Trotz USA-Einreisestopp wird Flug nicht annulliert ---- Erfahrungen?

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eingestellt am 16. Sep
Hallo,
habt ihr bei folgendem Szenario Erfahrungen:
Ein gebuchter LH-Flug in die USA findet trotz Einreiseverbot für EU-Touristen statt. Man selbst bleibt (natürlich, aufgrund des Einreiseverbots) am Boden und fliegt nicht mit.
Bleibt man in diesem Fall auf seinen Kosten sitzen?
Man liest verschiedene Dinge online - habt ihr damit schon Erfahrungen gemacht?
Ganz platt könnte die Fluggesellschaft ja "auf Teufel komm raus" viele Flüge - egal was passiert - stattfinden lassen, nur um die Erstattungen der Fluggäste herumzukommen... (?)

Lasst mal hören! Danke!
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18 Kommentare
Sie fliegen ja auch für US-Amerikaner, die zurück wollen und mit Fracht. Die Reisewarnungen des auswärtigen Amtes sollten doch mittlerweile als Grund für eine kostenfreie Stornierung reichen?!
Aber würdest Du dann nicht theoretisch mitfliegen, aber darfst dann in den USA nicht einreisen?

"auf Teufel komm raus" viele Flüge für "auf Teufel komm raus" Buchende.
Denn eine gewisse Problematik sollte ja bekannt sein.

Nebenbei, wo es doch eine Reisewarnung gibt, sollte es ja auch nun bei einer anständigen Gesellschaft kein Problem sein.
Bearbeitet von: "tomsan" 16. Sep
Hatten den gleichen Fall auch im April bei eine LH-Flug von STR-JFK. Das Arag Rechtstelefon hat mir damals gesagt dass ich auf den Flugkosten (exkl. Steuern) sitzen bleiben würde.

Begründung: Der Vertrag mit LH sieht vor, dass sie dich an den Zielflughafen bringen. Das könnten Sie leisten. Dass du dann nicht einreisen darfst ist nicht mehr das Problem von LH.

Wir konnten den Flug dann kostenfrei umbuchen.
mark100416.09.2020 14:52

Hatten den gleichen Fall auch im April bei eine LH-Flug von STR-JFK. Das …Hatten den gleichen Fall auch im April bei eine LH-Flug von STR-JFK. Das Arag Rechtstelefon hat mir damals gesagt dass ich auf den Flugkosten (exkl. Steuern) sitzen bleiben würde. Begründung: Der Vertrag mit LH sieht vor, dass sie dich an den Zielflughafen bringen. Das könnten Sie leisten. Dass du dann nicht einreisen darfst ist nicht mehr das Problem von LH. Wir konnten den Flug dann kostenfrei umbuchen.


Also wenn gebucht wurde bevor der Einreisestopp verhängt wurde, wäre das für mich force majeure und damit eine Rückerstattung fällig.

Würde der Flug wegen Corona abgesagt, gibts ja auch keine Entschädigung wegen mehr als 3h Verspätung.
Hier sind wieder alle „glaube ich, müsste eigentlich, sehe ich aber so und so“ -Experten am Werk.
Frag bei Der Lufthansa nach, dann weißt Du Bescheid.
4181216.09.2020 15:30

Hier sind wieder alle „glaube ich, müsste eigentlich, sehe ich aber so und …Hier sind wieder alle „glaube ich, müsste eigentlich, sehe ich aber so und so“ -Experten am Werk.Frag bei Der Lufthansa nach, dann weißt Du Bescheid.


Wegen einer hypothetischen Frage, soll man nun die Call-Center fragen, ob LH evtl auch leere Maschinen fliegen wird und Stornos verweigert....
tomsan16.09.2020 15:39

Wegen einer hypothetischen Frage, soll man nun die Call-Center fragen, ob …Wegen einer hypothetischen Frage, soll man nun die Call-Center fragen, ob LH evtl auch leere Maschinen fliegen wird und Stornos verweigert....


Ich habe es so verstanden, dass er gebucht hat und nicht fliegen darf.
Wenn er jetzt erst buchen will, hier zu fragen ist fahrlässig.
Deine Frage „Ganz platt könnte die Fluggesellschaft ja "auf Teufel komm raus" viele Flüge - egal was passiert - stattfinden lassen, nur um die Erstattungen der Fluggäste herumzukommen... (?)“
Du weißt schon, was so ein Flug kostet?
Danke für eure Antworten!
Der Flug wurde im Januar gebucht, also vor Corona und all dem Chaos.
Ich habe diese Frage auch Der LH-Hotline gebucht und die meinten, dass ich nur eine komplette Erstattung bekomme, wenn der Flug gestrichen wird. Flug soll Ende Oktober stattfinden (oder eben nicht...).
Fliegen will ich im Übrigen auf keinen Fall, das ist also keine Frage.
Was ist hiervon zu halten:

3. Der Flug findet statt, aber ich kann oder möchte ihn aufgrund der aktuellen Situation nicht wahrnehmenAuch in den Fällen, in denen der Flug stattfindet, Sie aber z.B. aufgrund eines wegen der Pandemie verhängten Einreisestopps nicht mitfliegen können oder aber eine Reisewarnung für das entsprechende Gebiet besteht, ist die Airline aus unserer Sicht dazu verpflichtet, die Ticketkosten wegen des Vorliegens außergewöhnlicher Umstände zu erstatten. Das wäre nur dann anders, wenn die Gründe für die Nichtbeförderung bzw. den Nichtantritt der Reise in der Person des Fluggastes liegen. Dass wäre z.B. dann der Fall, wenn der Fluggast erforderliche Reiseunterlagen oder aber für die Einreise in das Zielland erforderliche Papiere nicht vorweisen kann. Bei einem generellen Einreiseverbot, wie z.B. derzeit in die USAtrifft dies nicht zu. Hier liegt vielmehr ein außergewöhnlicher Umstand vor, also ein Ereignis, das außerhalb der Einflusssphäre und des Machtbereiches des Fluggastes liegt. Aus diese Grunde kommt auch hier Art 8 FlugGastVO zur Anwendung.

Quelle:
mueller.legal/de/…ung
peter_enis16.09.2020 17:16

Was ist hiervon zu halten:3. Der Flug findet statt, aber ich kann oder …Was ist hiervon zu halten:3. Der Flug findet statt, aber ich kann oder möchte ihn aufgrund der aktuellen Situation nicht wahrnehmenAuch in den Fällen, in denen der Flug stattfindet, Sie aber z.B. aufgrund eines wegen der Pandemie verhängten Einreisestopps nicht mitfliegen können oder aber eine Reisewarnung für das entsprechende Gebiet besteht, ist die Airline aus unserer Sicht dazu verpflichtet, die Ticketkosten wegen des Vorliegens außergewöhnlicher Umstände zu erstatten. Das wäre nur dann anders, wenn die Gründe für die Nichtbeförderung bzw. den Nichtantritt der Reise in der Person des Fluggastes liegen. Dass wäre z.B. dann der Fall, wenn der Fluggast erforderliche Reiseunterlagen oder aber für die Einreise in das Zielland erforderliche Papiere nicht vorweisen kann. Bei einem generellen Einreiseverbot, wie z.B. derzeit in die USAtrifft dies nicht zu. Hier liegt vielmehr ein außergewöhnlicher Umstand vor, also ein Ereignis, das außerhalb der Einflusssphäre und des Machtbereiches des Fluggastes liegt. Aus diese Grunde kommt auch hier Art 8 FlugGastVO zur Anwendung. Quelle: https://mueller.legal/de/flugkostenrueckerstattung


Daß ein Passagier nicht die erforderlichen Einreisebedingungen erfüllt oder nicht über erforderliche Unterlagen verfügt, liegt ja andererseits in der Verantwortung des Passagiers und kann nicht der Fluggesellschaft angelastet werden. Ansonsten könnte man als Passagier ja wild buchen und sich dann nur für einen Teil davon einreisetauglich machen.
Turaluraluralu16.09.2020 17:41

Daß ein Passagier nicht die erforderlichen Einreisebedingungen erfüllt o …Daß ein Passagier nicht die erforderlichen Einreisebedingungen erfüllt oder nicht über erforderliche Unterlagen verfügt, liegt ja andererseits in der Verantwortung des Passagiers und kann nicht der Fluggesellschaft angelastet werden. Ansonsten könnte man als Passagier ja wild buchen und sich dann nur für einen Teil davon einreisetauglich machen.


Genau den Absatz meinte ich nicht.
Ich meinte alles Drumherum. Das deckt doch meine Situation ab, oder?
peter_enis16.09.2020 17:49

Genau den Absatz meinte ich nicht. Ich meinte alles Drumherum. Das …Genau den Absatz meinte ich nicht. Ich meinte alles Drumherum. Das deckt doch meine Situation ab, oder?


Eine Umbuchung ist doch sicher möglich.

Wenn es kein Geld zurück gibt, einfach umbuchen
@peter_enis Ruf bei der Lufthansa an und bitte um Umbuchung für den Flug mit Verweis auf das Einreiseverbot für Europäer.

Mit etwas Glück sind die kulant und bieten auch die Umbuchung auf einer andere Strecke bei Ausgleich eventueller Mehrkosten.

Geld zurück durch eine Stornierung gibt es eigentlich nur, wenn die Fluggesellschaft storniert, oder du ein stornierfähiges Ticket (Vollpreis) hast.

Ja, das ganze ist nicht sehr kundenfreundlich, aber so sind eben die Gesetze und die AGBs der Fluglinien. Früher hat es ja kaum einen interessiert, aber jetzt zeigen die knebeldenden AGBs der Fluggesellschaften wie unausgewogen diese zum Vorteil der Airlines sind.

Eine andere Möglichkeit wäre die Reise aufgrund der nicht Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen von Covid 19 zu begründen. Das würde dann aber mit Sicherheit die Hilfe eines Anwalts erfordern, und erfordert auch Beweise. Ich beispielsweise bin vor 1,5 Monaten mit einer Fluggesellschaft geflogen (Lufthansa Gruppe) und musste an Bord feststellen, dass die Sicherheitsmaßnahmen nicht durchgesetzt wurden (Maske unterhalb der Nase und so weiter). Davon habe ich natürlich Bilder gemacht für den Fall, dass ich mich am Bord angesteckt hätte (Glücklicherweise nicht, aber hatte ja FFP3 Maske an). Ich habe dann einen weiteren gebuchten Flug bei derselben Gesellschaft storniert mit der Begründung, dass die Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten werden. Die Fluggesellschaft hat sich erstmal quer-gestellt, aber nach Zusendung der Bilder eingelenkt. Das schreckliche war, dass das Kabinenpersonal es egal war, wie die Leute ihre Masken trugen.
scoubie16.09.2020 18:31

@peter_enis Ruf bei der Lufthansa an und bitte um Umbuchung für den Flug …@peter_enis Ruf bei der Lufthansa an und bitte um Umbuchung für den Flug mit Verweis auf das Einreiseverbot für Europäer.Mit etwas Glück sind die kulant und bieten auch die Umbuchung auf einer andere Strecke bei Ausgleich eventueller Mehrkosten.Geld zurück durch eine Stornierung gibt es eigentlich nur, wenn die Fluggesellschaft storniert, oder du ein stornierfähiges Ticket (Vollpreis) hast.Ja, das ganze ist nicht sehr kundenfreundlich, aber so sind eben die Gesetze und die AGBs der Fluglinien. Früher hat es ja kaum einen interessiert, aber jetzt zeigen die knebeldenden AGBs der Fluggesellschaften wie unausgewogen diese zum Vorteil der Airlines sind.Eine andere Möglichkeit wäre die Reise aufgrund der nicht Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen von Covid 19 zu begründen. Das würde dann aber mit Sicherheit die Hilfe eines Anwalts erfordern, und erfordert auch Beweise. Ich beispielsweise bin vor 1,5 Monaten mit einer Fluggesellschaft geflogen (Lufthansa Gruppe) und musste an Bord feststellen, dass die Sicherheitsmaßnahmen nicht durchgesetzt wurden (Maske unterhalb der Nase und so weiter). Davon habe ich natürlich Bilder gemacht für den Fall, dass ich mich am Bord angesteckt hätte (Glücklicherweise nicht, aber hatte ja FFP3 Maske an). Ich habe dann einen weiteren gebuchten Flug bei derselben Gesellschaft storniert mit der Begründung, dass die Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten werden. Die Fluggesellschaft hat sich erstmal quer-gestellt, aber nach Zusendung der Bilder eingelenkt. Das schreckliche war, dass das Kabinenpersonal es egal war, wie die Leute ihre Masken trugen.


Danke für deinen Erfahrungsbericht!
Umbuchung wäre in meiner Situation nur die „zweite Wahl“.
Man kann sich offenbar wirklich darüber streiten, ob ich in meinem Fall (ich meine FALLS der Flug tatsächlich stattfindet), nicht doch eine Erstattung erhalten würde. Ich glaube, ich lass es mal drauf ankommen...
Sollte ich vorab schonmal bei meiner Rechtsschutz-V. anklopfen? Nur weiß ich erst am Tag des Fluges, ob es zu einem Streitfall kommen könnte...

Allgemeiner Gedanke: Meine Situation müsste ja Inzwischen schon x-mal bei den Airlines diskutiert worden sein - ich kann unmöglich der Erste damit sein!
peter_enis16.09.2020 19:30

Danke für deinen Erfahrungsbericht!Umbuchung wäre in meiner Situation nur d …Danke für deinen Erfahrungsbericht!Umbuchung wäre in meiner Situation nur die „zweite Wahl“. Man kann sich offenbar wirklich darüber streiten, ob ich in meinem Fall (ich meine FALLS der Flug tatsächlich stattfindet), nicht doch eine Erstattung erhalten würde. Ich glaube, ich lass es mal drauf ankommen... Sollte ich vorab schonmal bei meiner Rechtsschutz-V. anklopfen? Nur weiß ich erst am Tag des Fluges, ob es zu einem Streitfall kommen könnte...Allgemeiner Gedanke: Meine Situation müsste ja Inzwischen schon x-mal bei den Airlines diskutiert worden sein - ich kann unmöglich der Erste damit sein!



Also wie gesagt die Situation ist schon mehrfach eruiert worden. Du kannst einen Flug stornieren, aber dann bekommst du nur das zurück was du laut AGBs für die Ticketklasse zurück bekommen sollst. Viele Tickets sind eben nicht stornierbar, oder bei Stornierung gibt es kein Geld zurück. Gebühren aber bekommst du immer zurück. Weil die fallen nur bei Inanspruchnahme des Fluges an.

Storniert die Airline hingegen deinen Flug, so hast du natürlich Anspruch auf dein Geld. Auch wenn Lufthansa rechtswidrig versucht hat in den letzten Monaten die Leute mit Gutscheine abzuspeisen. Laut Gesetz gibt es eine Frist von 7 Werktagen für die Erstattung.

Du kannst natürlich bei deiner Rechtsschutz-V. nachfragen.

Covid-19 ist eine Pandemie und kann als "höhere Gewalt" betrachtet werden. Alle Airlines haben in ihren AGBs Passus drin, dass Sie für die Folgen von "höhere Gewalt" nicht haften. Allerdings gibt es da wieder Gesetze, die verhindern, dass Airlines sich zu einfach auf "höhere Gewalt" berufen können um Flüge zu streichen zum Beispiel.

In deinem Fall aber bist du derjenige der seinen Teil des Vertrages zwischen dir und Lufthansa nicht erfüllen möchte. Lufthansa ist anscheinend bereit dich zu befördern.

Das die USA ein Einreiseverbot für Touristen aus der EU am 13. März verhängt haben, dass kann man als "höhere Gewalt" ansehen, aber diese höhere Gewalt betrifft dich und nicht die Lufthansa selbst.

Das Robert Koch Institut hat die USA seit dem 3. Juli als Risikogebiet deklariert. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für die USA ausgegeben Eine Reisewarnung gibt Passagieren eigentlich das Recht, Pauschalreisen oder anderweitige Buchungen kostenlos zu stornieren. Aber das muss die Airline auch anerkennen.

Bei einer Stornierung aber greifen eben die AGBs der Fluggesellschaft für das Ticket. Du kannst also kostenlos stornieren, bekommst aber nur das erstattet was laut Ticketklasse beim Kauf vereinbart worden ist. Deshalb ist es meist besser umzubuchen, weil die Konditionen da meist besser sind. Bei Pauschalreisen sieht es wieder anders aus, weil da ist meist eine Ausfallversicherung mit drin, die dann in solchen Situationen greift.

Was aber auch sein kann... die Fluggesellschaften müssen ja alle Passagiere die sie in die USA ein-fliegen vorher anmelden. Wenn die Einwanderungsbehörden der USA konsequent sind, dann müssten Sie dein Ein-fliegen verneinen und es so der Lufthansa mitteilen. Wie die Lufthansa darauf reagiert kann ich dir aber auch nicht sagen. In den AGBs müsste drin stehen welche Ansprüche du bei einer daraus resultierenden Beförderungsverweigerung hast.

Du wirst also nicht drum herum kommen mit der Lufthansa zu reden. Am besten schriftlich damit du was in der Hand hast.

Fakt ist, dass die AGBs der Lufthansa nicht zu deinen Gunsten sind, aber darüber hätte man sich beim Buchen Gedanken machen sollen. Du hättest auch ein erstattbares stornierbares Ticket buchen können. Natürlich wäre das aber sicherlich um einiges teurer gewesen, als was du bezahlt hast. Die Airlines wissen schon warum die so vorgehen. Sie wollen keine Schwankungen bei ihren verkauften Plätzen. Ein verkaufter Platz soll verkauft bleiben und nicht so einfach wieder frei werden. Das wäre Gift für deren Yield Management
4181216.09.2020 15:59

Ich habe es so verstanden, dass er gebucht hat und nicht fliegen darf.Wenn …Ich habe es so verstanden, dass er gebucht hat und nicht fliegen darf.Wenn er jetzt erst buchen will, hier zu fragen ist fahrlässig.


Nee, er darf fliegen aber nicht in die USA einreisen. Die DLH erbringt die vertragsgemäße Leistung, aber er möchte sie nicht abrufen...
peter_enis16.09.2020 17:16

Was ist hiervon zu halten:3. Der Flug findet statt, aber ich kann oder …Was ist hiervon zu halten:3. Der Flug findet statt, aber ich kann oder möchte ihn aufgrund der aktuellen Situation nicht wahrnehmenAuch in den Fällen, in denen der Flug stattfindet, Sie aber z.B. aufgrund eines wegen der Pandemie verhängten Einreisestopps nicht mitfliegen können oder aber eine Reisewarnung für das entsprechende Gebiet besteht, ist die Airline aus unserer Sicht dazu verpflichtet, die Ticketkosten wegen des Vorliegens außergewöhnlicher Umstände zu erstatten. Das wäre nur dann anders, wenn die Gründe für die Nichtbeförderung bzw. den Nichtantritt der Reise in der Person des Fluggastes liegen. Dass wäre z.B. dann der Fall, wenn der Fluggast erforderliche Reiseunterlagen oder aber für die Einreise in das Zielland erforderliche Papiere nicht vorweisen kann. Bei einem generellen Einreiseverbot, wie z.B. derzeit in die USAtrifft dies nicht zu. Hier liegt vielmehr ein außergewöhnlicher Umstand vor, also ein Ereignis, das außerhalb der Einflusssphäre und des Machtbereiches des Fluggastes liegt. Aus diese Grunde kommt auch hier Art 8 FlugGastVO zur Anwendung. Quelle: https://mueller.legal/de/flugkostenrueckerstattung



Also das was Mueller.legal da geschrieben hat, das ist deren persönliche Meinung. Ich sehe da keine schlüssige Erklärung warum man auf Art 8 FlugGastVO zugreifen könnte. Das könnte man nur wenn in der FlugGastVO irgendwo ein Grund für den Bezug zu Art 8 FlugGastVO genannt wäre, der hier zutreffen würde. Aber diesen Nachweis bleibt Mueller.legal hier schuldig.

ich bin mir sehr sicher, dass es zu einem Prozess kommen würde, weil die Argumentation von Mueller.legal steht nicht im Gesetz geschrieben, müsste also in einer Verhandlung geprüft werden.

Ob ein Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht der richtige Ansprechpartner ist, das wage ich zu bezweifeln. Dann lieber einen der auf die Thematik Fluggastrechte / Reiserechte spezialisiert ist.

Warum fragst du nicht einfach bei den Verbraucherzentralen nach? Die haben eine Rechtsberatung für Reiserechte und so.
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