ABGELAUFEN

Umsatzsteuer-Befreiung bei Amazon Marketplace-Verkauf als Freiberufler

Redaktion

Hallo Leute,

da der liebe Mitarbeiter im Amazon Chat meinte, dass er davon gar keine Ahnung habe und mich an seine Kollegen des Verkäufer-Teams weitergeleitet hat, ich dort im gesonderten Forum aber nur eine Frage stellen kann, wenn ich bereits ein freigeschaltetes Verkäufer-Konto habe und im normalen Amazon Forum bisher leider noch keine Antwort auf meine Frage bekommen habe, stelle ich diese einfach mal hier und hoffe auf einen Experten, der sich damit auskennt.

Ich habe in den Verkaufsgebühren für Amazon Marketplace Verkäufe gelesen, dass man sich mit einer gültigen deutschen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer die sonst fälligen 15% Umsatzsteuergebühren sparen kann (also in diesem Fall nur die normalen Verkaufsgebühren von 10 % des Verkaufswerts bezahlen müsste).

Meine Frage ist, ob diese Befreiung nur für gewerbliche Verkäufer gilt oder auch für Privatverkäufer? Ich bin Freiberufler und daher im Besitz einer gültigen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
Meine zweite Frage wäre dann noch, ob ich, falls ich für eine Befreiung berechtigt wäre, dann bei der Steuererklärung darüber Angaben machen müsste?

Ich habe noch nie etwas über Amazon verkauft und in meinem Fall geht es auch nur um ein bis zwei Artikel im Wert von je ca. 350 €. An die 17.500 € pa Regelung für Kleinunternehmer (der ich als Freiberufler ja auch unterliege) komme ich nicht annähernd heran.

Danke Euch für hilfreiche Kommentare!

20 Kommentare

Hi, da ich selber darüber gewerblich verkauft habe:
Du kannst deine Ust-ID angeben. Dadurch übergibt Amazon die Steuerpflicht komplett an dich.

Du bist verpflichtet, diese Umsätze per Umsatzsteuermeldung an das Finanzamt zu übermitteln.
das Finanzamt erhält automatische Mitteilung darüber, daß du Geschäfte mit EU - Ländern getätigt hast.

Sehr komplexes Thema, Google mal danach, selbst Steuerberater sind da nicht immer einig.

Beste Grüsse
Mc

Wenn du die Sachen als gewerblicher verkaufst ja, als privater nein.

Kurzer Nachtrag, Du bezahlst Umsatzsteuer für deine Umsätze plus die Steuer für die Verkaufsgebühren. dass gilt auch für Ebay als gewerblicher Verkäufer mit Angabe der Umsatzsteuer ID.

Die Umsatzsteuerbefreiung bei Amazon bezieht sich auf die 15% (luxemburgische) Umsatzsteuer auf die Verkaufsgebühren. In deinem Beispiel von 10% Verkaufsgebühren wären das also 1,5% des Verkaufspreises. Ich weiß nicht ob ich mir dafür den Stress antuen würde.

Und natürlich musst Du das in der Steuererklärung entsprechend angeben, da der Verkauf dann ja im Zusammenhang mit deiner freiberuflichen Tätigkeit erfolgt ist...

Redaktion

McMoneysack

Hi, da ich selber darüber gewerblich verkauft habe: Du kannst deine Ust-ID angeben. Dadurch übergibt Amazon die Steuerpflicht komplett an dich. Du bist verpflichtet, diese Umsätze per Umsatzsteuermeldung an das Finanzamt zu übermitteln. das Finanzamt erhält automatische Mitteilung darüber, daß du Geschäfte mit EU - Ländern getätigt hast. Sehr komplexes Thema, Google mal danach, selbst Steuerberater sind da nicht immer einig. Beste Grüsse Mc



Hi, danke erstmal für Deine Antwort! Ich dachte, dass man als gewerblicher Verkäufer so oder so bei der Steuererklärung melden muss wieviel man verkauft hat.
Die 15 % Umsatzsteuergebühren bei Amazon gehen ja an Luxemburg und haben mit dem deutschen Fiskus überhaupt nichts zu tun, wenn ich das richtig verstanden habe.
Als privater Verkäufer in Deutschland muss man ja im Normalfall keine Meldung darüber ans Finanzamt machen.

Ich bin doch trotz eines Verkaufs bei Amazon, bei dem ich Umsatzsteuergebühren in Luxenburg spare, privater Verkäufer oder nicht? Ich habe ja kein Gewerbe, sondern stelle als Freiberufler ansonsten offiziell Rechnungen als Kleinunternehmer ohne mwst. aus.

Redaktion

Bastelbogen

Die Umsatzsteuerbefreiung bei Amazon bezieht sich auf die 15% (luxemburgische) Umsatzsteuer auf die Verkaufsgebühren. In deinem Beispiel von 10% Verkaufsgebühren wären das also 1,5% des Verkaufspreises. Ich weiß nicht ob ich mir dafür den Stress antuen würde.Und natürlich musst Du das in der Steuererklärung entsprechend angeben, da der Verkauf dann ja im Zusammenhang mit deiner freiberuflichen Tätigkeit erfolgt ist...



Achso, ok! Ich habe das dann falsch verstanden. Ich dachte es wären 10 % des Verkaufspreises als Normalgebühr an Amazon und dann nochmal 15 % des Verkaufspreises als Umsatzsteue, sprich 25 %, was natürlich für keinen Privatverkäufer lohnen würde. Wenn es dann insgesamt also 11,5 % statt 10 % sind, dann lohnt sich der ganze Wirrwarr mit dem Finanzamt natürlich nicht und ich verkaufe lieber komplett als Privatperson.

Danke!

che_che

Als privater Verkäufer in Deutschland muss man ja im Normalfall keine Meldung darüber ans Finanzamt machen.


Wenn das so ist, wäre es nicht sonderlich Klug die USt-IdNr. anzugeben, da man da dann 19% statt 15% zahlen müsste. Als gewerblicher Händler muss man auch noch Gewährleistung und so Dinge einräumen

Nur als Randbemerkung falls auch andere mit dem Gedanken spielen, hast dich ja schon Entschieden

che_che

Ich habe ja kein Gewerbe, sondern stelle als Freiberufler ansonsten offiziell Rechnungen als Kleinunternehmer ohne mwst. aus.



Dann fällt in der Regel das Umsatzsteuer sparen sowieso flach für dich.

che_che

...



Hallo che_che,
ich bezweifel das du Anhäger der freien Berufe bist,
weil du dann Einkünfte aus selbstständiger Arbeit hättest (§18 EStG) und einen der Katalogberufe inne haben müsstest.

Hierbei handelt es sich natürlich um Einkünfte aus Gewerbebetrieb (Gewinneinkünfte §15 EStG) die zwingend (!) in deiner Einkommensteuererklärung anzugeben sind. Alles andere ist ein Stafbestand (siehe §§369ff. AO). Einkünfteermittlung über das Zu- und Abflussprinzip. Du hast keine "Wahl" die dich steuerlich besser stellt ("Ich verkaufe als Privatperson"). Du hast keine Auswahl. Entweder erzielst du nach §15 EStG Abs. 1 Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder nicht. Und das lässt sich leicht herausfinden, wenn man einfach mal §15 EStG Abs. 2 S. 1 & 3 liest:

"1Eine selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, ist Gewerbebetrieb, wenn die Betätigung weder als Ausübung von Land- und Forstwirtschaft noch als Ausübung eines freien Berufs noch als eine andere selbständige Arbeit anzusehen ist."
"3Ein Gewerbebetrieb liegt, wenn seine Voraussetzungen im Übrigen gegeben sind, auch dann vor, wenn die Gewinnerzielungsabsicht nur ein Nebenzweck ist."

Es tut mir leid, aber du hast überhaupt keine Ahnung und solltest dich zur eigenen Sicherheit steuerlich beraten lassen.

Dies ist keine Beratung, sondern meine eigene (fundierte) Meinung.

che_che

...



Habe auch gerade gedacht: Wenn er Freiberufler ist, dann hat er nur eine Steuernummer und keine UmSt-ID. Und erst recht, wenn er von der Kleinunternehmeregelung spricht. Wenn man diese bei der Anmeldung beim Finanzamt in Anspruch nimmt, kriegt man auch keine UmSt-ID zugeteilt. Alles sehr nebulös...

Redaktion

nicknicknick

Habe auch gerade gedacht: Wenn er Freiberufler ist, dann hat er nur eine Steuernummer und keine UmSt-ID. Und erst recht, wenn er von der Kleinunternehmeregelung spricht. Wenn man diese bei der Anmeldung beim Finanzamt in Anspruch nimmt, kriegt man auch keine UmSt-ID zugeteilt. Alles sehr nebulös...



Natürlich hat man als Freiberufler eine UmSt-ID...^^ Du musst schließlich Rechnungen ausstellen. Solange du unter 17500 € Einkünfte im Jahr hast, darfst du die Kleinunternehmer Regelung ohne ausgewiesene mwst gem. § 19 UStG in Anspruch nehmen.

nicknicknick

Habe auch gerade gedacht: Wenn er Freiberufler ist, dann hat er nur eine Steuernummer und keine UmSt-ID. Und erst recht, wenn er von der Kleinunternehmeregelung spricht. Wenn man diese bei der Anmeldung beim Finanzamt in Anspruch nimmt, kriegt man auch keine UmSt-ID zugeteilt. Alles sehr nebulös...



Ja, aber in Verbindung mit deiner Aussage, dass du auch Kleinunternehmer bist? Dann reicht in der Regel auch die normale Steuernummer. Eine UmSt-ID macht hier keinen Sinn. Außerdem unterliegt man als Freiberufler nicht automatisch der Kleinunternehmerregelung. Freiberufler sind Architekten, Ärzte, Rechtsanwälte usw. und wenn diese alle 17500€ p.a. verdienen würden, dann gute Nacht. Erkundige dich mal lieber nochmal genau.

Was ich dir jedoch sicher sagen kann:
Wenn du eine UmSt-ID hast, kannst du bei amazon beantragen, dass deine Verkäufergebühren von der UmSt befreit werden. Genau wie auch bei ebay.

P.S. Natürlich nur, wenn du von dieser UmSt-ID auch Gebrauch machst. Als Kleinunternehmer darfst du dies jedoch nicht, da du dann kein Kleinunternehmer mehr bist und die UmSt. für die nächsten 5 Jahre ausweisen und natürlich auch abführen musst.

che_che

Natürlich hat man als Freiberufler eine UmSt-ID...


Nein, man kann eine UmsatzsteuerID beantragen. Der einzige Grund, der mir momentan einfällt, warum man das als Kleinunternehmer machen sollte, ist, dass man dann die UmsatzsteuerID auf seiner Rechnung angeben kann statt seiner Steuernummer. Und meine Steuernr. würde ich auch nicht so gerne auf einer mehr oder weniger öffentlichen Rechnung sehen wollen...

nicknicknick

P.S. Natürlich nur, wenn du von dieser UmSt-ID auch Gebrauch machst. Als Kleinunternehmer darfst du dies jedoch nicht, da du dann kein Kleinunternehmer mehr bist und die UmSt. für die nächsten 5 Jahre ausweisen und natürlich auch abführen musst.



Ähm, nein. Als Kleinunternehmer darfst du diese natürlich verwenden, sonst wäre die Beantragung ja sinnlos. Man weist auch weiterhin keine USt. auf den Rechnungen aus. Dafür "darf" man dann Vorsteuererklärungen ausfüllen und Abführen ohne überhaupt Vorsteuerabzugsberechtigt zu sein
Sinn macht es wenn man mit dem Auslandshandel über den Freibetrag kommt, oder auf Ebay/Amazon... handelt usw. Ohne USt-IdNr. müsste man z.B 15% an Steuern für Luxemburg abdrücken und dann nochmal 19% an Deutschland, mit USt-IdNr. nur die 19%.

Oh Gott, Leute.... Bitte schreibt nichts mehr über euer Steuerhalbwissen, sonst nimmt jemand noch den Quatsch ernst. Hab auch keine Lust eure Posts zu zerreißen. Da wir einem echt schlecht.

AuditAgent

Oh Gott, Leute.... Bitte schreibt nichts mehr über euer Steuerhalbwissen, sonst nimmt jemand noch den Quatsch ernst. Hab auch keine Lust eure Posts zu zerreißen. Da wir einem echt schlecht.


Danke, sehr hilfreich.

che_che

Natürlich hat man als Freiberufler eine UmSt-ID...



Ok, du Experte. U.u. braucht man nicht mal eine UStG konforme Rechnung schreiben, d.h. sogar ohne Steuernummer. Mehr dazu findest in der Verordnung. Einfach mal lesen und das Halbwissen lassen.
Und zu deinem Bullshit über die ID sag ich jetzt mal nix. Da sollte einem fundierten Kenner als 1. was anderes einfallen.

AuditAgent

(...) Halbwissen (...) Bullshit (...)


OK, ich verstehe, dass Du Probleme mit Deinem sozialen Umfeld hast. Wundert mich nicht.

AuditAgent

(...) Halbwissen (...) Bullshit (...)


Witzig, dass dir keine Argumente für dein nicht wissen mehr einfallen und du über eine billige persönliche Schiene fährst. Dein Halbwissen ist gefährlich für Leute, die deinen Bullshit (es ist so!) ernst nehmen bzw. nicht nur deinen. Und stell dich nicht als unschuldiges Opfer dar, wenn du mich direkt ansprichst und ein Beispiel deines Halbwissens widerlegt bekommst. Unterlass es einfach für die Zukunft und werde glücklich.

Apropos ist das Thema sowieso durch, weil der Threadersteller seine Antworten hat und per pn mit mir Kontakt aufgenommen hat.

Thema auch jetzt für mich gegessen.

Dann erleuchte uns mit Deinem Wissen. So ist es nur Pöbelei und für niemanden hilfreich.

Dein Kommentar
Avatar
@
    Text
    Top Diskussionen
    1. Wo Sparkonto und Depot für ein Kind eröffnen?11
    2. Wie verbesser ich meinen Wlanempfang?78
    3. Lieferando - 5€ Gutschein mit 10MBW55
    4. DHL Paketmarken ebay67

    Weitere Diskussionen