Unitymedias kleine Tricks wegen 10 Euro... ein Fall für die Rechtsschutzversicherung?

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eingestellt am 2. SepBearbeitet von:"chrhiller187"
Da ich weiß, dass sowas unter Diverses immer auf Interesse stoßen, möchte ich den folgenden Fall mit euch teilen. Ich bin zwar im Laufe der Jahre schon so einigen Internet-Abzocken auf den Leim gegangen, aber offensichtlich habe ich immer noch nicht genug daraus gelernt.

Ich bin seit einiger Zeit Unitymedia Kunde und habe dort ein Paket für TV und Internet.

Neulich rief mich eine Dame von Unitymedia an, um mir ein Tarifupgrade anzubieten, das mich nur 60 Cent im Monat mehr kosten würde, dafür deutlich schneller wäre (was ich eigentlich gar nicht brauche) und bei dem ich einen besseren Router bekommen würde.

Da ich sowieso in letzter Zeit Probleme mit dem WLAN hatte (Fernseher verbindet sich nicht mehr mit dem Unitymedia WLAN, mit vom Handy getethertem WLAN aber schon) kam mir vor allem das mit dem neuen Router eigentlich ganz gelegen. Der neue Vertrag sollte 35,60 Euro im Monat kosten. Ich wunderte mich noch, denn ich hatte in Erinnerung, bisher nur 25 Euro im Monat zu bezahlen. Habe diesbezüglich explizit noch mal nachgefragt. Die Dame versicherte mir, dass ich im Moment 35 Euro zahle. Es könne aber sein, dass ich im ersten Jahr nur 25 Euro gezahlt hätte, und sich das jetzt erst auf 35 Euro erhöht hätte. Das schien mir nicht unrealistisch, denn der Vertragsabschluss war in der Tat etwa ein Jahr her und so genau habe ich die Abbuchungen nicht im Blick. Nebenbei erwähnte sie noch, dass ich mit dem neuen Tarif dann auch den Support für Business Kunden nutzen könnte. Interessierte mich nicht wirklich, habe ich aber einfach mal so hingenommen. Ich habe den Vertrag dann abgeschlossen, auch mit dem Wissen im Hinterkopf, dass ich das ja noch kontrollieren und im Zweifelsfall widerrufen kann.

Zwei Tage später kam ich dann zu Hause dazu, meinen bisherigen Vertrag zu kontrollieren. Und siehe da, die Mitarbeiterin am Telefon hatte Blödsinn erzählt, ich zahle im bisherigen Vertrag über die gesamte Laufzeit nur 25 Euro im Monat. Also dort zurückgerufen (hatte die direkte Durchwahl zu dieser Mitarbeiterin bekommen) um das Problem zu klären. Von dort aus gab es 0 Wille, ein mögliches Missverständnis zu klären, sondern nur die genervte Aussage, dass ich den Vertrag verbindlich abgeschlossen hätte und das jetzt nunmal so sei. Mit dieser Frau, die eh nicht zu viel mehr in der Lage war als Skripte vorzulesen, weiter zu diskutieren schien nicht besonders sinnvoll.

Also habe ich per Email den Vertrag widerrufen. Jetzt kam erst der eigentliche "geniale Trick" von Unity Media zum Vorschein: Heute kam eine Antwort, in der mein Widerruf abgelehnt wird, weil ich ein Business Paket gebucht hätte. Da sich diese Angebote an Geschäftskunden richte, für die kein Widerrufsrecht bestehe, sei ein Widerruf nicht möglich

Die Annahme seitens Unitymedia, einen Privatkunde plötzlich rechtlich zum Geschäftskunden deklarieren zu können, weil man ihm telefonisch ein Paket mit Zugang zum "Business Support" angedreht hat, finde ich schon enorm dreist. Damit hätte ich echt nicht gerechnet.

Habe nun nochmals per Mail klargestellt, dass ich selbstverständlich kein Geschäftskunde bin und zusätzlich hilfsweise aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Nun bin ich gespannt, was passiert. Wenn Unity Media weiter abblockt, werde ich zum Anwalt gehen. Nicht wegen der 10 Euro im Monat, sondern aus Prinzip, weil ich denen so eine enorme Dreistigkeit nicht durchgehen lassen möchte. Ich werde nachberichten, wie es weitergeht.

Wie man auf die Idee kommt, wegen ein paar Euro so mit seinen Kunden umzugehen, ist mir ein Rätsel. Ist doch völlig klar, dass ich nach so einer Aktion allerspätestens zum offiziellen Laufzeitende die Firma für immer meiden werde.


Wo ich mir noch nicht sicher bin: Lass ich das ganze, falls wirklich ein Anwalt nötig ist, über meine Rechtsschutzversicherung laufen oder gehe ich privat zum Anwalt? Ich benötige die RS-Versicherung dringend beruflich und habe eigentlich keine Lust, dass die mich wegen sowas irgendwann rauswerfen. Und das scheint ja nicht so selten zu passieren, wenn man die Versicherung zu oft in Anspruch nimmt. Hat da jemand Erfahrungen? Ich nehme an, Anwaltskosten für mich bzw. meine Versicherung entstehen auf jeden Fall, auch wenn ich letztlich Recht bekomme oder? Ist es normalerweise möglich, eine RSV auch noch in einen laufenden Fall einzubeziehen, falls das ganze größere Kreise ziehen sollte als erwartet? Oder sagen die eher "entweder wir übernehmen das von Anfang an oder gar nicht"?
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nice Story Bro - wie die 153 anderen diversen Themen

PS: bei mir gab es heute Backhendl mit Kartoffelsalat - richtig lecker gewesen
Dauert etwas, aber der Kern ist: unitymedia macht aus Verbrauchern Businesskunden und verweigert dann das Widerrufsrecht. Das ist schon eine verrückte Nummer.
jannie91102.09.2019 19:31

nice Story Bro - wie die 153 anderen diversen Themen


Habe auch schon viel auf Diverses gelesen, und klar dass solche Kommentare kommen. Aber auf die Idee, dass eine Firma nem ganz normalen Kunden mit einem Geschäftsanschluss sein Widerrufsrecht streitig macht - wow
Ich hatte mal einen ähnlichen Fall bezgl. eines Gebrauchtwagenhändlers. Er hat mir einen Kaufvertrag für "Gewerbe" untergeschoben und ich Idiot, damals noch jung als Ausrede, habe es halt nicht gelesen. Mein Glück, dass ich kein Gewerbe hatte.
Fahrzeug hat keine 200 Kilometer gehalten, eindeutig Gewährleistungsfall. Dies lehnte er ab mit dem Hinweis auf "Gewerbe" und entsprechendem Ausschluss im Vertrag.
Bis dahin uninteressant? Stimmt.
Aber nun ging die Sache vor Gericht.
Das Ergebnis (Landgericht) - Der Verkäufer hätte sich von meiner Eigenschaft als Gewerbetreibender Überzeugen müssen und hätte einen Gewerbeschein (oder einen ähnlichen Nachweis) verlangen müssen. Dies hatte ich nicht, auch kein Gewerbe angemeldet, daher war ich bei Kauf so zu stellen wir ein Privatkäufer. AGB oder Kaufvertrag hin oder her, der Verkäufer muss sich vergewissern, dass er einen Vertrag mit einem Unternehmer schließt.
46 Kommentare
nice Story Bro - wie die 153 anderen diversen Themen

PS: bei mir gab es heute Backhendl mit Kartoffelsalat - richtig lecker gewesen
jannie91102.09.2019 19:31

nice Story Bro - wie die 153 anderen diversen Themen PS: bei mir gab …nice Story Bro - wie die 153 anderen diversen Themen PS: bei mir gab es heute Backhendl mit Kartoffelsalat - richtig lecker gewesen


Oh wow, ich dachte die 153 wären so dahergesagt... - aber er hat ja wirklich so viele

+1 für das Backhendl, muss ich auch mal wieder essen.
Sorry aber an da hatte ich schon kein Interesse mehr deinen Roman zu lesen

Ich bin zwar im Laufe der Jahre schon so einigen Internet-Abzocken auf den Leim gegangen, aber offensichtlich habe ich immer noch nicht genug daraus gelernt.


Ja du hast anscheinend immer noch nicht genug draus gelernt...
2ldr
jannie91102.09.2019 19:31

nice Story Bro - wie die 153 anderen diversen Themen


Habe auch schon viel auf Diverses gelesen, und klar dass solche Kommentare kommen. Aber auf die Idee, dass eine Firma nem ganz normalen Kunden mit einem Geschäftsanschluss sein Widerrufsrecht streitig macht - wow
Auch wenn das natürlich, so wie du es schilderst, etwas dreist von Unitymedia klingt: niemals, niemals, niemals irgendwas über das Telefon abschließen, auch nicht mit dem Widerrufsrecht im Hinterkopf.
iXoDeZz02.09.2019 19:37

Auch wenn das natürlich, so wie du es schilderst, etwas dreist von …Auch wenn das natürlich, so wie du es schilderst, etwas dreist von Unitymedia klingt: niemals, niemals, niemals irgendwas über das Telefon abschließen, auch nicht mit dem Widerrufsrecht im Hinterkopf.


Habe das bei der O2 Kundenrückgewinnung schon öfter gemacht und da lief immer alles wie besprochen. Mit sowas (bewusst am Telefon lügen und dann noch mit perfidem Trick den Widerruf verhindern) hatte ich echt nicht gerechnet. Bei irgendeinem Abzock-Callcenter hätte ich das erwartet, aber bei einer etablierten Firma!? Es wird mir eine Lehre sein...
Wenn man nicht mal weis, was man im Monat bezahlt..
Am Telefon mit Call Center Agenten Sachen besprechen? No way... Und dann noch bei so Läden wie unitymedia, sky, oder ähnlichen Qualitätsdienstleistern. Wer schreibt der bleibt oder wie war das?
Verbraucherzentrale einschalten?
Kann das jemand zusammenfassen?
Wenn ich mir deine Diverses Threads so anschaue. du ziehst die Probleme scheinbar magisch an davon ab wollte man mir auch einen top Vertrag mit Highspeed anbieten, für nur 8€ mehr im Monat. Auch mir hat man erzählt, das mein Vertrag eh teurer wird ( was nicht stimmt ) aber da ich weiß, was ich abgeschlossen habe.....habe ich einfach abgelehnt...
4181202.09.2019 20:12

Verbraucherzentrale einschalten?



Oder Hirn.
Zweitaccount02.09.2019 20:27

Kann das jemand zusammenfassen?


Ja

1. Das Internet ist böse.
2. Telefonische Verträge sind böse.
Dauert etwas, aber der Kern ist: unitymedia macht aus Verbrauchern Businesskunden und verweigert dann das Widerrufsrecht. Das ist schon eine verrückte Nummer.
tib02.09.2019 20:39

Dauert etwas, aber der Kern ist: unitymedia macht aus Verbrauchern …Dauert etwas, aber der Kern ist: unitymedia macht aus Verbrauchern Businesskunden und verweigert dann das Widerrufsrecht. Das ist schon eine verrückte Nummer.


Nichts desto trotz sollte man genau zuhören, was die wollen
Ich hatte mal einen ähnlichen Fall bezgl. eines Gebrauchtwagenhändlers. Er hat mir einen Kaufvertrag für "Gewerbe" untergeschoben und ich Idiot, damals noch jung als Ausrede, habe es halt nicht gelesen. Mein Glück, dass ich kein Gewerbe hatte.
Fahrzeug hat keine 200 Kilometer gehalten, eindeutig Gewährleistungsfall. Dies lehnte er ab mit dem Hinweis auf "Gewerbe" und entsprechendem Ausschluss im Vertrag.
Bis dahin uninteressant? Stimmt.
Aber nun ging die Sache vor Gericht.
Das Ergebnis (Landgericht) - Der Verkäufer hätte sich von meiner Eigenschaft als Gewerbetreibender Überzeugen müssen und hätte einen Gewerbeschein (oder einen ähnlichen Nachweis) verlangen müssen. Dies hatte ich nicht, auch kein Gewerbe angemeldet, daher war ich bei Kauf so zu stellen wir ein Privatkäufer. AGB oder Kaufvertrag hin oder her, der Verkäufer muss sich vergewissern, dass er einen Vertrag mit einem Unternehmer schließt.
Du warst und bist ja ausschließlich Verbraucher. Denen das schriftlich per Email mitteilen, daß es vollkommen wurscht ist, ob sie ihr Paketchen Business oder Kindergarten nennen und sie einem Verbraucher nicht das Widerrufsrecht per Produktbenennung streitig machen können. Auf Fortführung des ursprünglichen Vertrags bestehen und Rechtsmittel, Rechtsschutzversicherung, Social Media, Öffentlichkeit, Verbraucherzentrale, Heise "Vorsicht Kunde!", Bild"zeitung" pipapo droppen.

Es gab keinen Wechsel zu gewerblicher Tätigkeit an dieser Adresse, es wurde nichts solches besprochen und auch keine Anzeichen wie Handelsregisternummer übermittelt. Wäre ja noch schöner, wenn Abzocker X seinem Produkt "Business" und den Kunden an die ach so dolle "Business"-Hotline dranhängt und sämtliche EU-Verbraucherrechte verschwinden.

Es ist ja weder üblich, noch erforderlich oder sinnvoll, daß man jedwedes Konfliktpotential an die Rechtsschutzversicherung übermittelt. Dementsprechend müsstest du sie bei Bedarf auch später noch um Hilfe bitten können. Sie würden's jetzt prüfen und sie würden's wohl auch dann prüfen - zumindest, solange eben noch keine Rechtsmittel eingelegt sind.

P.S.: Siehe der zeitlich überschneidende Kommentar hier drüber. Genau das. Falls sie das auf deine schriftliche, inhaltliche klaren Widerspruch hin nicht rasch unter der Pseudozeichen der Kulanz zurücknehmen, sei denen Öffentlichkeit, Niederlage und Gesichtsverlust von Herzen gegönnt. Nebenbei - geht's hier denn um Unitymedia selbst oder vielleicht um ein zwecks Vermarktung beauftragtes Callcenter, das auf Provisionsbasis arbeitet?
Bearbeitet von: "Turaluraluralu" 2. Sep
Hört sich ja spannend an.
Was sagt den die normale Hotline mit der Telefonnummer aus deinen Unterlagen dazu.

Du hast ja scheinbar das „Vermittler/ Werber“ Call Center angerufen und die waren ja schon von Anfang an interessiert die Wahrheit zu zu ihren Gunsten zu verbiegen....

Hört sich alles sehr nach Betrug in Vermeintlichen Namen von UM an und nicht das UM wirklich dahinter steht.
Die sollten wissen, dass die mit diesem Verhalten nicht durchkommen und das sowas nur schlechte Presse gibt.
lalalelalale02.09.2019 20:59

Hört sich ja spannend an. Was sagt den die normale Hotline mit der …Hört sich ja spannend an. Was sagt den die normale Hotline mit der Telefonnummer aus deinen Unterlagen dazu.Du hast ja scheinbar das „Vermittler/ Werber“ Call Center angerufen und die waren ja schon von Anfang an interessiert die Wahrheit zu zu ihren Gunsten zu verbiegen....Hört sich alles sehr nach Betrug in Vermeintlichen Namen von UM an und nicht das UM wirklich dahinter steht.Die sollten wissen, dass die mit diesem Verhalten nicht durchkommen und das sowas nur schlechte Presse gibt.


Ist ja keineswegs gesagt, daß irgendwelche anderen Hotlinenummern nicht auch ausgelagert sind. Vielleicht sogar an dieselbe Firma. Würd' ich mich auch garnicht mit beschäftigen. Ab hier nur noch schriftlich, bevorzugt natürlich als Email.
Man kann auch ohne ein Gewerbe Business Kunde werden. Schreibe direkt an die Unitymedia Zentrale eine Beschwerde über den Anruf. Du wurdest nicht ausreichend über den neuen Vertrag aufgeklärt. Die Person welche dich angerufen hat muss dazu Stellung nehmen. Hatte schon mal so einen Fall, wo eine alte Omi über's Ohr gehauen wurde
chrhiller18702.09.2019 19:40

Habe das bei der O2 Kundenrückgewinnung schon öfter gemacht und da lief i …Habe das bei der O2 Kundenrückgewinnung schon öfter gemacht und da lief immer alles wie besprochen. Mit sowas (bewusst am Telefon lügen und dann noch mit perfidem Trick den Widerruf verhindern) hatte ich echt nicht gerechnet. Bei irgendeinem Abzock-Callcenter hätte ich das erwartet, aber bei einer etablierten Firma!? Es wird mir eine Lehre sein...



Kein Stress machen. Du bist im Recht... was UM da macht ist schon dreist. Ich würde das auch ganz klar durchziehen... aber ohne RS... beim Verbraucherschutz würde ich auch nachhaken... evtl. läuft die Masche ja im grösseren Stil und dann ist der mehr Power hinter. Selbst wenn es ein Geschäftskundentarif wäre, dann dürftest du als Privatverbraucher das garnicht so abschliessen... darüber dann zu versuchen das Widerrufsrecht auszuhebeln ist schon dumm.
meloen36002.09.2019 19:36

Habe auch schon viel auf Diverses gelesen, und klar dass solche Kommentare …Habe auch schon viel auf Diverses gelesen, und klar dass solche Kommentare kommen. Aber auf die Idee, dass eine Firma nem ganz normalen Kunden mit einem Geschäftsanschluss sein Widerrufsrecht streitig macht - wow


Auf die Idee, sich bei Diverses auszuheulen, obwohl man nicht mal weiß, ob man 25€ oder 35€ im Monat fürs Internet bezahlt, muss man auch erstmal kommen.
Die sind vermutlich auf deine Diskussionsthreads hier auf Mydealz gestoßen und wussten dann genau,
dass man dich ja ganz gut verarschen kann
Aus Langeweile zu Diverses und wie immer nicht enttäuscht worden
Lederman02.09.2019 21:20

Auf die Idee, sich bei Diverses auszuheulen, obwohl man nicht mal weiß, ob …Auf die Idee, sich bei Diverses auszuheulen, obwohl man nicht mal weiß, ob man 25€ oder 35€ im Monat fürs Internet bezahlt, muss man auch erstmal kommen.


Ich heule mich keineswegs aus. Ich finde die Situation eigentlich ganz interessant. Diese Masche kannte ich bisher nicht, obwohl sie ja offensichtlich schon länger in verschiedenen bereichen angewendet wird (siehe post oben über den gebrauchtwagenhändler). Also habe ich auch wieder eine neue Lebenserfahrung gesammelt.
Klar hab ich auch einen fehler gemacht, überhaupt etwas am telefon abzuschließen, da stehe ich voll dazu. Gut möglich, dass mich das jetzt ein paar hundert euro kosten wird (anwaltskosten), aber das ist nicht so schlimm. Hauptsache ich kann dafür sorgen, dass das geld nicht an unitymedia fließt.
der thread sensibilisiert zumindest.

ist auf jeden fall eine neue masche und man ist gewarnt damit.
Dodgerone02.09.2019 21:12

Kein Stress machen. Du bist im Recht... was UM da macht ist schon dreist. …Kein Stress machen. Du bist im Recht... was UM da macht ist schon dreist. Ich würde das auch ganz klar durchziehen... aber ohne RS... beim Verbraucherschutz würde ich auch nachhaken... evtl. läuft die Masche ja im grösseren Stil und dann ist der mehr Power hinter. Selbst wenn es ein Geschäftskundentarif wäre, dann dürftest du als Privatverbraucher das garnicht so abschliessen... darüber dann zu versuchen das Widerrufsrecht auszuhebeln ist schon dumm.


Business Vertrag heißt nicht automatisch das du auch ein Gewerbe hast. Jeder Kunde kann seinem Vertrag auf Business umstellen lassen.
nokion02.09.2019 22:48

Business Vertrag heißt nicht automatisch das du auch ein Gewerbe hast. …Business Vertrag heißt nicht automatisch das du auch ein Gewerbe hast. Jeder Kunde kann seinem Vertrag auf Business umstellen lassen.



Trotzdem hast du als Privatkunde immer ein Widerrufsrecht. Das kann man so nicht aushebeln!
Dodgerone02.09.2019 22:49

Trotzdem hast du als Privatkunde immer ein Widerrufsrecht. Das kann man so …Trotzdem hast du als Privatkunde immer ein Widerrufsrecht. Das kann man so nicht aushebeln!


Leider doch. Da hilft nur eine Beschwerde über die unzureichende Beratung des Callcenter Mitarbeiters.
nokion02.09.2019 22:52

Leider doch. Da hilft nur eine Beschwerde über die unzureichende Beratung …Leider doch. Da hilft nur eine Beschwerde über die unzureichende Beratung des Callcenter Mitarbeiters.


business.unitymedia-bestellen.de/wid…uf/
Dodgerone02.09.2019 22:55

https://business.unitymedia-bestellen.de/widerruf/


Geht um Änderung privat zu business. Ich hatte schon einmal das Vergnügen mit der Business Abteilung. Das war etwa vor einem Jahr.
nokion02.09.2019 23:02

Geht um Änderung privat zu business. Ich hatte schon einmal das Vergnügen m …Geht um Änderung privat zu business. Ich hatte schon einmal das Vergnügen mit der Business Abteilung. Das war etwa vor einem Jahr.


Wie die den Vertrag nennen, welche Leistungen damit verbunden sind und ob's dafür eine andere Abteilung/Hotline gibt ist vollkommen schnuppe. Natürlich steht's denen frei, den "Business" auch an "Non-Business" zu verkaufen, wie sie ja gleichermaßen "Non-Business" an "Business" verkaufen dürfen. Rechtlich hat das keinerlei Auswirkung auf die EU-Verbraucherrechte.

Da bräuchten die halbseideneren Firmen, Provisionsjäger und Klitschen ja nur ausschließlich als "Business" verkaufen, vielleicht noch vielleicht mit'n paar wertlosen Glasperlen als Bonus und schwuppdiwupp wären die Verbraucherrechte ausgehebelt. Tatsächlich sind diese Rechte aber unveräußerbar. Die kann man weder mit einer Verzichtserklärung, noch mit der Entgegennahme von Glasperlen oder einem "Business"-Tarif aushebeln.
Bearbeitet von: "Turaluraluralu" 2. Sep
nokion02.09.2019 23:02

Geht um Änderung privat zu business. Ich hatte schon einmal das Vergnügen m …Geht um Änderung privat zu business. Ich hatte schon einmal das Vergnügen mit der Business Abteilung. Das war etwa vor einem Jahr.



Er ist rechtlich trotzdem Privater Verbraucher... da können die Lamentieren bis die Grün werden. So einfach kann man die Verbraucherrechte nicht aushebeln.
"Wie man auf die Idee kommt, wegen ein paar Euro so mit seinen Kunden umzugehen, ist mir ein Rätsel."

In meinem Fall wollte diese Firma nach einer Kündigung des Kabelvertrages durch meinen Vermieter auch lieber für etwa ein halbes Jahr 5€ pro Monat mehr für eine Leistung, die ich nicht mehr benötigte, von mir kassieren, als einen zufriedenen Kunden. Ich habe dann den Vertrag gekündigt und will mit dem Laden nichts mehr zu tun haben.

Nach welcher Logik die gehandelt haben, ist für mich bis heute absolut unverständlich.
So als Tipp, fremd Firmen können sich nicht die letzten Rechnungen anschauen, das heißt, wenn der am Telefon nicht weis was du bezahlst, bzw es nicht nach schauen kann, weist du Bescheid....
Kann deine Erfahrungen nur teilen und muss wirklich sagen, dass bei Unitymedia bzw. deren beauftragten Fremdfirmen das allerletzte Assi-Pack an der Leitung hängt

Bei meiner Mutter - eine Bilderbuch-Kundin mit seit Jahren unverändert laufendem Vertrag zum Normalpreis - hat zuletzt auch mal wieder einer von den Unitymedia-Assis durchgeklingelt um „noch schnelleres Internet“ anzubieten. Wohl bemerkt werden die 200 MBit aktuell schon quasi nie erreicht. Dennoch wäre das „eine super Gelegenheit“ gewesen, da der laufende Vertrag „ja nun eh teurer werden würde“.

Habe den Hörer dann übernommen und den Herrn über ein paar fundamentale Grundlagen im Vertragsrecht aufgeklärt. Er ist dennoch bei seiner Lügengeschichte geblieben, dass der Vertrag nun ohnehin 10€?, sprich 20% teurer werden würde, was man akzeptieren müsse.

Wer weiß, bei wie vielen Leuten diese Masche tagtäglich zieht.

Vertrag ist nun gekündigt und wird auch der letzte bei diesem Saftladen gewesen sein.
QukI03.09.2019 00:31

So als Tipp, fremd Firmen können sich nicht die letzten Rechnungen …So als Tipp, fremd Firmen können sich nicht die letzten Rechnungen anschauen, das heißt, wenn der am Telefon nicht weis was du bezahlst, bzw es nicht nach schauen kann, weist du Bescheid....


Dafür spricht auch, dass in den Callcentern häufig auf Provisionsbasis gearbeitet wird. Denen ist es völlig egal, ob du zufrieden bist oder nicht. Hauptsache der Vertrag wird teurer, dann fließt die Kohle. Einzelne Beschwerdefälle kann man dann immer noch auf den Callcenter Agent abwälzen, der dann angeblich nicht nach Anweisung gehandelt hat (Was ja durchaus auch möglich sein kann, denn er bekommt ja auch Provision).

Und auch Unitymedia rechnet sich nur aus, wie viele Verträge sie mit Callcenter xy verkauft hat. Kundenzufriedenheit lässt sich halt nicht so einfach berechnen, bzw. kommen die relevanten Zahlen nicht sofort, sondern erst nach Monaten oder Jahren.

All das lässt sich aber als Verbraucher mit einer simplen Formel vermeiden: Keine Verträge am Telefon abschließen. Es gibt dafür keinen sinnvollen Grund. Jede seriöse Firma wird dir bei Interesse das entsprechende Angebot auch schriftlich zukommen lassen.
paulchen300003.09.2019 07:39

Dafür spricht auch, dass in den Callcentern häufig auf Provisionsbasis g …Dafür spricht auch, dass in den Callcentern häufig auf Provisionsbasis gearbeitet wird. Denen ist es völlig egal, ob du zufrieden bist oder nicht. Hauptsache der Vertrag wird teurer, dann fließt die Kohle. Einzelne Beschwerdefälle kann man dann immer noch auf den Callcenter Agent abwälzen, der dann angeblich nicht nach Anweisung gehandelt hat (Was ja durchaus auch möglich sein kann, denn er bekommt ja auch Provision).Und auch Unitymedia rechnet sich nur aus, wie viele Verträge sie mit Callcenter xy verkauft hat. Kundenzufriedenheit lässt sich halt nicht so einfach berechnen, bzw. kommen die relevanten Zahlen nicht sofort, sondern erst nach Monaten oder Jahren.All das lässt sich aber als Verbraucher mit einer simplen Formel vermeiden: Keine Verträge am Telefon abschließen. Es gibt dafür keinen sinnvollen Grund. Jede seriöse Firma wird dir bei Interesse das entsprechende Angebot auch schriftlich zukommen lassen.



Da hast du sicher recht. Jeder will halt seinen Bonus abgreifen, alles andere ist nebensächlich. Und jeder kann dem anderen die schuld geben. Das callcenter hat nur den vertrag vermittelt und hat nichts mit dem widerruf zu tun, unitymedia hat einen „business kunden“ vermittelt bekommen und kann so tun, als wüssten sie nicht, dass es eigentlich ein privatkunde ist.

Ist natürlich vor allem für das callcenter super, denn die widerrufs rate wird deutlich geringer sein, wenn UM sich bei jedem widerruf erstmal querstellt. Von UM find ichs halt krass, dass die da mitspielen. Ist ja für die sicherlich nicht zu übersehen, wie das spiel läuft.

Die Vermittlung ist über die „Telecom Solutions 61 GmbH“ erfolgt, laut deren Email „Im Auftrag für Unitymedia Business“.
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