Versicherungsexperten gefragt - Lebensversicherung

Hi Leute,

Im Jahre 1999 anno domini habe ich eine Fondgebundene Lebensversicherung auf den Fond Axa Chance Invest DE0009789453 abgeschlossen. (mit Dynamik und Berufsunfähigkeitsschutz)

Vor etwa 4 Wochen war ein Bericht im Focus zum Thema Lebensversicherungen. In diesem war zu lesen, dass man seinen Versicherer anschreiben soll und die Zahlen der eingezahlten Beiträge und den aktuellen Rückkaufswert erfragen soll.

Das habe ich auch gemacht. Heute kam die Antwort von AXA.

Zitat: "Eine Aufzählung über die eingezahlten Beiträge können wir Ihnen leider nicht liefern. Nutzen Sie hier bitte Ihre Bankbelege." Bitte??? Die können mir nicht sagen was ich eingezahlt habe?

Na gut - habe meine Ordner gewälzt, die Zahlen in Excel eingetragen. Summe 12.882 Euro

Ich war ziemlich geschockt - der Rückkaufwert beträt schlappe 6.740 Euro - Eine Wertentwicklung von -47,68 % Respekt

Am Kurs des Fonds kanns nicht liegen - der notiert nahe seines Hochs.

Was ist Euere Meinung dazu? Verkaufen? Beitragsfrei stellen?

24 Kommentare

Der Rückkaufwert ist doch immer niedriger, oder? Das hat nicht (nur) mit der Wertentwicklung zu tun. Du hast ja einen Laufzeitvertrag abgeschlossen, oder?

Das kann man so nicht genau sagen. Der niedrige Rückkaufswert kann an der Berufsunfähigkeitsversicherung liegen. Wenn Sie z.B. 50€ pro Monat kostet, kommst du schon in den Bereich der 12.882€.

Ich würde zu einer AXA Filiale gehen und die sollen dir mal den Rückkaufswert erklären.


holunder

Das kann man so nicht genau sagen. Der niedrige Rückkaufswert kann an der Berufsunfähigkeitsversicherung liegen. Wenn Sie z.B. 50€ pro Monat kostet, kommst du schon in den Bereich der 12.882€.Ich würde zu einer AXA Filiale gehen und die sollen dir mal den Rückkaufswert erklären.



Die BU liegt im Monat bei 30,61 Euro - allerdings wurde die erst 2003 in den Vertrag aufgenommen...

muell1

Der Rückkaufwert ist doch immer niedriger, oder? Das hat nicht (nur) mit der Wertentwicklung zu tun. Du hast ja einen Laufzeitvertrag abgeschlossen, oder?



Ja - ist ein Laufzeitvertrag.

Meines Wissens ist der Rückkaufwert die Summe der Beiträge ohne etwaige Überschussbeteiligungen o.Ä., oder?

Hmm, mein verständnis war, dass du nicht alles raus bekommst wenn du vorher aussteigst. Aber vielleicht hängt das auch an der Versicherung? Ich hab kein Plan, experten vor!

Sei froh, dass du ne BU reinnehmen konntest, war bei mir nachträglich nicht möglich...

Vielleicht noch zur Ergänzung: Ich brauche das Geld momentan nicht - ich will nur eine sinnvolle und renditebringende Geldanlage fürs Alter. Wenn ich das richtig sehe habe ich bis jetzt nur die Mitarbeiter von AXA gesponsert oO .

Bei dem Rückkaufswert landest Du relativ schnell. Die BU auf die 10 Jahre macht ja schon mal 3.600€. Bleiben noch 9.200€.
Bleibt eine Differenz von 2.500€ zum Rückkaufswert. Das werden die Kosten für den Vertrag sein. Die Höhe ist bei einem lange laufenden Vertrag völlig normal. Dazu kommt natürlich, dass sich der Fonds mit rund 50€ pro Anteil aktuell bei einem Mittelwert befindet. Seit 1999 hat er von 30€ bis 70€ alles durch.
Es ist immer sinnvoll, eine BU nicht an eine Renten- oder Lebensversicherung zu koppeln. Die gehört einfach separat.
Du kannst natürlich jetzt überlegen zu reagieren. Wenn, dann vorher abklären, was eine neue BU in Deiner nötigen Höhe kostet. Ist das ok, den laufenden Vertrag beitragsfrei stellen, nicht kündigen. Sonst realisierst Du ja den Verlust. Lieber warten, bis der Kurs mal noch besser ist. Hast ja Zeit
Über eine Alternative kannst Du Dich dann nochmal informieren bzw. informieren lassen. Eine betriebliche Altersvorsorge z.B. Da sparst Du Dir die Steuer und Sozialversicherung. Teilweise wird das zusätzlich vom Arbeitgeber gesponsort. Dagegen musst Du dann bei Auszahlung Steuer zahlen. Lohnt aber aus heutiger Sicht trotzdem, da das zu versteuernde Einkommen und damit der Steuersatz im Rentenalter deutlich niedriger als während der Erwerbszeit ist.
Such Dir einen vernünftigen Berater vor Ort, der Dir alles genau erklärt. Dann kannst Du für Dich entscheiden, was sinnvoll ist und was nicht.

Kapitallebensversicherungen sind als Geldanlange nicht (mehr) geeignet.
vzhh.de/ver…spx

Schnapper76



Eine Ergänzung:

Zeit und Geld für einen Honorarberater nehmen. Es gibt viele, die sich auf Anlagen und Versicherungen spezialisiert haben. Dazu einen weiten Bogen um "Berater" von MLP &Co machen.

Wieso soll die BU nicht mit der LV kombiniert werden? Der vorteil ist doch, dass im Falle einer BU die kosten für die LV übernommen werden. Wenn sie getrennt sind muss ich weiterhin Geld für die LV aufbringen.

muell1

Wieso soll die BU nicht mit der LV kombiniert werden? Der vorteil ist doch, dass im Falle einer BU die kosten für die LV übernommen werden. Wenn sie getrennt sind muss ich weiterhin Geld für die LV aufbringen.



Wenn Du die LV beitragsfrei stellst, kündigst oder was auch immer, ist die BU auch weg. Entweder machst Du dafür in die LV eine Beitragsbefreiung bei BU oder Du erhöhst die BU-Rente um den Beitrag für die LV. Dann ist alles gut.

Es ist doch schon höchst peinlich wenn die Versicherung Dir die eingezahlten Beträge nicht nennen kann ! Normalerweise bekommst Du doch auch jährlich einen Kontoauszug bzw. eine Wertentwicklung mit den eingezahlten Beträgen zugesandt ?!
An allererster Stelle würde ich mich mit der Frage "Was habe ich eingezahlt" auseinandersetzen, Deine Rechnung muss nicht unbedingt mit der Rechnung der Versicherung übereinstimmen.

Alles weitere regelt sich dann schon...

DerYeti2011

Vielleicht noch zur Ergänzung: Ich brauche das Geld momentan nicht - ich will nur eine sinnvolle und renditebringende Geldanlage fürs Alter. Wenn ich das richtig sehe habe ich bis jetzt nur die Mitarbeiter von AXA gesponsert oO .



Vorschlag: Hauskauf

Ich würde versuchen, die BU aus dem Vertrag herauszulösen (denn die wirst Du niemals mehr für diesen Beitrag bekommen) und diese separat weiterzuführen. Allerdings nur wenn das Bedingungswerk stimmt (Verweisbarkeit etc.)Ansonsten eher den kompletten Vertrag beitragsfrei stellen. Fondsgebundene Verträge sind nun mal von Haus aus Renditefresser, Du stülpst über einen Fonds einen Versicherungsmantel mit den damit verbundenen (doppelten) Kosten. Einziger Lichtblick: da Altvertrag, also vor 2004 ist die Auszahlung steuerfrei.
Ansonsten ist für den Arbeitnehmer die Gehaltsumwandlung als konservative Anlage bei normalerweise 50 % Förderung in meinen Augen erste Wahl. Je nach Situation eventuell auch ein vernünftiger (Wohn?)Riester.

Gruß, Frank

DerYeti2011

Vielleicht noch zur Ergänzung: Ich brauche das Geld momentan nicht - ich will nur eine sinnvolle und renditebringende Geldanlage fürs Alter. Wenn ich das richtig sehe habe ich bis jetzt nur die Mitarbeiter von AXA gesponsert oO .



Hier im Umland von München leider (für mich) nicht finanzierbar...

1zweidrei

Ich würde versuchen, die BU aus dem Vertrag herauszulösen (denn die wirst Du niemals mehr für diesen Beitrag bekommen) und diese separat weiterzuführen. Allerdings nur wenn das Bedingungswerk stimmt (Verweisbarkeit etc.)Ansonsten eher den kompletten Vertrag beitragsfrei stellen. Fondsgebundene Verträge sind nun mal von Haus aus Renditefresser, Du stülpst über einen Fonds einen Versicherungsmantel mit den damit verbundenen (doppelten) Kosten. Einziger Lichtblick: da Altvertrag, also vor 2004 ist die Auszahlung steuerfrei.Ansonsten ist für den Arbeitnehmer die Gehaltsumwandlung als konservative Anlage bei normalerweise 50 % Förderung in meinen Augen erste Wahl. Je nach Situation eventuell auch ein vernünftiger (Wohn?)Riester.Gruß, Frank



Hm - das hört sich gut an, werde ich mal versuchen, allerdings weiß ich nicht, ob sich der BU-Beitrag mit der Dynamik evtl. auch erhöht hat.

Schnapper76

Bei dem Rückkaufswert landest Du relativ schnell. Die BU auf die 10 Jahre macht ja schon mal 3.600€. Bleiben noch 9.200€. Bleibt eine Differenz von 2.500€ zum Rückkaufswert. Das werden die Kosten für den Vertrag sein. Die Höhe ist bei einem lange laufenden Vertrag völlig normal. Dazu kommt natürlich, dass sich der Fonds mit rund 50€ pro Anteil aktuell bei einem Mittelwert befindet. Seit 1999 hat er von 30€ bis 70€ alles durch.Es ist immer sinnvoll, eine BU nicht an eine Renten- oder Lebensversicherung zu koppeln. Die gehört einfach separat. Du kannst natürlich jetzt überlegen zu reagieren. Wenn, dann vorher abklären, was eine neue BU in Deiner nötigen Höhe kostet. Ist das ok, den laufenden Vertrag beitragsfrei stellen, nicht kündigen. Sonst realisierst Du ja den Verlust. Lieber warten, bis der Kurs mal noch besser ist. Hast ja Zeit ;)Über eine Alternative kannst Du Dich dann nochmal informieren bzw. informieren lassen. Eine betriebliche Altersvorsorge z.B. Da sparst Du Dir die Steuer und Sozialversicherung. Teilweise wird das zusätzlich vom Arbeitgeber gesponsort. Dagegen musst Du dann bei Auszahlung Steuer zahlen. Lohnt aber aus heutiger Sicht trotzdem, da das zu versteuernde Einkommen und damit der Steuersatz im Rentenalter deutlich niedriger als während der Erwerbszeit ist.Such Dir einen vernünftigen Berater vor Ort, der Dir alles genau erklärt. Dann kannst Du für Dich entscheiden, was sinnvoll ist und was nicht.




FALSCHHHHHHHHHHH


Über eine Alternative kannst Du Dich dann nochmal informieren bzw. informieren lassen. Eine betriebliche Altersvorsorge z.B. Da sparst Du Dir die Steuer und Sozialversicherung. Teilweise wird das zusätzlich vom Arbeitgeber gesponsort. Dagegen musst Du dann bei Auszahlung Steuer zahlen. Lohnt aber aus heutiger Sicht trotzdem, da das zu versteuernde Einkommen und damit der Steuersatz im Rentenalter deutlich niedriger als während der Erwerbszeit ist.
Such Dir einen vernünftigen Berater vor Ort, der Dir alles genau erklärt. Dann kannst Du für Dich entscheiden, was sinnvoll ist und was nicht.


RICHTIGGGGG

Du zahlst auch weniger sozialabgaben dadurch und bekommst später somit noch weniger gesetzliche Rente, wenn du eine solche Betribsversicherung hast im endeffekt haste nicht mehr , haben sie letztens auch in verschiedenen reportagen gezeigt

du zahlst z.b. monatlich 150 euro in die betriebsrente dafür fällt dein netto ja nochmal 150 euro niedriger aus als es eh schon ist, von den 150 euro hättest du fast 10% in die gesetzliche Rente gezahlt, dein Arbeutgeber ebenso also sind zusammen ganze 30 euro monatlich. ebenso geht dir auch das Arbeitslosengeld in voller Höhe verloren

denn du hast ja z.-b. nicht mehr 1500 euro netto sondern nur noch 1350 euro netto ist nen unterschied, ohne kinder haste anspruch auf 60% ALG1 und von 150 euro netto mal schnell 40% verlust je monat für 1 Jahr abziehen Oo sind wieder 60 euro im monat weniger

später in der rente zahlst du nur noch 75% der richtigen steuern auf diese rente anstatt 100%

aber bekommst später auch nur eine monatliche rente von 150 euro raus inclusvie überschüsse etc. davon ziehste mal schnell 30 euro steuern ab bleiben nur noch 120 euro obwohl du jetzt 150 euro verlust hast jeden monat zum leben vom brutto lohn also ca. 120 euro netto weniger jetzt

in 20-40 jahren ist das geld auch noch viel weniger wert als jetzt , gehen wir von 1% inflation pro jahr aus sind es nach 20 jahren wieder 20% weniger wert des geldes

somit haste von den 120 euro die oben erwähnt sind - 20% = nur noch 96 euro übrig^^

also dann doch lieber jetzt ca. 120 euro mehr im beutel haben als später nur 96 euro je monat

gibt genug reportagen wo viele firmen den versicherern vertraut haben und hunderte verträge in firmen abgeschlossen wurden und im endeffekt nicht mal 50% von dem was eingezahlt wurde ausgezahlt werden sollte nach koste nder versicherung und staatsabgaben

bevor ich es vergesse auf die betriebsrente musst du später auch noch sozialabgaben zahle nwie krankenversicherung,pflegeversicherung etc. somit bleibt noch weniger

und diese ganzen zusatzversicherung erhöhen nur geringfügig eure rente, das ist vom staat so gewollt, da später der staat alles anrechnen kann als einkommen und ihr somit dann eventuell nur noch 5 euro sozialrente anspruch habt, aber jetzt ohne betriebsrente eventuell später mal 200 euro anspruch habt, lieber jetzt das geld haben und in eigenheim anlegen etc. dafür spart man sich später die miete die bei allen ausgaben am teuersten ist

mein stiefvater hatte es noch richtig gemacht viele lebensversicherungen abgeschlossen wo er noch steuerbefreit ist das war früher so 0% steuern auf auszahlung das war einmal jetzt macht es sich bemerkbar mit den alten verträgen



1zweidrei

Ich würde versuchen, die BU aus dem Vertrag herauszulösen (denn die wirst Du niemals mehr für diesen Beitrag bekommen) und diese separat weiterzuführen. Allerdings nur wenn das Bedingungswerk stimmt (Verweisbarkeit etc.)Ansonsten eher den kompletten Vertrag beitragsfrei stellen. Fondsgebundene Verträge sind nun mal von Haus aus Renditefresser, Du stülpst über einen Fonds einen Versicherungsmantel mit den damit verbundenen (doppelten) Kosten. Einziger Lichtblick: da Altvertrag, also vor 2004 ist die Auszahlung steuerfrei.Ansonsten ist für den Arbeitnehmer die Gehaltsumwandlung als konservative Anlage bei normalerweise 50 % Förderung in meinen Augen erste Wahl. Je nach Situation eventuell auch ein vernünftiger (Wohn?)Riester.Gruß, Frank



Wenn allerdings keinerlei Gewinne entstanden sind bringt dir eine Steuerfreiheit auch nur wenig.^^ Ich tendiere auch zur bAV bzw. habe selbst einen solchen Vertrag.

Shit, Vorschlag: Umziehen
Habe gerade ein Haus in einer mittelgroßen Stadt gekauft, in HH hätte das das in vergleichbarer Lage sicher das Doppelte gekostet.

Oder du kaufst ne kleine Wohnung und wirst Vermieter?

DerYeti2011

Vielleicht noch zur Ergänzung: Ich brauche das Geld momentan nicht - ich will nur eine sinnvolle und renditebringende Geldanlage fürs Alter. Wenn ich das richtig sehe habe ich bis jetzt nur die Mitarbeiter von AXA gesponsert oO .


Danke für die vielen Antworten !!!

Was mich noch interessieren würde:

Kommt der Vertrag jemals ins plus, falls ich ihn normal weiterlaufen lassen würde? Was meint Ihr?

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