Welcher 3D-Drucker?

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eingestellt am 16. Dez 2019
Welchen 3D-Drucker würdet Ihr empfehlen? Auch in Hinblick auf Qualität des Endprodukts und des Kaufpreises.
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Als Anfänger einen Anycubic i3 mega oder Creality Ender 3. Kosten 150-200€ und sind zum Einstieg geeignet. Das heißt sie können ordentlich drucken und sind leicht aufzubauen. Darunter kriegst du eher schlechtere Drucker, wo man sich ärgert nicht 20€ mehr gezahlt zu haben. Wenn man dann nach oben geht, kriegt man natürlich mehr Features, aber bevor man nicht weiß, was man überhaupt will, lohnt es sich nicht da was zu empfehlen. Und da deine Frage so unfassbar wenige Infos hergibt, nicht mal ein Budget, gehe ich mal von Anfänger aus.

Ansonsten: 3D Druck ist ein Hobby. Stell es dir nicht wie einen normalen Tintenstrahldrucker vor, wo man nur noch Tinte und Papier einlegen muss und es läuft auf Knopfdruck alles. Da ist viel zum einstellen (sowohl Hardware als auch etliche Software-Parameter) und selbst wenn du eine Woche lang problemlos drucken kannst, kann die Woche danach auf einmal was sein und du hast absolut keine Ahnung, was los ist Muss man schon Bock drauf haben. Ist aber auch keine Rocket Science.
12 Kommentare
Als Anfänger einen Anycubic i3 mega oder Creality Ender 3. Kosten 150-200€ und sind zum Einstieg geeignet. Das heißt sie können ordentlich drucken und sind leicht aufzubauen. Darunter kriegst du eher schlechtere Drucker, wo man sich ärgert nicht 20€ mehr gezahlt zu haben. Wenn man dann nach oben geht, kriegt man natürlich mehr Features, aber bevor man nicht weiß, was man überhaupt will, lohnt es sich nicht da was zu empfehlen. Und da deine Frage so unfassbar wenige Infos hergibt, nicht mal ein Budget, gehe ich mal von Anfänger aus.

Ansonsten: 3D Druck ist ein Hobby. Stell es dir nicht wie einen normalen Tintenstrahldrucker vor, wo man nur noch Tinte und Papier einlegen muss und es läuft auf Knopfdruck alles. Da ist viel zum einstellen (sowohl Hardware als auch etliche Software-Parameter) und selbst wenn du eine Woche lang problemlos drucken kannst, kann die Woche danach auf einmal was sein und du hast absolut keine Ahnung, was los ist Muss man schon Bock drauf haben. Ist aber auch keine Rocket Science.
Hört sich interessant an, wie ist das denn mit laufenden Kosten?
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GelöschterUser605784
Habe nun seit einigen Monaten den Anycubic i3 Mega S in Betrieb und bin (nach einiger Frustration und Kalibrierung) sehr positiv überrascht von der Qualität der Drucke.
Habe mich damals für einen Anycubic entschlossen, da ich keine Lust hatte, den Drucker komplett zusammenbauen zu müssen.
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GelöschterUser605784
Skimanni16.12.2019 08:03

Hört sich interessant an, wie ist das denn mit laufenden Kosten?


Materialkosten sind abhängig davon, wieviel man druckt.
Stromkosten hängen auch vom Modell ab, kann man so pauschal wahrscheinlich nicht sagen.

Bis jetzt musste ich noch keine Teile an meinem Drucker tauschen, aber Ersatzteile sind recht günstig aus Fernost zu bekommen.
Ich würde sowas nie wieder bei Aliexpress kaufen. Habe noch einen Ender 3 rumstehen der nicht funktioniert (Z-Achse rattert und fährt nicht hoch nach den ersten Drucken), mittlerweile werden meine Nachrichten vom Support ignoriert. Es wurde zwar schon Motor und das Mainboard getauscht, aber der Versand dieser Ersatzteile aus China dauert immer Wochen und ging teilweise bei der Post verloren. Und ich finde keine Möglichkeit sowas bei Aliexpress richtig zu eskalieren. Der Support von Creality will auch jedes Mal wieder ein Video von dem Problem, echt ätzend, jetzt sitze ich quasi auf Schrott im Wert von 150€, auch bei Reddit und in Facebook Foren weiß niemand weiter.

Mittlerweile habe ich einen Ender 5 (über Amazon bestellt), mit dem bin ich aber sehr zufrieden.
Die Creality Ender Drucker sind gut für den Einstieg und lassen sich super einfach zusammenbauen. Filament fällt kaum ins Gewicht, hab jetzt nach 3 Monaten die erste Rolle (20€) aufgebraucht und gerade am Anfang natürlich viel gedruckt.

Bezüglich Stromkosten, es gibt für den Ender 3 Beispielrechnungen von etwa $10 / Monat (mit US Strompreisen), wenn du den Drucker 24/7 laufen lässt, die rechnen mit etwa 100-150W. Man kann etwas Energie sparen indem man bei größeren Drucken das Bett nach den ersten Layern nicht mehr beheizt.

Dinge die mir vorher nicht so bewusst waren: Das Ding macht nicht unwesentlich Krach (primär Lüfter), die Drucke dauern oft viele Stunden und ich würde den Drucker nie lange unbeaufsichtigt laufen lassen, d.h. muss man teilweise etwas planen.
Ich hab mir 2013 einen Ultimaker 1 für einen vergleichsweise hohen Preis gegönnt (~1200€ als Bausatz), hatte aber schon hohe Ambitionen und das Urlaubsgeld musste dringend weg.
Was soll ich sagen, ich hab den Kauf seit 6 Jahren nicht einen Tag bereut, die Qualität ist unvergleichlich, der Ding ist sehr durchdacht und genau (±0,03 mm auf 200 mm). Leider hat Ultimaker mittlerweile den Verstand verloren, denn die aktuellen Modelle haben den Gegenwert eines kleinen Gebrauchtwagens, das kann sich kein Einsteiger mehr leisten, Markenführer und Top-Qualität hin oder her.
Allerdings muss ich schon immer schmunzeln, wenn mir einer erzählt, dass das China-Zeugs "genauso funktioniert wie dieser Ultimaker". Es wurde eh schon angerissen, der Teufel steckt da meistens im Detail, wie Spiel in den Achsen, keine absolute Rechtwinkligkeit, Probleme beim Halten der Temperatur, Schwankungen bei der Extruder-Geschwindigkeit, usw.
Für Spielzeig oder Ausstechformen mögen die Billig-Dinger ausreichend sein, wenns um Zahnräder oder gleitende Verbindungen geht, ist das Zeug nicht zu gebrauchen.
Ein Freund hat sich den Prusa i3 MK3 geholt vor nem Jahr und das scheint der gute Kompromiss zwischen hoher Qualität und (für Einsteiger gerade noch) annehmbaren Preis zu sein, zumindest, was ich gesehen hab.
Druckt irgendwer mit so einem drucker etwas anderes als plastikmüll?

Und jetzt kommt mir nicht mit irgendwelchen komischen haltern oder so etwas unnötigem die man sich schön redet
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GelöschterUser605784
dieter.mann16.12.2019 10:54

Druckt irgendwer mit so einem drucker etwas anderes als plastikmüll? Und …Druckt irgendwer mit so einem drucker etwas anderes als plastikmüll? Und jetzt kommt mir nicht mit irgendwelchen komischen haltern oder so etwas unnötigem die man sich schön redet


Bis jetzt habe ich auf jeden Fall schon viel „Plastikmüll“ gedruckt, auch durch einige Fehlschläge oder Tests, die dann in der Tonne landen.
Jedoch drucke ich auch ganz gerne Büsten oder Figuren, welche ich nicht als Plastikmüll bezeichnen würde. Werden halt ins Regal gestellt und man erfreut sich am anschauen.

Aber auch tatsächlich nützliche Ding habe ich schon gedruckt. Zum Beispiel Batteriefachdeckel, Kamerazubehör, Rätsel als „Verpackung“ für Gutscheine, Spielzeug, Teile um Spielzeug zu reparieren, Lithographien, usw.

Es gibt also durchaus auch „sinnvolle“ Dinge für die ein 3D Drucker im privaten Bereich genutzt werden kann.
dieter.mann16.12.2019 10:54

Druckt irgendwer mit so einem drucker etwas anderes als plastikmüll? Und …Druckt irgendwer mit so einem drucker etwas anderes als plastikmüll? Und jetzt kommt mir nicht mit irgendwelchen komischen haltern oder so etwas unnötigem die man sich schön redet


Tut mir leid für dich, wenn es dir da anscheinend an Fantasie fehlt:

+ Zahnräder für Rührgerät, Stabmixer, Rasierer
+ Gurt-Verriegelungn für alle möglichen Riemen
+ GoPro-Adapter für alle möglichen Formate
+ Schlauchadapter für die Werkstattabsaugung
+ Positiv-Modelle für Silikonformen um Schokolade zu gießen
+ Ausstechformen als Weihnachtsüberraschung
+ Messadapter für die Werkstatt
+ Magnetschalter in Kombination mit Neodym-Magneten
+ Kabelmanagement für Computer, Werkstatteinrichtung
+ Updates für den Drucker (Antivibration, Riemenspanner, Abdeckkappen, Zugentlastung, etc)
+ Gimmicks für Modellbau: Akkuschale, Kamerahalterung, individuelle Ruderanlenkungen, Kabinenhauben, usw.
+ und: HALTER (ja, wirklich) in allen Formen in Werkstatt, Küche, Büro, Dusche, Windfang, Abstellraum.

In Summe hat sich wahrscheinlich der Anschaffungspreis schon amortiesiert, alleine Bosch wollte 35€ für einen Drehknopf haben, der vom Herd abgebrochen ist. Zum Glück kann ich konstruieren und versteh ein klein wenig von Mechanik.

Ich hab natürlich auch viel Überflüssiges produziert, aber zusammengefasst ist das Ding schon ne Bereicherung für jeden, der Dinge lieber repariert anstatt sie wegzuwerfen. Oder keine Wucherpreise für Ersatzteile bezahlen will, die die selben Sollbruchstellen haben wie die Originalteile.

Ich mag meinen 3D-Drucker.
Ne. Überzeugt mich alles nicht.
Danke für euren ersten Input.
Sorry für meinen ersten, kurz formulierten Beitrag. Das Verhältnis von Preis und Leistung ist mir wichtig. Wenn man merkt, dass es sich lohnt, 50€ mehr zu zahlen und man erzielt mit dem Gerät am Ende bessere Ergebnisse, dann wärs mir das Geld wert. Unsummen würde ich aber nicht ausgeben wollen.
Die genannten Geräte wären preislich im Rahmen. Alle scheinen aktuell von ca 150€ - 220€ verfügbar zu sein. Aber ist der Ender 5 dann bspw. auch besser als der Anycubic i3?

Wofür ich den Drucker gerne verwenden würde:
1. Es sollte ein "Vor-Projekt" sein. Ich würde gerne demnächst einen Automaten bauen/konstruieren (samt Software) und ich kann mir vorstellen, dass ich auch das ein oder andere Einzelteil / Eigenkonstruktion / Halterung benötigen werde. Unter Anderem bräuchte ich evtl. eine Förderschnecke. (Keine Ahnung ob sich so etwas überhaupt drucken ließe)
2. Evtl mal an Handyhüllen versuchen

Ist es eigentlich schwer, eigene Modelle am PC zu erstellen welche man drucken kann? Gibts da leicht zu handhabende Software?
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GelöschterUser605784
Zum Ender kann ich nicht viel berichten, das Preis / Leistungsverhältnis vom I3 Mega S ist allerdings für mich als Einsteiger wahnsinnig gut.

Je nachdem, was Du für ein Projekt machen möchtest, solltest Du Dir auch über die mögliche Größe der Objekte Gedanken machen. 20x20x20cm reicht zwar für kleinere Sachen aus, könnte aber je nachdem knapp werden.

Ein geeignetes Filament für Handyhüllen habe ich bis jetzt noch nicht gefunden. Wenn dann wahrscheinlich mit TPU (flexibles Filament), würde aber bei sowas dann doch eher „professionell“ hergestellte Waren kaufen.

Ich hatte zwar schon etwas Vorerfahrung im 3D-Modellieren, finde aber Tinkercad eine sehr einfach zu bedienende Software, welche für Einsteiger geeignet ist.
Bearbeitet von: "GelöschterUser605784" 16. Dez 2019
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