Was taugt eine Versandkosten-Flatrate?

AvatarGelöschterUser3344403
eingestellt am 16. Feb 2015

Gerade wir von mydealz.de, der größten Social Shopping-Community Deutschlands, bestellen ja VIELLEICHT AB UND AN mal was im Internet. Da sollten uns als Verbraucher Versandkosten-Flatrates ja theoretisch entgegenkommen. Nun hat die Verbraucherzentrale NRW angebotene Versandkosten-Flatrates von 15 Online-Shops getestet.



Bei der Frage nach der Notwendigkeit einer solchen Pauschale, lohnt sich ein vergleichender Blick auf Details:


– Wie viele Bestellungen gebe ich im Jahr bei diesem Händler auf?

–  Finde ich nicht doch noch online einen Gutscheincode – wie bei vielen Onlineshops üblich – mit dem ich keine Versandkosten zahlen muss? (Bei H&M z.B. gilt hierfür ja seit Jahren der magische Code “1304”.)

– Und inwiefern wird immer noch auf einen Mindestbestellwert bestanden?


Erschwerend zur Entscheidung kommt hinzu, dass die Versandkosten ab einem gewissen Bestellwert ja meist sowieso kostenfrei sind…demnach muss man seine Fragen noch präzisieren:


– Wie oft bestelle ich in diesem Jahr unter dem angegebenen Warenwert, sodass ich überhaupt Versandkosten zahlen müsste? 

– Beinhaltet die Flatrate auch Express-oder Sonderlieferungen? Denn: Oftmals deckt die Flatrate nicht zwingend alle Versandarten oder Waren ab! Nix mit “All-Inclusive”. Also kein Versandparadies?

– Habe ich neben den erlassenen Versandkosten eventuell noch andere Vorteile?


Das momentan bekannteste Beispiel ist für Versandkosten-Flatrates vermutlich Amazon Prime. Man zahlt 49 Euro/ Jahr, dafür erhält man schnellen und “kostenlosen” Premiumversand, der allerdings nicht alles abdeckt, denn auch “Millionen von Artikel” sind eben nicht alle. Zudem darf man unbegrenzt Speicherplatz der Amazon Cloud nutzen (nur für Fotos!) sowie tausende von Filmen und Serien unentgeltlich streamen(auch im Einzelpaket zu ca. 8 Euro/Monat erhältlich). Allerdings fallen bei Morning- und Evening Express immer noch Aufpreise an. Ach ja: besitzt man ein Kindle oder Fire kann man noch kostenlos die Amazon Leihbücherei nutzen (1 Buch/Monat. Ha. Ha.)

Klingt alles so ein bisschen nach All-Inclusive-Urlaub auf Malle…Irgendwie ganz nett, aber unter’m Strich doch nicht so günstig und schon gar nicht Karibik. Und vielleicht braucht man das alles auch gar nicht und wäre doch lieber auf Balkonien geblieben?


Die Vebraucherzentrale NRW führt den Versandhandel BAUR als Positivbeispiel an. Hier zahlt man 15 Euro im Jahr (bereits für eine normale Bestellung, die aber Großgeräte ausschließt, denn die kosten trotzdem extra (75€ !) zwecks Sperrgut-Tarif, berechnet BAUR 5,95€. Ebenso positiv fiel Danato mit einer Versandkosten-Flatrate von 6,95€/ Jahr auf! Bei anderen Shops hingegen funktionierte das Modell nicht:


“Verabschiedet von der Flatrate haben sich dagegen die Konkurrenten Otto und Tchibo. Otto bekennt offen, das Experiment aus wirtschaftlichen Gründen abgebrochen zu haben.” – Verbraucherzentrale NRW





Meinungen und Kommentare erwünscht!


Was haltet ihr von Versandkosten-Flatrates? Habt ihr vielleicht selbst eine? Wenn ja, inwiefern lohnt es sich für euch?

Bis dahin heißt es nach wie vor:


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