Versicherungsfrage: DPD-Paket nicht auffindbar

Hallo,

ich erwarte ein Paket. Leider hat der DPD-Fahrer die Adresse nicht gefunden.

Daraufhin wurde das Paket mit Rücksprache mit dem Verkäufer an einen Paketshop umgeleitet. Jetzt war ich beim Shop, die sagen aber: "Kein Paket". Also nach Haus und von DPD den Zustellnachweis angefordert. Mit dem nochmal zum Paketshop, aber weiterhin: "Kein Paket".

Wie sieht das jetzt aus? Wird der Warenwert (300 Euro, 306 Euro mit Versand) von einer Versicherung erstattet? Und muss ich nachweisen, dass ich das Paket nie erhalten habe? Wie würde ich das nachweisen können?

Grüße aus Franken

21 Kommentare

Kauf vom Händler oder Privat?

Grundsätzlich muss sich der Vertragspartner an DPD wenden, da der Empfänger keinerlei Vertrag mit DPD hat.
Falls du von einem Händler die Ware erworben hast, ist das Versandrisiko bei Ihm, hier ist es egal, ob DPD erstattet oder nicht. Fordere ihn auf, dass er Dir die Ware zusenden soll, Alternativ Rücktritt vom KV.
Anders sieht es beim privaten Verkäufer aus, da ist das Risiko des Versands ab Übergabe an DPD auf dich übergegangen( er ist dann raus und müsste Dir dann seine Rechte ggü. DPD abtreten, Nachweis des Versands ist wichtig!).

Im Endeffekt ist es am besten wenn beide Seiten (Käufer/Empfänger) kooperieren - der Versender muss sich erstmal an DPD liefern (er ist quasi der Vertragspartner), dann wird DPD schon sagen was sie brauchen (einen Zustellnachweis scheint es ja zu geben, kommt wohl drauf an was da genau steht).

DPD muss den Verbleib des Paketes nachweisen. Wenn es nicht mehr auffindbar ist müssen die dafür aufkommen.
Hatte ähnlichen Fall mit einem anderen Paketdienst. Der hatte das irgendwo bei einer der zahlreichen Firmen im Haus abgegeben, ich bekam keine Benachrichtigung. Es gab sogar eine Unterschrift, aber niemand wußte wer dieser ominöse Hr. Fischer war.
Der Paketdienst mußte dafür aufkommen, wurde vom Versender (Firma) dann direkt abgewickelt.

Kauf war über einen Händler.
Mir ging es nur um die Frage, da der Paketshop das Paket angenommen hat und es im DPD-System als zugestellt gilt, ob auch in diesem Fall die Versicherung oder jemand anderes haftet.

nobody88

Kauf war über einen Händler. Mir ging es nur um die Frage, da der Paketshop das Paket angenommen hat und es im DPD-System als zugestellt gilt, ob auch in diesem Fall die Versicherung oder jemand anderes haftet.


Aber der Paketshop kann keine Unterschrift nachweisen, dass es an Dich ausgehändigt wurde. Somit muss sich DPD darum kümmern das Paket wieder zu besorgen oder zu ersetzen.

nobody88

Kauf war über einen Händler. Mir ging es nur um die Frage, da der Paketshop das Paket angenommen hat und es im DPD-System als zugestellt gilt, ob auch in diesem Fall die Versicherung oder jemand anderes haftet.



Wende dich an den Händler (freundlich!). Es ist in euer beider Interesse, dass DPD dafür aufkommt, aber der Händler muss handeln und den Verlusst bei DPD anzeigen.

Also ich wünsche dir viel erfolg, aber ich kann dir nur eins schon mal vorab sagen...
Mir wurde auch angeblich mal ein Paket zugestellt, ca 400€ Wert, Unterschrieben hat angeblich meine Frau, aber fakt war das an dem Tag keiner Daheim war weil wir beide nun mal auch Arbeiten müssen...

mir wurde 2 Monate vorgegaukelt "ihre Frau hat unterschrieben" und sonst taube Ohren, nach langen hin und her wollten die von mir eine Eidesstättige Erklärung das ich das Paket nicht habe... Dann hab ich auf angepisst geschaltet und hab denen gesagt mein Anwalt wird sich nun drum kümmern... ERST DANN haben die eingewilligt und mir das Paket als verloren anerkannt...

die Unterschrift meiner Frau konnte mir keiner vorzeigen, dies sei nicht deren Pflicht wollten die mir klar machen

Saftladen DPD echt!

Alles klar, dann bin ich erstmal beruhigt, dass ich nicht das Geeier mit Nachweise erbringen und das Geld zumindest nicht verloren ist. Aber irgendwie klingt das makaber, ein im System zugestelltes Paket geht verloren...
Der Verkäufer hat sich auch schon gerührt; es wird einen Nachforschungsantrag gestellt.

Hab mir die Kommentare nicht durchgelsen, vllt wurde es schon erwähnt.

Bis 500 € ist das Paket über DPD versichert. Die müssen nachweisen, wo es ist.

So war es bei uns damals als gewerblicher Versender

Du kannst ja NIEMALS nachweisen, dass du etwas NICHT erhalten hast und das verlangt deswegen auch niemand, da umgekehrt ein Schuh draus wird : der Versender muss nachweisen, dass es DIR zugestellt wurde.

asdjfiwer

Du kannst ja NIEMALS nachweisen, dass du etwas NICHT erhalten hast und das verlangt deswegen auch niemand, da umgekehrt ein Schuh draus wird : der Versender muss nachweisen, dass es DIR zugestellt wurde.



Er kann aber eine eidesstattliche Versicherung von dir verlangen, wenn der Paketdienst den Verdacht hat, dass du das Paket doch hast. Hilft ihm erstmal nicht viel, aber falls der Schwindel irgendwann doch auffliegt ist das kein Kavaliersdelikt mehr.

Trifft in dem Fall aber eher nicht zu, da ja bisher noch nicht behauptet wurde, dass es zugestellt wäre.

MySam

Trifft in dem Fall aber eher nicht zu, da ja bisher noch nicht behauptet wurde, dass es zugestellt wäre.



Es ist eigentlich zugestellt worden. An den Paketshop. Im Tracking kann ich sogar den Namen sehen, der unterschrieben hat. Und es existiert ja ein Zustellnachweis mit Unterschrift. Nur findet jetzt der Paketshop das Paket nicht mehr und kann es mir somit nicht aushändigen.

MySam

Er kann aber eine eidesstattliche Versicherung von dir verlangen, wenn der Paketdienst den Verdacht hat, dass du das Paket doch hast.


Zu meiner persönlichen Fortbildung: WO GENAU steht das?

Im Zweifel und in diesem Fall: NIRGENDS!

nobody88

Es ist eigentlich zugestellt worden. An den Paketshop. Im Tracking kann ich sogar den Namen sehen, der unterschrieben hat. Und es existiert ja ein Zustellnachweis mit Unterschrift. Nur findet jetzt der Paketshop das Paket nicht mehr und kann es mir somit nicht aushändigen.



Schön. Würde ich jetzt als Empfänger mal sagen: was hab ich damit zu tun, wenn der Paketonkel kein Bock hat, ein zweites Mal zu erscheinen und es IRGENDWEM in die Hand drückt? Der Auftrag lautet: Paket zustellen an DICH. Auftrag wurde nicht erfüllt. Wende Dich an den Händler, der hat nämlichen seinen Teil des mit Dir geschlossenen Vertrags ebenfalls noch nicht erfüllt, der da lautet: WARE LIEFERN - egal wie.

Manchmal bin ich über die Rechtlichen Ansichten hier mehr wie verwundert.
5 Postings, 5x Quatsch.

come2tom1

Manchmal bin ich über die Rechtlichen Ansichten hier mehr wie verwundert.5 Postings, 5x Quatsch.



Dann klär uns doch mal auf, ich bin gespannt!

Frag mich konkret was, und ich antworte auch. Alle Postings über mir liegen hinsichtlich ihrer Rechtsauffassung falsch, dazu reicht ein Blick in Juris und in die AGB von DPD.

come2tom1

Frag mich konkret was, und ich antworte auch. Alle Postings über mir liegen hinsichtlich ihrer Rechtsauffassung falsch, dazu reicht ein Blick in Juris und in die AGB von DPD.



Da Du mich pauschal einschliesst, brauche ich ja nicht konkret zu fragen. Und da Du netterweise die AGB von DPD schon studiert hast (was ich nicht getan habe): klär mich bitte auf.

Es soll seitens DPD auf Vertragserfüllung hinauslaufen, wenn ein - nehmen wir mal als Beispiel - an mich als Privatperson (wobei das auch egal ist ob privat oder gewerblich) adressiertes Paket irgendwo abgegeben wird? Als Privatperson wende ich mich zuerst an den Händler, ich habe keinen Vertrag mit DPD. In den AGB sollte demnach stehen, dass DPD an irgendeine Stelle liefern darf und der Empfänger möge sich dann drum kümmern, seine Ware selbst abzuholen?

3-mal um das Formular auszufüllen, schickte eine Reihe von Fotos und so weiter.
Diese Antwort nach 4 Wochen:

wir haben die Unterlagen, welche den Sendungsverlauf belegen geprüft.

nach Prüfung der uns vorliegenden Unterlagen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir Ihre Reklamation nicht anerkennen können. Bitte geben Sie uns die Möglichkeit, Ihnen die Gründe die zu dieser Entscheidung geführt haben zu erläutern.

Auf dem uns vorliegenden Abliefernachweis wurde bei der Annahme der Ware nicht vermerkt, dass die Sendung beschädigt ist. Durch die sogenannte reine Quittung erlöschen alle Ansprüche auf Schadensersatz - siehe § 438 HGB und iloxx AGB § 7 (1). Der Spediteur oder Paketdienstleister muss dann davon ausgehen, dass die Lieferung in unbeschädigtem Zustand in Empfang genommen wurde.

Ferner konnten wir keinen Hinweis finden, wo der Schaden tatsächlich entstanden sein soll. Da der Spediteur nur für Schäden haftet, die er oder seine Mitarbeiter schuldhaft verursachen, hat der Ersatzberechtigte entsprechende Nachweise vorzulegen.

Auch sind Sie Ihrer Nachweispflicht, Fotos der verwendeten Verpackung zuzusenden, bislang nicht nachgekommen. Somit müssen wir davon ausgehen, dass es sich hier um eine mangelhafte Verpackung handelt.

Eine Schadensersatzverpflichtung unsererseits ist daher nicht gegeben.

Um dennoch eine optimale Kundenzufriedenheit gewährleisten zu können, sind wir dazu bereit - ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne jegliches Präjudiz - Ihrem Kundenkonto 2 Versandgutscheinen à 4,20 Euro zu hinterlegen.

Bitte bestätigen Sie uns, dass mit dem Hinterlegen der Versandgutscheinen alle Ersatzansprüche uns gegenüber abgegolten sind.

Nach Erhalt der schriftlichen Bestätigung werden wir das Hinterlegen der Versandgutscheine entsprechend veranlassen.

Wir hoffen Ihnen hiermit entgegen gekommen zu sein und bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten und hoffen, Sie in Zukunft wieder zu unseren zufriedenen Kunden zählen zu können.

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Corinna Roch

Am besten gleich per GLS/DHL/Hermes verschicken.

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