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Suche Hilfe/Erfahrung mit Doppelter Haushaltsführung

eingestellt am 23. Jul 2015
zu meiner Vorgeschichte: ich werde demnächst einen Job weit weg von zu Hause anfangen und möchte mich schon vorab über die steuerlichen Aspekte einer Doppelten Haushaltsführung informieren. Im Internet ist ja sehr viel zu finden, aber leider nur allgemeines und wenig spezielles. Ich hoffe der ein oder andere von euch hat damit Erfahrung und kann mir weiterhelfen.

Dass ich Miete (incl. aller Nebenkosten) absetzen kann weiß ich (werde ich auch machen). Auch die wöchentlichen Heim- und Rückfahrten sowie Erste- und Letzte Fahrt zum 2. Wohnsitz werde ich anmelden.

Meine Frage bezieht sich eher auf die zusätzlichen Aufwändungen. Um einen neuen Haushalt einzurichten dürfen bei der Steuer haushaltsnotwendige Gegenstände in angemessener Höhe (unterhalb 487€) voll abgezogen werden. Mich stört jedoch die "angemessene Höhe". Ich habe nicht vor mit einen vergoldeten Topf für 450€ zu kaufen, das billigste will ich aber auch nicht verwenden müssen.

Meine geplanten Anschaffungen sind:
- Staubsauger (ein Testsieger der SWT) für 170€
- Bügelbrett für 50-70€
- Dampfbügelstation für 150-170€
- Router (um mich per VPN zu Hause einzuloggen und intern telefonieren zu können) ~30-50€

Damit bleibe ich bei den einzelnen Geräten unterhalb der 487€, aber sind die Kosten angemessen? Es gibt schließlich Staubsauger für 50€ und Bügeleisen für 15€. Ich versuche die Geräte natürlich so günstig wie möglich zu bekommen (mydealz sei Dank ).

Was meint ihr, sind die Kosten für die Geräte angemessen? Was habt ihr bei der Steuer im Bereich DHF angegeben und wurde akzeptiert bzw auf wieviel gekürzt?

Ich würde mich über Rückmeldungen, Ratschläge, Links, Ratgeber/ebooks usw. sehr freuen

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  1. Diverses
6 Kommentare

Steuerberatung durch eine nicht ausgebildete Person ist strafbar. Such dir einen Steuerberater.

Verfasser

FyInfo

Steuerberatung durch eine nicht ausgebildete Person ist strafbar. Such dir einen Steuerberater.

Dann sollte man das Internet oder jeden einzelnen Beitrag, jede Homepage und auch die ganzen Steuer-Helfer-Programme verbieten.

Außerdem ist es wohl ein Unterschied ob ich mir bei meiner Steuer helfen lassen möchte oder ob ich nach Erfahrungen von anderen frage. Es interessiert mich nur ob ich mit meinen Vorstellungen die "Angemessenheit" der Finanzämter übertreffe.... Da hilft keiner Steuerberater, weil in den Gesetzestexten dazu nichts steht.... Übrigens habe ich das Urteil mit "Unterer Rand des durchschnittlichen Kaufpreises" gelesen, nur "durchschnittlicher Kaufpreis" ist alles eine Frage der Erhebung und der Verarbeitung....

quixony

TLDR


Alles klar. In kürze folgen hier fachlich qualifizierte Aussagen anderer User. Wünsche noch einen schönen Abend.

Hi,

ich interessiere mich auch für das Thema, da ich selbst doppelte Haushaltsführung pflege.
Ich hab paar Ideen-Anmerkungen:

1. Die Beträge, die Du genannt hast, sind m.M.n angemessen. Staubsauger kann auch 2000 eur kosten (ist dann Luxusartikel), aber wegen 170 wird sich ja keiner aufregen - glaube ich.
Ein Sessel für 5000! wurde auf 2000 gedeckelt (natürlich auf Jahre amorisiert). datev.de/lex…273

2. Wie fast schon erwähnt: die können nur kurzen (deckeln), deswegen wenn Du schon sowieso sparsam vorgehst, dann einfach kaufen! Die streichen Dir dann 20 Euro... na und? Willst Du dich mit ´billigem´ Staubsauger ärgern, obwohl Du den Testsieger wolltest? Glaubst Du das die wirklich sich mit sowas beschäftigen werden? Lese weiter:

3. Und drittens, meine VERMUTUNG. Ich glaube, dass die 1000 Eur Monatsgrenze AUCH für Einrichtung gilt. Dh. wenn Du incl. der Miete (Strom und alles) unter 12k EUR im Jahr bist, dann checken die das seit 2014 nicht mehr. Ich nehme an, dass bis zu dieser Grenze alles als angemessen gesehen wird (die Angemessenheitsprüfung fällt ab) und so wird den Arbeit gespart, wie auch uns evtl. bissl Raum für Kreativität gegeben (wie z.B. Bügelbrett für 200).


Das wäre alles der Vorteil und das wäre die Entlohnung für den Nachteil: man nicht mehr ohne Ende Austattung kaufen: wenn Du mehr als 1000 Eur im Monat hast, dann wird richtig gecheckt... (oder wird abgelehnt?) So sehe ich das.

Aber nochmals, wie gesagt: das ist MEINE Interpretation, müsste man noch nachprüfen.

haufe.de/per…tml
focus.de/fin…tml


Grüße
Marcin

Verfasser

Vielen Dank für deinen Kommentar. Harte Kost

Dass erst ab Aufwändungen oberhalb von 1000€ pro Monat geprüft, darauf würde ich mich nicht verlassen wollen. Ich dachte, dass zus. Aufwändungen unabhängig der Höhe lediglich in den ersten 3 Monaten angesetzt werden dürfen (oder meinst du, dass das FA einfach alle Ausgaben summiert, durch die Monate teilt und dann schaut ob 1k/pM überschritten werden?). Auf das halbe Jahr gerechnet würde ich wahrscheinlich dennoch nicht über die 1000€/p.Monat kommen.
Gibt es dabei eigentlich eine Frist bis wann man diese absetzen kann? Also auch wenn ich das Bügeleisen erst nach 5 Monaten ansetze?

Noch eine Frage was das "Notwendige" angeht: ist ein Toaster und ein Rasierer auch notwendig? Für mich ja, aber ist das auch allgemein so gesehen? Da sich die Rechtssprechung sehr stark am Sozialgesetzbuch orientiert und für eine Erstausstattung ein Pauschbetrag von 809€ vorgesehen ist [LINK], müsste das also auch drin sein. Zumal für die DHF in dem Urteil (dein erster Link) sogar das 15-27fach angemessen war.

Nochmals vielen Dank für deinen Kommentar. Vielleicht finden sich ja noch andere Wochenendpendler in der Community. Würde mich sehr freuen.

Copy/paste

lohn-info.de/rei…tml

"Das Bundesfinanzministerium hat im Ergänzten BMF-Schreiben zur Reform des steuerlichen Reisekostenrechts vom 24. Oktober 2014 folgendes veröffentlicht:
Auszug aus dem Inhalt:

Als Unterkunftskosten für eine doppelte Haushaltsführung im Inland werden die dem Arbeitnehmer tatsächlich entstandenen Aufwendungen für die Nutzung der Wohnung oder Unterkunft höchstens bis zu einem nachgewiesenen Betrag von 1 000 Euro im Monat anerkannt. Die Prüfung der Notwendigkeit und Angemessenheit entfällt; auch auf die Zahl der Wohnungsbenutzer (Angehörige) kommt es nicht an. Durch diese Neuregelung ist die anders lautende Rechtsprechung des BFH (vgl. BFH vom 9. August 2007, VI R 10/06, BStBl II S. 820) überholt."

"Wenn der monatliche Höchstbetrag von 1.000 Euro nicht ausgeschöpft wird, ist eine Übertragung des nicht ausgeschöpften Volumens in andere Monate des Bestehens der doppelten Haushaltsführung im selben Kalenderjahr möglich." Das habe ich auf mehreren Seiten gelesen.
=12k im Jahr all in., so sehe ich das Natürlich die 410 Euro Grenze per Gerät gilt weiterhin.

Mit dem Rasierer wird`s richtig tricky, vielleicht klappt es, vielleicht nicht, es wird ja von Menschen bearbeitet; ich hatte mich für eine elektrische Zahnbürste interessiert und : "Die Kosten der elektrischen Zahnbürste seien als Kosten der privaten Lebensführung nicht abzugsfähig."
openjur.de/u/4…tml

Deine Fragen wegen den Fristen: m.M.n. gibt es nur die Steuerjahr"frist". Dass ich mir z.B. das Bügeleisen erst nach 1.5 Jahren gekauft habe, sollte es die nicht interessieren. Ich habe nirgendwo von einer konkreten Frist gelesen, falls es solche gäbe, würden die Webseiten davon schreien (nehme ich an).

Grüße
Marcin

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