Verstößt StreamOn bei Telekom gegen die Netzneutralität, was meint ihr dazu?

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eingestellt am 28. Okt 2017
Die Bundesnetzagentur verhandelt seit Einführung von StreamOn im April 2017 mit der Telekom. Durch die Einführung des Tarifs hat die Telekom neben Lob auch viel Kritik geerntet. Hauptsächlich wird StreamOn vorgeworfen gegen die Netzneutralität zu verstoßen und massiv darüber debattiert, ob StreamOn die EU-Verordnung (Zero-Rating) zum Mobilfunk Roaming verletzt, denn StreamOn gilt nur innerhalb Deutschlands.
Bis 10.11.2017 muss die Deutsche Telekom darauf reagieren. Dazu gibt es zahlreiche Artikel, einen habe ich euch in diesem Link rausgesucht.

Die BNetzA wird allerhand zutun haben, denn erst vorgestern hat Vodafone mit "Pass" sein Pendant zu StreamOn eingeführt...

Für die, die nocht nicht wissen was StreamOn oder Pass ist. Vodafone und Telekom haben eine Partnerschaft mit vielen Streaming Anbietern, so kann man über die jeweilige App des Anbieters (zB. Sky, Netflix, Youtube, Spotify, uvm.) so viel über LTE streamen wie man will ohne sein Datenvolumen zu verbrauchen. Für den Endverbraucher ist das natürlich ein Segen, denn dieser braucht sich über eine Drosselung auf 32 oder 64 Kbit/s keine Sorgen mehr zu machen.
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Beste Kommentare
Ja, aber wer durch eine magenta Brille blickt ist eh selber Schuld. Dennoch, wehret den Anfängen...

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Bearbeitet von: "oepfi" 28. Okt 2017
Die Bundesnetzagentur zeigt doch seit langem, dass sie gar nicht fähig und willens ist den Telekommunikationsmarkt bürgerfreundlich zu regulieren.
Ja, klar verstößt das dagegen ganuso wie Vodafone Pass. Wer mal einen Blick in die Zukunft will muss nur nach Portugal schauen. Da sehen die kompletten Tarife dann so aus
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Und sind eben im Gegemsatz zu DE auch schon voll legal. Das ist einfach nur pervers.
Ich hoffe doch die Bundesnetzagentur schiebt da noch einen Riegel vor. Oder man muss eben darauf hoffen, dass die EU da was regelt.
Bearbeitet von: "ExtraFlauschig" 28. Okt 2017
32 Kommentare
Ja, aber wer durch eine magenta Brille blickt ist eh selber Schuld. Dennoch, wehret den Anfängen...

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Bearbeitet von: "oepfi" 28. Okt 2017
Die Bundesnetzagentur zeigt doch seit langem, dass sie gar nicht fähig und willens ist den Telekommunikationsmarkt bürgerfreundlich zu regulieren.
Ja, klar verstößt das dagegen ganuso wie Vodafone Pass. Wer mal einen Blick in die Zukunft will muss nur nach Portugal schauen. Da sehen die kompletten Tarife dann so aus
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Und sind eben im Gegemsatz zu DE auch schon voll legal. Das ist einfach nur pervers.
Ich hoffe doch die Bundesnetzagentur schiebt da noch einen Riegel vor. Oder man muss eben darauf hoffen, dass die EU da was regelt.
Bearbeitet von: "ExtraFlauschig" 28. Okt 2017
Ich finde die Netzneutralität deswegen nicht gefährdet, da die meisten Tarife eh kein Trafficlimit haben sondern nur gedrosselt werden. Weil sonst würde die Netzneutralität auch übertreten werden an orten wo kein schnelles Internet verfügbar ist bzw. das die Anbieter den Resellern kein LTE zur Verfügung stellen.
x900028. Okt 2017

Ich finde die Netzneutralität deswegen nicht gefährdet, da die meisten T …Ich finde die Netzneutralität deswegen nicht gefährdet, da die meisten Tarife eh kein Trafficlimit haben sondern nur gedrosselt werden. Weil sonst würde die Netzneutralität auch übertreten werden an orten wo kein schnelles Internet verfügbar ist bzw. das die Anbieter den Resellern kein LTE zur Verfügung stellen.


Lies lieber nochmal nach, worum es geht...

Zur Ausgangsfrage: ja.
x900028. Okt 2017

Ich finde die Netzneutralität deswegen nicht gefährdet, da die meisten T …Ich finde die Netzneutralität deswegen nicht gefährdet, da die meisten Tarife eh kein Trafficlimit haben sondern nur gedrosselt werden. Weil sonst würde die Netzneutralität auch übertreten werden an orten wo kein schnelles Internet verfügbar ist bzw. das die Anbieter den Resellern kein LTE zur Verfügung stellen.


Da wird sie auch gefährdet. Wo ist denn Unterschied für einen Videostream ob er mit 32kb/s läuft oder ob er einfach nicht läuft, da ist fast keiner.
Drosseln auf Basis des Inhalts ist doch dasselbe wie kontingentieren oder gar nicht übertragen aus Sicht der Netzneutralität.
ExtraFlauschig28. Okt 2017

Da wird sie auch gefährdet. Wo ist denn Unterschied für einen Videostream o …Da wird sie auch gefährdet. Wo ist denn Unterschied für einen Videostream ob er mit 32kb/s läuft oder ob er einfach nicht läuft, da ist fast keiner.Drosseln auf Basis des Inhalts ist doch dasselbe wie kontingentieren oder gar nicht übertragen aus Sicht der Netzneutralität.


Da stimme ich dir schon zu, aber wenn dann sollte es jeden bereich des Internets in Deutschland Treffen.
x900028. Okt 2017

Da stimme ich dir schon zu, aber wenn dann sollte es jeden bereich des …Da stimme ich dir schon zu, aber wenn dann sollte es jeden bereich des Internets in Deutschland Treffen.


bitte schlag nochmal nach was Netzneutralität bedeutet.
Zum aktuellen Thema auch ein netter Podcast:
logbuch-netzpolitik.de/lnp…and
Bearbeitet von: "ExtraFlauschig" 28. Okt 2017
Verfasser
Meiner Meinung nach wird die Debatte solange stehen bleiben bis es kein Datenlimit / keine Drosselung mehr gibt.
Ähnlich wie zur Einführung von DSL im Jahr 2000. Damals hatten die DSL Tarife ebenfalls ein Download Limit, was wenige Jahre später abgelegt wurde und seither über jeden DSL Tarif unlimitert gesurfed wird. Kurze Ausnahme stellte danach die „Drosselcom“, war aber wegen erheblichem Gegenwind nur von kurzer Dauer.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Datenvolumenbegrenzung der Vergangenheit angehört. LTE 5G wird wahrscheinlich 2020 starten und dann sollten die Anbieter auch das Limit abstellen. 5G ist hundertmal schneller als 4G, da wären Datenlimits einfach fehl am Platz.

Zumindest für die aktuellen Verhandlungen wäre das Problem gelöst, jedoch kommen bestimmt neue Themen auf. Man muss kein Hellseher sein um vorherzusagen wie sich die Mächtigen Anbieter und Plattformen über die kleineren stellen werden. Deren Inhalte also bevorzugt übertragen werden und der Netzneutralität somit wieder im Wege stehen...
Realsatire:
"[UPDATE, 9.10.2017, 17:00]

Inzwischen hat die Telekom Stellung genommen und mitgeteilt, dass man die Auffassung der Behörde bezüglich der kritisierten Details nicht teile. Erfreulich sei aber, dass die Bundesnetzagentur die grundsätzliche Möglichkeit von Zero-Rating bestätige. "Die Telekom steht für das offene und freie Internet", betonte ein Unternehmenssprecher. Jedes Unternehmen könne problemlos, ohne Diskriminierung oder ZUSÄTZLICHEZahlung, Partner von StreamOn werden, hieß es. Und die Kunden " lieben unser Angebot", so der Sprecher."

Quelle

Schön ist auch, dass die Bundesnetzagentur sich für die Prüfung viel Zeit genommen hat und mit der Veröffentlichung ihres Prüfungsergebnisses bis nach den Wahlen gewartet hat. Dieses Verhalten war sicherlich nicht politisch motiviert.
Meines Erachtens verstoßen die beiden D-Netz Betreiber dadurch gegen die Netzneutralität, dass LTE außerhalb reiner Datentarife exklusiv vertrieben wird, ganz unabhängig davon, ob das rechtlich tatsächlich ein Verstoß ist oder nicht.

Wieso man sich stattdessen so sehr darüber aufregt, dass endlich mal "Flats" angeboten werden, quasi mit der Einschränkung das Netz nicht lahmlegen zu können, erschließt sich mir nicht...
Gebannt
Wen jucken denn noch Recht und Gesetz - das wird von ganz oben doch eindrucksvoll auf allen Ebenen vorgemacht...
lithiumware28. Okt 2017

Meiner Meinung nach wird die Debatte solange stehen bleiben bis es kein …Meiner Meinung nach wird die Debatte solange stehen bleiben bis es kein Datenlimit / keine Drosselung mehr gibt. Ähnlich wie zur Einführung von DSL im Jahr 2000. Damals hatten die DSL Tarife ebenfalls ein Download Limit, was wenige Jahre später abgelegt wurde und seither über jeden DSL Tarif unlimitert gesurfed wird. Kurze Ausnahme stellte danach die „Drosselcom“, war aber wegen erheblichem Gegenwind nur von kurzer Dauer. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Datenvolumenbegrenzung der Vergangenheit angehört. LTE 5G wird wahrscheinlich 2020 starten und dann sollten die Anbieter auch das Limit abstellen. 5G ist hundertmal schneller als 4G, da wären Datenlimits einfach fehl am Platz.Zumindest für die aktuellen Verhandlungen wäre das Problem gelöst, jedoch kommen bestimmt neue Themen auf. Man muss kein Hellseher sein um vorherzusagen wie sich die Mächtigen Anbieter und Plattformen über die kleineren stellen werden. Deren Inhalte also bevorzugt übertragen werden und der Netzneutralität somit wieder im Wege stehen...


Das ist doch genau der Witz. Alleine die Existenz von solchen NoLimit-Programmen beweist ja, dass es für die Netze offensichtlich jetzt schon locker verkraftbar ist keine Limits zu haben. Mit den Apps ist für den Provider auch viel leichter Datenverkehr nach Inhalt zu unterscheiden. Das war einer der Gründe wieso man damals nicht auf die Idee kam nach Inhalt zu unterscheiden.

Ich glaube nicht, dass dieses mal der nächste Techbologiesprung reichen wird. Die Provider haben erkannt wieviel Potential es gibt um Geld ab zu greifen und werden das so weit ausreizen bis sie auf rechtlichen Widerstand stoßen. Leider bekleckert sich die Bundesnetzagentur da alles andere als mit Ruhm.
ExtraFlauschig28. Okt 2017

Alleine die Existenz von solchen NoLimit-Programmen beweist ja, dass es …Alleine die Existenz von solchen NoLimit-Programmen beweist ja, dass es für die Netze offensichtlich jetzt schon locker verkraftbar ist keine Limits zu haben.


Könnten die Anbieter nicht einfach behaupten, dass die NoLimit-Tarife aufgrund begrenzter Netzkapazitäten nur in einem eingeschränkten Umfang angeboten werden könnten und dass eine hohe Preishürde für derartige Tarife, die eine geringe Nutzerzahl gewährleisten würde, diese überhaupt erst ermöglichen würden?
Bearbeitet von: "polygon" 28. Okt 2017
polygon28. Okt 2017

Könnten die Anbieter nicht einfach behaupten, dass die NoLimit-Tarife …Könnten die Anbieter nicht einfach behaupten, dass die NoLimit-Tarife aufgrund begrenzter Netzkapazitäten nur in einem eingeschränkten Umfang angeboten werden könnten und dass eine hohe Preishürde für derartige Tarife, die eine geringe Nutzerzahl gewährleisten würde, diese überhaupt erst ermöglicht würden?


Naja, die NoLimit/ZeroRating sind ja eben nicht kontigentiert. Jeder Kunde kann sich diese hinzu buchen, oder sehe ich das falsch. Schon alleine der Punkt, dass Vodafone einem, wenn auch eingeschränkten, aber gar nicht so kleinen Kreis einen Pass einfach frei gibt, bringt das doch zum Ausdruck.
Aber ja, das ist jetzt keine legale Einschätzung. Vor Gericht kann man die Worte und Sachlage sicher so drehen dass man von überzogenen Extremfällen ausgeht und dann verkraftet es das Netz sicher nicht.
ExtraFlauschig28. Okt 2017

Naja, die NoLimit/ZeroRating sind ja eben nicht kontigentiert. Jeder Kunde …Naja, die NoLimit/ZeroRating sind ja eben nicht kontigentiert. Jeder Kunde kann sich diese hinzu buchen, oder sehe ich das falsch. Schon alleine der Punkt, dass Vodafone einem, wenn auch eingeschränkten, aber gar nicht so kleinen Kreis einen Pass einfach frei gibt, bringt das doch zum Ausdruck.Aber ja, das ist jetzt keine legale Einschätzung. Vor Gericht kann man die Worte und Sachlage sicher so drehen dass man von überzogenen Extremfällen ausgeht und dann verkraftet es das Netz sicher nicht.


Sorry, ich habe dich da falsch verstanden. Ich bin davon ausgegangen, dass mit No-Limit-Programmen Tarife gemeint wären, die sozusagen nahezu schrankenfreien Internetzugang gewähren würden, wie man das etwa von einer Flatrate bei häuslichen Internetanschlüssen kennt. Wobei ich nicht weiß, ob es so etwas in D überhaupt gibt - und wenn, dann wohl auch nur für Business-Kunden, deren Schmerzgrenzen in puncto Tarifpreise regelmäßig wesentlich höher als beim Ottonormal-Kunden liegen.
Verfasser
polygon28. Okt 2017

Sorry, ich habe dich da falsch verstanden. Ich bin davon ausgegangen, dass …Sorry, ich habe dich da falsch verstanden. Ich bin davon ausgegangen, dass mit No-Limit-Programmen Tarife gemeint wären, die sozusagen nahezu schrankenfreien Internetzugang gewähren würden, wie man das etwa von einer Flatrate bei häuslichen Internetanschlüssen kennt. Wobei ich nicht weiß, ob es so etwas in D überhaupt gibt - und wenn, dann wohl auch nur für Business-Kunden, deren Schmerzgrenzen in puncto Tarifpreise regelmäßig wesentlich höher als beim Ottonormal-Kunden liegen.


Der Magenta XL von Telekom bietet tatsächlich keine Datengrenze.....nur kostet der 200€ im Monat. Merkwürdig ist den Tarif gibt es nur im Privatkunden Bereich.
Das scheint brutal teuer aber wenn man es genau berechnet mit den ganzen Optionen die da inklusive sind bleibt es zwar teuer aber dafür kann man auf so manch anderen Vertrag wie Festnetz/DSL, Datenkarte, Ausland, etc. verzichten und bekommt jedes Jahr ein Top Endgerät. Das spart auch viel Kosten.
lithiumware28. Okt 2017

Der Magenta XL von Telekom bietet tatsächlich keine Datengrenze.....nur …Der Magenta XL von Telekom bietet tatsächlich keine Datengrenze.....nur kostet der 200€ im Monat. Merkwürdig ist den Tarif gibt es nur im Privatkunden Bereich. Das scheint brutal teuer aber wenn man es genau berechnet mit den ganzen Optionen die da inklusive sind bleibt es zwar teuer aber dafür kann man auf so manch anderen Vertrag wie Festnetz/DSL, Datenkarte, Ausland, etc. verzichten und bekommt jedes Jahr ein Top Endgerät. Das spart auch viel Kosten.


Für 120€ könnte man sich das ja tatsächlich überlegen wenn es mit der Partnerkarte den DSL Tarif zuhause auch ablösen kann (natürlich sinnvolle Netzabdeckung vorausgesetzt). Aber 200€ ist einfach zu viel, da fährt man mit Handytarif und DSL eigentlich immer besser, selbst wenn man sich noch x Highspeed-Datenpakete dazu bucht.
Wenns interessiert und wer nicht googlen will: telekom.de/unt…ife
Bearbeitet von: "ExtraFlauschig" 28. Okt 2017
polygon28. Okt 2017

Sorry, ich habe dich da falsch verstanden. Ich bin davon ausgegangen, dass …Sorry, ich habe dich da falsch verstanden. Ich bin davon ausgegangen, dass mit No-Limit-Programmen Tarife gemeint wären, die sozusagen nahezu schrankenfreien Internetzugang gewähren würden, wie man das etwa von einer Flatrate bei häuslichen Internetanschlüssen kennt. Wobei ich nicht weiß, ob es so etwas in D überhaupt gibt - und wenn, dann wohl auch nur für Business-Kunden, deren Schmerzgrenzen in puncto Tarifpreise regelmäßig wesentlich höher als beim Ottonormal-Kunden liegen.


Ja, sorry, das NoLimit war eine Eigenschöpfung und meinte diese Flats/Pakete/Passes ohne Drosselung, also ohne irgendein Limit für Daten.:)
Bearbeitet von: "ExtraFlauschig" 28. Okt 2017
Bundesnetzagentur Ich denke da kann die Telekom unbesorgt sein...
Ja, tun sie.
Nur leider reguliert die Telekom die BNetzA und nicht andersrum...
[deleted]
Bearbeitet von: "lolnickname" 8. Nov 2017
lithiumware28. Okt 2017

Der Magenta XL von Telekom bietet tatsächlich keine Datengrenze.....nur …Der Magenta XL von Telekom bietet tatsächlich keine Datengrenze.....nur kostet der 200€ im Monat. Merkwürdig ist den Tarif gibt es nur im Privatkunden Bereich. Das scheint brutal teuer aber wenn man es genau berechnet mit den ganzen Optionen die da inklusive sind bleibt es zwar teuer aber dafür kann man auf so manch anderen Vertrag wie Festnetz/DSL, Datenkarte, Ausland, etc. verzichten und bekommt jedes Jahr ein Top Endgerät. Das spart auch viel Kosten.


Den Tarif gibt es auch bei Business... Reime dir jetzt nicht die Welt, wie du sie gern haben würdest.
Verfasser
pantorras28. Okt 2017

Den Tarif gibt es auch bei Business... Reime dir jetzt nicht die Welt, wie …Den Tarif gibt es auch bei Business... Reime dir jetzt nicht die Welt, wie du sie gern haben würdest.


Im Business steht der XL auf 12GB Volumen. Wo steht da unlimited?
Ja es verstößt gegen die Neutralität, denn deutsche Content-Anbieter werden bevorzugt. Denn die Verträge sind auf Deutsch, also müssen sich Ausländer erstmal einen Dolmetscher suchen, der sich mit deutschem Recht auskennt. Dann ist die Strafe fix und berücksichtigt nicht die ausländischen Einkommen. Dann wird im Vertrag die Legalität vorausgesetzt. Demnach gilt für alle Inhalte deutsches Recht. Völlig inakzeptabel für Ausländer. Auch kann man die Telekom nur über eine in Deutschland gehostet Email erreichen. Dann sende mal aus China eine Email dahin.

Und überhaupt ist dieser StreamOn Vertrag völlig überflüssig. Wenn die Telekom einen einheitlichen technischen Standard wünscht um einfacher zu komprimieren, dann sollen sie sich beim W3C beteiligen und entsprechende tags einführen, die solche Inhalte markieren. Dann kann jeder unabhängig von Verträgen seine Inhalte entsprechend hosten.
Bearbeitet von: "mgutt" 28. Okt 2017
Avatar
GelöschterUser805366
mgutt28. Okt 2017

Ja es verstößt gegen die Neutralität, denn deutsche Content-Anbieter we …Ja es verstößt gegen die Neutralität, denn deutsche Content-Anbieter werden bevorzugt.


Nicht nur das, die telekom nimmt auch aktiv Einfluß auf die Auswahl der Anbieter.
Anders ist es nicht zu erklären, daß keine Pornoportale bei Stream On gelistet sind
Quelle: telekom.de/hil…mon

An der mangelnden Nachfrage wird es sicher nicht liegen - und die Branche ist eher dafür bekannt jede technische Spielerei mitzumachen und voranzutreiben als Stream On und den Vodafone Pass zu verschlafen.

Die Deutschen sind Weltmeister im Pornos schauen. Wer hätte das gedacht? Mit 12,4 Prozent am weltweiten Traffic von pornografischen Inhalten liegen wir vor Spanien, England und den USA. Im Internet drehen sich 25 Prozent der Suchanfragen um Pornografie. Dabei wird von den Anbietern ein Umsatz von 12,6 Millionen Euro pro Tag erzielt.
Quelle: netzsieger.de/rat…ken
Bearbeitet von: "GelöschterUser805366" 29. Okt 2017
lithiumware28. Okt 2017

Im Business steht der XL auf 12GB Volumen. Wo steht da unlimited?


Im Gespräch hier ist der Magenta Mobil XL Business. Und nicht der Business Mobil XL.
MoshiMoshi29. Okt 2017

Nicht nur das, die telekom nimmt auch aktiv Einfluß auf die Auswahl der …Nicht nur das, die telekom nimmt auch aktiv Einfluß auf die Auswahl der Anbieter.Anders ist es nicht zu erklären, daß keine Pornoportale bei Stream On gelistet sind


Das ist der besagte Punkt mit der Legalität. Bis heute haben wir ja einen völlig unrealistischen Jugendschutz im Internet. Die Kinder schauen bereits im Grundschulalter Videos über GTA auf YouTube. Ab Klasse 5 kommen sie dann zu den Pornos, weil dann Smartphones verteilt und jegliche Sperren unmöglich werden. Nur vergessen die Gesetzgeber, dass die Eltern trotzdem noch die Hand drauf halten und auch die Schulen, denn wir hören ja zu, wenn sich Kinder unterhalten oder vom Erlebten berichten. Und es gilt ja als erwiesen, dass wir unsere Kinder so gut aufklären, dass sie zwischen "Liebe machen" und Pornografie unterscheiden können. Und die Sexualität hat sich durch das Internet nicht verändert.

Aber um es kurz zu machen. Da Pornos im Netz frei zugänglich sind und das gegen den Jugendschutz verstößt, wird es von StreamOn abgelehnt. Egal wie sich der reale Traffic aufteilt.
Avatar
GelöschterUser805366
mgutt29. Okt 2017

Da Pornos im Netz frei zugänglich sind und das gegen den Jugendschutz …Da Pornos im Netz frei zugänglich sind und das gegen den Jugendschutz verstößt, wird es von StreamOn abgelehnt.


Wir wollen keinen Nebenthread aufmachen, abschließend meine Gedanken
- die Telekom ist dort kein Inhalteanbieter sondern technischer Dienstleister, sie bietet Traffic keinen Content
Genau um diesen diskriminierungsfreien Traffic geht es bei Netzneutralität - es hat den Mobilfunkanbieter/ISP schlicht nicht zu interessieren, was der User sich ansieht.

- wenn sie sich selbst als "Störer" begreift (also mittelbar/unmittelbar etwas Ungesetzliches erst ermöglichen würde), müßte das auch bei dem normalen bezahlten Vertragsvolumen gelten, dann dürften Porno Seiten nie zugänglich sein

- selbst wenn, durch die eins zu eine Zuordnung von Mobilfunkvertrag zum Nutzer, wäre ihr bekannt, wie alt der jeweilige Nutzer ist. Macht dieser Nutzer das Angebot Kindern zugänglich kann das die Telekom sowieso nicht erkennen oder beeinflußen.

Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften, die ISPs zwingen legale Inhalte zu "blocken", für vorauseilenden Gehorsam gibt es daher keinen Grund - und interessierte die telekom bei der Einführung des Angebot Stream On als solchem ja auch nicht.

Ihr geht es doch nur darum, daß wenn das Teil des Angebots wäre und die Presse nach einem halben Jahr dann fragt oder es noch besser auf der Aktionärsversammlung gefragt würde, welche Teile des Angebots wie genutzt werden, sie Zahlen nennen müßte.

Aber in diese Situation hat sie sich selber gebracht, würde man wie oben geschrieben nur als technischer Dienstleister auftreten und sich nicht von reinen Marketingüberlegungen leiten lassen, gäbe es eine solche Diskussion gar nicht.
Bearbeitet von: "GelöschterUser805366" 29. Okt 2017
MoshiMoshi29. Okt 2017

- wenn sie sich selbst als "Störer" begreift (also mittelbar/unmittelbar …- wenn sie sich selbst als "Störer" begreift (also mittelbar/unmittelbar etwas Ungesetzliches erst ermöglichen würde), müßte das auch bei dem normalen bezahlten Vertragsvolumen gelten, dann dürften Porno Seiten nie zugänglich sein


Ist denn Komprimierung eine Änderung? Wenn ja, dann kann sich die Telekom ja nicht mehr mit §9 TMG schützen und wird zum Content-Provider laut §7 TMG und haftet. Wobei ich das mit der Komprimierung sowieso nicht genau herausfinden konnte. Angeblich will die Telekom nur wissen wo die minderwertige Qualität abgerufen werden kann:
heise.de/new…tml

Nur das versteht ja auch keiner. Wenn die Telekom nicht extra komprimiert, warum reicht dann nicht wie gehabt die Bandbreitendrosselung und man überlasst die Auswahl der richtigen Qualität den Streaminganbietern?!

Auch interessant zum letzten Urteil: Die Telekom soll ja auch Audio im gleichen Maße wie Video komprimieren, damit die Inhalte gleichwertig behandelt werden:
heise.de/new…tml

Da hat aber wohl jemand Bilder vergessen. Ich mein dann müsste die Telekom ja im Grunde gezwungen sein alles minderwertiger zu übertragen. Vielleicht bauen sie dann in Zeitungsartikeln noch Rechtschreibfehler ein oder lassen ein paar Sätze weg ^^
Bearbeitet von: "mgutt" 29. Okt 2017
Verfasser
aland128. Okt 2017

Ja, tun sie.Nur leider reguliert die Telekom die BNetzA und nicht …Ja, tun sie.Nur leider reguliert die Telekom die BNetzA und nicht andersrum...


Wenn das Tatsache ist wird Telekom sauber aus der Sache rauskommen ohne einen Finger zu krümmen. Sich wahrscheinlich noch selbst damit rühmen und kaum einer weiß was hinter den Kulissen abgeht. Das ist dann wie Demo(Hypo)kratie.
lithiumware29. Okt 2017

Wenn das Tatsache ist wird Telekom sauber aus der Sache rauskommen ohne …Wenn das Tatsache ist wird Telekom sauber aus der Sache rauskommen ohne einen Finger zu krümmen. Sich wahrscheinlich noch selbst damit rühmen und kaum einer weiß was hinter den Kulissen abgeht. Das ist dann wie Demo(Hypo)kratie.


Wird sich am 10.11 zeigen.
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