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Wie sieht es eigentlich mit dem privaten und gewerblichen Verkauf bei eBay aus?

Admin 76
eingestellt am 29. Apr 2010

[Fehlendes Bild]Heute will ich mich mal den Rechten und Pflichten des privaten Händlers bei eBay widmen. Laut eigenen Angaben gibt es allein in Deutschland über 14 Millionen angemeldete Mitglieder. Der einfache Zugang, die große Bekanntheit und die viel versprechenden Angebote machen das Internetauktionshaus zu einer lukrativen Möglichkeit sowohl für Privatleute, als auch für Unternehmen. Die Probleme entstehen erst, wenn die bestellte Sache nicht den Vorstellungen des Käufers entspricht oder wenn der Käufer sich nicht an die getroffenen Vereinbarungen hält. Welche Rechte und Pflichten habe ich als Käufer und als Verkäufer bei Ebay?


Der Vertrag


3…2…1… meins? Häufig ist die Endphase der Versteigerung bei eBay so mitreißend, dass man schnell einen Preis zahlt, den man eigentlich gar nicht ausgeben wollte. Doch ist hier auch wirklich ein Vertrag zustande gekommen? Die Antwort ist ja. Ersteigert man bei eBay einen Artikel so ist die Ersteigerung zunächst einmal verbindlich. Auch der Verkäufer kann sich nicht einfach darauf berufen, dass er davon ausgegangen ist, die Sache nur zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. Wenn er eine Auktion frühzeitig beendet, muss er den Artikel für das letzte Gebot hergeben.


Hat man einen Artikel ersteigert muss man ihn natürlich grundsätzlich auch bezahlen. Allerdings gibt es für einen privaten Käufer, der etwas von einem Händler ersteigert hat, die Möglichkeit, den Vertrag innerhalb einer bestimmten Frist zu widerrufen.


Übrigens ist auf die Versteigerung bei eBay Kaufrecht anwendbar, da es sich nicht um eine klassische „Versteigerung“ handelt.


Widerrufs- und Rückgaberecht



Zunächst muss man zwischen privaten und gewerblichen Verkäufern unterscheiden. Für den Handel mit gewerblichen Verkäufern gilt: Nach dem Fernabsatzgestz steht Euch ein Widerrufsrecht gegenüber dem gewerblichen Verkäufer zu.


Bisher war es – wie wir ja auch schon berichtet haben – so, dass Eure Widerrufs- oder Rückgabeerklärungen spätestens 1 Monat nach Vertragsschluss, bzw. nach Eingang der Ware, beim Verkäufer zugegangen sein musste. Ob man den Vertrag durch eine bestimmte Erklärung widerrufen muss oder die Rücksendung der Ware ausreicht, um vom Vertrag zurück zu treten, hängt davon ab, ob der Verkäufer ein Widerrufsrecht oder ein Rückgaberecht mit Euch vereinbart hat. Ab dem 11.06.2010 wird es möglich sein mit einer entsprechenden Muster-Widerrufsbelehrung und dem unverzüglichen Zugang der Belehrung das Widerrufsrecht auf 14 Tage zu beschränken. Also überlegt Euch zeitnah, ob Ihr die Ware tatsächlich behalten wollt. Ob eine Widerrufsbelehrung ordnungsgemäß zugegangen ist und somit Wirkung entfaltet hängt aber von vielen kleinen Details in der Formulierung und Art des Versandes ab und sollte – wenn es doch mal Streit gibt – von einem Rechtsanwalt geprüft werden. Alternativ kann der Verkäufer auch ein Rückgaberecht vereinbaren, das allerdings ähnlich strengen Vorschriften unterliegt. Als privater Käufer hat man gute Möglichkeiten Ware, die man nicht ersteigern wollte, zurückzugeben, wenn der Verkäufer gewerblich tätig ist. Lasst euch nicht davon beeindrucken, dass der Verkäufer vielleicht behauptet nur privat tätig zu sein. Eine gewerbliche Tätigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab und liegt nicht im Ermessen des Verkäufers. So können schon wenige Artikel dazu führen, dass eine gewerbliche Tätigkeit angenommen wird, wenn diese Artikel besonders hochwertig und teuer sind. Schon zehn Artikel können ausreichen, um gewerbliches Handeln anzunehmen, wenn es sich um neue Markenartikel handelt.


Wenn Ihr es mit einem gewerblichen Verkäufer zu tun haben, habt Ihr noch weit mehr Rechte, als das Widerrufsrecht.


Gewährleistung


Ein gewerblicher Verkäufer muss auf seine Ware bei Neuware eine Gewährleistung von 24 Monaten und bei gebrauchten Waren von 12 Monaten geben.


Private Verkäufer können die Gewährleistung grundsätzlich ausschließen. Auf den genauen Zustand der Sache muss aber immer hingewiesen werden.


Schäden beim Versand


Auch für Schäden, die beim Versand der Ware eintreten muss der Verkäufer haften. Einen Ausschluss der Haftung für Versandschäden kann hingegen nur ein privater Verkäufer vereinbaren. Verträge mit gewerblichen Verkäufern haben also diverse Vorteile. Überlegt Euch also gut, ob Ihr nicht lieber etwas teuerer bei einem gewerblichen Händler kaufen wollt. Sonst spart Ihr vielleicht am falschen Ende.


Der private Verkäufer



Endlich kann man seinen Keller entrümpeln und bekommt auch noch Geld dafür. Die Trödelmarktzeiten sind vorbei.


Der private Verkäufer muss beim Verkauf viel weniger beachten, als der Gewerbliche.


  • Er kann aus Wettbewerbsgründen nicht abgemahnt werden, da er nicht am gewerblichen Handel teilnimmt. (Copyright-Verletzungen sind natürlich ein anderes Thema)
  • Er muss kein Widerrufsrecht und kein Rückgaberecht gewähren.
  • Er kann Gewährleistung ausschließen, wenn er den Käufer nicht arglistig über einen Mangel täuscht oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.
  • Für Schäden beim Versand haftet der private Verkäufer nicht, wenn er keine Garantie übernommen hat.

Deshalb solltet Ihr aufpassen, dass Ihr nicht unbewusst zu einem gewerblichen Verkäufer werdet. Die Grenzen sind hier nicht klar definiert und auch in der Rechtsprechung umstritten.


Als Abgrenzung kann man sich an folgenden Punkten orientieren, die zur Annahme gewerblichen Handelns führen können:


  • Es wird gleichartige Waren angeboten
  • Es wird Neuwaren angeboten
  • Es werden mehr als 40 Verkäufe innerhalb von wenigen Monaten getätigt
  • Powersellerstatus
  • eigene AGB

Bewertungen


Das Bewertungssystem von eBay soll die Möglichkeit bieten, den Vertragspartner besser einzuschätzen.  Es kommt jedoch vor, dass man ungerechtfertigter Weise eine schlechte Bewertung bekommt. Abgegebene Bewertungen bei eBay lassen sich nicht so einfach rückgängig machen. Es besteht zwar die Möglichkeit, den Fall in einem Ergänzungskommentar richtig zu stellen, die Bewertung bleibt aber zunächst mal stehen. Nur wenn sich Käufer und Verkäufer innerhalb von 30 Tage einigen, bietet eBay die Möglichkeit den Beitrag zu löschen. Verpflichtet sind sie dazu allerdings erst, wenn man vor Gericht ein Urteil erstritten hat. Ein solches zivilrechtliches Verfahren ist jedoch zeitaufwendig und birgt auch ein finanzielles Risiko. Ausnahme bildet hier nur eine Bewertung, die im strafrechtlichen Sinne beleidigende Bemerkungen enthält. Ein zur Anzeige gebrachtes Delikt wird von eBay normalerweise sofort gelöscht.


Fazit: Als privates Mitglied bei eBay habt Ihr viele Rechte und könnt euch Waren häufig auch erst mal gründlich ansehen, bevor Ihr entscheidet, ob Ihr sie behalten wollt. Ihr solltet diese Rechte deshalb in die Kaufentscheidung mit einfließen lassen, denn gerade bei teuren und neuen Waren lohnt es sich oft bei gewerblichen Verkäufern zu kaufen.

76 Kommentare

Danke!

ps: Fabian geh mal schlafen ^^

Verfasser Admin

Später

Deine Freundin hat das Bett aufgewärmt...husch husch ^^

ab-insbett.de/ *zwinker*

"Einen Ausschluss der Haftung für Versandschäden kann hingegen nur ein privater Verkäufer vereinbaren."

Schreibt man das einfach unter den Artikel so wie das mit der Gewährleistung?
Und muss ich als Privatverkäufer überhaupt noch Gewährleistung ausschließen?

Ich würd im Artikel noch erwähnen, wer das Versandrisiko trägt.
Das unterscheidet sich ja auch.

Schreib einfach sowas hin:

Dies ist eine Privat Auktion, dies bedeutet, dass Garantie/Gewärleistung/Umtausch/Erstattung/Rückerstattung/Nachbesserung/Schadensersatz/Gefahr auf Leib und Eigentum/Verlust der Ware bei unversichertem Versand,
ausgeschlossen ist.




Marco: “Einen Ausschluss der Haftung für Versandschäden kann hingegen nur ein privater Verkäufer vereinbaren.”Schreibt man das einfach unter den Artikel so wie das mit der Gewährleistung?
Und muss ich als Privatverkäufer überhaupt noch Gewährleistung ausschließen?

Ich würd ergänzen, dass man als Powerseller Bewertungen, wenn auch nicht viele durch Ebay beanstanden kann!!!!!

@ Fabian: Evtl. sollte noch erwähnt werden, dass die mehrfache Verwendung des Gewährleistungsauschlusses diese zu einer allgemeinen Geschäftsbedingung macht und man dann noch ein paar Kleinigkeiten bachten muss (http://pages.ebay.de/rechtsportal/private_vk_7.html).

So muss soweit ich weiß ein Absatz über die Schadenersatzansprüche aus grob fahrlässiger bzw. vorsätzlicher Verletzung von Pflichten des Verkäufers und Schadensersatzansprüche des Käufers für Körper- und Gesundheitsschäden im Gewährleistungsauschlusses (bei mehrfacher Verwendung) enthalten sein, da der Ausschluss sonst nichtig ist.

Bin nun allerdings kein Anwalt - gab mal n Bericht über genügend gewerbliche Händler, die sich mit Hilfe der fehlerhaften AGB und Co. private Konkurrenz aus dem Weg klagen.

Grüße, Anverun

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Anonymer Benutzer

Warum sollte ein privater Verkäufer denn die Haftung für Versandschäden ausschließen ?
Ich dachte das Gesetz (in dem Falle § 447 Abs. 1 BGB) regelt dies abschließend.
Dort steht doch, dass die Gefahr beim Versendungskauf auf den Käufer übergeht, sobald die Kaufsache dem Spediteur übergeben wurde.

Bearbeitet von: "" 19. Sep 2016

"Er kann aus Wettbewerbsgründen nicht abgemahnt werden, da er nicht am gewerblichen Handel teilnimmt."

Quatsch! Private Verkäufer werden ebenso abgemahnt, wenn diese das Wettbewerbsrecht der Gewerblichen Verkäufer einschränken. Das stimmt so nicht, was du geschrieben hast

zu den Paragraphen-Angaben, bzw Links zu Urteilen wäre ich als privater Verkäufer immer sehr vorsichtig, da
1.einem Ruckzuck unterstellt wird, dass man davon ausging dass es zu einem Problem kommt um man dieses vorsorglich ausschließen wollte.
2. man sich die Verlinkungen teilweise mal genauer durchlesesn sollte, da dieses meistens nicht treffend sind, oder in der Zwischenzeit durch andere Urteile revidiert wurden sein könnten.
Zum Löschen von Bewertungen kann ich nur sagen, bei mir hat das einen ganzen Tag gedauert, nachdem ich dennen geschrieben habe es ginge um eine Drohbewertung (die Bewertung selbst war aber nicht beleidgend etc sondern nur negativ) und ich den Sachverhalt offen gelegt hatte.

und wie oben schon teilweise erwähnt: Wenn einer sagt das er angeblich nur ürivat verkauft und 100 gleiche Sachen oder so verkauft. Und dann mal nicht was zurück nehmen oder so will. Erwähnt ganz einfach das ihr doch jetzt seine Bankdaten usw habt und das ihr die sonst mal zum FA oder Zoll schicken könntet.... das geht dann nämlich richtig übel aus für den das ist dann nicht mit 50 euro getan... und wenn ihr sich immer nicht rührt ein kurzes Fax oder so zum Zoll hats schon immer was gebracht

Also ich kann dazu nur sagen, dass Ebay nur seine "Powerseller" schützt, von Käuferschutz kann nicht die Rede sein. Ich war viele Jahre Mitglied, habe viel ver- und gekauft bis die unangenehmen Fälle überhand nahmen. Man kauft was, bezahlt, erhält keine Ware, wendet sich dann an Ebay um nach Monaten dann zu erfahren, dass man sein Geld doch nicht zurückbekommt. In meinem Fall fehlte angeblich irgendeines der vielen Formulare und Anträge zum Käuferschutz das ich hätte ausfüllen müssen...ich bin der Meinung ich hätte alles getan. Mir ist soetwas öfters und immer häufiger passiert, von einigen Bietern die über Freunde künstlich die Preise in die Höhe getrieben haben oder mit sog. "Bietagenten" (Software) gearbeitet haben mal ganz abgesehen. Ebay hat mir dabei nie geholfen und ich hatte den Eindruck das wollte Ebay auch nicht, wie gesagt, die Powerseller sind diejenigen, an denen Ebay mehr verdient als an einem der vielleicht mal 80 oder 100 Transaktionen im Jahr hat wie ich es hatte...
Meinen Account dort habe ich geschlossen und kaufe seitdem bei Amazon ein, die Preise sind gut, die Abwicklung völlig Problemlos und wenn es um Rückerstattung geht, absolut professionell und super Kundenfreundlich. Ich hatte gerade den Fall, da wollte mir gemand über Amazon ein als B-Ware gekennzeichnets Schrott-Telefon andrehen, innerhalb von 2 Tagen hatte ich mein Geld von Amazon zurück. Oder in Australien kaufte ich eine Cam bei amazon.com per Kreditkarte. Lieferung war von USA nach AU, Rechnung nach Deutschland. Cam war kaputt (Herstellerfehler), Geld wurde sofort, noch befor die kaputte Cam zurückgeschickt war zurückerstattet, inkl. Versandkosten nach und von Australien und ich bekam eine neue Cam...versuch das mal mit Ebay!

So kenne ich das auch ausm BGB.



dr.wiley: Warum sollte ein privater Verkäufer denn die Haftung für Versandschäden ausschließen ?
Ich dachte das Gesetz (in dem Falle § 447 Abs. 1 BGB) regelt dies abschließend.
Dort steht doch, dass die Gefahr beim Versendungskauf auf den Käufer übergeht, sobald die Kaufsache dem Spediteur übergeben wurde.

hab letztens bei ebay Konzerttickets angeboten,
aus zeitlichen gründen ZWEI MAL FETT ANGEGEBEN DAS DIE TICKETS NUR ABGEHOLT WERDEN KÖNNEN.

was macht der idiot von käufer?
holt nicht ab , besteht auf versand,
meldet bei ebay einen nicht versendeten artikel ,
eröffnet ein verfahren bei paypal , BEKOMMT RECHT
und bewertet mich bei ebay auch noch schlecht !

mehrer mails an paypal und ebay werden ignoriert,
warum auch probleme lösen wenn man sie ignorieren kann?

riesen schweinerei ey!

Das ist so nicht korrekt.

§ 447 BGB gilt für einen Konsumentenkauf bei einem gewerblichen Verkäufer nicht:

"§474 Begriff des Verbrauchsgüterkaufs

(1) Kauft ein Verbraucher von einem Unternehmer eine bewegliche Sache (Verbrauchsgüterkauf), gelten ergänzend die folgenden Vorschriften. Dies gilt nicht für gebrauchte Sachen, die in einer öffentlichen Versteigerung verkauft werden, an der der Verbraucher persönlich teilnehmen kann.

(2) Die §§ 445 und 447 finden auf die in diesem Untertitel geregelten Kaufverträge keine Anwendung."

Ein gewerblicher Verkäufer trägt das Versandrisiko, bis der Verbraucher die Ware tatsächlich erhalten hat. Dieses Risiko kann er nach § 475 BGB nicht an den Kunden weitergeben. Anderslautende Vereinbarungen in den AGB sind ungültig.




speeman: So kenne ich das auch ausm BGB.

Konsequenz daraus: Niemals versicherten Versand bei einem Online-Händler freiwillig bezahlen - das ist nur Abzocke

Kenne ich auch so. Deshalb biete ich Käufern bei Auktionen kleinerer Waren auch optional den versicherten Versand an. Die Entscheidung können sie selber treffen, müssen dies aber per ebay-Mitteilung mitteilen.

Ansonsten lasse ich selbt konstruierte juristische Forumulierungen als Schlussformel mittlerweile gänzlich aus. Je "professionleller" ein Ausschluss durch einen Laien formuliert ist, um so eher ist er angreifbar.

"Wie üblich keine Gewährleistung oder Rückgabe!" - mehr kommt bei mir nicht mehr hin. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, das diese plumpe Schlussformel im Fall der Fälle eher Bestand hält, als konstruierte "Absicherungen".

Ausschluss Nachbesserung/Schadensersatz/Gefahr auf Leib und Eigentum ist quatsch. Wenn du etws mit der Beschreibung zusicherst, musst du das auch "gewähren", das hast du mit AGB/Vertrag mit Ebay eingewilligt, sonst kannst auch backsteine, als iphones verstiegern.

Und um Sachmängelhaftung kannst dich auch nicht drücken, sei es Irrtum/Täuschung oder anderes von dem du weisst, aber dem Käufer nicht gesagt hast. Rein rechtlich, müsstest du dann immer darauf hinweisen, "Gekauft, wie gesehen, vor Ende der Auktion ist Ansicht ausdrücklich erwünscht." oder kennst du die Funktion eines zB Versträkers oder Computers nicht, dann gehört "ungetestet", "Funktion als unbekannt/defekt" dahin.

Die frage ist dann halt ob dann noch soviele mitbieten würden, also machts meist keiner...

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Anonymer Benutzer



Frank: Deine Freundin hat das Bett aufgewärmt…husch husch ^^



na, dann solltest du aber reinhüpfen, würde ich sonst machen wenn ich könnte... :-)
Verdammt, schade das es nicht mehr zeitlich hinhaut.
Bearbeitet von: "" 12. Sep 2016

Wie sieht das aus mit Importwahren? Darf ich selber importierte,originale, gebrauchte Wahren; aus den USA (z.B. Abercrombie usw.), die in Deutschland nicht vertrieben werden dürfen, verkaufen?
Habe da schon gegensätzliches gehört.

Ist aber nicht generell so zu beantworten. Für meinen Fall : ich bin Privatverkäufer und habe circa 900 Transaktionen. D.h. wenn ich was verkaufe verkaufe ich aus gründen des Aufwands nur 1 bis 2 mal im jahr, dann aber auhc gleich ordentlich. Das liegt daran, das ich CDs sammel und nicht mehr gehörte bzw CDs welche ich aus gekauften Sammlungen nicht benötige weiter veräußere. Ich hatte ebay daraufhin mal angemail wie mein Status bei diesem Vorgehen zu betrachten sei, da ich selbst bei der Menge keinen Gewinn realisiere und es mir nur darum geht das die ich meine Wohnung ja nicht zumüllen möchte. Und genau da liegt der Punkt: man kann schon viel und innerhalb kurzer Zeit verkaufen (z.B. Wohnungsauflösung, Hobbyaufgabe etc.) aber es darf nicht die Gewinnerzeilungsabsicht im Vordergrund stehen. Sprich: würde ich CD Sammlungen gezielt ankaufen und diese z.B. hinterher alle einzeln einstellen weil ich weiß die sind einzeln mehr wert, wäre dieses ein gewerbliches Verhalten, da ich die CDs ja nur zum Zwecke der Widerveräußerung erworben hätte.



Fummy: und wie oben schon teilweise erwähnt: Wenn einer sagt das er angeblich nur ürivat verkauft und 100 gleiche Sachen oder so verkauft. Und dann mal nicht was zurück nehmen oder so will. Erwähnt ganz einfach das ihr doch jetzt seine Bankdaten usw habt und das ihr die sonst mal zum FA oder Zoll schicken könntet…. das geht dann nämlich richtig übel aus für den das ist dann nicht mit 50 euro getan… und wenn ihr sich immer nicht rührt ein kurzes Fax oder so zum Zoll hats schon immer was gebracht

Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass wenn man etwas verkauft und Paypal akzeptiert (bzw. dies muss), dass man gut daran tut einen Versandbeleg zu haben, ansonsten behauptet der Käufer, dass das Päckchen nicht angekommen ist und Paypal bucht das Geld zurück.

Nachdem ich nun fast 8 Jahre bei Ebay kaufe und verkaufe, lautet meine Ansicht über Ebay so: Es ist Ebay scheiß egal was da getrieben wird. Die haben nur Gewinn im Kopf und das zu fast jedem Preis. (horrende Gebühren, kein Support, PayPal Zwang, gefälschte Artikel) Leider ist Ebay fast nurnoch für Käufer, die wissen was sie wollen, interessant. Schade

Ich sah neulich einen gewerblichen Verkäufer, der riesig in rot in seine Auktionen reinschrieb, dass er sofort klagt, wenn er eine schlechte Bewertung erhält. Ist sowas rechtens?

nein ist es nicht. ich habs ausprobiert. natürlich begründet.

Und bei versichertem Versand? Außerdem ist es viel zu lang, besser:
"Unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung".



Freak: Schreib einfach sowas hin:Dies ist eine Privat Auktion, dies bedeutet, dass Garantie/Gewärleistung/Umtausch/Erstattung/Rückerstattung/Nachbesserung/Schadensersatz/Gefahr auf Leib und Eigentum/Verlust der Ware bei unversichertem Versand,
ausgeschlossen ist.

Wie sieht es eigentlich beim privaten Verkauf in Foren aus? Muss/sollte man dort als privater Verkäufer auch Gewährleistung etc. ausschließen oder gibt es sowas dort grundsätzlich nicht?

Wie siehts hiermit aus:

Privatverkäufer beendet vor Auktionschluss und ich war der letzte Bieter.
Kann ich das anfechten, auf den Artikel bestehen ???

Es ist auch schwachsinnig als DHL Päckchen zu verschicken (unversichert), wenn man für 10 Cent mehr es als Hermes Paket per Onlinepaketschein verschicken kann, das Hermes Paket ist mit 500€ versichert!

Der Versandnachweis muß immer der Verkäufer bringen!

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Anonymer Benutzer

Hi Peoplez :-P

Also ich find solche Leut echt Shitty die andere beim Finanzamt o.ä. anscheißen nur weil die irgendwie agro sind ...
Voll die Idiots ey

Ich mache auch viel mit ebay aber seitdem ich das hier mir durchgelesen habe bin ich auch vorsichtiger geworden....

wortfilter.de/New…tml

Jeder will jeden bei ebay anscheißen -> Total blödsinn das alles.

P.S. Also falls ich ein Angebot vorzeitig beende , kann ich mir doch bei ebay aussuchen ob ich das dem jetzigen Käufer für den aktuellen Preis verkaufe oder das Angebot entferne....oder nicht ?

P.P.S: Genauso andersrum... der "Bieter" kann doch auch sein Gebot zurückziehen (solange es vor 24h vor Ablauf des Angebotes ist)

Bearbeitet von: "" 12. Sep 2016

nehmen wir mal an ich besitze gebrauchte markenkleidung (offizieller lagerverkauf - aber bei den heinis weiß man ja nie..) die nicht original, sondern imitate aus türkei / ägypten / whatever sind.. kann man dafür haftbar gemacht werden diese über ebay zu verkaufen?

>Es ist auch schwachsinnig als DHL Päckchen zu verschicken (unversichert)
Man kann Päckchen inzwischen auch versichert verschicken. Das hat sich aber selbst in den Postfilialen noch nicht rumgesprochen und man wird dort daher gerne mal komisch angeschaut deswegen. Nicht jeder hat bei sich einen Hermes-Shop.

WARNUNG@all:
Nehmt bitte um Gottes Willen keine Bilder aus anderen Auktionen. Es gibt dort inzwischen genügend Leute, die das Abmahnen von Bilderklauern zu ihrer einträglichen Geldquelle gemacht haben:
Die stellen (unscheinbare private) Auktionen mit einfachen, klaren Fotos ohne Copyrightkennzeichen rein und spekulieren darauf, dass Leute aus Faulheit oder Unwissenheit eines ihrer Bilder für eigene Auktionen verwenden.
Dann kriegt derjenige eine fette Abmahnung und/oder eine Lizenzrechnung. Kostet dann so um die 300 bis 500 Eur!!!
Hatte das Problem selbst und mein Anwalt hat mir geraten, mit dem Urheber aussergerichtlich nochmal über die Höhe zu verhandeln, um so evtl. 100 Eur zu sparen und dann aber zu bezahlen. PS: Das Foto sah keineswegs professionell aus, sondern eher wie ein einfacher Schnappschuss des Produktes.

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Anonymer Benutzer

Das der gewerbliche Verkäufer das Risiko trägt ist schon klar, nur geht es ja explizit darum ob ein privater Verkäufer das Versandrisiko zu tragen hat.
Laut BGB ja wohl nicht, somit ist der vorherige Ausschluß der Haftung bei Versandschäden doch relativ sinnfrei.



Basti: Das ist so nicht korrekt.
§ 447 BGB gilt für einen Konsumentenkauf bei einem gewerblichen Verkäufer nicht:“§474 Begriff des Verbrauchsgüterkaufs(1) Kauft ein Verbraucher von einem Unternehmer eine bewegliche Sache (Verbrauchsgüterkauf), gelten ergänzend die folgenden Vorschriften. Dies gilt nicht für gebrauchte Sachen, die in einer öffentlichen Versteigerung verkauft werden, an der der Verbraucher persönlich teilnehmen kann.(2) Die §§ 445 und 447 finden auf die in diesem Untertitel geregelten Kaufverträge keine Anwendung.”Ein gewerblicher Verkäufer trägt das Versandrisiko, bis der Verbraucher die Ware tatsächlich erhalten hat. Dieses Risiko kann er nach § 475 BGB nicht an den Kunden weitergeben. Anderslautende Vereinbarungen in den AGB sind ungültig.

Bearbeitet von: "" 12. Sep 2016
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Anonymer Benutzer

Nur noch mal so als Info :
Auch Wenn ihr LEGAL gekaufte Ware (Neu oder Gebraucht) auf ebay verkauft , können euch die Hersteller der Produkte Abmahnen ( das kostet dan nso zwischen 100 bis 12000Euro )

-> Lest euch einfach mal den Link durch den ich paar Beiträge weiter oben gepostet habe! Ihr werdet staunen ;-)

Bearbeitet von: "" 12. Sep 2016

Interessanter Artikel.

Evtl. kommt ja noch mal ein kleines Update zum Ebay eigenen Bezahldienst "PayPal". ;-)

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Anonymer Benutzer

Achja und noch etwas wegen den ganzen Versandunternehmen...

Also wenn ich jetzt ein Paket losschicke und das kommt kaputt bei dem Käufer an,
dann sagt die Post oder Hermes usw. das Ich die Ware nicht ausreichend verpackt habe! (Es muss je nach Versandunternehmen gewährleistet sein , dass das Paket bis zu einer höhe von 1,20m runterfallen DARF ohne das etwas zubruch geht)

BLOS auch wenn man das Paket so Extrem Sicher verpackt wie es geht und noch etliche Euros für Verpackungsmaterial ausgibt und dann trotzdem was kaputt geht , bekommt immer der Absender die Schuld !

Also bringen irgendwie diese versicherten Pakete GARNICHTS !!!
(Ausser das man weiß das das Paket angekommen ist)

Bearbeitet von: "" 12. Sep 2016

ich habe bei mir immer die klausel drunter: da Privatverkauf wie immer keine Garantie/Gewährleistung oder Rücknahme. Versandkosten xx€ versichert per DHL oder xx€ unversichert als Päckchen (Versandrisiko beim Käufer!)
bisher gabs in über 10 Jahren nie groß Probleme, verkaufe aber auch nicht sooo viel...

schlimm sind die vögel die erst nach über einer woche mal überweisen und dann auch noch stressen wann endlich die ware kommt.
oder diejenigen die sofort anfragen wo die ware bleibt (nach 2 tagen!!), als ob ich wegen jeden 5€ die ich verkaufe sofort und unverzüglich zur post latsche...
oder die neulinge: hatte mal einen der wollte trotz klarer vorkassevereinbahrung in der auktion, das ich erst den artikel versende, dann überweisst er?? (war ein notebook für ~250€)

schon mist das man als verkäufer nicht mehr neutral oder negativ bewerten kann, ebay soll einfach einführen das die bewertungen veröffentlicht werden wenn beide bewertet haben oder spät. nach 30 tagen, dann gibts auch keine rachebewertungen....

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Anonymer Benutzer

Hatte zum Glück in 8 Jahren kaum Ärger. Allerdings habe ich jetzt auch meine ersten negativen Erfahrungen.

Habe für meinen Onkel eine Heizungstherme verkauft, die angeblich defekt sein soll. Erste Forderungen stellte der Käufer, da sein Teppich durch die defekte Therme durchnässt wurde(welcher Monteur stellt eine Therme im Wohnzimmer auf?) und der Monteur von mir bezahlt werden sollte. Nach einem Brief vom Anwalt meines Onkels möchte der Käufer jetzt Schadensersatz für seinen Zeitaufwand und die hohen Stromkosten die er durch die nicht funktionierende Therme hatte. Vom Teppich und dem Monteur ist keine Rede mehr.

Abgesehen davon, daß das Gerät funktionsfähig war, wollte ich es zurücknehmen und ihm das Geld wiedergeben. Die Therme möchte der Typ aber jetzt behalten. Er droht mir, sollte ich ihm nicht die 500€ Schadensersatz zahlen, verpfeifft er mich ans Finanzamt, da ich 600 Bewertungspunkte habe (wie erwähnt, innerhalb von 8 Jahren und davon über die Hälfte als Käufer). Ich sei deshalb ja gewerblicher Verkäufer.

Bearbeitet von: "" 12. Sep 2016
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