Verkaufen auf eBay - ein mini-Howto / Tutorial für Noobs und Faule um bessere Verkaufspreise zu erzielen *UPDATE*

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eingestellt am 10. Jul 2015
Update 1

Aktuell habt ihr perfekte Möglichkeiten zu zeigen, wie ihr auf eBay gute Preise erreichen könnt, denn ab heute bis einschließlich zum 19.07 könnt ihr 50 % auf die Verkaufsgebühr sparen – vielen lieben Dank für den Hinweis im Forum Horestes


  • 0 € Angebotsgebühr
  • 50 % Rabatt auf die Verkaufsprovision
  • Maximal 100 Angebote oder so viele Angebote, wie ein zur Teilnahme berechtigter Verkäufer gemäß seinen Verkaufslimits einstellen kann
  • Angebote im Auktionsformat (mit oder ohne Sofort-Kaufen-Option) oder Festpreisformat
  • 1 Artikel pro Angebot (Stückzahl maximal zulässig = 1)
  • Auktionsangebote ohne Zusatzoption Mindestpreis
  • Angebote in allen Kategorien, außer: „Auto & Motorrad: Fahrzeuge“, „Wassermotorräder“, „Motorboote“, „Segelboote“, „Sonstige Boote“, „Flugzeuge“, „Mobilfunkverträge“ und „Immobilien“

Um von der Aktion zu profitieren, müsst ihr Euch einfach auf der Aktionsseite anmelden und dann kanns losgehen.


Ursprünglicher Artikel vom 06.06.2015


Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass viele User von mydealz ihre teils zu extremen Preisen ergatterten Schnäppchen wieder auf eBay verhökern, um zB die Urlaubskasse damit zu füttern; was allerdings immer wieder ins Auge fällt, sind die Artikeldarstellungen


Ein richtiger mydealzer möchte natürlich auch beim Wiederverkauf auf eBay den größtmöglichen Preis erzielen – und hier ist in den meisten Fällen noch viel Potential vorhanden; daher schreibe ich an dieser Stelle für Euch mal ein kleines Howto mit einigen sehr einfachen Tipps, damit es beim nächsten Mal hoffentlich etwas lauter in Eurem Geldbeutel klingelt.
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? Was kann ich für einen Verkaufspreis erwarten und wie viel möchte eBay von mir haben?


Das beste Tool, um erstmal zu schauen, was für einen Verkaufspreis man bei seinem Produkt erwarten kann, ist bidvoy.net. Dort gebt ihr einfach Euer Produkt in die Suche ein und bekommt eine schöne Grafik mit vielen nützlichen Infos zu den Verkaufspreisen der letzten 90 Tage. Das ist ein erster sehr guter Richtwert für Eure Auktion – wenn ihr die Tipps in diesem Tutorial befolgt, dann sollte sich der erzielte Preis jedoch im Normalfall oberhalb des Durchschnittspreises bewegen.


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Die Gebühren bei eBay erhöhen sich leider stetig – dennoch ist in vielen Fällen eine eBay Auktion immer noch attraktiver als eine Kleinanzeige, da auf eBay deutlich bessere Preise erzielt werden.


Als Privatverkäufer kann man monatlich 20 Angebote ohne Angebotsgebühr einstellen, ab dem 21. Angebot würde eine Gebühr von 0,50 € fällig, unabhängig davon, ob Euer Angebot verkauft wird oder nicht.


Die Verkaufsgebühr beträgt einheitlich 10 % des Gesamtverkaufspreises (also inkl. Verpackungs- und Versandkosten) und maximal 199,90 €.


? Fotos, Fotos, Fotos


Es gibt nichts Schlimmeres als ein Angebot ohne Fotos – diesen Fehler solltet ihr wirklich nie machen. Wichtig ist auch, dass ihr die Fotos selbst macht und nicht von anderen klaut. Ihr solltet auch nicht nur ein Foto machen, sondern das Produkt so gut wie möglich aus allen Perspektiven bebildern. Es gibt kein größeres verkaufsförderndes Argument als gute Fotos.


Dass die Bilder scharf sein sollten, versteht sich von selbst. Es gibt allerdings noch mehr Dinge, auf die man achten sollte, da sie sich positiv auf den Endpreis auswirken können.
Rajesh Bagchi und Amar Cheema belegten etwa in einem Versuch, dass Teilnehmer an einer Auktion im Vergleich zu blauen, weißen oder grauen Farbtönen höhere Gebote abgaben, wenn eine Spielkonsole vor einem roten Hintergrund abgelichtet worden war.


Das bedeutet nun aber nicht, dass ihr einfach einen roten Hintergrund Photoshoppen sollt, wichtig ist, dass die Bildgestaltung insgesamt interessant wirkt. Wollt ihr z.B. eine gebrauchte Smartwatch verkaufen, dann knipst sie aus der Nutzerperspektive. Der Mensch hat immer das Bedürfnis, die Sachen anzufassen – ein Bild, auf dem ihr die Smartwatch am Arm tragt, kann beim potentiellen Käufer das Verlangen auslösen, es euch gleichzutun. Es ist also kein Wunder, dass beispielsweise Technikblogs genau solche Produktbilder benutzen, um die Leserschaft anzuziehen. Vergleicht einfach mal diese beiden Bilder. Welche Smartwatch würdet ihr lieber kaufen? – es handelt sich um das gleiche Produkt (und das Rot im Hintergrund im ersten Bild ist sicherlich auch kein Zufall


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? Artikelbeschreibung: Schrott or Not?


Fotos sind wirklich das A und O, bei einer tollen Bebilderung kann man schon mal über eine schlechte Artikelbeschreibung hinwegsehen – aber, wenn wir schon mal dabei sind, dann pfeilen wir natürlich auch gleich noch ein wenig am Fließtext.


Was schon bei den Bildern zieht, das könnt ihr in der Beschreibung gleich fortführen. Beschreibt das Produkt mit instrumentellen Fakten (Materialien, Gewicht, Oberflächenstruktur), genauso machen es auch die Profis. Hier z.B. ein Auszug eines Testberichts von notebookcheck.com zum Samsung Galaxy S6:


“Mit seinem nahezu perfekt verarbeiteten Alu-Chassis und der mit kratzfestem Corning-Gorilla-4-Glas beschichteten Display-Oberfläche macht der 5.1-Zoll-Bolide optisch wie haptisch dementsprechend einen hervorragenden Eindruck.”


Selbstverständlich sollt ihr aber keine Produktwerbung schreiben. Überlegt einfach mal kurz, was Euch an dem, das ihr versteigert, gefallen hat und versucht es in Worte zu fassen. Hier spielen Adjektive eine ganz wichtige Rolle – fühlte sich das Smartphone von der Verarbeitung her z.B. “wertig” an, lag es “griffig” in der Hand, war es “leicht”? War der Pullover, den ihr versteigert, “flauschig weich”? Mit solch beschreibenden Adjektiven weckt ihr Emotionen – übertreibt es aber nicht, bleibt ganz ehrlich bei dem, was ihr wirklich über das Produkt denkt und redet es euch nicht schön.


Achtet penibel so gut ihr es könnt auf die Rechtschreibung. Fühlt ihr Euch unsicher beim Schreiben, dann lasst Euch von einem Freund helfen. Gerade bei hochpreisigen Artikeln macht es durchaus Sinn, sich Hilfe ins Boot zu holen, denn ein fehlerfreier Text wirkt einfach immer seriöser und schafft Vertrauen.


Wenn ihr möchtet, dass Euer mühsam erarbeiteter Text auch gelesen wird, dann strukturiert ihn durch Überschriften, Absätze und Auflistungen. Mit Formatierungen gebt ihr Euch aber am besten nicht zu viel Mühe – denn da kann man viel mehr falsch als richtig machen. Verschiedene Schriftarten, Textfarben und Schriftgrößen lassen ein Angebot nicht nur unübersichtlich, sondern auch unseriös wirken.


Fasst Euch insgesamt kurz. Niemand möchte eine ellenlange Produktbeschreibung lesen. Dieser gute Herr hier macht beispielsweise eigentlich alles richtig, nur leider verwechselt er die eBay-Beschreibung mit seinem Tagebuch – viel Spaß beim Lesen, wir sehen uns nächste Woche.


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? PayPal – muss ich das anbieten?


Ja, müsst ihr! – zumindest wenn ihr den bestmöglichen Preis erzielen wollt. Wenn ihr auf eBay richtig verkaufen wollt, dann braucht ihr einfach einen PayPal-Account, da führt kein Weg dran vorbei. Eine Auktion ohne Möglichkeit der Bezahlung via PayPal wirkt immer gleich etwas unseriös. Die Gebühren für Euch als Verkäufer betragen 1,9 % des Verkaufspreis zzgl. 0,35 € (unabhängig vom Verkaufspreis). Das zahlt sich in den meisten Fällen jedoch aus, Auktionen mit der Möglichkeit per PayPal zu bezahlen enden durchschnittlich mit höheren Geboten.


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? Auktionsende – 13 Uhr am Montag oder doch lieber um 20 Uhr sonntagabends?


Hier streiten sich die Geister – an welchem Wochentag sich wohl die höchsten Erlöse erzielen lassen. Es ist wohl schlussendlich egal, ob es ein Montag oder ein Sonntag wird, viel wichtiger ist die Uhrzeit. Zwischen 0 Uhr und 10 Uhr sind die wenigsten User auf eBay, vermeidet diese Uhrzeit als Auktionsende, auch wenn ihr selbst eine Nachteule seid. Ebenso ist wochentags um die Mittagszeit herum viel weniger los auf eBay. Im Allgemeinen gilt: 16-20 Uhr ist optimal, da sind die meisten Leute online.


Wenn ihr den Auktionsbeginn zeitlich nicht so legen könnt, dass ihr in der Rushhour startet, dann zahlt lieber die Mini-Gebühr, als ein Auktionsende zu einer schlechten Zeit hinzunehmen. Die Festlegung einer Startzeit kostet 0,20 €.


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? Ich bin Privatverkäufer – was soll ich nochmal wegen dieses neuen EU-Gesetzes schreiben?


Ein modernes Märchen aus unserer Zeit hält sich hartnäckig – ein echter Klassiker auf eBay: “nach neuem EU-Recht darf keine Garantie übernommen werden” – wer hat es nicht schon mal gelesen? Aber welches EU-Recht ist es denn das eigentlich, das mich verpflichtet, so etwas anzugeben? – gar keins, ein solches EU-Gesetz existiert nicht.


Eine Garantie müsst ihr als Privatverkäufer ohnehin nicht übernehmen, das ist im Normalfall eine freiwillige Leistung eines Herstellers. Um was es hier geht, ist der Ausschluss einer Gewährleistung, nicht Garantie.

Das Recht auf Gewährleistung ist nicht nur bei Neuware gegeben, sondern ebenso bei Gebrauchtware. Händler können sich grundsätzlich nicht von diesem Recht freisprechen, Privatpersonen jedoch schon. So gut wie jeder Privatverkäufer möchte die gesetzliche Gewährleistungspflicht (Sachmängelhaftung) ausschließen, ganz offensichtlich macht die juristische Formulierung dazu den meisten Leute aber Probleme. Ein juristisch wasserdichter Satz, der Euch nachts ruhig schlafen lassen kann und den ihr gern in jede Eurer Privatauktionen kopieren könnt, lautet:


Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft.


Allerdings ist das nicht als Freibrief zu verstehen – wenn ihr offenkundige Mängel an Eurer Ware verschweigt, kann Euch arglistige Täuschung vorgeworfen werden – daher beschreibt Eure Angebote stets ehrlich und verschweigt keine Kratzer, auch wenn es naturgemäß schwer fällt, sein Angebot kritisch zu betrachten.


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? Bilder, Bilder, noch mehr Bilder


Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass Bilder das wichtigste Mittel in Eurer Auktion sind? Ja, ich glaube, das hatte ich bereits. Wenn ihr nun schon eine prall gefüllte Galerieansicht habt, dann kann es überhaupt nichts schaden, wenn die Bilder in der Artikelbeschreibung nochmals auftauchen – doppelt gemoppelt hält besser.

Aber wie bekommt man Bilder in die Beschreibung? Das ist ebenfalls ziemlich einfach und bedarf keiner speziellen Verkaufssoftware – ladet sie auf einen Bildhoster hoch, abload.de bietet sich da z.B. sehr gut an. Allerdings müssen die Bilder Eurer 20 Megapixel Kamera stark verkleinert werden, sonst könnte man sich später jeden Pixel einzeln betrachten. Beim Hochladen auf abload.de habt ihr direkt die Möglichkeit, die Bilder zu verkleinern. Wählt 600 Pixel für die lange Seite, das ist eine gute Bildgröße für die Artikelbeschreibung.


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Wenn ihr dort ein Bild hochgeladen habt, bekommt ihr direkt mehrere Möglicheiten den Link zum Bild zu verwenden. Kopiert den letzten Punkt “Direktlink für HTML” und geht wieder in Eure eBay Artikelbeschreibung. Dort wechselt ihr in den HTML-Editor und fügt das Bild ganz einfach an die Stelle ein, an der es später stehen soll. Wechselt ihr jetzt wieder zum Standard-Editor bzw. in die Vorschau, solltet ihr das Bild sehen.


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? Startpreis – 1 € Auktion oder gleich bei einer interessanten Summe anfangen?


Es ist natürlich verlockend, gleich eine hohe Anfangssumme für sein Angebot zu setzen und so würde man auch der Gefahr entgehen, dass jemand Euer Produkt für einen Appel und ein Ei ersteigern kann. Allerdings passiert das nicht – eBay funktioniert längst so gut, dass niemand die Befüchtung haben muss, dass sein neues iPhone für Hundert Euro weggeht, weil nicht genug Leute bieten.

Je niedriger der Startpreis, desto interessanter ist ein Artikel und lockt mehr Leute an – fangt also immer mit der 1 € Auktion an. Der Bieter investiert Zeit und Energie, um sich das potentielle Schnäppchen anzuschauen, das erhöht die Bindung zum Produkt und man ist eher bereit, ein Angebot abzugeben.


? Versandkosten – kostenlos oder lieber doch nicht?


Die Frage könnt ihr Euch selbst ganz leicht beantworten – kauft ihr lieber dort ein, wo es keine Versandkostenpauschale gibt? Ja, selbstverständlich. Das Verhalten lässt sich psychologisch mit dem “Zero-Price-Effect” begründen. Durch das Weglassen der Versandgebühren sieht der Bieter nur einen Verlust – den Kaufpreis.

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