Abgelaufen

Wer zahlt die Hinsendekosten bei Widerruf? *UPDATE*

Admin 129
eingestellt am 15. Apr 2010
Update 1



Der europäische Gerichtshof hat heute entschieden, dass die Hinsendekosten im Falle eines Widerrufs vom Händler übernommen werden müssen. Allerdings ist die Begründung des Richters diskussionswürdig. Es geht nämlich dadrum, dass das Risiko fair zwischen Händler und Kunden aufgeteilt wird. Im restlichen Europa gibt es nämlich nicht die 40 Euro Klausel, die besagt, dass bei Bestellungen über 40€ der Händler die Rückversandkosten zu tragen hat. Unter Umständen wird das Urteil also auch nochmal zu Änderungen des deutschen Gesetzes führen.

Erstmal kann man jetzt aber auf jeden Fall folgendes festhalten:


  • Hinsendkosten: Sind bei vollständiger Rücksendung (nicht bei Teilrücksendungen) immer vom Händler zu tragen

  • Rücksendekosten: Ab 40€ Warenwert vom Händler zu tragen

Gute Nachrichten für den Kunden (zumindest kurzfristig bis dies von den Händlern mit einkalkuliert wird).


Ursprünglicher Artikel vom 02.04.2010:
Wer trägt eigentlich die Hinsendekosten, wenn ich einen Fernabsatzvertrag widerrufe?


Ich hatte ja bereits vor einiger Zeit darüber geschrieben, dass man Verträge, die beispielsweise im Internet abgeschlossen wurden, innerhalb einer bestimmten Frist ohne Begründung widerrufen kann. Die Rücksendekosten hat dabei grundsätzlich der Verkäufer zu tragen, es sei denn, es wurde vertraglich etwas anderes vereinbart. Zulässig ist die Abwälzung der Rücksendekosten, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht und der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40€ nicht übersteigt oder wenn Ihr bei einem höheren Preis der Sache zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht die Gegenleistung oder eine vertraglich vereinbarte Teilzahlung erbracht habt.


Damit wäre das dann ja geklärt. Aber was ist denn eigentlich mit den Hinsendekosten, die entstehen, wenn mir ein Verkäufer etwas zuschickt? Geklagt hatte die Verbraucherzentrale NRW auf Unterlassung gegen den Heine Versand, der Kunden pauschal € 4,95 pro Bestellung in Rechnung stellte. Nun beginnt das juristische Kuddelmuddel: Das Landgericht Karlsruhe hatte der Verbraucherzentrale Recht gegeben und festgestellt, dass die Belastung mit diesen Kosten gegen Verbraucherregeln verstoßen. Die nächste Instanz (das Oberlandesgericht) stimmte dem Landgericht zu und wies die Berufung ab. Der Heine-Versand probierte es schließlich beim Bundesgerichtshof, der sich daran aber nicht die Finger verbrennen wollte und die Frage jetzt dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorlegte. Dieser hat nun zu entscheiden, ob die Hinsendekosten nicht mit der Fernabsatzrichtlinie (Richtlinie 97/7/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Mai 1997 über den Verbraucherschutz bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz) kollidiert, da diese vorsieht, dass der Verbraucher nicht mit Hinsendekosten belastet werden darf.


Lange Rede kurzer Sinn: Derweil zerbricht sich der EuGH darüber den Kopf. Eine bindende Entscheidung gibt es deswegen noch nicht, aber die Chancen für den Verbraucher stehen gut. Sobald es dazu Neuigkeiten gibt, wird der Artikel über Widerruf bei Onlinebestellungen geupdated und wieder hochgeholt. Wer in der Zwischenzeit auf Nummer sicher gehen will, informiert sich entweder vorher bei dem Wunschhändler oder greift zu einem Händler, der versandkostenfrei liefert.

Zusätzliche Info
Diverses
129 Kommentare

Interessant.

Meiner Meinung nach sollte die Hinsendekosten der Verbraucher tragen. Warum sollte der Händer dafür aufkommen, wenn dem Kunde etwas nicht gefallt?
Da reicht es vollkommen aus, wenn die Rücksendekosten erstattet werden.

Auch sollte bedacht werden, dass viele Verkäufer ohnehin den kostenlosen Versand anbieten.

Haha, ich wollte eventuell jetzt was bei Heine bestellen, aber die jetzigen Versandkosten pauschal von 5,95€ (!) halten mich noch leicht davon ab
Wenn ich beispielsweise was bei Ebay verkaufe will ich nicht die Versandkosten übernehmen, das würde sich dann bei Spielen ja gar nicht mehr lohnen.

Ich finde, der Verbraucher sollte von den Kosten verschont bleiben, denn dann ist er auf dem gleichen Stand wie im Laden, und das ist der Sinn der Sache!

Dafür sparen Online händler an genug anderen Ecken gegenüber den lokalen Geschäften. Sollte es ein Kunde übertreiben und immer wieder bestellen und zurück schicken, macht man mit diesem keine Geschäfte mehr!

Der LCD TV von Conrad hatte bei mir auch dieses quiecken. Habe ihn daraufhin zurückgesendet. Wer zahlt denn in dem Fall die Hinsendekosten?

Da hat aber jemand aufmerksam gelesen
Wenn Conrad kulant ist, sie, wenn nicht Du.
Conrad ist aber kulant

Die Aussage zieht in meinen Augen nicht.

Entweder man will beim Kauf sparen und bestellt die Sachen dann online, oder man kauft es im Ladenlokal. Muß da aber dann tiefer in die Tasche greifen.

Und was machen viele Verbrauche: Genau da wird dann online aufgrund der Preisersparnis gekauft. Da ist es dann auch nicht zu viel verlangt, die Porokosten zu tragen.



TheZulfi: Ich finde, der Verbraucher sollte von den Kosten verschont bleiben, denn dann ist er auf dem gleichen Stand wie im Laden, und das ist der Sinn der Sache!Dafür sparen Online händler an genug anderen Ecken gegenüber den lokalen Geschäften. Sollte es ein Kunde übertreiben und immer wieder bestellen und zurück schicken, macht man mit diesem keine Geschäfte mehr!

Ganz eindeutig Conrad. Wenn das Gerät defekt ist. Wenn nicht, natürlich du. Oder Sie liefern dir ein funktionsfähiges Gerät.



steve: Der LCD TV von Conrad hatte bei mir auch dieses quiecken. Habe ihn daraufhin zurückgesendet. Wer zahlt denn in dem Fall die Hinsendekosten?

im laden bezahlt der kunde den "versand" (hier sind es eben lagerkosten, ladenkosten, und und und) durch den hoeheren kaufpreis, und der verkaeufer macht hier durch widerruf im grunde kein minus, waehrend er aber im internet eben versandkosten, verpackungskosten doppelt zu tragen haette, wenn zu gunsten des verbrauchers entschieden wird.

Wenn der Onlinehandel die Hinsendekosten tragen muss, dann dürften die Preise sicherlich auch steigen.



TheZulfi: Ich finde, der Verbraucher sollte von den Kosten verschont bleiben, denn dann ist er auf dem gleichen Stand wie im Laden, und das ist der Sinn der Sache!</P

Nun ja, ich denke beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Dir würde ich z.B. zu bedenken geben wollen, dass Du im Regelfal gegenüber dem Laden das jeweilige Produkt deutlich billiger beziehen wirst. Ausserdem muss es einen Anreiz geben, dass keine "sinnlosen" Bestellungen ausgelöst werden.

Nach dem ziemlich eindeutigen Schlussantrag des Generalanwalts Paolo Mengozzi stehen die Chancen geschätzt 80/20 für die Verbraucher. Wir warten es ab!

Richtig so :-)

Verfasser Admin

Im Prinzip ja.
Sonst ist es gerade bei TV-Geräten einfach ein klarer "Hinderungsgrund" vom Widerruf Gebrauch zu machen.

Natürlich gibt es halt auch andere Punkte die man letztendlich berücksichtigen muss. Gute/Faire Händler haben das in ihrem Prozess eh bereits einkalkuliert.

gebe ich das Paket dann ohne Frankierung mit dem Hinweis "Porto bezahlt Empfänger" auf oder muss ich die Kosten vorstrecken?

Verfasser Admin

In 99% der Fälle vorstrecken. Die größeren Händler legen aber auch oft direkt einen Rücksendeschein bei - aufpeppen, zur Post/Hermes bringen und "glücklich" sein.

Avatar
Anonymer Benutzer

Genau dieses Thema hatte ich als Examensklausur im ersten Staatsexamen

Bearbeitet von: "" 14. Sep 2016

"Die Rücksendekosten hat dabei grundsätzlich der Verkäufer zu tragen, es sei denn, es wurde vertraglich etwas anderes vereinbart. Zulässig ist die Abwälzung der Rücksendekosten, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht und der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40€ nicht übersteigt ..."

Bitte den Part noch einmal überarbeiten, da es genau anders herum sein sollte, da unter 40 Euro der Käufer die Rücksendekosten und erst über 40 Euro trägt diese der Verkäufer.

MyDealz ist und bleibt einfach eine absolut geniale Seite. Ich liebe die Mischung aus Angeboten und Hinweisen, seziell die Einstreuung solcher Artikel mache die Seite für mich persönlich zu einer der Topadressen im Netz. Hier hat man wirklich das Gefühl dass sich der admin umfassend um seine Schäfchen kümmert.

Ich hoffe es wird noch lange so bleiben und möchte einfach mal wieder danke sagen für den genialen Service !!

Avatar
Anonymer Benutzer

Ich finds mies dass der Händler auch noch den Hinversand zahlen muss, Rückversand ist schon schlimm genug. Im Laden bekommt man auch kein Benzingeld erstattet wenn man was zurückbringt. Irgendwann ist auch mal gut mit "Verbraucherschutz".

Bearbeitet von: "" 14. Sep 2016


morTimar: “Die Rücksendekosten hat dabei grundsätzlich der Verkäufer zu tragen, es sei denn, es wurde vertraglich etwas anderes vereinbart. Zulässig ist die Abwälzung der Rücksendekosten, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht und der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40€ nicht übersteigt …”Bitte den Part noch einmal überarbeiten, da es genau anders herum sein sollte, da unter 40 Euro der Käufer die Rücksendekosten und erst über 40 Euro trägt diese der Verkäufer.



Ist doch genau so formuliert, lies selbst nochmal nach. Unter 40€ und bei korrekter Ware erfolgt die Abwälzung auf den Kunden = Kunde trägt die RÜcksendekosten. Über 40€ nicht...

@admin: War es früher nicht mal möglich Kommentare noch ein paar Minuten lang zu bearbeiten? Ist nicht tragisch und mir sind die Beweggründe durchaus bewusst das nicht zu machen, ich merze aber eigtl. ganz gerne die flüchtigen Rechtschreibfehler noch schnell aus.

Avatar
Anonymer Benutzer

ich habe bol.de etwas zurückgesendet, auf ihren wunsch mit der billigsten alternative.
dies ist nun 2,3 wochen her und sie meinen, es sei immer noch nichts angekommen. in diesem fall müssen sie mir aber dennoch die kosten erstatten oder?
beweisen kann ich jedoch schlecht, dass ich die ware abgeschickt hab, da es ja kein paket oder dergleichen war. die quittung habe ich aber noch.

Bearbeitet von: "" 9. Mär

@admin: bitte schreib doch "Hinsendekosten" um in "Rücksendekosten" das wäre dann wenigstens das gebräuchliche Wort



nippelnuckler: @admin: bitte schreib doch “Hinsendekosten” um in “Rücksendekosten” das wäre dann wenigstens das gebräuchliche Wort


sorry nu hab ichs auch gepeilt...

Es dürfte auch jetzt schon aufgrund der doch recht deutlichen Tendenzen in Richtung des Verbrauchers kein Problem sein, die Hinsendekosten geltend zu machen. Die deutschen Gerichte haben bisher eher verbraucherfreundlich abgeurteilt und in den Schlussanträgen des EuGH-Generalanwalts sollte schon eine Vorschau auf die kommende EuGH Entscheidung zu sehen sein ;-).

Wir können uns also schon mal auf noch schlechteres Möbel-Shopping im Internet einstellen... .

In diesem Fall sollte eigentlich gelten, dass die Gefahr (bei einer Schickschuld) auf den Empfänger übergeht, sobald du die Ware an den Versender (d.h. Post) übergeben hast. Das heisst, die müssen das bezahlen. Grds. bist du nun in der Beweispflicht, dass du es auch tatsächlich der Post übergeben hast, aber dafür reicht ja die Freundin als Zeugin. Um demnächst auf nummer sicher zu gehen: immer versichert zurücksenden, DIE müssen dir das eh erstatten, wenn es über 40 Euro war...

Anders ist es, wenn du selber gewerblicher Verkäufer wärst. Daher würde ich als Kunde niemals versicherten Versand bei gewerblichen Verkäufern wählen...



sicki: ich habe bol.de etwas zurückgesendet, auf ihren wunsch mit der billigsten alternative.
dies ist nun 2,3 wochen her und sie meinen, es sei immer noch nichts angekommen. in diesem fall müssen sie mir aber dennoch die kosten erstatten oder?
beweisen kann ich jedoch schlecht, dass ich die ware abgeschickt hab, da es ja kein paket oder dergleichen war. die quittung habe ich aber noch.

Na dennis, es geht ja darum, wenn man den Artikel zurückschicken will, weil er einem nicht gefällt. Da soll der Verbraucher gestellt werden, als hätte er ihn im Laden gekauft.

Wenn man den Artikel behalten will muss man selbstverständlich die Versandkosten tragen, und das ist auch aus deinen genannten Gründen richtig so.



Dennis: Die Aussage zieht in meinen Augen nicht.Entweder man will beim Kauf sparen und bestellt die Sachen dann online, oder man kauft es im Ladenlokal. Muß da aber dann tiefer in die Tasche greifen.Und was machen viele Verbrauche: Genau da wird dann online aufgrund der Preisersparnis gekauft. Da ist es dann auch nicht zu viel verlangt, die Porokosten zu tragen.

@sicki
Ich wuerde, bei vorhandenem Zeugen, die Herrschaften nochmal anschreiben (mit Quittungsscan) Frist setzen und evtl einen Nachforschungsauftrag(geht auch mit Brief) aufgeben.
Gruss

Avatar
Anonymer Benutzer

da der artikel zum einen beschädigt war, zum anderen nicht der artikelbeschreibung entsprach, haben die gemeint, sie übernehmen die portokosten aufjedenfall und ich soll bitte das billigste nehmen. naja hab ich dann auch getan. naja veilleicht dauert das bearbeiten der retouren bei denen ja etwas länger...-.-



Basti: In diesem Fall sollte eigentlich gelten, dass die Gefahr (bei einer Schickschuld) auf den Empfänger übergeht, sobald du die Ware an den Versender (d.h. Post) übergeben hast. Das heisst, die müssen das bezahlen. Grds. bist du nun in der Beweispflicht, dass du es auch tatsächlich der Post übergeben hast, aber dafür reicht ja die Freundin als Zeugin. Um demnächst auf nummer sicher zu gehen: immer versichert zurücksenden, DIE müssen dir das eh erstatten, wenn es über 40 Euro war…
Anders ist es, wenn du selber gewerblicher Verkäufer wärst. Daher würde ich als Kunde niemals versicherten Versand bei gewerblichen Verkäufern wählen…

Bearbeitet von: "" 9. Mär


jamdeacon:
Ist doch genau so formuliert, lies selbst nochmal nach. Unter 40€ und bei korrekter Ware erfolgt die Abwälzung auf den Kunden = Kunde trägt die RÜcksendekosten. Über 40€ nicht…



OK, hab das aus der falschen Perspektive gelesen, sprich bin davon ausgegangen, das der Kunde die Rücksendekosten "abwälzen" darf.
So: "Zulässig ist die Abwälzung der Rücksendekosten auf den Käufer ..." wäre es mir sicher gleich klar gewesen.
Avatar
Anonymer Benutzer

Habe für 80€ etwas bestellt (ab 60€ wurde versandkostenfrei geliefert). Als ich Ware dann zurückgeschickt habe, wurden mir aber nur 74,10€ überwiesen mit der Begründung "nach der Rücksendung sei der Bestellwert unter den 60€ und somit wären die Versandkosten angefallen". Was kann man da noch sagen...

Bearbeitet von: "" 5. Okt 2016

Ich finde, dass die Hinsendekosten genauso einer 40€ Regel unterzogen werden sollten wie bei den Rücksendekosten. Man sollte es auch mal etwas fair betrachten und nicht nur pro-Käufer.

Hallo,

das Thema Widerruf und Portokosten beschäftigt mich auch sehr oft das Jahr über, da ich doch des öfteren etwas auf Probe kaufe. Mir geht es nicht darum, sinnlos Kosten zu verursachen, sondern einfach Ware Zuhause in Ruhe sich anschauen zu können, und nur wenn diese mir gefällt, dann diese zu behalten.

Gerade in der heutigen Zeit, in der Ware nur unter Preisgesichtspunkten gebaut wird, leidet sehr oft die Qualität. Umso wichtiger ist es dann, dass man Garantie hat bzw. die Ware auch gesetzlich garantiert wieder zurückgeben kann.

Meine Meinung:
Die Hinsendekosten können durchaus auch im Falle eines Widerrufes vom Käufer getragen werden. Hier würde ich nicht unbedingt auf die Erstattung bestehen.
Was mich aber stört sind, dass es bei sehr vielen Händlern immer noch Probleme bei den Rücksendekosten gibt. Hier sollte was getan werden.
Z.B. bei ebay sollte die Paypal-Garantie auch diesen Punkt abdecken. Sprich nicht nur den Nicht-Erhalt der Ware, sondern auch wenn der Händler das Geld für die Ware nach Rückgabe nicht mehr rausrückt oder die Portokosten nicht übernehmen will.

Meine Forderungen daher
- es muss gesetzlich eine Frist her, in der ein Widerruf durch den Händler abgewickelt sein muss, d.h. Geld für die Ware und evtl. ausgelegtes Porto muss wieder beim Kunde sein
- der Händler muss zwingend eine kostenlose Möglichkeit der Rückgabe anbieten, bei dem der Kunde sicher sein kann, dass er nicht auf Kosten sitzen bleibt oder die Ware nicht angenommen wird.
Meiner Meinung nach kommen hier nur zwei Möglichkeiten in Frage: Der Händler stellt dem Kunden eine bereits frankierte Paketmarke zur Verfügung oder er lässt die Ware an einer vom Kunden definierbaren Adresse abholen.

Auch hier wieder blendendes Beispiel: Amazon.de

Wer bei Amazon schonmal eine Rücksendung abgewickelt hat, braucht den Artikel gar nicht erst lesen - der weiss bereits intuitiv wie das in etwa zu laufen hat. Amazon geht nämlich genau diesen Weg und beschreibt ihn auch korrekt in der entsprechenden Formularsammlung zur Abwicklung.

Ob prinzipiell ein kostenloser Versand des Artikels erfolgen sollte, mag mal dahingestellt sein - schließlich hat der Onlinekäufer bereits in den meisten Fällen einen Preisvorteil, der gerade bei Artikeln ab 50 Euro so weit ins Gewicht fällt, dass er Standardversandkosten von besagten 5 Euro übersteigt.

Deine "Forderungen" sind zum einen ziemlich blindwütig und zum anderen bereits erfüllt. Wenn Du Dich mit dem Widerruf nochmal ernsthaft beschäftigst, wirf mal einen Blick ins Schuldrecht und ins Kaufrecht. Etabliert haben sich 30 Tage bzgl Rückgewährung aller Kosten - auch wenn man nach Rückabwicklung Zug um Zug ebenfalls argumentieren könnte, dass der Verkäufer sofort erstatten müsste, sobald die Rückgabe bei ihm eingegangen ist. Wie auch immer man das dreht, ist bereits geregelt.



Martin: Hallo,das Thema Widerruf und Portokosten beschäftigt mich auch sehr oft das Jahr über, da ich doch des öfteren etwas auf Probe kaufe. Mir geht es nicht darum, sinnlos Kosten zu verursachen, sondern einfach Ware Zuhause in Ruhe sich anschauen zu können, und nur wenn diese mir gefällt, dann diese zu behalten.Gerade in der heutigen Zeit, in der Ware nur unter Preisgesichtspunkten gebaut wird, leidet sehr oft die Qualität. Umso wichtiger ist es dann, dass man Garantie hat bzw. die Ware auch gesetzlich garantiert wieder zurückgeben kann.Meine Meinung:
Die Hinsendekosten können durchaus auch im Falle eines Widerrufes vom Käufer getragen werden. Hier würde ich nicht unbedingt auf die Erstattung bestehen.
Was mich aber stört sind, dass es bei sehr vielen Händlern immer noch Probleme bei den Rücksendekosten gibt. Hier sollte was getan werden.
Z.B. bei ebay sollte die Paypal-Garantie auch diesen Punkt abdecken. Sprich nicht nur den Nicht-Erhalt der Ware, sondern auch wenn der Händler das Geld für die Ware nach Rückgabe nicht mehr rausrückt oder die Portokosten nicht übernehmen will.Meine Forderungen daher
- es muss gesetzlich eine Frist her, in der ein Widerruf durch den Händler abgewickelt sein muss, d.h. Geld für die Ware und evtl. ausgelegtes Porto muss wieder beim Kunde sein
- der Händler muss zwingend eine kostenlose Möglichkeit der Rückgabe anbieten, bei dem der Kunde sicher sein kann, dass er nicht auf Kosten sitzen bleibt oder die Ware nicht angenommen wird.
Meiner Meinung nach kommen hier nur zwei Möglichkeiten in Frage: Der Händler stellt dem Kunden eine bereits frankierte Paketmarke zur Verfügung oder er lässt die Ware an einer vom Kunden definierbaren Adresse abholen.

Zahlt dir der Laden um die Ecke wenn du etwas umtauschen willst denn die Benzinkosten für die Anfahrt?



TheZulfi: Ich finde, der Verbraucher sollte von den Kosten verschont bleiben, denn dann ist er auf dem gleichen Stand wie im Laden, und das ist der Sinn der Sache!

netter beitrag..aber wie würde das aussehen, wenn der verkäufer mir einen falschen artikel zugesendet hat? wer hat dann die rücksendekosten zu tragen?

Verfasser Admin

Bei Falsch- oder Defektlieferungen ist immer der Händler "dran" ^^

Warum sollte der Verkäufer die Kosten tragen wenn die Ware OK ist und genau das ist was bestellt wurde ? Macht doch gar keinen Sinn.
Wird mal zeit, dass das Gesetz geändert wird auch wenn dann die ganzen Assis die Kleidungsstücke immer in allen größen Online bestellen udn dann 80 Prozent zurücksenden heulen werden.

er bezahlt nicht nur die hin- und rueckfahrt nicht, sondern er tauscht es vlt erst gar nicht um - offline gibts ja kein widerrufsrecht.



Hansi: Zahlt dir der Laden um die Ecke wenn du etwas umtauschen willst denn die Benzinkosten für die Anfahrt?

Dein Kommentar
Avatar
@
    Text

    Top Diskussionen

    Top-Händler