eingestellt am 20. Mai 2021
Guten Morgen Mydealzer und Mydealzerinnen
Nachdem gestern im Geodome Kinder-Klettergerüst-Deal mit @cdordorg und @Schwabe0815 (der Jute hat auch einen richtig coolen Dome gebaut) die Diskussion aufkam, wie man eine geodätische Kuppel oder geodesic dome auch selber bauen kann, möchte ich hier meine Erfahrung teilen und über Verbesserungsmöglichkeiten oder auch andere Varianten diskutieren. #guidoityourself

Das ist das Ding und so habe ich es gebastelt. (Mein Nachbar dachte erst, es wäre ein UFO gelandet)
  • Durchmesser ca. 6,20m x 3,5m Höhe
  • Kosten: ca 300€ --> 150€ Holz + 150€ Folie (den Rest hatte ich da)
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1. Welche Größe möchte ich und wie funktioniert der Quatsch mit den Seitenlängen?

Natürlich gibt es für alles Online-Rechner. Ich habe das Geo-Dome-Tool genutzt. @Schwabe0815 empfiehlt ein anderes Constructor-Tool

Hier sucht man zuerst aus, welche Variante, wie feingliedrig das Teil werden soll.
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Ich habe die 3v-Variante gewählt. Man gibt einzig den gewünschten Radius ein und erhält sofort alle Längen und die Anzahl der benötigten Teile.

  • Bei meinen 3m Radius brauchte ich 3 verschiedene Längen an zB Holz
  • man benötigt (A) 30 Stücke mit einer Länge von 1,05m; (B) 40 Stücke mit einer Länge von 1,21m und (C) 50 Stücke mit einer Länge von 1,24m
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2. Ich habe mir ein Modell aus Trinkhalmen gebaut, um zu sehen, ob das wirklich alles hinhaut. (Jede Farbe ist eine andere Seitenlänge, zB rot steht für A - 1,05m)

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3. Als Material habe ich die günstigsten Dachlatten aus dem Baumarkt gekauft und dann die Längen zurecht gesägt.

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4. Knackpunkt Verbindungsstücke. Da scheiden sich die Geister. Es gibt viele Varianten und ich habe es so gemacht.

Ich hatte noch eine alte Blechplatte rumliegen und habe einen halben Tag damit verbracht, daraus ca. 15 x 3 cm große Stücke zu schneiden.
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Als nächstes habe ich mit dem juten alten DDR-Standbohrer Löcher gebohrt.
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Die Plättchen habe ich zu Ninja-Sternen verbunden . So hat man sowohl starken Halt als auch Flexibilität.
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Als Gegenstück habe ich aus OSB-Platten Pentagons und Hexagons gebaut. Damit hält alles bombenfest.
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5. Anfangen zu Bauen

Es empfiehlt sich von oben nach unten zu bauen. Denn jeder Millimeter Fehler, den ihr unten macht, fällt euch oben mit einem Meter Fehler vor die Füße. Ich habe oben einfach die Holzstücken gelegt und die Winkel Pi-Daumen geschätzt. Die Winkel ergeben sich eh aus den Holzlängen.
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6. Erhöhung

Man könnte an den Rändern nicht stehen, deshalb habe ich den ganzen Bums mal mit 1m Balken + Bodenhülsen aufgestockt
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7. Folie oder wie kriegt man das dicht?

Nochmal das Bild. Ich habe die günstigste Folie genommen, die ich bei eBay gefunden habe (10x10m in dem Fall), sie herüberzogen, im Boden unten eingebuddelt und an den Seiten festgetackert.
  • nehmt lieber dickere Folie, UV ist der Tod
  • tackern: es entstehen natürlich Löcher und Risse, vielleicht geht auch kleben?!
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8. Türen

Ich habe auf zwei Seiten jeweils ein Dreieck unten geöffnet, nach außen verlängert und am Ende einen Rahmen + Tür gesetzt.
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9. Bewässerung

Ich habe einen Gartenschlauch reingelegt und einen Wasserhahn installiert. Das Wasser kann in den Gießkannen vorwärmen und ist dann nicht so unangenehm kalt an den Wurzeln der Pflanzen. Regenwasser wäre natürlich besser.
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10. Beleuchtung

Aus Swag-Gründen noch ein LED-Band ran. Unnötig und sonst sieht man LEDs bei uns in Brandenburg nur in den tiefergelegten Polos.
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11. Bepflanzung

In diesem Jahr gibt es wieder vor allem Tomaten und Gurken. Andere Pflanzen sind hier noch zwischengelagert. Mit Strippen kann man die Pflanzen gut oben an den Latten hochbinden.
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Wenn die Pflanzen dann mal groß sind. (Letzter Spätsommer)
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12. Ernte

Und so sah es dann im letzten Jahr aus
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