Verkaufen bei amazon - Wer kennt sich aus im Gebührendschungel?

Hallo,

ich möchte etwas bei amazon verkaufen (privat). Im letzten Schritt wird mir eine Übersicht mit allen anfallenden Gebühren im Verkaufsfall angezeigt (siehe Screenshot 1. Kommentar).

Sind das tatsächlich alle möglichen Gebühren, die auf mich zukommen würden? Hat jemand Erfahrungen mit dem Verkauf bei amazon?

Ich bin skeptisch aufgrund eines Artikels auf chip.de ( praxistipps.chip.de/art…533 ). Dort heißt es, dass zusätzlich 15% Umsatzsteuer auf den Verkaufspreis anfallen (was den Verkauf in meinem Falle unrentabel machen würde). In meiner Übersicht wird lediglich die Verkaufsgebühr besteuert.

Weiß jemand Rat?

Vielen Dank.

33 Kommentare

Verfasser

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Kann dir raten beim Amazon Kundenservice anzurufen.

Nach meinen Erfahrungen ist das richtig so. Versnad musst du dann natürlich von den 310€ noch zahlen.
Würde es parallel auch bei Ebay als Sofortkauf einstellen. Da kriegt man oft auch ordentlich Beträge.

Verfasser

JNK

Nach meinen Erfahrungen ist das richtig so. Versnad musst du dann natürlich von den 310€ noch zahlen. Würde es parallel auch bei Ebay als Sofortkauf einstellen. Da kriegt man oft auch ordentlich Beträge.



Versand ist klar. Verstehe zwar nicht, warum amazon dem Käufer 20 € für den Versand berechnet (darauf habe ich als Verkäufer ja keinen Einfluss), aber okay.

Habe zusätzlich bei ebay, ebay Kleinanzeigen, quoka und mydealz Kleinanzeigen inseriert. Bisher kein Feedback trotz Toppreis (über Kleinanzeigen sogar nur 300 Euro).

Die Gebühren für den Versand kannst du meines Wissens selber einstellen.

In dem verlinkten Artikel steht doch gar nicht, dass 15% auf den Verkaufspreis aufgeschlagen werden (ist aber auch unglücklich formuliert) oO
Die 15% Luxemburgische MwSt wird nur auf die Gebühren aufgeschlagen und ist, wie du richtig erkannt hast, in deinem Screenshot unter dem Punkt VAT aufgelistet.

Also wie viel Gebühren Amazon nimmt steht ziemlich genau im Listing. Letzendlich sind das je nach Typ so 5-20%. Sie geben dir noch einen Verstandkostenzuschuss.

Der Preis ist afaik immer Brutto - wenn du natürlich so viel verkaufst, dass nachher das Finanzamt kommt, dann wirst du die 19% nachträglich ans Finanzamt überweisen müssen. Dann lieber gleich richtig melden. Neu und OVP ist für die schon mal nen klarer Fall von Gewinnabsicht, wieso hättest du dir das Teil denn sonst gekauft?

Richtig ist, das die Rechnung, die Amazon dir erstellt für die Vermittlung immer die 19% enthält... Amazon ist ja kein Privatverkäufer.

fiorena

Der Preis ist afaik immer Brutto - wenn du natürlich so viel verkaufst, dass nachher das Finanzamt kommt, dann wirst du die 19% nachträglich ans Finanzamt überweisen müssen. Dann lieber gleich richtig melden. Neu und OVP ist für die schon mal nen klarer Fall von Gewinnabsicht, wieso hättest du dir das Teil denn sonst gekauft?



geschenk?

Verfasser

fiorena

Also wie viel Gebühren Amazon nimmt steht ziemlich genau im Listing. Letzendlich sind das je nach Typ so 5-20%.



hier: 7% + 0,99 € pauschale Angebotsgebühr

fiorena

Sie geben dir noch einen Verstandkostenzuschuss.



welcher mit 20 € ziemlich hoch ausfällt, was mich verwundert

fiorena

Der Preis ist afaik immer Brutto - wenn du natürlich so viel verkaufst, dass nachher das Finanzamt kommt, dann wirst du die 19% nachträglich ans Finanzamt überweisen müssen. Dann lieber gleich richtig melden. Neu und OVP ist für die schon mal nen klarer Fall von Gewinnabsicht, wieso hättest du dir das Teil denn sonst gekauft?



In meinem Fall handelt es sich um einen einzigen Artikel, der nur einmal zum Verkauf angeboten wird. Da kommt auch nichts nach oder so. Von daher ist es völlig unerheblich, ob sich das Teil in einem gebrauchten oder neuen Zustand befindet. Wüsste nicht, wie man hier gewerbsmäßige Absichten hineininterpretieren sollte.

fiorena

Richtig ist, das die Rechnung, die Amazon dir erstellt für die Vermittlung immer die 19% enthält... Amazon ist ja kein Privatverkäufer.



15%, da Luxemburg

fiorena

Der Preis ist afaik immer Brutto - wenn du natürlich so viel verkaufst, dass nachher das Finanzamt kommt, dann wirst du die 19% nachträglich ans Finanzamt überweisen müssen. Dann lieber gleich richtig melden. Neu und OVP ist für die schon mal nen klarer Fall von Gewinnabsicht, wieso hättest du dir das Teil denn sonst gekauft?


Klar, wenn es bei einem Artikel im Jahr bleibt. Aber irgendwann wird der Beamte vom Finanzamt schon mißtrauisch werden, wenn du da im Jahr mehrere "Geschenke" ungeöffnet vertickst. Letztendlich entpspricht es doch eher nicht der Lebensrealität, das dir jemand einen Lautsprecher für 300 Euro schenkt und du den dann ungebraucht weiterverkaufst.

Also ich kenn niemanden, der so etwas teures geschenkt bekommt und weiter verkauft. Und wenn es diese Person weiterverkaufen würde, dann wäre das mit ziemlichen sozialen Problemenen verbunden, oder wärest du nicht sauer, wenn du deinem Bruder nen neuen Lautsprecher schenkst, den er sich gewünscht hat und er verkauft den ungeöffnet auf Ebay?

JNK

Nach meinen Erfahrungen ist das richtig so. Versnad musst du dann natürlich von den 310€ noch zahlen. Würde es parallel auch bei Ebay als Sofortkauf einstellen. Da kriegt man oft auch ordentlich Beträge.




2.6 Vermeidet es der Fairness halber den angebotenen Artikel auch auf anderen Handelsseiten anzubieten. Nicht jeder User hat Zugriff auf alle Plattformen.

mmmydealer

welcher mit 20 € ziemlich hoch ausfällt, was mich verwundert



Du kannst mein ich die Gebühren selber einstellen. Amazon behält einen Teil davon auch ein, du bekommst die Versandgebühren nicht 1:1 raus.

mmmydealer

In meinem Fall handelt es sich um einen einzigen Artikel, der nur einmal zum Verkauf angeboten wird. Da kommt auch nichts nach oder so. Von daher ist es völlig unerheblich, ob sich das Teil in einem gebrauchten oder neuen Zustand befindet. Wüsste nicht, wie man hier gewerbsmäßige Absichten hineininterpretieren sollte.


Wie gesagt, die Frage ist, wie kommst du an einen neuen Artikel. Schon mit Gewinnabsicht gekauft? Neuware verkaufen ist typisch für Gewerbliche Händler. Bei Neuware kannst du afaik auch nicht die Gewährleistung ausschliessen. Ich würd das Teil als Neuwertig verkaufen um hier 100% auf der sicheren Seite zu sein. Grad wenn es nur einmal ist. Was machst du, wenn das Teil den Geist aufgibt und der Käufer es dir dann wieder zurück schickt?

fiorena

Der Preis ist afaik immer Brutto - wenn du natürlich so viel verkaufst, dass nachher das Finanzamt kommt, dann wirst du die 19% nachträglich ans Finanzamt überweisen müssen. Dann lieber gleich richtig melden. Neu und OVP ist für die schon mal nen klarer Fall von Gewinnabsicht, wieso hättest du dir das Teil denn sonst gekauft?




Manche kriegen ein 20k Fernseher geschenkt, die die Leute nicht brauchen. Es gibt nun mal auch Lebensverhältnisse im gehobenen Stil. Und 300€ als Geschenk für Nahstehende ist selbst in der unteren Mittelschicht nichts außergewöhnliches.

Klar, vertickt er 10 Dinger davon, könnte das auffallen^^

Verfasser

fiorena

Der Preis ist afaik immer Brutto - wenn du natürlich so viel verkaufst, dass nachher das Finanzamt kommt, dann wirst du die 19% nachträglich ans Finanzamt überweisen müssen. Dann lieber gleich richtig melden. Neu und OVP ist für die schon mal nen klarer Fall von Gewinnabsicht, wieso hättest du dir das Teil denn sonst gekauft?



Seite 3, vorletzter Kommentar: hukd.mydealz.de/dea…e=3

und hier: hukd.mydealz.de/kle…269

Mir mußt du das nicht erzählen, bloß dem Finanzamt wenn es irgendwer prüfen sollte ;).

Ich würd halt garnicht erst das Risiko eingehen, so zu tun, als wenn ich das Gewerblich mache.

polyphamos

Manche kriegen ein 20k Fernseher geschenkt, die die Leute nicht brauchen. Es gibt nun mal auch Lebensverhältnisse im gehobenen Stil. Und 300€ als Geschenk für Nahstehende ist selbst in der unteren Mittelschicht nichts außergewöhnliches. Klar, vertickt er 10 Dinger davon, könnte das auffallen^^^



Aber es ist extrem ungewöhnlich, so ein Geschenk *nicht* aufzumachen und es wenigstens eine Zeitlang zu nutzen. Das hab ich doch geschrieben!

Aber hier gehts eh nicht um ein Geschenk, sondern um eine Ersatzlieferung.

Ich persönlich kann Amazon sehr empfehlen, ist unkompliziert und hat bis jetzt immer super geklappt!

hier stand müll

polyphamos

Manche kriegen ein 20k Fernseher geschenkt, die die Leute nicht brauchen. Es gibt nun mal auch Lebensverhältnisse im gehobenen Stil. Und 300€ als Geschenk für Nahstehende ist selbst in der unteren Mittelschicht nichts außergewöhnliches. Klar, vertickt er 10 Dinger davon, könnte das auffallen^^^



wenn der Geschenkte es doppelt hat, warum sollte er beides nutzen? Vorallem, warum sollte er die Verpackung öffnen, wenn er es nicht braucht o.ä.?
Besonders nach Weihnachten/Ostern steigt die Zahl der OVP Ware von Privatleuten auf eBay

mmmydealer

und hier

Das mit der Gewährleistung hattest du gelesen?

Aus Interesse: Was genau darf man sich unter einer Kulanzlieferung von Otto vorstellen bzw. wie kam es dazu?

polyphamos

wenn der Geschenkte es doppelt hat, warum sollte er beides nutzen? Vorallem, warum sollte er die Verpackung öffnen, wenn er es nicht braucht o.ä.? Besonders nach Weihnachten/Ostern steigt die Zahl der OVP Ware von Privatleuten auf eBay


OVP ist nicht neu :P. Aber auf Ebay ist eh hopfen und malz verloren, 90% der Privatverkäufer schließt nichtmal die Gewährleistung aus, da kann man ordentlich was holen :).

AS1987

Aus Interesse: Was genau darf man sich unter einer Kulanzlieferung von Otto vorstellen bzw. wie kam es dazu?


Steht in einem der verlinkten Posts, war irgend ein Deal.

Verfasser

mmmydealer

und hier



Was genau meinst du? Ich verkaufe grundsätzlich "von Privat". Dieser rechtliche Hinweis findet sich in allen von mir eingestellten Auktionen, Inseraten, Angeboten.

Verfasser

AS1987

Aus Interesse: Was genau darf man sich unter einer Kulanzlieferung von Otto vorstellen bzw. wie kam es dazu?



Eine Ersatzlieferung für einen ursprünglich bestellten Artikel, der aufgrund einer durch den Kundenservice falsch kommunizierten Info storniert wurde. Aus Kulanz wurde mir ein höherpreisiger Artikel zum gleichen Preis geliefert:

Siehe Seite 3, vorletzter Kommentar: hukd.mydealz.de/dea…e=3

mmmydealer

und hier


Das Privatverkäufer auch Gewährleistung leisten müssen ist dir dann ja sicherlich bekannt, will sagen, es ist total egal ob du da "Privatverkauf" dran schreibst für die Gewährleistung.

Du musst die Gewährleistung expliziert auschließen.

Und wie gesagt, bei Neuware geht das mein ich gar nicht, selbst wenn man es auschließt ist der Passus dann ungültig.

Bin da aber mehr so aufs deutsche Recht eingeschossen, sollte aber eigentlich überall in Europa gleich sein.

Ob du Privatverkäufer bist oder nicht sollte der Käufer übrigens schon an deinem Firmenauftritt bzw. an dessem fehlen erkennen (ergo, es ist total überflüssig, sachen wie "Privatverkauf" oder "kein Rückgaberecht" dazu zu schreiben).

polyphamos

wenn der Geschenkte es doppelt hat, warum sollte er beides nutzen? Vorallem, warum sollte er die Verpackung öffnen, wenn er es nicht braucht o.ä.? Besonders nach Weihnachten/Ostern steigt die Zahl der OVP Ware von Privatleuten auf eBay



OVP = originalverpackt = mit Folie
Ich schrieb nciht "mit OVP"

Ist es dem Finanzamt nicht erstmal ziemlich egal was er da verkauft?
Selbst wenn er gewinnorientiert verkauft bleibt er doch locker unter 8000€ Jahresgewinn (wenn er nicht arbeitet) bzw. 410€ Gewinn im Monat (wenn er es nebenbei macht)...
Deshalb interessiert es doch erstmal quasi niemanden...

soeren796

Ist es dem Finanzamt nicht erstmal ziemlich egal was er da verkauft? Selbst wenn er gewinnorientiert verkauft bleibt er doch locker unter 8000€ Jahresgewinn (wenn er nicht arbeitet) bzw. 410€ Gewinn im Monat (wenn er es nebenbei macht)... Deshalb interessiert es doch erstmal quasi niemanden...


Also die Logik hier ist ja mal total interessant. Du meinst also, dass du selbständig bis 410*12 Euro im Jahr nebenbei arbeiten kannst, ohne dass du irgendwas irgendwo anmelden oder versteuern musst, selbst wenn du im Hauptjob als Bankmanager 10 Millionen verdienst?

Da würd ich gern mal die gesetzliche Grundlage sehen, selbst wenn du von einer anderen Firma einen Kugelschreiber geschenkt bekommst mußt du den anmelden und versteuern!


Klar, ob da jemals wer drauf kommt ist die Frage (wohl eher nicht), aber wenn wir alle nur so dahinmauscheln und den Staat bescheissen endet das nachher wie in Griechenland :p.

Und wenn man nicht arbeitet kann man bis zu 8000 Euro "nebenbei" verdienen, lol. Wovon lebst du denn? Geschenken der Familie / Partnerin? Arbeitslosengeld? Hartz 4? Die mußt du auch versteuern bzw. die steigern die Bemessungsgrenze.

Also mit so viel gefährlichem Halbwissen würd ich vorsichtig sein, wenn du da in der Richtung was machst oder vorhast :).

polyphamos

wenn der Geschenkte es doppelt hat, warum sollte er beides nutzen? Vorallem, warum sollte er die Verpackung öffnen, wenn er es nicht braucht o.ä.? Besonders nach Weihnachten/Ostern steigt die Zahl der OVP Ware von Privatleuten auf eBay


Bring mal ein paar Beispiele. In der Regel sind das doch alles gewerbliche Händler. Wenn da wirklich einer Privat ist, ist das immer nen sauguter deal. Du kriegst das Teil zu nem guten kurs UND hast auch noch die volle Gewährleistung vom Privatmann, wenn was passiert.

Viel Spaß sobald der Käufer den Artikel auf Grund der Amazon a-z Garantie gebraucht zurück schickt.

soeren796

Ist es dem Finanzamt nicht erstmal ziemlich egal was er da verkauft? Selbst wenn er gewinnorientiert verkauft bleibt er doch locker unter 8000€ Jahresgewinn (wenn er nicht arbeitet) bzw. 410€ Gewinn im Monat (wenn er es nebenbei macht)... Deshalb interessiert es doch erstmal quasi niemanden...



Es mag mein Halbwissen sein, ich bin Student und habe mit Arbeit noch nicht so viel am Hut
Ich habe mich eigentlich nur auf diesen Bericht hier bezogen:

test.de/Eba…-0/

Und wo ist jetzt mein Denkfehler?

Sehr interessanter Link :).

Der Denkfehler ist, dass es sehr wohl auch unter den genannten Grenzen illegal sein kann - und es kann immer passieren, dass dich ein Neider an die Obrigkeit meldet.

Letzendlich wurde das Bankengeheimnis jetzt wohl auch international abgeschafft - ich würd einfach keine Neuware anbieten aus den genannten Gründen, wenn ich kein Gewerbe habe. Punkt :).

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