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    Softwarelizenzen mehrfach nutzen - rechtens?

    Hi zusammen,

    folgendes:
    Ich arbeite neben meinem Studium als Softwareentwickler. Als Softwareentwickler braucht man einfach gute Tools, da reicht Freeware oftmals einfach nicht(im Business-Umfeld zumindest).

    Mein Chef hat für ein bestimmtes Programm zwei Lizenzen gekauft, um es erstmal zu testen(haben je 500$ gekostet).

    Nach den Tests wollen wir es nun auf die Abteilung ausrollen.
    Nun meint er(nach Rücksprache mit seinem Rechtsanwalt), dass die Einschränkung, dass die erworbene Lizenz nur einmal gleichzeitig ausgeführt werden darf, in Deutschland rechtens nicht in Ordnung sie.
    Er meint nun deshalb, dass wir doch alle dieselbe Lizenz benutzen sollen, was ja angeblich legal sei.

    Ich hab in einer IT-Recht-Vorlesung nur gelernt, dass zu krasse Einschränkungen rechtlich nicht in Ordnung seien. Also beispielsweise, dass Software ABC nur auf dem IBM XYZ installiert werden darf. Oder, dass der Wiederverkauf verboten wird.
    Ansonsten darf der Urheber bzw. die Firma, die das Produkt vertreibt, selbstverständlich Einschränkungen machen.

    Was denkt ihr? Google findet diesbezüglich nichts.
    Es ist doch Gang und Gebe, dass dies so gehandhabt wird, oder?
    Ansonsten würde Microsoft etc. doch ständig verklagt werden, oder?

    Ich habe irgendwie Zweifel bez. der Kompetenz des Rechtsanwaltes meines Chefs...

    Gruß Andi

    Beste Kommentare

    Ich denke, dass ihr Software entwickelt und hoffen könnt, dass man mit eurer Software nicht so umgeht, sonst könnt ihr nämlich sehen wo die Kohle herkommt. Wie man in der Softwareentwicklung nur so ein dämliches Verhalten an den Tag legen kann?

    25 Kommentare

    Frag den Solmecke.

    Nun meint er(nach Rücksprache mit seinem Rechtsanwalt),

    Und was erwartest du jetzt von den Hobbyjuristen hier?

    Die Frage nach der Rechtmäßigkeit ist die eine, aber ist diese 500 Dollar Software nicht mit einem key oder ähnlichem geschützt? Da kannste das doch eh vergessen.

    Ist meiner Meinung nach nicht rechtens. Das gute ist aber für eine fehlerhafte Beratung haftet der Anwalt. Also kann dem Unternehmen nichts passieren wenn ihr die mehrfach nutzt. Gibt im CAD Bereich auch nur Einzellizenzen, da würden die Entwickler flott dicht machen, wenn VW nur noch eine catia Lizenz nutzen würde...

    Ich denke, dass ihr Software entwickelt und hoffen könnt, dass man mit eurer Software nicht so umgeht, sonst könnt ihr nämlich sehen wo die Kohle herkommt. Wie man in der Softwareentwicklung nur so ein dämliches Verhalten an den Tag legen kann?

    powaaah

    Ist meiner Meinung nach nicht rechtens. Das gute ist aber für eine fehlerhafte Beratung haftet der Anwalt. Also kann dem Unternehmen nichts passieren wenn ihr die mehrfach nutzt. Gibt im CAD Bereich auch nur Einzellizenzen, da würden die Entwickler flott dicht machen, wenn VW nur noch eine catia Lizenz nutzen würde...




    Bei einer mündlichen Aussage des Rechtsanwalts würde ich es nicht darauf ankommen lassen.

    powaaah

    Ist meiner Meinung nach nicht rechtens. Das gute ist aber für eine fehlerhafte Beratung haftet der Anwalt. Also kann dem Unternehmen nichts passieren wenn ihr die mehrfach nutzt. Gibt im CAD Bereich auch nur Einzellizenzen, da würden die Entwickler flott dicht machen, wenn VW nur noch eine catia Lizenz nutzen würde...



    Sehe ich auch so

    Verfasser

    marco

    Ich denke, dass ihr Software entwickelt und hoffen könnt, dass man mit eurer Software nicht so umgeht, sonst könnt ihr nämlich sehen wo die Kohle herkommt. Wie man in der Softwareentwicklung nur so ein dämliches Verhalten an den Tag legen kann?


    Wir machen nur Individual-Software mit Wartungsverträgen, da gibts solche Probleme nicht.

    paslo

    Die Frage nach der Rechtmäßigkeit ist die eine, aber ist diese 500 Dollar Software nicht mit einem key oder ähnlichem geschützt? Da kannste das doch eh vergessen.


    Doch, es wird aber nicht überprüft, ob die Software mehrfach ausgeführt wird(was andere Programme übrigens machen, was aber dann theoretisch nicht rechtens wäre).

    Nee da gibt's keine Probleme, wenn die Abriet nicht wertgeschätzt wird. "Ist doch nur ne Textänderung, das kann doch höchstens fünf Euro kosten". IDu hast den falschen Job vor dir, wenn du und allen voran "der Chef" das System nicht begreift. Irgendwann gibt's eure gesuchten Tools einfach nicht mehr.

    Für sowas gibt es mit den Herstellern Lizenzverträge, du glaubst doch nicht, dass größere Unternemen nur eine Office-Lizenz haben und diese auf allen Rechnern nutzen?!

    Wenn der Hersteller spitz kriegt, dass die Software gleichzeitig auf mehreren Rechnern ausgeführt wird und das auch noch kommerziell genutzt wird, dann könnte das sicher Probleme geben.

    Als Angestellter kann das dir egal sein, dein Chef ist dafür verantwortlich. Das ein Anwalt sowas sagt, glaube ich auch nicht, ich denke der Chef hat einfach keine Lust mehrere Lizenzen zu kaufen und Menschen brauchen für alles eine Begründung. "Weil mein Anwalt" hört sich halt gut an.

    Das mit der gleichzeitigen Nutzung kommt mir aber bekannt vor. Ich habe mal in einer Firma gearbeitet in der X Lizenzen für eine CAD Software im "Software-Pool" waren, jetzt hatte eine Person, kein Kommentar war :D, das Programm zweimal geöffnet und somit fehlte einer anderen Person die Lizenz und konnte das Programm nicht öffnen, diese lief dann im Büro umher und fragte ob jemand das Programm zwei mal aufhat. X)

    Vielleicht hast du auch was falsch verstanden und er hat ein Lizenzpaket gekauft, EIN Paket für mehrere Benutzer

    ganz einfache kiste. lest euch doch die eula oder purs zu dem produkt mal durch, da steht es doch drin. kenne natürlich nicht den anwalt, aber ich vermute ihr seid nicht microsoft bosch porsche oder siemens, daher klingt für mich ein solcher anwaltlicher rat zweifelhaft (bezogen auf die Qualität, grösse, Erfahrung)

    als dev'ler sollte es aber die ethik gebieten hier konform zu lizenzieren, oder?

    frag dein chef, konfrontiere ihn mit der eula. soll er den mist installieren oder dir das schriftlich geben, dann haftet er auch letztendlich dafür...

    wurstpractice

    ganz einfache kiste. lest euch doch die eula oder purs zu dem produkt mal durch, da steht es doch drin. kenne natürlich nicht den anwalt, aber ich vermute ihr seid nicht microsoft bosch porsche oder siemens, daher klingt für mich ein solcher anwaltlicher rat zweifelhaft (bezogen auf die Qualität, grösse, Erfahrung) als dev'ler sollte es aber die ethik gebieten hier konform zu lizenzieren, oder? frag dein chef, konfrontiere ihn mit der eula. soll er den mist installieren oder dir das schriftlich geben, dann haftet er auch letztendlich dafür...



    Sein Chef haftet so oder so dafür!
    Ich möchte dich mal sehen wie du dich vor deinen Chef stellst und am besten noch vor versammelter Mannschaft sagst, dass das illegal ist und du damit nicht arbeiten kannst.

    Tolles Video: X)
    ww2.bsa.org/cou…-DE

    Kommt natürlich auf die Lizenz an, aber bei 500$ dürfte es sich wohl nicht um eine Unternehmenslizenz handeln.

    Als Chef einer Softwarebude sollte man schon sehen, daß man die eingesetzte Software ordentlich lizenziert. Schon aus eigenem Interesse. Ist denn sonst bei euch das Geld klamm oder warum kommt der Chef auf solche Schnapsideen?

    Soll er beim Vertriebspartner/Distributor der Software nachfragen, die helfen auch in Lizenzfragen.

    Verfasser

    Also laut dem Ersteller der Software bzw. laut deren EULAs ist es nicht erlaubt, die Software mehrfach zu starten, die Installation auf mehreren Rechnern ist erlaubt. Es ist übrigens eine Commercial License, für die halt 500$ pro Entwickler bezahlt werden muss.

    Mein Chef kam halt ins Büro und meinte, dass es so sei und dass wir es jetzt einfach so machen sollen. Da widerspricht natürlich erstmal keiner. Als er draussen war gabs natürlich Diskussionen, manche fanden es okay, manche nicht. Ich habe dann halt auch so argumentiert, dass es einfach moralisch nicht in Ordnung sei. Vor Allem, weil wir alle ja auch Softwareentiwklciher sind und es auch scheiße fänden würden.
    Aber wenn der Chef es sagt, sag ich sicher nicht, dass es meiner Meinung nach nicht okay ist(v.A. als Werkstudent).

    Meinem Unternehmen geht es finanziell gesehen übrigens nicht so gut, darum denk ich auch, dass es halt nur Dummgeschwätz von meinem Chef ist,damit er sich ein paar tausend Euro sparen kann.

    Naja, vielen Dank für eure Meinungen.

    Die Art der Lizenz ist in dem Fall aber schon recht frei. Für eine Lizenz kann eine Person immer an einem Gerät jederzeit und überall arbeiten, es gibt keine Bindung an ein Gerät noch an eine Person. Das ist eigentlich das was ich mir als Anwender immer wünsche.

    Da würde ich mich nach einen anderen Arbeitgeber umsehen. Es scheint ja nicht gut zu laufen oder er ist einfach geizig. Beide keine guten Voraussetzungen. Jeden Softwareentwickler sollte das Lizenzmodell der verwendeten Software bekannt sein.

    haege

    Also laut dem Ersteller der Software bzw. laut deren EULAs ist es nicht erlaubt, die Software mehrfach zu starten, die Installation auf mehreren Rechnern ist erlaubt. Es ist übrigens eine Commercial License, für die halt 500$ pro Entwickler bezahlt werden muss.



    Das ist durchaus ein gängiges Modell - nennt sich floating license. D.h. es darf auf so vielen Rechnern installiert werden wie ihr Lust habt, aber nur so viele gleichzeitig geöffnet sein wie ihr lizensiert habt. Ist ein sehr faires und pragmatisches Modell und bei einigen Anbietern als Variante zur per-seat-license erhältlich. Bei letzterer wäre im Vergleich eine Lizenz je Installation nötig oder,als Variante, eine Lizenz pro benanntem Benutzer (named user license), die dann von diesem (und nur von diesem) genutzt werden darf, ggf. auf mehreren Rechnern, ggf. auch gleichzeitig.

    haege

    Mein Chef kam halt ins Büro und meinte, dass es so sei und dass wir es jetzt einfach so machen sollen.



    Und was genau heisst jetzt "so"? Und welche Lizenzform hat die Software denn nun wirklich? Wenn es eine floating license ist (die oft entweder per Lizenzserver oder einfacher (und unzuverlässiger) per Broadcast im Lan prüft, ob die Lizenzanzahl (bei grösseren Installationen ggf. zzgl. einer Toleranz) überschritten ist könnt ihr nicht drastisch mehr öffnen als gekauft wurden. Wenn die Software das nicht prüft und ihr intensiver nutzt als lizensiert ist das nicht legal. Wenn der Chef sowas anordnet freut sich die Business Software Alliance (die jetzt nicht gerade mein Lieblingsladen ist) über einen (ggf. anonymen) Hinweis. Oder auch der Hersteller. Muss man nicht machen, kann man aber.

    haege

    Meinem Unternehmen geht es finanziell gesehen übrigens nicht so gut, darum denk ich auch, dass es halt nur Dummgeschwätz von meinem Chef ist,damit er sich ein paar tausend Euro sparen kann.



    Wenn es eine esoterische Software ist, die alle halbe Jahre mal temporär von irgendwem genutzt werden muss aus irgendwelchen Gründen könnte ich das sogar nachvollziehen in der Situation, auch wenn es nicht ok ist. Wenn es ein täglich genutztes Werkzeug wie z.B. eine IDE ist ist das indiskutabel.

    Was die automatische Überprüfung von Lizenzen angeht: Viele professionelle Softwares tun das nicht und zwar mit voller Absicht. U.a. weil es zusätzlicher Quell des Ärgers ist, wenn dabei irgendwas schiefgeht, ob nun via Lizenzserver oder via Dongle und harte Lizenzen und Lizenzgrenzen in grösseren Umgebungen mit vollautomatischen Installationen oder bei Deskops per VM oder hoher Änderungsfrequenz gar nicht vernünftig handhabbar sind oder grässliche Kolateralschäden bzw. mindestens erheblichen Mehraufwand in der Administration verursachen. Stattdessen gehen die Hersteller davon aus, dass sie mit Profis arbeiten, die sich an die Spielregeln halten und soviel lizensieren wie sie brauchen und behalten sich das Recht der (ggf. unangekündigten) Überprüfung vor Ort vor - das könnte so ein Passus sein, den der Anwalt als ungültig empfindet. Microsoft tut das z.B. gerade.

    All die oben genannten Lizenzmodell sind im übrigen in Deutschland verbreitet und legal. D.h. entweder der Chef lügt oder der Anwalt hat keine Ahnung von Softwarelizenzen. Wenn er meint in den Lizenzbedinungen irgendeine Klausel entdeckt zu haben, die das aushebelt - kann immer sein. Als Softwarefirma sollte man aber durchaus einen Sinn für fair-use bei Software haben finde ich. Im übrigen ist das nicht nur wahrscheinlich illegal sondern überdies verschafft er sich einen Wettbewerbsvorteil durch gesparte Kosten gegenüber ehrbaren Firmen, die legal arbeiten. Gute Softwareentwickler wird er bei solchem Verhalten nicht in der Firma halten können, in der aktuellen Arbeitsmarktsituation in der Branche schon gar nicht.
    Wenn die Software je Arbeitplatz 500$ kostet und die Abteilung mal angenommen irgendwas zwischen 10 und 50 Mitarbeiter hat spart der Chef bei seinem Vorgehen zwischen 4000$ und 24.000$. Die er noch dazu von der Steuer absetzen bzw. abschreiben könnte. Setze das mal ins Verhältnis zu den Personalkosten der Abteilung pro Monat, pro Jahr oder auf die voraussichtliche Nutzungsdauer der Software. Da relativeren sich die Kosten ganz schnell. Wenn das ausreicht um sich illegal und asozial zu verhalten ist es meines Erachtens höchste Zeit sich einen neuen Job zu suchen... Das sage ich übrigens aus einer Postion, wo ich solche Lizenzen regelmässig bezahlen muss für eine mittelgrosse Anzahl an Menschen - ich kenne also durchaus die Situation. Wenn es sich lohnt kauft man es, wenn man es nicht braucht nimmt man eine billigere Alternative, notfalls zähneknirschend. So einfach ist das.

    Lass das mal den Papa entscheiden. Wenn Chefe sagt, dann machen. Wenn Fragen: hast Du nicht gewusst ...

    Verfasser

    peng

    [...]


    Danke für deine ausführliche Nachricht. Es geht übrigens wirklich um eine IDE, mit der wir Softwareentwickler sozusagen alles in einem haben, was wirklich Zeitersparnisse bringt.
    Darüber weiß der Chef auch Bescheid und will natürlich, dass alle umsteigen.
    Unsere Entwicklungsabteilung hat übrigens 10 MA. Darum sind es ja eigentlich nur Peanuts, weshalb ich echt nicht weiß, was ich davon halten soll. Kommt von meinem Chef echt komisch rüber.

    Bezüglich deines Tipps des Jobwechsels: ist angedacht, fühl mich aber viel zu wohl in meiner Abteilung und zöger deshalb noch...:-)

    Lass mich raten: Ihr sollt/wollt von Eclipse o.ä. umsteigen auf IntelliJ Idea? Das wäre genau der Kostenrahmen... Ganz ehrlich: Wer als Softwarefirma mit geklauten IDEs arbeitet kauft auch seine Rechner bei Aldi, die Möbel bei ebay und die Telefone sind wohl irgendwo vom Laster gefallen. Dafür kostet der Kaffee für die Mitarbeiter Geld. Ganz schlechtes Karma. Wenn man eine IDE als Chef als das betrachtet was sie ist, nämlich ein Werkzeug, dann kauft man die auch, wenn die kostenpflichtige Kommerzsoftware besser funktioniert. Auch wenn es finanziell weh tut. Genau wie der Schreiner Festo kauft und nicht die Hausmarke vom Bauhaus. Und genau wie dem Schreinereibetrieb die Mitarbeiter kündigen wenn sie mit Einhell-Geräten professionell arbeiten solllten gehen Programmierer auch, wenn sie nicht die IDE bekommen, die ihnen hilft. Nur schneller und schwerer ersetzbar. Wenn man Softwareentwickler zwingen (!) möchte mit geklauten IDEs zu arbeiten hat man nicht nur ein moralisches sondern auch ein kulturelles Problem - Leute dazu zu bringen ihresgleichen zu bescheissen ist kein besonders erfolgsversprechendes Konzept. Schon gar nicht, wenn die Spezies selten und gesucht ist, selber keinen Vorteil daraus zieht und vielleicht sogar noch sowas wie moralische Massstäbe hat. Das heisst: In einem solchen Laden bleiben auf lange Sicht nur Leute, die Angst vor Veränderung haben, absolute finanzielle Not, sich selbst nicht einschätzen können oder so geringes KnowHow haben, dass sie woanders nichts finden. Und natürlich auch solche, die keine moralischen Masstäbe haben mangels Nachdenkens. Erstaunlicherweise sind die letzten aber meist keine guten Entwickler, weil dazu muss man nachdenken...

    Verfasser

    peng

    Lass mich raten: Ihr sollt/wollt von Eclipse o.ä. umsteigen auf IntelliJ Idea?


    Kein Kommentar...:p

    peng

    Dafür kostet der Kaffee für die Mitarbeiter Geld.


    Kaffee und Mineralwasser gibts gratis, Cola etc. wird bezuschusst. Aber vermutlich auch nur, weils von der Muttergesellschaft bezahlt/vorgegeben wird...:D

    Mein Problem is halt, dass ich einfach nicht wirklich einschätzen kann, wie es bei den anderen Firmen läuft, weil ich noch nie bei einer anderen gearbeitet habe(Bachelor dual, jetzt im Master als Werkstudent).
    Aber ich finde es auch sehr fragwürdig, die 500€ nicht ausgeben zu wollen, wenn die neu IDE ja so viel besser sei und einem so viel Zeitersparnis bringen soll(ich kanns aber nicht wirklich einschätzen). Gleichzeitig bekommen die Vertriebler neue Autos, weil man ja nicht mit nem Golf 3 zum Kunden fahren kann.

    Naja, aber ich weiß halt nicht, ob mein Chef wirklich denkt, dass es rechtlich in Ordnung ist, oder ob er nur x mal 500€ sparen will.

    Eigentlich wollte ich hier gar nicht so viele Infos preisgeben, weils ja sein könnte, dass mein Chef/Kollegen mitlesen und meine kritischen Kommentare mitbekommen. Naja, egal. Hab eh nicht vor, noch lange zu bleiben und gekündigt wird mir nicht, weil sie nicht auf mich verzichten können...:D

    haege

    Mein Problem is halt, dass ich einfach nicht wirklich einschätzen kann, wie es bei den anderen Firmen läuft, weil ich noch nie bei einer anderen gearbeitet habe(Bachelor dual, jetzt im Master als Werkstudent).



    Ich sehe beruflich bedingt ziemlich viele Softwareentwicklungsabteilungen von innen. Manche sind so wie die bei Dir offenbar, manche das Gegenteil. Und dazwischen gibt es auch noch ziemlich viel. Das hat nichts mit Grösse oder Umsatz oder wirtschaftlichem Erfolg der Unternehmen zu tun, das ist eine Kulturfrage. Auffällig ist allerdings, dass in im weitesten Sinne patriarchalisch geführten Firmen überdurchschnittlich häufig eher so wie bei Dir agiert wird - egal ob es den Firmen gut geht oder nicht. Trotzdem ist in ebendiesen Firmen die Verweildauer der Mitarbeiter oft überdurchschnittlich hoch, weil es halt bequem ist - was aber auch dazu führt, dass sich da irgendwann nur noch wenig bewegt, auch technologisch. Früher oder später rächt sich das oft auch wirtschaftlich. Mehr Spass bei der Arbeit haben in der Regel die Mitarbeiter in den anderen Firmen, allerdings wissen sie manchmal auch nicht zu schätzen was sie da haben. Am angenehmsten für Entwickler finde ich persönlich kleine und mittelgrosse Firmen mit einer Technologiekultur oder -wertschätzung - da passiert einfach am meisten. In einem Konzern lähmen die Strukturen oft sehr drastisch, das macht auch keinen Spass.

    Was Idea angeht: Effizienzsteigerung zu messen ist sehr schwierig - da setzt sich ja keiner mit der Stoppuhr nebendran. Wenn sie die freie Wahl der Waffen haben wählen allerdings inzwischen erfahrungsgemäss ca. 75% der Entwickler heute Idea, weil es einfach ein sehr gutes Tool ist. Der Rest nimmt Eclipse, aber oft auch, weil sie Idea nicht kennen. und 0,2% nehmen vi. Sprich: Ja, das kann was. Ich selber bin kein Entwickler, von daher keine fundierte Meinung dazu.

    haege

    Naja, aber ich weiß halt nicht, ob mein Chef wirklich denkt, dass es rechtlich in Ordnung ist, oder ob er nur x mal 500€ sparen will.



    Sagen wir es mal so: Die Lizenzbedingungen von Idea sind in diesem Punkt recht eindeutig - wenn sich da nicht irgendwas geändert haben sollte (was mich wundern würde).

    wurstpractice

    ganz einfache kiste. lest euch doch die eula oder purs zu dem produkt mal durch, da steht es doch drin. kenne natürlich nicht den anwalt, aber ich vermute ihr seid nicht microsoft bosch porsche oder siemens, daher klingt für mich ein solcher anwaltlicher rat zweifelhaft (bezogen auf die Qualität, grösse, Erfahrung) als dev'ler sollte es aber die ethik gebieten hier konform zu lizenzieren, oder? frag dein chef, konfrontiere ihn mit der eula. soll er den mist installieren oder dir das schriftlich geben, dann haftet er auch letztendlich dafür...




    so weit hergeholt ist das gar nicht.....

    Noch kurz: Was die Verbreitung von "Nichtlizensierung" angeht: Bei Werbeagenturen war bis vor einigen Jahren eine "sehr kreative" Form der Lizensierung gängig, was teure Softwares wie z.B. XPress oder die Adobe- und früher Macromedia-Sachen angeht. So nach dem Motto: Eine kaufen wir, dann haben wir ein Installationsmedium, den Rest kopieren wir. Durchaus auch bei sehr bekannten Agenturen und bei weitem nicht nur bei teurer Software. Es gab in der Kreativbranche da auch keinerlei Unrechtsbewusstsein. Nur wenn es um's eigene Urheberrecht angeht sah die Sache dann auf einmal anders aus.
    Im Officebereich war das vor allem bei kleineren Firmen nicht anders. U.a. das ist mit ein Grund, warum solche Sachen wie die Creative Cloud und Office 365 von den Herstellern sehr gepusht werden (neben einer ganzen Reihe anderer Gründe).
    In der Softwarebranche ist sowas meiner Erfahrung nach die Ausnahme, zumindest in Deutschland. Kommt aber sicherlich auch vor, vor allem wohl bei irgendwelchen Würschtelbuden, die mit dem Rücken zur Wand stehen. Oder wenn die Beschaffungsprozesse in der Firma es verunmöglichen, ein hilfreiches Tool zu besorgen - das sind dann aber Einzelfälle, kein systematisches Ausrollen auf die Abteilung auf Anordnung der Chefetage. Da ich aber nicht alle Softwarebuden in Deutschland kenne ist das auch nur subjektive Wahrnehmung.

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