Vivanda mal wieder... oder immer noch. Jetzt mit Anwalt

Moin, vivanda kennen ja nun viele hier, nachdem sie einen 20€ Gutschein ohne MBW mehrfach anerkannt und alle Waren versendet haben. Sprich, dem Kaufvertrag nach ihren alten AGB aktiv zugestimmt haben.

Irgendwann ist ihnen dann eingefallen, dass das ja gar nicht so geplant war und wollten Geld oder Ware zurück. Bei mir 80€. Ware ging schlecht, es sei denn sie akzeptieren leere Getränkekartons der Kokosnussmilch.

So, mittlerweile ist jetzt tatsächlich noch ein Anwaltsschreiben der Kanzlei Jörg Pieper gekommen, obwohl ich allen Mahnungen schriftlich und rechtskonform widersprochen habe. Sie müssten eigentlich ganz genau wissen, dass sie auf Grundlage bisheriger Rechtssprechung keine Handhabe haben. Nächster Schritt von ihrer Seite ist ein Inkassobüro. Was nervig ist, denn die wollen auch nochmal kräftig Gebühren. Zudem drohen sie damit das negative Zahlungsverhalten aktenkundig zu machen, um zukünftige Kreditanfragen zu erschweren. Schon ganz schön schweres Geschütz. Da geht's mir jetzt fast um's Prinzip nicht zu zahlen, dann es ist offensichtlich deren Schuld! Für den Endkunden war es zu keinem Zeitpunkt ersichtlich, dass das alles nicht so von denen gewollt war. Warum haben die bloß alles verschickt?

Einigen hier geht es sicher ähnlich. Wäre jemand bereit eine Musterantwort an den Anwalt zu teilen, damit nicht jeder das Rad neu erfinden muss?

25 Kommentare

Ich dachte alle hätten ne Ablehnung bekommen, krass, dass da z.T. offenbar tatsächlich verschickt wurde...
Allein die Tatsache dass sie ihre ansprüche an ein Inkasso-Büro abtreten heisst ja dass sie nicht wirklich an einen Erfolg glauben.
Wenn Du der Inkasso-Forderung dann widersprichst können die überhaupt nichts aktenkundig machen. Neben dem Widerspruch fordert man sie dann auf zu klagen oder weitere Schreiben zu unterlassen. Dann ist - meistens - Ruhe.

Wenn du es nicht zahlen möchtest und meinst im Recht zu sein, warte halt bis der Mahnbescheid kommt. Das ist der erste Zeitpunkt zu dem wirklich aktiv etwas gemacht werden muss. Dann kann die Gegenseite entscheiden, ob man den Widerspruch akzeptiert oder die Forderung gerichtlich einklagen möchte.

Ich weiß nicht, wie die Firma vorgegangen ist... Es gibt aber durchaus einige Möglichkeiten - trotz AVB-Regelungen - aus der Sache rauszukommen (z.B. Anfechtung wegen Irrtum was bei einem Gutscheinfehler jetzt nicht unlogisch wäre). Wenn die Firma durchzieht musst du irgendwann überlegen, wie weit du tatsächlich bereit bist zu gehen. Denn wenn man dort am Ende im Recht ist, kann es tatsächlich sehr teuer für dich werden.

Bearbeitet von: "blubdidup" 8. September

Das Avatarbild aus dem Internet zu klauen ist eine Sache. Aber lehnst du dich nicht ein bisschen weit aus dem Fenster, wenn du das Schreiben eines Anwalts klauen und verwenden möchtest?

Dumm gelaufen, wirst zu 99% zahlen müssen. Je länger Du es rauszögerst, desto teurer wird es.

Z0TR

Das Avatarbild aus dem Internet zu klauen ist eine Sache. Aber lehnst du dich nicht ein bisschen weit aus dem Fenster, wenn du das Schreiben eines Anwalts klauen und verwenden möchtest?



Hat er so doch nirgendwo geschrieben .. er sucht eine Musterantwort AN DEN ANWALT. Gab es hier doch schon öfters bei diversen Preisfehlern.

Basler182vor 1 m

Hat er so doch nirgendwo geschrieben .. er sucht eine Musterantwort AN DEN ANWALT. Gab es hier doch schon öfters bei diversen Preisfehlern.



Ach, ich hatte tatsächlich von einem Anwalt gelesen

Z0TR

Ach, ich hatte tatsächlich von einem Anwalt gelesen


Yep, alles nicht so dramatisch.
Bei MyDealz sind sicher viele in ähnlichen Situationen. Wenn ich an die ganze Inatec Geschichte hier von vor ein paar Tagen denke, deren Fall sich leicht ähnelt... wenn da mal was vom Anwalt kommt schieben hier sicher auch viele Panik. Und stehen vor ähnlichen Herausforderungen.
Ich bin keiner der gerne einen Anwalt einschaltet. Ein Schreiben von mir sollte ebenso rechtskräftig sein. Ein paar Tipps was andere da so konkret rein geschrieben haben kann doch nicht schaden. Dafür hat man doch das Forum hier, zumal hier viele dasselbe Anwaltsschreiben erhalten haben.

Bezahle doch deine Kokosnussmilch, wenn sie dir so gut geschmeckt hat.

Ein Schreiben von Dir ist nicht rechtskräftig. Scheinbar wollen die, die Forderung nicht so einfach abschreiben. Also entweder zahlen oder aufs Gerichtsverfahren warten. Dessen Entscheidung kann dann rechtskräftig werden.

Naja - wenn man das System so schamlos ausgenutzt hat könnte einem durchaus auch Böswilligkeit unterstellt werden. Der Fehler war ja ganz offensichtlich.. dahingehend zu argumentieren in guten Glauben gewesen zu sein, dass man dachte der Verkäufer wollte, dass du mehrere Gutscheine einlöst, weil er seine Produkte an die ganz "Cleveren" verschenken wollte.. Merkst du selber, ne?
Die meisten Richter sind halt auch nicht ganz auf den Kopf gefallen. Tu dir vielleicht selbst einen Gefallen, schluck es runter und zahl den Scheiß. Die Chance, dass du mit Pauken und Trompeten untergehst ist recht hoch.
Wenn du das trotzdem durchziehen willst erkundige dich zumindest bei deiner Rechtsschutzversicherung, ob die den Fall überhaupt abdecken würden. Die verweigern bei solch offensichtlichen Geschichten auch gerne mal die Leistung.

Irgendwie wirkt der Markenclaim "Alles was fair ist" wie blanker Hohn in der Situation. Naja immerhin weiß ich aus der Situation jetzt welche Shops ich meiden muss. So geht man nicht mit Kunden um. Aber der Mydealzer scheint ja auch nicht die normale Zielgruppe zu sein.

Wenn ich die Stimmung hier richtig interpretiere, scheint es schwer für dich zu sein Recht zu bekommen. Ich würde versuchen mit der Kanzlei Jörg Pieper einen Vergleich auszuhandeln. Wenn die sich drauf einlassen: Glück gehabt und mit blauem Auge davongekommen. Ansonsten könnte es womöglich langfristig teuer werden. Wobei ich bei 80€ auch keine Verhältnismäßigkeit sehe große Geschütze aufzufahren.

ulfilein007

Irgendwie wirkt der Markenclaim "Alles was fair ist" wie blanker Hohn in der Situation. Naja immerhin weiß ich aus der Situation jetzt welche Shops ich meiden muss. So geht man nicht mit Kunden um. Aber der Mydealzer scheint ja auch nicht die normale Zielgruppe zu sein.



So geht man aber auch nicht mit Shops um. Bei dem Preisfehler war jedem klar das es einer ist.
Solange sich hier die Leute Garagen füllen mit Preisfehlern finde ich es nicht verwerflich für einen Shop da mal hart durch zugreifen.

JohnnyBonjournovor 1 h, 8 m

So geht man aber auch nicht mit Shops um. Bei dem Preisfehler war jedem klar das es einer ist.Solange sich hier die Leute Garagen füllen mit Preisfehlern finde ich es nicht verwerflich für einen Shop da mal hart durch zugreifen.



Natürlich ist es auch die Schuld des Kunden insbesondere wenn er mehrmals bestellt wie in diesem Fall. Deswegen ist es ja nur Fair das Preisfehler storniert werden.

Aber ganz ehrlich weiß man heutzutage denn nicht, dass man Gutscheinen IMMER einen Mindestbestellwert haben muss. Außerdem prüft wohl keiner die Bestellungen bei denen. Ich hätte die 80€ als Unternehmen abgeschrieben, vll als postive Werbung gesehen und gut ist.

dinoovor 3 h, 14 m

Zudem drohen sie damit das negative Zahlungsverhalten aktenkundig zu machen, um zukünftige Kreditanfragen zu erschweren.



Erstmal schön wegen Nötigung anzeigen.

Keine Angst vor Inkasso. Die können dir nur dann was anhaben, wenn du etwas kostenpflichtig bestellst, aber nicht zahlst. Dein Fall ist aber anders: du hast kostenfrei bestellt, es wurde geliefert. Die haben dann mitgeteilt, dass der Kaufvertrag ein Irrtum war, aber das kann nicht einseitig ausgesprochen werden. Wenn du deren Irrtum nicht offziell akzeptierst, bleibt denen nur der Gang zum Gericht, um das Gegenteil nachzuweisen. Solange das nicht passiert ist, bleibt der Vertrag so wie er ist. Daher hat Inkasso insofern einen schweren Weg zu gehen. Du musst denen nur mitteilen, was Fakt ist. Und ja, auch Anzeige wegen Nötigung machen udn dem Verein das senden.

Bearbeitet von: "beneschuetz" 9. September

Georg Schnurer, der bei der c't die Rubrik "Vorsicht Kunde" betreut hat auf der IFA diese Woche ein Best Of präsentiert, dem man folgendes entnehmen konnte.

- Inkasso sind nichts als Briefe und Drohungen ohne Konsequenz
- Aktiv werden muss man erst bei einem Mahnbescheid
- Dem Mahnbescheid zu widersprechen scheint etwas tricky zu sein (z.B. nicht versehentlich selbst klagen, sondern sich verklagen lassen)

Musterschreiben ist mMn nicht nötig es gibt ja nur 3 Varianten: man zahlt, lässt es auf eine Klage ankommen oder handelt einen Vergleich aus.

Eine Anzeige wegen Nötigung kann man sich schenken, ist nur unnötiger Aufwand - die Inkassounternehmen sind ja keine Anfänger beim formulieren der Briefe.

Bearbeitet von: "iomer" 9. September

ulfilein007vor 12 h, 10 m

Irgendwie wirkt der Markenclaim "Alles was fair ist" wie blanker Hohn in der Situation. Naja immerhin weiß ich aus der Situation jetzt welche Shops ich meiden muss. So geht man nicht mit Kunden um. Aber der Mydealzer scheint ja auch nicht die normale Zielgruppe zu sein.


Wird Zeit, dass Shops Bewertungssysteme a la Schufa für Kunden einführen oder derartige Vermerke bei der Schufa eingeführt werden. Wer offensichtliche Fehler ausnutzt und sich dann auch noch im Recht sieht, sollte die Folgen etwas "globaler" merken. ;

na hoffentlich passieren euch im leben mal keine fälle die ausgenutzt werden.. manche user haben hier aber auch komische ansichten..

Also ich war bei der Aktion damals auch am Start... Ich hab eine Bestellung rausgehauen und mich über meine wirklich günstigen Cremes gefreut. Hab nie einen Brief von denen oder nem Anwalt bekommen.
Dass manche es auch immer so übertreiben müssen.... Schön zu sehen, dass es endlich auch mal Konsequenzen gibt.

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