StVO - Wer gibt den Lappen ab, wer muss Strafe zahlen?

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eingestellt am 15. Sep 2017Bearbeitet von:"Hellhunter123"
Folgende Situation:

  • Person A gehört ein Auto und ist auch auf A zugelassen
  • Person B ist das Auto zur Nutzung überlassen

Das Szenario:

Person B überlasst einer weiteren Person C das Auto.
C ist alkoholisiert und B sitzt mit im Auto, ebenfalls mit Sprit im Tank.
Polizeikontrolle (zum Glück!) - Promillebereich unbekannt

Mein Kenntnisstand:

C muss den Führerschein abgeben und eine Geldstrafe zahlen.

Müssen A und B mit irgendwas rechnen?
Zusätzliche Info
Diverses
Beste Kommentare
Da hat er endlich die Kohlen fürs Rechtsstreit-Iphone bekommen und versäuft gleich wieder alles!
B muss mit nem Kater und nem Anschiss von A rechnen...
C muss bezahlen!! Aber B wird von A Probleme bekommen..! Deswegen wird B, C anscheissen.. und deren Freundschaft wird wegen A runtergehen..!
Normalerweise tauchen solche Fragen doch erst nach dem Wochenende auf.
Das kommt sehr darauf an, wie betrunken die jeweiligen Personen waren und inwiefern sich die Kenntnis über die Trunkenheit des Fahrers nachweisen lässt.
Einige Beispiele: anwaltauskunft.de/mag…ll/
33 Kommentare
B ist auch drann.
B muss mit nem Kater und nem Anschiss von A rechnen...
C muss bezahlen!! Aber B wird von A Probleme bekommen..! Deswegen wird B, C anscheissen.. und deren Freundschaft wird wegen A runtergehen..!
Bist Du B oder C?
Normalerweise tauchen solche Fragen doch erst nach dem Wochenende auf.
Das kommt sehr darauf an, wie betrunken die jeweiligen Personen waren und inwiefern sich die Kenntnis über die Trunkenheit des Fahrers nachweisen lässt.
Einige Beispiele: anwaltauskunft.de/mag…ll/
Ich hab sowas bereits mal in einem Artikel gelesen. Demnach trägt der Beifahrer auch eine Mitschuld, wenn der Fahrer alkoholisiert ist. Das kommt jedoch auch darauf an, inwieweit der Beifahrer sich der Tatsache bewusst ist, dass der Fahrer alkoholisiert ist. Hat der Beifahrer viel getrunken und merkt nicht, dass der Beifahrer betrunken ist oder ist der Beifahrer nüchtern, dann müsste es ihm eigentlich auffallen. Wie genau die Polizei das ermittelt, weiß ich auch nicht. Person A trägt meiner Meinung nach keine Schuld, er war nicht anwesend während der Fahrt.
Da hat er endlich die Kohlen fürs Rechtsstreit-Iphone bekommen und versäuft gleich wieder alles!
Also erstmal ist nur C dran. Da ist dann die Frage in wieweit was nachgewiesen wird. Solange C nicht total behindert ist und B jegliche Aussagen verweigert kommt auf B und A nichts weiter zu. Wenn B zugibt gewusst zu haben dass C besoffen war... Kann alles von MPU bis Kohle passieren. A ist in jedem Fall raus. Verstehe ich es richtig, dass die nicht rechtssicher den Promillewert gemessen haben? Dann sind alle raus.
Bearbeitet von: "El_Pato" 15. Sep 2017
Wenn B selbst besoffen war ist er mit einem guten Anwalt, selbst wenn etwas kommen sollte, was ich aber nicht glaube, raus. Person A ist raus da nichts passiert ist. Bei einem Schaden hätte sich die Versicherung, je nach Vertrag (Alter, nur Besitzer selbst etc.), quer stellen können.
Bearbeitet von: "mila87" 15. Sep 2017
Bei einem guten Anwalt kann auch was anderes rauskommen. FDP Politiker hat fahrlässige Tötung begangen, hat 10.000€ bezahlt. Sache ist erledigt. Nicht mal Entzug vom Lappen.
A, B und C sollten in den Untergrund abtauchen. Das wird heikel!
Ich kann den "E-Mailkurs" der Kanzlei Hönig empfehlen:
kanzlei-hoenig.de/spe…rs/

Da werden "Tipps" gegeben, wie man sowas geschickt regeln kann
Teppichflieger15. Sep 2017

Bist Du B oder C?


@QuantumGate

Ich bin D, der blöde (jetzt erfreute) Nachbar - der sich schon seit Monaten über die Sufffahrten von B aufregt und die Pol nichts dagegen tut.
Bearbeitet von: "Hellhunter123" 15. Sep 2017
Ich glaube im Verkehrsportal bist Du deutlich besser aufgehoben als hier.
Nur c dran. Anders wäre es wenn a dem c seine karre überlässt. Dann wäre auch a dran. Da b aber nicjt der halter ist und vermutlich selbst besoffen war, passirrt ihm vermutmich nix
Wie so oft vorab nicht 100 %-ig zu klären. Passiert ist ja sonst nix?

B ist mit dran wegen Beihilfe, wenn ihm die Kenntnis vom Zustand von C nachzuweisen ist.

Unter Umständen könnte man sogar von Mittäterschaft der beiden ausgehen. Zum Beispiel wenn beide zusammen gesoffen haben und nach Hause wollen. B sagt "Scheiß drauf, ist nicht mein Auto". C sagt "Dann fahr ich uns. Mein Lappen ist mir egal." Das wäre aber alles zu beweisen, was bei einem guten Anwalt praktisch unmöglich ist.
andipla15. Sep 2017

B ist mit dran wegen Beihilfe, wenn ihm die Kenntnis vom Zustand von C …B ist mit dran wegen Beihilfe, wenn ihm die Kenntnis vom Zustand von C nachzuweisen ist. Unter Umständen könnte man sogar von Mittäterschaft der beiden ausgehen. Zum Beispiel wenn beide zusammen gesoffen haben und nach Hause wollen. B sagt "Scheiß drauf, ist nicht mein Auto". C sagt "Dann fahr ich uns. Mein Lappen ist mir egal." Das wäre aber alles zu beweisen, was bei einem guten Anwalt praktisch unmöglich ist.


Einer der wenigen sinnvollen Beiträge.

Zum Thema Halter: wenn B die Steuern, den Sprit und auch sonst alles zahlt, ist er Halter. Egal was in der ZB1 steht!

Wenn er dann wusste, dass C betrunken war, hat er es zugelassen und ist auch mit dran.
beneschuetz15. Sep 2017

Bei einem guten Anwalt kann auch was anderes rauskommen. FDP Politiker hat …Bei einem guten Anwalt kann auch was anderes rauskommen. FDP Politiker hat fahrlässige Tötung begangen, hat 10.000€ bezahlt. Sache ist erledigt. Nicht mal Entzug vom Lappen.


Zum Glück nicht AFD!
Bearbeitet von: "GierBestie" 15. Sep 2017
A...B.... Oder C...... Ob du wirklich richtig stehst, siehst du wenn das schreiben kommt

Betrunken Auto fahren ist schon scheiße, aber betrunken das Kfz eines anderen, einem anderen betrunken zu übergeben und sich dann noch daneben zu setzen, ist schon geoßes Kino.
Hoffen wir mal das A draus gelernt hat.

Frauen und Autos verleiht man nicht mal an den besten Freund. Keiner benutzt ausgeliehene Dinge anständig

@tehq

ist in meinem Augen für sowas ein sehr guter Ansprechpartner
Der arme a
Hellhunter12315. Sep 2017

@QuantumGate Ich bin D, der blöde (jetzt erfreute) Nachbar - der sich …@QuantumGate Ich bin D, der blöde (jetzt erfreute) Nachbar - der sich schon seit Monaten über die Sufffahrten von B aufregt und die Pol nichts dagegen tut.


Soso, der aufmerksame Nachbar, den alle so lieben. Passt aber zu deiner iPhone Geschichte. Hast du zu viel Zeit?
Fazit. Wenn a nichts wusste, hat er nichts zu befürchten. C ist auf jeden Fall am arsch und da b mit im Auto war hat auch er Probleme. Es sei denn er war so voll das er nichts mehr mitbekommen hat.

Die einzigen Möglichkeitn, a am arsch zu bekommen, wäre: wenn b und c sagen dass er ihnen das Auto wissentlich mit der Trunkenheit überlassen hat.
andipla15. Sep 2017

B ist mit dran wegen Beihilfe, wenn ihm die Kenntnis vom Zustand von C …B ist mit dran wegen Beihilfe, wenn ihm die Kenntnis vom Zustand von C nachzuweisen ist. Unter Umständen könnte man sogar von Mittäterschaft der beiden ausgehen. Zum Beispiel wenn beide zusammen gesoffen haben und nach Hause wollen. B sagt "Scheiß drauf, ist nicht mein Auto". C sagt "Dann fahr ich uns. Mein Lappen ist mir egal." Das wäre aber alles zu beweisen, was bei einem guten Anwalt praktisch unmöglich ist.



Für eine Täterschaft oder Teilnahme von B müsste C erstmal Vorsatz nachgewiesen werden, da beides bei Fahrlässigkeitsdelikten ausgeschlossen ist. Und in aller Regel nimmt die Staatsanwaltschaft keinen Vorsatz an. Da müsste schon ein bisschen zusammen kommen (c ist mehrfacher Wiederholungstäter und/oder es liegt eine sehr hohe BAK vor).
Selbst beu C Vorsatz unterstellt hat B zu 99% nix zu befürchten und selbst wenn ein Verfahren eingeleitet wird, müsste er da mit nem guten (!) Strafverteidiger schadlos rauskommen.
A, B oder C? Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht an geht!
Wenn b betrunken mit betrunkenem c mitfährt, immer lautstark während der Polizeikontrolle rufen: "Wie du hast getrunken?!?" Das hilft.
okolyta15. Sep 2017

A...B.... Oder C...... Ob du wirklich richtig stehst, siehst du wenn das …A...B.... Oder C...... Ob du wirklich richtig stehst, siehst du wenn das schreiben kommt Betrunken Auto fahren ist schon scheiße, aber betrunken das Kfz eines anderen, einem anderen betrunken zu übergeben und sich dann noch daneben zu setzen, ist schon geoßes Kino. Hoffen wir mal das A draus gelernt hat.Frauen und Autos verleiht man nicht mal an den besten Freund. Keiner benutzt ausgeliehene Dinge anständig@tehq ist in meinem Augen für sowas ein sehr guter Ansprechpartner


Danke für die Blumen... Abstrakte Rechtsfrage, darüber kann man sich ja auch mal unterhalten
StVO leider gar keinen Peil. Verstehe ich das richtig, dass im Beispielsfall nur die Polizeikontrolle kam, nicht aber ein Unfall?
Sofern C mit entsprechender BAK (0,3 Promille mit alkoholbedingter Fahrauffälligkeit, 1,1 ohne) gefahren ist, kommt für C noch § 316 StGB in Betracht. Im Rahmen dessen könnte bei Vorsatz des C und Doppelvorsatz bei B an eine psychische Beihilfe/Anstiftung des B zu denken sein.
A dürfte raus sein.
Bearbeitet von: "tehq" 15. Sep 2017
Xysos15. Sep 2017

Einer der wenigen sinnvollen Beiträge.Zum Thema Halter: wenn B die …Einer der wenigen sinnvollen Beiträge.Zum Thema Halter: wenn B die Steuern, den Sprit und auch sonst alles zahlt, ist er Halter. Egal was in der ZB1 steht! Wenn er dann wusste, dass C betrunken war, hat er es zugelassen und ist auch mit dran.


Verwechselst du Halter mit Besitzer? Wenn der Wagen auf A zugelassen ist, dann steht auch A im "Fahrzeugschein" und derjenige ist der Halter.
beneschuetz15. Sep 2017

Bei einem guten Anwalt kann auch was anderes rauskommen. FDP Politiker hat …Bei einem guten Anwalt kann auch was anderes rauskommen. FDP Politiker hat fahrlässige Tötung begangen, hat 10.000€ bezahlt. Sache ist erledigt. Nicht mal Entzug vom Lappen.


Der FDP Politiker hat keine fahrlässige Tötung begangen. Das Verfahren wurde doch gegen die Leistung der Geldzahlungen eingestellt oder nicht. Er ist auch nicht vorbestraft. Von daher kann man nicht schreiben, dass er das Delikt begangen hat.

Berichtige mich gerne, wenn ich falsch liege, so habe ich das aber verstanden, als ich das beiläufig gelesen habe.
Bearbeitet von: "HerrKnauserig" 15. Sep 2017
Backautomat15. Sep 2017

Verwechselst du Halter mit Besitzer? Wenn der Wagen auf A zugelassen ist, …Verwechselst du Halter mit Besitzer? Wenn der Wagen auf A zugelassen ist, dann steht auch A im "Fahrzeugschein" und derjenige ist der Halter.



Nein, Halter ist die Person, die für den Unterhalt des Fahrzeugs aufkommt. Der Name im Fahrzeugschein ist dahingehend unerheblich.
Siehe Rechtsprechung.
Damit kann man nämlich auch den 18 jährigen zur Rechenschaft ziehen, obwohl das Auto zwecks Versicherung auf die Eltern angemeldet ist.
Xysos15. Sep 2017

Nein, Halter ist die Person, die für den Unterhalt des Fahrzeugs aufkommt. …Nein, Halter ist die Person, die für den Unterhalt des Fahrzeugs aufkommt. Der Name im Fahrzeugschein ist dahingehend unerheblich. Siehe Rechtsprechung.Damit kann man nämlich auch den 18 jährigen zur Rechenschaft ziehen, obwohl das Auto zwecks Versicherung auf die Eltern angemeldet ist.


Das ist mir aber neu.

Die Versicherung hat mit dem Halter wenig zu tun, oder? In meinen "jungen" Jahren waren meine Autos immer auf mich zugelassen (somit ich = Halter) und Versicherungsnehmer war ein Elternteil (ich aber als Hauptnutzer eingetragen).

Der Unterschied ist doch nur der, dass wenn Halter und Versicherungsnehmer identisch ist, dann ist die Versicherungsprämie günstiger.

Theoretisch kann man doch einen 10 jähriges Kind als Halter beim Straßenverkehrsamt angeben?

Aber zum Thema: Mein Fahrlehrer sagte damals, wenn Fahrer betrunken und Beifahrer nicht, dann bekommt der Beifahrer Stress. Sind beide betrunken, bekommt nur der Fahrer Stress. Also als Beifahrer immer den Flachmann dabei haben
Bearbeitet von: "Backautomat" 16. Sep 2017
Backautomat15. Sep 2017

Das ist mir aber neu.Die Versicherung hat mit dem Halter wenig zu tun, …Das ist mir aber neu.Die Versicherung hat mit dem Halter wenig zu tun, oder? In meinen "jungen" Jahren waren meine Autos immer auf mich zugelassen (somit ich = Halter) und Versicherungsnehmer war ein Elternteil (ich aber als Hauptnutzer eingetragen).Der Unterschied ist doch nur der, dass wenn Halter und Versicherungsnehmer identisch ist, dann ist die Versicherungsprämie günstiger.Theoretisch kann man doch einen 10 jähriges Kind als Halter beim Straßenverkehrsamt angeben?Aber zum Thema: Mein Fahrlehrer sagte damals, wenn Fahrer betrunken und Beifahrer nicht, dann bekommt der Beifahrer Stress. Sind beide betrunken, bekommt nur der Fahrer Stress. Also als Beifahrer immer den Flachmann dabei haben

Nein, im Rechtssinne kommt es tatsächlich darauf an, wer das Kfz auf eigene Kosten zur eigenen Nutzung unterhält. In der ZB1 steht nur mehr oder weniger drin, wer Eigentümer ist. Relevant ist das v.a. bei Dauerüberlassung oder auch beim Leasing (Leasinggeber ist Eigentümer, steht entsprechend im Brief, Halter ist der Leasingnehmer). Sonst würde die an sich relativ scharfe Halterhaftung (7 StVG) den Leasinggeber treffen, der naturgemäß nichts mit der Nutzung am Hut hat.

Das sind einfach völlig unterschiedliche Ebenen:
ZB1 trifft eine Aussage über das Eigentum, aber die Haltereigenschaft bestimmt eine etwaige Haftung. Die Ebene der Versicherung ist eine ganz Andere, die niemals (!) den Inhalt/Bedeutung des Gesetzes ausfüllen kann.

Dein früherer Fahrlehrer ist keine seriöse und qualifizierte Quelle für Rechtsrat. Im Recht ist alles eine Frage des Einzelfalles.
Bearbeitet von: "tehq" 16. Sep 2017
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