Warnung: DHL Labels auf eBay kaufen

Da vorhin hier ein Deal aufkam und auch unglaublich schnell heiß wurde, nochmal die Warnung an Alle, da mein Comment auch weg ist da der deal zum Glück gesperrt wurde.

Man braucht eine Lizenz um Paketmarken zu verkaufen.
Online besitzt diese Lizenz Niemand außer efialile.de, es gibt wenige Ausnahmen lediglich im B2B Bereich bei einigen Office-Spezialisten die aber auch nur an DHL weitervermitteln und nicht selbst verkaufen.

Offline muss man dazu ebenfalls akkreditiert sein, da es Wertzeichen sind und der Handel dazu sehr genau reglementiert ist, da man unseriöse Händler, die Fälschungen vertreiben unterbinden möchte.

Wie auch immer, wenn ihr auf eBay solche Angebote seht: Lasst es sein.

Der Großkundenvertrag mit DHL sieht vor, welchen physischen 1. Scan die Pakete haben müssen um abgerechnet zu werden. Die Label die ihr erhaltet sind wertlos und nicht aktiviert und können nur aktiviert werden indem sie in einem vorher festgelegten Paket HUB von DHL gescannt werden und danach dem Absender in Rechnung gestellt.

Wenn ich jetzt so eine Paketmarke aus dem Großversender-Kontingent nehme und in Hamburg oder Berlin zur Post bringe, kann ich das ding direkt wieder mitnehmen bzw. bekomme es zurückgeschickt falls es erst später auffällt.
Mit einer Strafverfolgung hat man wahrscheinlich nicht zu rechnen, aber es wird auch nicht zugestellt und kann an DHL gehen, die es öffnen um rauszubekommen was los ist, da ein Betrugsversuch vorliegt.

Streng genommen, kann DHL eine Anzeige wegen des Kaufs von Hehlerware anstrengen. Noch aus Zeiten der Postkutschen gibt es ein entsprechendes Gesetz in Deutschland das hier und da mal zum Einsatz kommt, wenn ein Sachbearbeiter bei DHL einen schlechten Tag hat.
Ironischerweise findet sich der 1. Google Treffer dazu in einem eBay Support Forum mit entsprechender Warnung vor dem Kauf solcher Marken, da Jemand Post vom DHL-Anwalt bekommen hat.

Speziell im Deal vorhin war ein kleiner Parfüm-Onlineshop der Verkäufer, der zum EK seine Marken vertickt hat um seine Konditionen bei DHL zum Stichtag noch zu halten und nicht mehr zahlen zu müssen weil er unter der Mindestmenge geblieben ist.

Das ist illegal, er wird dafür gesperrt werden von DHL und alle Marken die er versendet hat sind völlig wertlos.

Die einzigen funktionierenden Marken, wenn auch illegal verkauft falls bei ebay geschossen, sind vorgedruckte barcodes mit kleinem hologramm und fest vergebener sendungsnummer. das ist quasi ne briefmarke fürs paket. und die sind auch gültig ohne wenn und aber.
meistens trifft man aber die händler an die PDF-Paketmarken verticken in der eine "Billing-No" unter der "Shipping-No" steht und das ist dann der Hinweis, dass die Marke wertlos ist, da an ein Großkontingent gebunden.


edit: um es noch einmal klar zu machen: ich kann als großversender beliebige adresslabel and beliebige adressen oder ohne angaben generieren und zahle so lange nichts, bis sie an dem von mir definierten hub gescannt werden. das sind erstmal nur proforma label wie ihr sie aus jedem paketbeileger als retourenlabel kennt.

als ebay händler spiele ich so also auf zeit und kann jede menge cash einsammeln, bis mal irgendwann auffällt, dass das großkundenkonto gesperrt wurde weil zigmal betrug festgestellt wurde.

Beste Kommentare

Verfasser

Legale Marke:

[Fehlendes Bild]


Illegale Marke (verweis auf Bill-No wurde vom Verkäufer entfernt), falls nicht selbst auf efiliale.de oder sonstiger DHL Seite generiert sondern bei Marktplätzen gekauft:
%24_1.JPG

27 Kommentare

+1 : TOP :

Verfasser

Legale Marke:

[Fehlendes Bild]


Illegale Marke (verweis auf Bill-No wurde vom Verkäufer entfernt), falls nicht selbst auf efiliale.de oder sonstiger DHL Seite generiert sondern bei Marktplätzen gekauft:
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Danke für die Aufklärung. Top!

danke

Genauso ist es, letzt endlich ist der Versender der Dumme. Da plötzlich unter der Sendungsnummer mehrere Pakete laufen und somit auch die Anzahl der Fehler sich häufen. Paketoutlet richtet sich eigentlich ausschließlich an Gewerbetreibende, da ist der Sachverhalt ein anderer. Heutzutage hat ja fast jeder einen Gewerbeschein oder kennt jemanden in seinen Umkreis so kann man dann auch legal für ein paar Cent mehr z.B. 10 Kg Paket für 4,46 € versenden. Echt zu empfehlen und man kommt dafür auch eine Rechnung bzw. meldet sich per Lastschrift an.

Toller Beitrag, Top!

Oder:

DHL Marke Online ausdrucken über efiliale.de/ und 4% Qipu mitnehmen + per DHL Kundenkarte das Paket (falls in der Nähe) in eine Packstation und Punkte mitnehmen.

Verfasser



Die sind sehr schlau und sagen kein Wort, mit wem sie letztlich versenden. Hermes bspw. ist unproblematisch, da die eine private Gesellschaft sind und mehr oder weniger jeder die paketmarken vertreiben kann von denen per web-schnittstelle ohne rechtliche probleme.
ich tippe auf hermes und evtl. unautorisierte auffüllung von DHL kontingenten mal hier und da. Lustigerweise hat die firma auch keinen deutschen gerichtsstand sondern sich mit einer briefkastenadresse in england registriert. man weiss wohl, warum...

Danke


Unproblematisch. Da ist Leit- als auch Routing-Code bzw. Identcode auf dem Label drauf. Ebenso die Marken von Tomba-Express. Es gibt schon auch offizielle Reseller von DHL Marken, so ist es nicht. (wobei dass dann ausschließlich Geschäftskunden-Pakete sind und das steht dann auch auf der Quittung, die man in der Filiale bekommt. (also kein DHL Paket oder Retoure)

Aber die Blanko-Marken sind eben nicht legal. Wobei sich da DHL schon anstellt, die sind jetzt schon seit über 10 Jahren im Umlauf. Hatte mal mit den netten Herrn aus Russland angefangen, keine Ahnung warum nun auch deutsche Händler mit den Scheiß anfangen müssen.

Aber dass DHL gegen Käufer vorgeht? WTF. Die sollen halt dem Verkäufer nix mehr verkaufen. Der denkt sich ja die Strichcodes auch nicht aus. Man sollte die Ursache des Problems bekämpfen, und nicht die Ausläufer hinten dran...

Könnte man die gekauften Briefmarken bei dem besagten ebay Händler zurückgeben und sein Geld zurückfordern?

Unter Hinweis auf die rechtliche Lage und diesen Thread hier, würde ich es ihm empfehlen!

Hab gerade erst gesehen, dass er als Gewerblicher bei ebay handelt. Dann sollte das doch kein Problem für die Leute sein, die da zugegriffen haben

Verfasser



ja, es gibt einige wenige ausnahmen wie z.b. die Metro Cash & Carry Gruppe aber das wird extrem wenige mydealzer betreffen und ist schon gar nicht per inet machbar sondern nur vor ort nach akkreditierung, da der händler ein kundenkonto anlegen muss für jeden verkauf

ich würde niemals bei EBay DHL-Marken kaufen, aber die Behauptung von Wertlosigkeit der Marken scheint mir übertrieben zu sein. Hier z.B hat ein Ebay-VErkäufer schon ca. 1500 PDF-Marken verkauft, seit 3 Monaten gibt es nur positive Bewertungen, die von Käufer mit hunderten und Tausenden positiven Bewertungen im Profil stammen. Es ist unwahrscheinlich, dass alle Käufer sofort positiv bewerten, ohne Paketmarken zu testen.

danke!

Da ich selbst Ebay Seller bin gewerblich weiss ich allerdings auch was Pakete kosten, ab 100 Paketen/week kostet das Abholen keine 3,- teilweise sogar 2,50-, ich komme selbst nicht an diese Zahlen aber wieviel Geld/Spielraum dadrin ist, ist krass und somit die verlockung hoch was zu sparen..

Das ist doch mal was für die Hauptseite

Mit Gewerbeschein lassen sich 10kg Pakete für ~4.50€ versenden? Aha? Nie daran gedacht.. Muss ich mich mal schlau machen

"Streng genommen, kann DHL eine Anzeige wegen des Kaufs von Hehlerware anstrengen. Noch aus Zeiten der Postkutschen gibt es ein entsprechendes Gesetz in Deutschland das hier und da mal zum Einsatz kommt, wenn ein Sachbearbeiter bei DHL einen schlechten Tag hat."

Nichts gegen den guten Beitrag, aber das Gesetz wuerde ich gerne wissen.
Geht es um §263 StGB - Betrug?

Aus meiner Sicht waere es beim Wissen oder begruendeten Verdacht der Hehlerei ein Betrug (vgl. §263 StGB). Wenn das nicht bekannt war und die Sache in gutem Glauben gekauft wurde, so ist DHL einfach nicht verpflichtet, das Paket zu beförden. Anzeigen kann DHL den Versender. Ich zweifele aber, dass dabei viel herauskommt. DHL wird sich auch eher an den Verkaeufer halten.

Hehlerei durch den Verkaeufer sehe ich hier allerdings nicht zwingend (vgl. §259 StGB), auch eher Betrug ggue DHL und/oder dem Kaeufer oder aber bzw. zudem Vertragsbruch, wenn DHL den Weiterverkauf ausgeschlossen hat.

dejure.org/ges…tml
dejure.org/ges…tml

Verfasser



Sehr sauber argumentiert und ordentlich recherchiert. Der Bezug der Hehlerei richtet sich auf den Käufer, insofern liegt kein Betrug vor, sondern es wird der Vorwurf gemacht, das offensichtlich illegal zum Verkauf angebotene Ware zumindest unter Inkaufnahme eines rechtlichen Risikos und einer zweifelhaften Herkunft erworben wurde, und so zumindest fahrlässig in Kauf genommen wird, kriminelle Handlungen zu unterstützen.

Das Problem ist, dass ich dir nicht genau sagen kann, worauf sich DHL beruft. Ich werde die Tage mal unseren Juristen danach fragen. Fakt ist, dass du viele Beiträge im Netz finden wirst in dem Menschen Post von DHL bzw. die Auskunft am Telefon erhalten haben.

Inwiefern das gerichtlich aufrecht zu halten ist, sei mal dahingestellt. Das ist schon eine krasse pro-DHL Argumentation und mir ist noch kein Präzedenzfall oder Fall mit vollstrecktem Urteil bekannt, jedoch wird man sich auch nicht ohne weiteres rausreden können ab einer gewissen Stückzahl und vor allem unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das Netz voll von Warnungen (sogar auf der offiziellen eBay Community Plattform ist).

Der Verkäufer wiederum hehlt denke ich nicht, sondern wird eher einen unilateralen Vertragsbruch begehen, woraufhin DHL die Erfüllung des Beförderungsvertrags gegenüber dem unbeteiligten Dritten (Käufer) zurecht ablehnt.
Eine Belangung des Dritten im Rahmen des Vertrags halte ich für ebenso nicht durchsetzbar, jedoch kann es für den Verkäufer doch schon um gewerbsmässigen Betrug gehen, wenn dieser wissentlich nicht vorhandene Dienstleistungen Dritter ohne Lizenz/Erlaubnis verkauft.



Wo bekomme ich denn die Marken?

dusel77

Da ich selbst Ebay Seller bin gewerblich weiss ich allerdings auch was Pakete kosten, ab 100 Paketen/week kostet das Abholen keine 3,- teilweise sogar 2,50-, ich komme selbst nicht an diese Zahlen aber wieviel Geld/Spielraum dadrin ist, ist krass und somit die verlockung hoch was zu sparen..


Bei 100 Paketen / Woche sollte die Abholung kostenlos sein

dusel77

Da ich selbst Ebay Seller bin gewerblich weiss ich allerdings auch was Pakete kosten, ab 100 Paketen/week kostet das Abholen keine 3,- teilweise sogar 2,50-, ich komme selbst nicht an diese Zahlen aber wieviel Geld/Spielraum dadrin ist, ist krass und somit die verlockung hoch was zu sparen..



Als Info JEDER DHL Fahrer nimmt euch die Paket mit (auch wenn ihr für die Abholung nichts bezahlt habt) auch wenn man keinen Vertrag hat einfach nen Fahrer "abfangen" und fragen ob er dort und dort regelmäßig was abholen kommt. Er bekommt für JEDE Sendung 0,70 Cent ;-).

Jemand in der Familie arbeitet bei dem Verein und hat mir das mal erzählt....

goodbrain

Als Info JEDER DHL Fahrer nimmt euch die Paket mit (auch wenn ihr für die Abholung nichts bezahlt habt) auch wenn man keinen Vertrag hat einfach nen Fahrer "abfangen" und fragen ob er dort und dort regelmäßig was abholen kommt. Er bekommt für JEDE Sendung 0,70 Cent ;-). Jemand in der Familie arbeitet bei dem Verein und hat mir das mal erzählt....



Für Päckchen wohl auch, hatte mich schon gewundert, warum der die mal gescannt hatte

Also da kann ich so nicht ganz zustimmen was du da schreibst. Klar darf man diese als Großkunden nicht weiterverkaufen, aber wenn ich welche ausdrucke dann kann das Paket auch von jedem Versendet werden. Natürlich darf man es trotzdem nicht. Aber so wie du es hier schreibst stimmt es auch nicht.

Das die Pakete erst gar nicht versendet werden oder zurück kommen.


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