben.



Es gibt sicherlich immer mehr Leute, die günstiges Datenvolumen im zweistelligen Bereich sehr begrüßen würden. Ich komme mit meinen 6GB im Monat meist gerade so hin. Mehr Volumen eröffnet halt auch mehr Möglichkeiten. Z.B. mal ein längeres Video auf einer Autofahrt (als Beifahrer!) zu streamen o.ä. Da hat man schnell mal 2-3 GB an einem Tag weg. Wenn aber kein bezahlbares Angebot besteht, kommen solche Anwendungsfälle eben gar nicht erst in Betracht.

o junge, 30€-tarife mit 1GB raussuchen, is klar.

wintersbonevor 1 h, 59 m

Der Deutsche bezahlt immer für Alles zuviel. Warum? Weil Er`s hat und weil Er blöde ist. Deshalb gibt es diesen Laden Hier!Schöner Beitrag.(Schöne Beschreibung). Jetzt änderste noch Dein Profilbild und ich bin zufrieden.



Ich wette ich weiß, wo du bei der nächsten Bundestagswahl dein Kreuzchen setzt.

Übrigens:
"Das Preisniveau für die privaten Konsumausgaben in Deutschland lag im Jahr 2013 um 1,5 % über dem Durchschnitt der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). In den meisten direkten Nachbarländern Deutschlands ist das Preisniveau höher. Wie schon in den vergangenen Jahren lag es lediglich in Polen und der Tschechischen Republik niedriger."
Quelle: Destatis
Bearbeitet von: "chrhiller187" 28. November

Man hätte den Artikel auch einfach verlinken können, als hier den kompletten Artikel einzufügen.

Ja ja woanders ist immer alles besser...
Nur blind anhand der Preise Leistungen zu vergleichen ist, ist leider nicht ganz richtig.

Und kleinere Länder mit wesentlich kleiner Infrastruktur, haben auch weniger Kostenaufwand für das Errichten und Betreiben der Netze... Um mal nur einen Aspekt aufzugreifen...

iomervor 7 h, 55 m

Mit Steinzeit-IT oder fiesen Telekom-Unternehmen hat das eher wenig zu tun.


Natürlich kann die Telekom über Lobbyisten Einfluss auf die WLAN Gesezte (Störerhaftung) nehmen und somit Tarife pushen und Preise beeinflussen. Geh mal in Deutschland in die Innenstadt, fast nirgendwo ist man im WLAN eingeloggt. Im Urlaub war ich nach 1 Woche in fast jedem Laden automatisch im WLAN eingeloggt und brauchte quasi keinen EU-Tarif.

wintersbonevor 8 h, 33 m

Der Deutsche bezahlt immer für Alles zuviel. Warum? Weil Er`s hat und weil Er blöde ist. Deshalb gibt es diesen Laden Hier!Schöner Beitrag.(Schöne Beschreibung). Jetzt änderste noch Dein Profilbild und ich bin zufrieden.




Entweder das ist Spaß, Ironie oder du bist ein Reichsbürger o.ä.
In Deutschland ist fast alles sooo billig, meine Freunde die mich aus dem Ausland besuchen, und gerade mal 1/3 oder 1/2 von meinem Gehalt verdienen, beneiden uns um die Preise hier.

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