USB-Festplatte bei eBay verkauft. Käufer schaltet RA ein.

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eingestellt am 15. Feb 2013
Hallo MyDealzer,

ein bekanntes Pärchen hat bei eBay vor geraumer Zeit eine USB-Festplatte privat verkauft, die als "Neu mit Gebrauchsspuren" eingestellt war. Im Verkaufstext stand, dass sie nagelneu sei und nur einmalig aus der Verpackung geholt worden sei.
Unabhängig voneinander war die Partnerin, die auch das Angebot bei eBay erstellte (Partner arbeitet die ganze Woche und hat wenig Zeit), nicht in Kenntnis gesetzt darüber, dass sich schon eine Handvoll Word-Dateien auf der Festplatte befanden. Bis auf das einmalige Kopieren der genannten Dateien, wurde die Festplatte jedoch nicht genutzt.

Der Höchstbietende bezahlte das Produkt und den Versand und die Ware kam daraufhin wie üblich bei ihm an.
Nun sah er, dass die Festplatte offensichtlich genutzt worden ist und verlangte deshalb einen bestimmen Betrag erstattet zu bekommen.

Der Schreck war natürlich groß, als die Partnerin (die Artikel-Einstellerin) von der Nachricht erfuhr (dass sich Dateien auf der HDD befänden). Sie hatte es nicht gewusst, aufgrund eines Missverständnisses mit ihrem Partner). Sie bot dem Käufer daraufhin an, den Betrag zurückzuzahlen und den Versand, sowie Rückversand zu übernehmen.

Der Käufer lehnte dieses Angebot ab, mit der Begründung keine Lust zu haben zur Post zu gehen.

Die Verkäuferin kontaktierte eBay, die sich wiederum mit dem Käufer auseinandersetzten. Nach ein paar Tagen war die Sache zunächst erledigt. Es gab eine positive Händler-Bewertung beiderseits.

Unerwartet kam nun Post vom Rechtsanwalt des Käufers bei der Verkäuferin an. Es handele sich um einen Betrug. Die Verkäufer hätte wissentlich betrogen. Es sollten Gerichtskosten übernommen werden und außerdem das Geld zurückgezahlt werden. Erst dann solle auch die Festplatte zurückgesendet werden.

Die Frage ist nun: Was kann die Verkäuferin, schon völlig fertig mit den Nerven, tun? Sollte sie etwas tun? Wie stehen die Chancen auf eine Einladung zum Gericht?

  1. Diverses
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  1. Diverses
Beste Kommentare

bestell ihm zum Dank doch ne Waschmaschine bei Otto nach Haus...aber auf seinen Namen mit Rechnung, dann hat er ein echtes Problem, um das es sich zu kümmern lohnt

Ich denk mir das mal so:

Der Anwalt ist ein guter Bekannter, dem der Käufer davon erzählt hat. Jetzt wird nochmal nach einer günstigen Gelegenheit gesucht leicht Geld zu machen.

Anwaltschreiben verbrennen, Problem gelöst.

Panik schieben und ebenfalls einen Anwalt einschalten, der nur abkassiert, hat keinen Sinn.

Der Käufer hat doch mehrfach in verschiedenen Variationen erklärt den Artikel nicht zurückgeben zu wollen. Ich sehe das auch so, dass einige Daten auch "Gebrauchs"spuren sein können. Und der ganze Drops war ja auch schon gelutscht.

Die Erklärung von AS1987 erscheint mir sehr plausibel. Auch wenn es nicht nett ist, würde ich darauf nicht antworten. Wenn der Anwalt klug ist kommt da nichts mehr. Vielleicht noch eine Mahnung, aber auch die ist uninteressant. Wenn, ganz vielleicht wenn, Post vom Gericht kommt, kann sie erklären, dass sie angeboten hat den Artikel zurückzunehmen, der Käufer dies abgelehnt hat, der Fall geklärt wurde und die Forderung des Rechtsanwalts ungerechtfertigt ist.

Das falscheste, was sie jetzt noch machen kann, ist sich versuchen mit dem Anwalt zu einigen.

Gott, wie ich solche Leute hasse! Brief für läppische 45 € schreiben. Lächerlich!

41 Kommentare

Auch ein Anwalt nehmen und das klären. Die positive Bewertung hat meiner Meinung schon viel wert. Ich würde mich nicht runter machen lassen. Ob du Chancen hast oder nicht wird dir der Anwalt beim Erstgespräch (meist kostenlos) sagen.

Ist schon ein eigenartiger Ablauf. Die benutzte Platte war höchstens neuwertig, niemals neu. Und wenn ich etwas verkaufe, prüfe ich es vorher oder bei Verkauf für jemand anderen sollte doch irgend eine Absprache stattfinden.
Eine Einladung vor Gericht wirds nicht geben. Aber sie hat jetzt wesentlich mehr Kosten.

Eine Einladung vor Gericht wird erstmal dauern, so schnell geht das nicht. Davor gibt es genügend Handlungsspielraum. Wie schon gesagt zum Anwalt gehen, Verkäuferin hat ein Angebot bereits gemacht, auch die positive Bewertung sagt wie schon gesagt einiges aus.

Neu mit Gebrauchsspuren
gebrauchsspuren können neben einem fettigen fingerabdruck
ja auch daten sein .da man die sache ja zum datenspeichern nutzt
und nicht von einem anwalt bedrohen lassen der hat nichts zu melden
erst wenn irgendwas mit fristsetzungen oder vom gericht kommt würde ich handeln
außerdem würde ich des schreiben auch prüfen ein bekannter hat mal ein
brief von einem anwalt bekommen den es gar nicht gab
einen anwalt zu bemühen ist ja eigentlich unsinnig bei dem wert

Ja, Anwalt nehmen und druck die Positive Bewertung aus. Nicht das die nachträglich geändert wird. Druck alle Mails aus.

sie hatte dem käufer ja angeboten kosten etc. zu übernehmen und zurück zu erstatten, der käufer sagte, er habe keine lust jetzt zur post zu gehen, also erklärte er sich mit dme kaufvertrag doch einverstanden und fertig. dann aber einen rechtsanwalt einschalten, bringt ihm ja nichts mehr, da er die ware ja jederzeit zurück senden hätte können es aber abgelehnt hat, somit ist es sein problem nun. gerichtskosten kommen auf dich keine zu vorerst, auch seinen anwalt brauchste nicht zahlen und fertig.

schnaxi

sie hatte dem käufer ja angeboten kosten etc. zu übernehmen und zurück zu erstatten, der käufer sagte, er habe keine lust jetzt zur post zu gehen, also erklärte er sich mit dme kaufvertrag doch einverstanden und fertig. dann aber einen rechtsanwalt einschalten, bringt ihm ja nichts mehr, da er die ware ja jederzeit zurück senden hätte können es aber abgelehnt hat, somit ist es sein problem nun. gerichtskosten kommen auf dich keine zu vorerst, auch seinen anwalt brauchste nicht zahlen und fertig.



Die ganzen Aussagen helfen dir ja nicht wirklich.Du wirst zu einem Anwalt müssen.Das ein Erstgespräch kostenlos ist wäre mir neu,es sei denn du hast eine Rechtschutzversicherung.Da ist das Erstgespräch kostenlos.

Also Betrug liegt nicht vor. Die Verkäuferin hat ja nicht gewusst, dass sich Dateien darauf befunden hatten. Also lag schon mal kein Vorsatz vor. Indiz: Die Verkäuferin hat die Festplatte nicht erneut überprüft, weil sie sich eben ganz sicher war, dass sich nichts auf der Festplatte befindet. So doof wäre ja sonst kein Mensch..

Fahrlässigen Betrug gibt es nicht, da das Unrecht gerade im Vorsatz dieser Tat liegt.

bestell ihm zum Dank doch ne Waschmaschine bei Otto nach Haus...aber auf seinen Namen mit Rechnung, dann hat er ein echtes Problem, um das es sich zu kümmern lohnt

Verfasser

Danke soweit für eure Tipps und Empfehlungen.

So wie ich grade erfahren habe, war in dem Brief des Rechtsanwalts wohl nicht von Betrug die Rede. Es wurde gefordert, dass die Verkäuferin den Verkaufsbetrag zurückerstatten sollte, samt allen Portokosten und die Kosten des Rechtsanwaltes (wohl etwa um die 45 Euro). Erst dann würde der Käufer die Festplatte zurückschicken.

Bohne

bestell ihm zum Dank doch ne Waschmaschine bei Otto nach Haus...aber auf seinen Namen mit Rechnung, dann hat er ein echtes Problem, um das es sich zu kümmern lohnt


HAHAHA...wie geil!!!:D:D:D

nein spaß, mal im ernst, wenn der käufer zu FAUL ist zur post zu gehen(jeder normale mensch hat eine in der nähe/auf dem weg zur arbeit) dann ist das sein problem...das angebot kam ja. und wenn er es wirklich nicht gewusst hat, es gibt doch programme mit denen man auslesen kann wie oft die festplatte schon benutzt wurde, geschweige denn kann man ALLES wieder hervorholen, dann würden die doch merken das es "nur" ausversehen passiert ist, abgesehen davon, ein "paar Word Dateien"??? wie gut das das neue Office in die Cloud speichern kann, dann passiert sowas nicht:-)

Der käufer regiert ja wie hier manche wenns ne E+ I-Net Flat für lau gibt...unglaublich, wie sich manche aufregen. ich meine bei einem Headset was benutzt wurde, oder ein apfel wo reingebissen wurde und etwas fehlt(nein kein IPhone!!!) aber ne festplatte???

man könnte ja drüber streiten wenn sie zum neupreis ersteigert wurde(ich nehme mal an das sie das nicht wurde), aber so? anwalt nehmen, dem alles erklären(mails und bewertung ausdrucken) und mal gucken was der sagt, ich wäre da aber relativ entspannt, solange da keine illegale musik/filme/pornos drauf sind

LxN

Danke soweit für eure Tipps und Empfehlungen.So wie ich grade erfahren habe, war in dem Brief des Rechtsanwalts wohl nicht von Betrug die Rede. Es wurde gefordert, dass die Verkäuferin den Verkaufsbetrag zurückerstatten sollte, samt allen Portokosten und die Kosten des Rechtsanwaltes (wohl etwa um die 45 Euro). Erst dann würde der Käufer die Festplatte zurückschicken.



ÄÄÄÄHMMM selbst schuld? das angebot hatte er/sie doch gemacht und zwar ohne die anwaltskosten(Zitat oben "Sie bot dem Käufer daraufhin an, den Betrag zurückzuzahlen und den Versand, sowie Rückversand zu übernehmen. ")! ist der "..."?

lächerlich, erstmal aussitzen. erstens, positive Bewertung, zweitens, kauf akzeptiert durch"nicht zur Post gehen", drittens kein Widerrufsrecht bei privaten Käufen. der Anwalt mit seinen lächerlichen 45,- soll nur einschüchtern und will mitverdienen. kennt man ja von abmahnanwälten. sollen die doch erstmal'ne Anzeige stellen.

Der Käufer ist zu faul zur Post zu gehen aber kommt gleich mit einem Anwalt daher?

Auf alle Fälle solltest du eBay darüber in Kenntnis setzen. Die anderen eBay-Mitglieder müssen vor solchen Leuten geschützt werden!

Ich denk mir das mal so:

Der Anwalt ist ein guter Bekannter, dem der Käufer davon erzählt hat. Jetzt wird nochmal nach einer günstigen Gelegenheit gesucht leicht Geld zu machen.

Bevor ich mich hier auslasse würde ich gerne mal wissen was dein Ziel ist:
1. Die Anwaltsgebühren nicht zahlen (ist klar)
aber 2. Würdest du die FP zurücknehmen oder wie stellst du dir eine Lösung vor?
Richtig ist: Kaufvertrag über eine neue Festplatte wurde gschlossen. Sie ist nicht neu, was du ja auch einräumst (unabhängig davon wie uns wieso).
Auch als privater bist du nun "Schadenersatzpflichtig".

Wie lange ist den der Verkauf her?

Tipp vorab: Um weiteren Stress zu entgehen würde ich die Platte zurücknehmen, es war ja unzweifelhaft dein Fehler (der deiner Freundin) die Platte als neu zu verkaufen.
Anwaltskosten hätte ich auch eine Idee, dass hängt aber davon ab, ob du mit der Rücknahme einverstanden bist.

Verfasser

Um das nochmal zu betonen. Es handelt sich wie gesagt um ein befreundetes Ehepaar.

Dass die Festplatte zurückgenommen kann, samt Porto, war immer eine Option (wie auch beschrieben wurde dies auch schon dem Käufer angeboten, angesichts der Umstände mit den Dateien).

Was jedoch unbegreiflich ist, sind die Umstände, unter denen nun auf einmal von der Rücknahme gesprochen wird. Damit meine ich: Brief des RA, Rückzahlung des Verkaufbetrags samt Porto, Kosten des RA und erst danach die Rücksendung des Artikels. Ich denke, die Verkäuferin hätte mit absoluter Sicherheit kein Problem mit der, nun schon lange überfälligen, Kauferstattung.

Wie lange der Kauf nun schon her ist, kann ich grade nicht mit Bestimmtheit sagen. Ich meine es ist nun schon mindestens 2-3 Monate her.

Der Käufer hat doch mehrfach in verschiedenen Variationen erklärt den Artikel nicht zurückgeben zu wollen. Ich sehe das auch so, dass einige Daten auch "Gebrauchs"spuren sein können. Und der ganze Drops war ja auch schon gelutscht.

Die Erklärung von AS1987 erscheint mir sehr plausibel. Auch wenn es nicht nett ist, würde ich darauf nicht antworten. Wenn der Anwalt klug ist kommt da nichts mehr. Vielleicht noch eine Mahnung, aber auch die ist uninteressant. Wenn, ganz vielleicht wenn, Post vom Gericht kommt, kann sie erklären, dass sie angeboten hat den Artikel zurückzunehmen, der Käufer dies abgelehnt hat, der Fall geklärt wurde und die Forderung des Rechtsanwalts ungerechtfertigt ist.

Das falscheste, was sie jetzt noch machen kann, ist sich versuchen mit dem Anwalt zu einigen.

Gott, wie ich solche Leute hasse! Brief für läppische 45 € schreiben. Lächerlich!

Anwaltschreiben verbrennen, Problem gelöst.

Panik schieben und ebenfalls einen Anwalt einschalten, der nur abkassiert, hat keinen Sinn.

Mach dir keinen Kopf und ignorier das Schreiben, sobald du dazu Stellung nimmst fängt die Sache an zu rollen.
Aus deiner Sicht ist die Sache geklärt und für dich besteht kein Handlungsbedarf.

vielleicht ist die Drohung auch nur eine neue Masche von Betrug. Vielleicht verschickt der Käufer die Festplatte auch nicht. Nach Rücküberewisung
Ansonsten... was fürn Lappen, garantiert jemand, der in seinem Leben nie etwas zu sagen hatte und von klein auf gehänselt wurde. Nun kann er die volle Macht und Pontential seiner Rechtschutzversicherung aufgrund von berechtigten angenommenen 50€ ausnutzen und andere ehrliche Leute unterdrücken.

Zurück zum Problem: Ich würde auch nichts machen und warten. Keiner wird für 50€ vor Gericht ziehen. Und selbst wenn, meiner Meinung nach stehen die Chancen für den Käufer eher schlecht. Es wurde angegeben, der Artikel sei Neu, nur mit Gebrauchsspuren, eine Rückerstattung angeboten, wurde abgelehnt und ist war am Ende mit dem Kauf einverstanden.

Deine Kollegen hätten auch die Sachlage anders erklären sollen: Man habe die Dateien aus Testzwecken auf die verkauften Festplatte geschrieben, um eine einwandfreie Funktionalität sicherzustellen. Oder so

Also wenn es von einem echten Anwalt ist, dann solltest du reagieren. Warum? Weil sonst tatsächlich du (respektive das befreundete Ehepaar) gekniffen sind.
Wenn kein Problem mit der Rücknahme besteht, dann würde ich dem Anwalt dies auch so mitteilen. Gerne würde ich dem Anwalt auch die Kosten vorab üerweisen, sprich Kaufpreis und sämtliche Versandkosten.

Und nun kommt das warum ich antworten würde:
Aktuell befindest du (ich schreib hier mal du, ist kürzer als immer das befreundete Ehepaar) dich nicht in Verzug. Da du unzweifelhaft die Rücknahme angeboten hast und der Käufer dies nicht wünschte ist der Verzug nie eingetreten und du brauchst keinerlei Anwaltskosten zu tragen.
Wenn du nun nicht reagierst könnte es sein, dass du dich plötzlich in Verzug befindest (Anwalt wird wohl Frist gesetzt haben). Und schon bist du dran die Kosten des Anwalts und auch alle weiteren Kosten zu tragen.

Ist nur meine Meinung, so würde ich es lösen. Wohlgemerkt, der Ursprungsfehler war deiner. Das es keine Art ist so was zu machen (Anwalt nachdem alles geklärt ist) steht auf einem anderen Blatt.
Das alles stellt nur meine persönliche Meinung dar!
Wünsche dir viel Erfolg.

Besteht denn ein Nachweis darüber, dass der Käufer die Rückabwicklung abgelehnt hat? (Email oder so?)

rednex

Besteht denn ein Nachweis darüber, dass der Käufer die Rückabwicklung abgelehnt hat? (Email oder so?)


Und wie sollte diese Rückabwicklung aussehen? Sollte der Käufer erst mal die Platte zurück senden und danach das Geld zurück erhalten?

rednex

Besteht denn ein Nachweis darüber, dass der Käufer die Rückabwicklung abgelehnt hat? (Email oder so?)



na wie denn sonst? erst die ware(prüfen) dann das geld...meine retoure an amazon ging auch ERST zurück und DANN gabs das geld zurück

rednex

Besteht denn ein Nachweis darüber, dass der Käufer die Rückabwicklung abgelehnt hat? (Email oder so?)




Bitte nicht verwechseln, dass es sich hierbei nicht um einen gewerblichen Verkauf handelt und somit kein Widerrufsrecht in Anspruch genommen wird!
Mit prüfen ist hier auch nichts, denn die Retoure geht zurück wegen einem Sachmangel.
Man könnte versuchen die Rücksendung vorab zu erbitten, aber imo ist der Käufer dazu nicht verpflichtet. Zumindest kann er die Versandkosten vorab verlangen.
Ich würde, wie ich oben geschrieben habe, Kaufpreis und die notwendigen Portokosten an den Anwalt zahlen, mit der Maßgabe den Betrag erst an den Mandanten auszuzahlen wenn die Ware eingetroffen ist. Gleichfalls würde ich dafür eine Frist setzen.


Also eine "positive Bewertung" ist erstmal GARNICHTS WERT z. B.

wenn dort steht:

"Paket schnell angekommen" oder ähnliches.

Beweiskraft hat sowas wahrscheinlich nichtmal als Indiz...

Was die Rückabwicklung angeht so solltest du HIER dein Augenmerk darauf richten und diese Beweise sammeln, da hier noch der eheste Ansatzpunkt ist.

Wenn du die Transaktion wegen Irrtums anfechtest und eine Rückabwicklung welche im Zweifelsfall natürlich zu deinen Lasten geht angeboten hast dann hast du dich soweit erstmal korrekt verhalten.

Evtl. mal einen Blick ins BGB z. B. §133 werfen und sofern Rechtschutz vorhanden vom Anwalt eine Erstberatung machen lassen.

Wichtig kann u. U. auch sein welche genauen Begriffe in der Artikelbeschreibung benutzt wurden. NEU und NEUWERTIG z. B. stellen einen gewaltigen juristischen Unterschied dar.

rednex

Besteht denn ein Nachweis darüber, dass der Käufer die Rückabwicklung abgelehnt hat? (Email oder so?)


Naja, du bist privater Verkäufer, und dein Käufer fühlte sich von dir besch...., sieh es mal aus Sicht eines Käufers: würdest du jemandem, von dem du denkst, der wollte dich eh nur abzocken so ohne weiteres die Ware zurück schicken? Da hätte ich dann schon erst mal mein Geld zurück haben wollen!

rednex

Besteht denn ein Nachweis darüber, dass der Käufer die Rückabwicklung abgelehnt hat? (Email oder so?)



nun ja in dem falle eher nicht...wenn es nun statt ne 500er nur ne 320er FP gewesen wäre würde ich es mir überlegen, aber in dem falle? klar ist es ärgerlich, aber er will was von mir. "neu mit gebrauchtspuren" sie wurde nur einmal kurz aus der packung geholt (und getestet), was erwarten die? das man die rausholt, einmal streichelt udn weiterverkaufen will? die wurde kurz getestet (speed zb) und dann eingepackt...so wie ich das lese, wenn es stimmt mit den paar word dateien(und nicht die ganze platte zugemüllt), dann machen die paar kb nicht mal was aus vom gesamtvolumen wodurch das "neu" ja sogar noch stimmt. wie gesagt ich mag ja falsch liegen, streite ich gar nicht ab, aber da wird ein wind gemacht wegen nichts und wieder nichts!!!

mag ja sein das es andere pingeliger sehen, aber so sehe ich das.

und du sagst dann hättest du schonmal dein geld wieder, ja mag sein, aber ich hätte keine platte. was ist denn wenn du mich bescheissen willst und ich dennoch keine platte bekomme? oder eine die inzwischen(2-3 monate) schon einen schaden hat? oder schon zigmal bespielt wurde?

ist halt "dumm" gelaufen, aber ich bezweifel das man den kaufpreis der platte bezahlt hat, sondern da schon ein "rabatt" drin war, von daher, ende gut alles gut

schick denen einfach nen Link zu dem Thread hier. Die werden dann schon merken, dass der Anwalt nichts bringt,

Schreib ein Einschreiben an den Verkäufer, dass Du ihm vorschlägst das Geld vorab zu überweisen (inkl. Portokosten von 7,50€ für versicherten Versand und Verpackung, da es ja dein Fehler war).
Dann setzt Du ihm eine Frist von 10 Tagen dieses Angebot anzunehmen und er sich damit verpflichtet die Festplatte innerhalb weiterer 10 Tage nach Ankunft deiner Rückerstattung zurückzusenden.

Dann schreibst Du, dass dies bereits dein zweites Angebot zur Rückabwicklung ist und Dir dein Versehen leid tut. Kein Wort über den Anwalt verlieren, dann soll er mal überlegen, ob er trotz deines fairen Angebots (Schließlich ist die Sache schon 2-3 Monate her) zum Anwalt geht.

Hätte ich die gebrauchte Festplatte gekauft, die aber als neuwertig beworben wurde, hätte ich den Verkäufer auch kaputt gemacht. Bestätigt aber meine Meinung zu eBay immer mehr. Für Privatverkäufer komplett uninteressant!

Eskalierer

Hätte ich die gebrauchte Festplatte gekauft, die aber als neuwertig beworben wurde, hätte ich den Verkäufer auch kaputt gemacht. Bestätigt aber meine Meinung zu eBay immer mehr. Für Privatverkäufer komplett uninteressant!



Na, ich hätte auch mein geld zurückverlangt (Portokosten natürlich zulasten verkäufer) und dennoch im nachhinein neutral (bei Einsicht & Entschudligung) oder negativ (Streß) bewertet.

Aber ich hätte NICHT:
- Angebot zur Rückabwicklung abgelehnt (wobei wir immer noch nicht wissen, ob dieses fair war, inkl. zuerst Geld inkl. Porto)
- positiv bewertet
- monatelang nichts gemacht
- plötzlich einen Anwalt eingeschaltet, sondern erstmal damit gedroht.

Franky

Aber ich hätte NICHT:- Angebot zur Rückabwicklung abgelehnt (wobei wir immer noch nicht wissen, ob dieses fair war, inkl. zuerst Geld inkl. Porto)- positiv bewertet- monatelang nichts gemacht- plötzlich einen Anwalt eingeschaltet, sondern erstmal damit gedroht.



Das stimmt. Ich habe es aber auch satt, sich mit Verkäufern rum zu schlagen, die schlampig mit ihren Waren umgehen. Das was hier mit der Festplatte beschrieben wurde ist ein Paradebeispiel für Dummheit. Und zwar von beiden Seiten.

Franky

Aber ich hätte NICHT:- Angebot zur Rückabwicklung abgelehnt (wobei wir immer noch nicht wissen, ob dieses fair war, inkl. zuerst Geld inkl. Porto)- positiv bewertet- monatelang nichts gemacht- plötzlich einen Anwalt eingeschaltet, sondern erstmal damit gedroht.



Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Ich wäre auch sauer und hätte einen Rabatt verlangt oder einen seeehr freundlichen, schnellen, kostenfreien Rückversand, wenn ich Neuware kaufe und die dann benutzt wurde. Wie oft ist mir dabei egal. Ehrlich sein hilft...oder zumindest der in 99,99% der Fälle gelogene Satz, man habe "nur die Funktion getestet".

Oder falls man etwas defektes verkaufen will:

"Kann es im Moment leider nicht testen, hat aber bis zum Schluss funktioniert. Muss es aber trotzdem als defekt verkaufen"

"Für Bastler sicherlich einfach zu reparieren"

Eskalierer

Hätte ich die gebrauchte Festplatte gekauft, die aber als neuwertig beworben wurde, hätte ich den Verkäufer auch kaputt gemacht. Bestätigt aber meine Meinung zu eBay immer mehr. Für Privatverkäufer komplett uninteressant!



war doch neuwertig. Duden.de
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GelöschterUser57388

Doofe Situation, falls du doch eine Antwort schreibst, würde ich an deiner Stelle nicht den Anwalt anschreiben, sondern die Käufer, da du ja den Anwalt nicht "anerkennst".

rednex

Besteht denn ein Nachweis darüber, dass der Käufer die Rückabwicklung abgelehnt hat? (Email oder so?)







Unerwartet kam nun Post vom Rechtsanwalt des Käufers bei der Verkäuferin an. Es handele sich um einen Betrug. Die Verkäufer hätte wissentlich betrogen. Es sollten Gerichtskosten übernommen werden und außerdem das Geld zurückgezahlt werden. Erst dann solle auch die Festplatte zurückgesendet werden.

So wie ich grade erfahren habe, war in dem Brief des Rechtsanwalts wohl nicht von Betrug die Rede. Es wurde gefordert, dass die Verkäuferin den Verkaufsbetrag zurückerstatten sollte, samt allen Portokosten und die Kosten des Rechtsanwaltes (wohl etwa um die 45 Euro). Erst dann würde der Käufer die Festplatte zurückschicken.

Sind die Verkäufer Händler? Denn du schreibst ja was von Händler-bewertung.

Wenn Händler, dann hat der Käufer Recht!

"3. Vorschussanspruch für Rücksendekosten und gezahlten Kaufpreis Die herrschende Meinung geht auch davon aus, dass der Käufer die Kosten für die Rücksendung als Vorschuss verlangen kann (vgl. z. B. OLG Hamburg, Beschluss vom 12.09.2007, Az.: 5 W 129/07). Ansonsten könnte der Verbraucher davon abgehalten werden, von seinem Widerrufsrecht Gebrauch zu machen. Dies sei mit dem Gesetzeszweck nicht vereinbar. Allerdings gilt auch hier wieder, dass zum Teil abweichende Auffassungen vertreten werden. Gemäß § 357 Abs. 1 S. 1 BGB gelten im Falle des Widerrufs die gesetzlichen Vorschriften zum Rücktritt. Die Rückabwicklung hat daher gemäß § 348 BGB Zug um Zug zu erfolgen. Nach § 357 Abs. 1 S. 2 BGB hat der Verkäufer den Kaufpreis innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Widerrufserklärung zu erstatten. Andernfalls geraten Sie als Verkäufer mit der Rückzahlung des Kaufpreises in Verzug. Dies spricht dafür, dass Sie als Verkäufer im Zweifel auch erst den Kaufpreis zurückerstatten müssen, bevor Sie von der Käuferin die Rücksendung der Ware verlangen können. Gerichtliche Entscheidungen dazu, ob bei der Rückabwicklung zunächst der Verkäufer oder erst der Käufer vorleistungspflichtig ist, sind - soweit ersichtlich -, bislang noch nicht ergangen."


Und darum ging es (ähnlich wie bei dem Paar):
"Wir teilten Ihr daraufhin mit, dass es kein Problem ist, die Ware zurückzusenden. Nach Prüfung der Ware ergeht die Gutschrift zzgl. den tatächlichen Versandkosten für den Rückversand auf Ihr Konto.

Wir hörten von dieser Person lange nichts mehr! An Weihnachten bekamen wir einen Brief Ihres Rechtsanwalt.

Der Rechtsanwalt wiederholte nochmals den Widerruf des Auftrages und fordert nun den gesamten bezahlten Betrag inkl. gezahlte Hin-Versandkosten! Er wolle kein Risiko eingehen, dass seine Mandantin das Geld nicht bekomme! Sollten wir darauf nicht eingehen übergibt er es dem Gericht!

Wir sagten daraufhin wieder, dass die Rücksendung kein Problem wäre und wir das Paket erwarten würden! Nach Prüfung der Ware wird die Gutschrift erstellt und der Kundin das Geld auf das Konto ausbezahlt! So wie das bei den 3500 anderen Rücksendungen auch der Fall war!

Wir machten den Anwalt klar, dass wir definitiv kein Geld vorab an einer Kundin zahlen, ohne die Ware geprüft zu haben. Allein aus logistischen und buchhalterischen Gründen ist dies nicht möglich!
Außerdem ist diese Vorabforderung einer Kundin im Versandwesen doch völlig unüblich! "

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