Zahlung vergessen, nun Rechnung vom Anwalt

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eingestellt am 8. Nov 2017
Hallo liebe Leute,

Habe auf Brügelmann.de eine Bestellung aufgegeben über 150 euro und 15 euro zu wenig überwiesen, wie das passieren konnte ist mir leider ein Rätsel.

Nun habe ich Mahnungen und Zahlungsaufforderungen übersehen, die von Billpay per mail kamen. Hab mit meiner Spam email Adresse bestellt, die ich nicht oft kontrolliere, Schande über mein Haupt!

"Für Ihre Bestellung konnten wir trotz Mahnungen bisher keinen vollständigen Zahlungseingang verbuchen somit wird offene betrag von 15 euro zur weitreren Geltendmachung an unsere Anwaltskanzlei übergeben."

Nun die E-mail von der Anwaltskanzlei:

"Wir fodern Sie auf den Gesamtbetrag von 92,50 bis zum 13.11.2017 zu überweisen.

- aktuelle Forderung 15,00
- verzugszinnsen 00,04
- Mahnkosten 03,60
- Anwaltsgebür 51,75
- Auslagenpauschale 10,35
- Umsatzsteuer 11,80

"Zahlen Sie also jetzt, um sich die damit möglicherweise verbundenen erheblichen mehrkosten zu ersparen"

Also aus meiner Sicht sind das schon erhebliche Mehrkosten.

Man liest oft von betrügerischen Anwaltskanzleien nun meineb Frage:

Ist das hier wirklich alles so rechtens und ich sollte direkt bezahlen?
Mir kommen die Kosten von 70 Euro recht hoch vor.

Über Ratschläge bin ich sehr dankbar
Zusätzliche Info
Diverses
Beste Kommentare
Seit wann kommen Zahlungserinnerungen, Mahnungen oder generell Anwaltsschreiben per Mail? Ausschließlich postalisch Zugestelltes hat gerichtliche Relevanz.
Burby1238. Nov 2017

Es ist zu 100% deine Schuld und jetzt beschwerst du dich darüber?Zuerst zu …Es ist zu 100% deine Schuld und jetzt beschwerst du dich darüber?Zuerst zu wenig überwiesen, dann Mahnungen ignoriert, etcEigentlich ist die Summe noch zu gering


Ich würde nicht sagen dass er sich beschwert. Er will eher Rat einholen ob die Summe gerechtfertigt ist. Dass es sein Fehler ist sieht er ja ein.
hecktick8. Nov 2017

Seit wann kommen Zahlungserinnerungen, Mahnungen oder generell …Seit wann kommen Zahlungserinnerungen, Mahnungen oder generell Anwaltsschreiben per Mail? Ausschließlich postalisch Zugestelltes hat gerichtliche Relevanz.


5 Sekunden Google... brennecke-rechtsanwaelte.de/Mah…558
44 Kommentare
"Nun habe ich Mahnungen und Zahlungsaufforderungen übersehen..."

Tja, da haste noch Fragen? Wenn dann irgendwann Anwälte ins Spiel kommen, wird das so teuer.
Bearbeitet von: "GierBestie" 8. Nov 2017
Wie wäre es mal mit anrufen und die Sachlage erläutern ? Sorry aber bei so viel Dummheit kommste da noch zu günstig weg
Du bist nicht allein ähnlicher fall mit Inkasso...
mydealz.de/dis…888
Seit wann kommen Zahlungserinnerungen, Mahnungen oder generell Anwaltsschreiben per Mail? Ausschließlich postalisch Zugestelltes hat gerichtliche Relevanz.
Das ist eine durchaus übliche Summe von der Anwaltskanzlei. Würde sagen selbst schuld —> Lehrgeld.

Dennoch vielleicht einmal dort anrufen oder denen mailen und die Situation schildern, auch wenn ich nicht glaube das es was bringt.

Gruß
finde eigt 50 euro Anwaltskosten noch sehr human
aber ärgerlich ist es schon
Es ist zu 100% deine Schuld und jetzt beschwerst du dich darüber?

Zuerst zu wenig überwiesen, dann Mahnungen ignoriert, etc

Eigentlich ist die Summe noch zu gering
hecktick8. Nov 2017

Seit wann kommen Zahlungserinnerungen, Mahnungen oder generell …Seit wann kommen Zahlungserinnerungen, Mahnungen oder generell Anwaltsschreiben per Mail? Ausschließlich postalisch Zugestelltes hat gerichtliche Relevanz.


5 Sekunden Google... brennecke-rechtsanwaelte.de/Mah…558
Siehe Link von schmidti111.

Die Geschäftsgebühr liegt bei dir mit 1,15 (45,00 € x 1,15 = 51,75 €) im Rahmen des Möglichen. Ich würde aber nicht mehr als 0,5 bezahlen. Die Auslagenpauschale darf maximal 20 % der vorgenannten Gebühr ausmachen. Zunächst aber würde ich sofort die Hauptforderung nebst Zinsen an den Händler bezahlen und sehen was passiert.
Bearbeitet von: "chris99" 8. Nov 2017
Kaufzwang8. Nov 2017

5 Sekunden Google... …5 Sekunden Google... https://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/Mahnung-per-E-Mail-zulaessig_87558



Im Ernstfall keine gerichtliche Relevanz, schon gar nicht, wenn es um Gebührenerhebung geht:

[...]
Bei kleineren Beträgen und im Massengeschäft ist es für Unternehmen aus Kostengründen sinnvoll, die erste Mahnung bzw. Zahlungserinnerung per E-Mail an den Schuldner zu versenden. Insbesondere dann, wen der Schuldner vorher über das Internet den Vertrag abgeschlossen hat oder die E-Mail-Adresse bei Kauf angegeben hat.


Aus Gründen des Beweises empfiehlt sich, die Mahnung schriftlich abzufassen und per Fax oder Brief zu versenden. Auch wenn Zahlungsschwierigkeit oder fehlender Zahlungsbereitschaft bei Schuldner bekannt ist, sollte die Mahnung schriftlich erfolgen um keine Zeit zu verlieren. Denn der Gläubiger könnte behaupten, die E-Mail sei nicht angekommen oder im Spam-Filter gelangt. Um den Nachweis des Zugangs erbringen zu können, sollte das Mahnschreiben per Einwurfeinschreiben versendet werden.
[...]
chris998. Nov 2017

Siehe Link von schmidti111.Die Geschäftsgebühr liegt bei dir mit 1,15 ( …Siehe Link von schmidti111.Die Geschäftsgebühr liegt bei dir mit 1,15 (45,00 € x 1,15 = 51,75 €) im Rahmen des Möglichen. Ich würde aber nicht mehr als 0,5 bezahlen. Die Auslagenpauschale darf maximal 20 % der vorgenannten Gebühr ausmachen. Zunächst aber würde ich sofort die Hauptforderung nebst Zinsen an den Händler bezahlen und sehen was passiert.


Das sind Gepflogenheiten von unseriösen Kanzleien, wie es vom „Abmahn-Wahn“ bekannt war/ist.
Jeder halbwegs seriöse Anwalt schickt Post und keine Mail.
Es klingt komisch.

Sämtliche Zahlungsaufforderungen per E-Mail? Sogar der Anwalt schreibt per E-Mail? Wofür verlangt er dann noch die Auslagenpauschale?

Ich bin kein Jurist, aber rechtlich sehe ich die E-Mails alle als gegenstandslos. Der rechtliche Zahlungsverzug liegt erst dann vor, wenn du nachweisbar in Verzug gesetzt wurdest. Das ist praktisch ausschließlich über eine Zahlungsaufforderung per Post via Einschreiben mit Rückschein der Fall, so habe ich das mal gelernt. Oder hast du mit Erhalt der Ware die Zahlungsaufforderung (Rechnung) bekommen?

Die Höhe der Gebühren erscheinen mir ansonsten fair.
Burby1238. Nov 2017

Es ist zu 100% deine Schuld und jetzt beschwerst du dich darüber?Zuerst zu …Es ist zu 100% deine Schuld und jetzt beschwerst du dich darüber?Zuerst zu wenig überwiesen, dann Mahnungen ignoriert, etcEigentlich ist die Summe noch zu gering


Ich würde nicht sagen dass er sich beschwert. Er will eher Rat einholen ob die Summe gerechtfertigt ist. Dass es sein Fehler ist sieht er ja ein.
chris998. Nov 2017

Zunächst aber würde ich sofort die Hauptforderung nebst Zinsen an den H …Zunächst aber würde ich sofort die Hauptforderung nebst Zinsen an den Händler bezahlen und sehen was passiert.


Pretty much this.

Anwalt der per Mail kommuniziert?
Er hat sicherlich eine Rechnung erhalten, bei Vorkasse und 15 € zu wenig hätte der Händler bestimmt nix verschickt?

Zur Auslagenpauschale, Wikipedia:

„Sowohl für die außergerichtliche Vertretung des Mandanten als auch für die Vertretung in jeder einzelnen gerichtlichen Instanz kann der Rechtsanwalt seinem Mandanten eine gesonderte Auslagenpauschale in Rechnung stellen. Die Höhe der tatsächlich angefallenen Auslagen (Porti, Telefonate etc.) ist dabei nicht von Bedeutung...“
Bearbeitet von: "chris99" 8. Nov 2017
Wie alle hier herumkrakelen wegen der Mail. Die übliche, postalische Versendung der Mahnung hat den schlichten Grund der besseren Beweisbarkeit eines Zugangs. Es ist allenfalls ein Beweisproblem, kein Problem der Formnichtigkeit einer Mahnung. Gleichwohl sollte auch bei Nichtzugang einer Mahnung immer geprüft werden, ob diese nicht ggf. ohnehin entbehrlich war, das wird sie nämlich vermutlich gewesen sein, entweder durch rechtsgeschäftliche Vereinbarung einer Zahlungsfrist oder eben auch dadurch, dass der Verbraucher über die Rechtsfolge des 286 III BGB hingewiesen wurde.
tehq8. Nov 2017

Wie alle hier herumkrakelen wegen der Mail. Die übliche, postalische …Wie alle hier herumkrakelen wegen der Mail. Die übliche, postalische Versendung der Mahnung hat den schlichten Grund der besseren Beweisbarkeit eines Zugangs. Es ist allenfalls ein Beweisproblem, kein Problem der Formnichtigkeit einer Mahnung. Gleichwohl sollte auch bei Nichtzugang einer Mahnung immer geprüft werden, ob diese nicht ggf. ohnehin entbehrlich war, das wird sie nämlich vermutlich gewesen sein, entweder durch rechtsgeschäftliche Vereinbarung einer Zahlungsfrist oder eben auch dadurch, dass der Verbraucher über die Rechtsfolge des 286 III BGB hingewiesen wurde.


bäääm!
Kannst beruhigt komplett bezahlen, wegen einem oder zwei Euro lohnt
sich da nicht mal ein Einspruch einzulegen, zumal die Forderung berechtigt
ist
Bearbeitet von: "bayernex" 8. Nov 2017
Kaufzwang8. Nov 2017

5 Sekunden Google... …5 Sekunden Google... https://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/Mahnung-per-E-Mail-zulaessig_87558



Und, sich die Texte mal durchgelesen?

"Denn der Gläubiger könnte behaupten, die E-Mail sei nicht angekommen oder im Spam-Filter gelangt. Um den Nachweis des Zugangs erbringen zu können, sollte das Mahnschreiben per Einwurfeinschreiben versendet werden."
Im Grunde wurde alles gesagt.

1) Der TE ist selbst schuld
2) Die Mahnbescheide per E-Mail sind Gegenstandslos

Von daher die Forderung des Versandhändlers bezahlen und die Sache ist durch.

Ich hatte einen sehr ähnliche Fall vor Jahren mit Paypal. Hier ging es um 50€ die zu wenig bezahlt wurden. Ich bin erst Wochen später darauf aufmerksam geworden. Per Mail kamen schon mehrere Inkassoschreiben mit einer Forderung von 150€. Ich hab die 50€ dann manuell per Paypal gezahlt und damit war Ruhe. Die Mails sind eher auf die Tour "wir probieren es halt mal".
Bearbeitet von: "italien0123" 8. Nov 2017
Ich hätte keinen Zugriff zur Email, Spam, Pipapo, und diesen Post hier würde ich stillschweigend löschen.

Lesebestätigung würde sicher auch nicht angefordert, oder?

Evtl kannst du bei Brügelmann Anruf und sagen das bei deinem Finanzcheck dir aufgefallen ist, dass du zu wenig überwiesen hast.
Wieso Sie denn keinen Brief schicken wenn irgendwas nicht stimmt.

Denk dir was aus, aber es könnte alles mit viel Aufwand verbunden sein.

Aber ich denke ja das bei dir NIE eine Mahnung angekommen ist, nicht von bügelmann bzw dem Abzock-Anwalt.

Wenn man aber nicht in deiner Haut steckt ist reden/schreiben/dumme Tipps geben einfacher gesagt als getan

italien01238. Nov 2017

Im Grunde wurde alles gesagt.1) Der TE ist selbst schuld2) Die …Im Grunde wurde alles gesagt.1) Der TE ist selbst schuld2) Die Mahnbescheide per E-Mail sind GegenstandslosVon daher die Forderung des Versandhändlers bezahlen und die Sache ist durch. Ich hatte einen sehr ähnliche Fall vor Jahren mit Paypal. Hier ging es um 50€ die zu wenig bezahlt wurden. Ich bin erst Wochen später darauf aufmerksam geworden. Per Mail kamen schon mehrere Inkassoschreiben mit einer Forderung von 150€. Ich hab die 50€ dann manuell per Paypal gezahlt und damit war Ruhe. Die Mails sind eher auf die Tour "wir probieren es halt mal".

Naja, wer Mahnbescheide für Mahnungen per E-Mail benutzt, sollte sich ggf. mit Rat zurückhalten. Falls eine Mahnung entbehrlich war (s.o.), wäre Ersatz von Anwaltskosten durchaus denkbar.
Bin ich bis jetzt wirklich der Einzige, der sich fragt, ob die ganzen Rechtschreibfehler vom TE oder von der Anwaltskanzlei sind?
Das ist wirklich seltsam und mir bisher auch nicht aufgefallen. Wegen der Anführungszeichen erwecken die Texte den Eindruck, der TE hat sie kopiert. Aber vermutlich doch selbst abgeschrieben?
Rechtschreibfehler und Ziate sind von mir...
das Schreiben vom Anwalt ist grammatikalisch korrekt, hoffe diese Informationen sind hilfreich

hier herrscht wenig Einigkeit, die Sachlage scheint also nicht eindeutig zu sein.

Da die Mehrheit davon ausgeht, dass Mahnbescheide per E-Mail gegenstandslos sind, werde ich den Betrag von 15 Euro plus Zinsen dem Versandhändler uebeweisen und mit Spannung die weiteren Emails von der Anwaltskanzlei erwarten.

Ich gehe davon aus, dass die Kanzlei ihre Forderung weiterhin aufrecht erhält.
Bearbeitet von: "mahatma" 8. Nov 2017
[deleted]
Bearbeitet von: "lolnickname" 30. Aug
Da gibt es nichts hinzuzufügen. Außer, dass niemand sicher voraussagen kann, was die Kanzlei machen wird. Es wäre ratsam bei solchen Angelegenheiten in Wahrscheinlichkeiten zu denken und wahrscheinlich bekommst du weiterhin Zahlungsaufforderungen, aber keinen Mahnbescheid.
mahatma8. Nov 2017

hier herrscht wenig Einigkeit, die Sachlage scheint also nicht eindeutig …hier herrscht wenig Einigkeit, die Sachlage scheint also nicht eindeutig zu sein.


Ganz einfach, weil hier eindeutig das falsche Forum für Rechtsfragen ist.
123recht.net hat ein kostenfreies Userforum und ein kostenpflichtiges Rechtsforum, da bist du wesentlich besser beraten.
Ich würde es zahlen. Da keine Währung angegeben ist, such Dir eine aus. Zloty oder Rubel würden mir spontan einfallen. Wenn die Rechtschreibfehler von der Kanzlei sind, hat der "Anwalt" sicherlich die Schule nach dem 6. Schuljahr verlassen.
Bitte nicht bei MyDealz wegen jur. Problemen fragen. Hier ist kaum einer vom Fach und die Tipps katastrophal.
Zum Thema, vor Gericht hat nur postalisch zugestelltes Relevanz. Gruslig. Schlichtweg nein. Soweit das Gesetz keine bestimmte Form schreibt, kann ich jede Handlung auch nur mündlich vornehmen, auch eine Mahnung. Problem ist die Beweisbarkeit. Aber vorliegend auch eher akademisch.
Praxisnaher ist ,dass vorliegend Verzug per Gesetz automatisch eingetreten ist, kurzer Blick in 286 Abs. 2 und 3 zum Verständnis.
Kurze Klarstellung, hier gab es nie einen Mahnbescheid, das ist was ganz andres, kann auch nur durchs Gericht ergehen.
Also: Die geforderte Gebühr passt ( Gott bewahre die nur teilweise zu begleichen, kurz Hirn an und überlegen was das letzte mal bei Teilbegleichung passiert ist )
Möglichkeit 1: Die Kanzlei beantragt Mahnverfahren / reicht Klage ein und du zahlst nochmal gut drauf, mehr als das bisschen jetzt.
Möglichkeit 2: Die Kanzlei verzichtet auf ihren Anspruch, da sie das Prozessrisiko bzgl Beweisbarkeit des Zugangs fürchtet
-> Schwachsinn und unwirtschaftlich, ggf. schicken die die Forderung noch mal vorher per Post raus und gehen dann in die vollen. Bisher lief alles per Mail, das dass bei Massenverfahren wie hier extrem kosten- und zeitsparend ist.
Philsom8. Nov 2017

Gott bewahre die nur teilweise zu begleichen, kurz Hirn an und überlegen …Gott bewahre die nur teilweise zu begleichen, kurz Hirn an und überlegen was das letzte mal bei Teilbegleichung passiert ist ...


Was denn?

Ich möchte deine fachliche Kompetenz nicht anzweifeln. Zwischen Recht haben und bekommen oder Theorie und Praxis bzw. Wahrscheinlichkeiten liegen Unterschiede. Meine Erfahrungen bestätigen das, stellen aber freilich keine Allgemeingültigkeit dar. Passiert ist u. a. "nichts" (bei Mülltonne und Teilzahlung) und "weiteres".
Bearbeitet von: "chris99" 8. Nov 2017
chris998. Nov 2017

Was denn?Ich möchte deine fachliche Kompetenz nicht anzweifeln. Zwischen …Was denn?Ich möchte deine fachliche Kompetenz nicht anzweifeln. Zwischen Recht haben und bekommen oder Theorie und Praxis bzw. Wahrscheinlichkeiten liegen Unterschiede. Meine Erfahrungen bestätigen das, stellen aber freilich keine Allgemeingültigkeit dar. Passiert ist u. a. "nichts" (bei Mülltonne und Teilzahlung) und "weiteres".


Soweit nicht abzustreiten.
Aber bei Sachen Wahrscheinlichkeit geh ich davon aus, dass ein wirtschaftlich handelndes Unternehmen nicht auf Forderungen verzichtet.
Vorerst nur die 15 Euro zu zahlen ist ne Möglichkeit. Allerdings gehe ich davon aus, dass dann einfach ne Rechnung per Post kommt und dann sind wir wieder hier. Problematischer ist, dass die Forderung wahrscheinlich an Die Kanzlei abgetreten wurde. Zahlung an den ursprünglichen Händler, wäre dann, soweit die Kanzlei die Abtretung erwähnte, nicht mal eine Erfüllung dieser Verbindlichkeit.
Ach und die 1,3 Gebühr hat der BGH vor 2 Jahren durchgewunken, da gibts nichts mehr zu rütteln: lto.de/rec…ch/
Philsom8. Nov 2017

Soweit nicht abzustreiten. Aber bei Sachen Wahrscheinlichkeit geh ich …Soweit nicht abzustreiten. Aber bei Sachen Wahrscheinlichkeit geh ich davon aus, dass ein wirtschaftlich handelndes Unternehmen nicht auf Forderungen verzichtet. Vorerst nur die 15 Euro zu zahlen ist ne Möglichkeit. Allerdings gehe ich davon aus, dass dann einfach ne Rechnung per Post kommt und dann sind wir wieder hier. Problematischer ist, dass die Forderung wahrscheinlich an Die Kanzlei abgetreten wurde. Zahlung an den ursprünglichen Händler, wäre dann, soweit die Kanzlei die Abtretung erwähnte, nicht mal eine Erfüllung dieser Verbindlichkeit.Ach und die 1,3 Gebühr hat der BGH vor 2 Jahren durchgewunken, da gibts nichts mehr zu rütteln: https://www.lto.de/recht/job-karriere/j/bgh-urteil-ix-zr-280-14-rechtsanwaltskosten-erstattungsanspruch-13-gebuehr-regelmaessig-erforderlich/




Was an wen abgetreten wurde, muss in diesem Fall niemand interessieren. Der Schuldner hat keine Kenntnis darüber, da er eine Wegwerfadresse verwendet hat, um Werbespam und Adresshandel zu verhindern.

Er begleicht den ausstehenden Betrag von 15€ an den Händler, da ihm bei Durchsicht alter Rechnungen und Kontoauszüge der Fehlbetrag offenkundig wurde.

Die Kanzlei hat gegenüber ihm keine Ansprüche, da nun keine Forderung mehr besteht und er mit dieser Kanzlei nie in irgendeiner Art in Beziehung stand.

Forderungen per Mail sind schlicht nicht zugegangen, da nicht im physischen Zugangsbereich. Mahnung aufs Grundstück geworfen bedeutet zugänglich gemacht. Bei ner Mail müssen sie ihm nen Laptop und Internetzugang mitschicken, um halbwegs glaubhaft einen Zugang in den physischen Geltungsbereich darzulegen.

Es ist zwar richtig, dass Schulden verkauft werden können. Aber um die Forderung auch durchzusetzen, muss man schon mehr tun.
Suppentasse9. Nov 2017

Was an wen abgetreten wurde, muss in diesem Fall niemand interessieren. …Was an wen abgetreten wurde, muss in diesem Fall niemand interessieren. Der Schuldner hat keine Kenntnis darüber, da er eine Wegwerfadresse verwendet hat, um Werbespam und Adresshandel zu verhindern. Er begleicht den ausstehenden Betrag von 15€ an den Händler, da ihm bei Durchsicht alter Rechnungen und Kontoauszüge der Fehlbetrag offenkundig wurde. Die Kanzlei hat gegenüber ihm keine Ansprüche, da nun keine Forderung mehr besteht und er mit dieser Kanzlei nie in irgendeiner Art in Beziehung stand. Forderungen per Mail sind schlicht nicht zugegangen, da nicht im physischen Zugangsbereich. Mahnung aufs Grundstück geworfen bedeutet zugänglich gemacht. Bei ner Mail müssen sie ihm nen Laptop und Internetzugang mitschicken, um halbwegs glaubhaft einen Zugang in den physischen Geltungsbereich darzulegen. Es ist zwar richtig, dass Schulden verkauft werden können. Aber um die Forderung auch durchzusetzen, muss man schon mehr tun.



soviel Blödsinn in dem kurzen Absatz,

gute Arbeit
Suppentasse9. Nov 2017

Was an wen abgetreten wurde, muss in diesem Fall niemand interessieren. …Was an wen abgetreten wurde, muss in diesem Fall niemand interessieren. Der Schuldner hat keine Kenntnis darüber, da er eine Wegwerfadresse verwendet hat, um Werbespam und Adresshandel zu verhindern. Er begleicht den ausstehenden Betrag von 15€ an den Händler, da ihm bei Durchsicht alter Rechnungen und Kontoauszüge der Fehlbetrag offenkundig wurde. Die Kanzlei hat gegenüber ihm keine Ansprüche, da nun keine Forderung mehr besteht und er mit dieser Kanzlei nie in irgendeiner Art in Beziehung stand. Forderungen per Mail sind schlicht nicht zugegangen, da nicht im physischen Zugangsbereich. Mahnung aufs Grundstück geworfen bedeutet zugänglich gemacht. Bei ner Mail müssen sie ihm nen Laptop und Internetzugang mitschicken, um halbwegs glaubhaft einen Zugang in den physischen Geltungsbereich darzulegen. Es ist zwar richtig, dass Schulden verkauft werden können. Aber um die Forderung auch durchzusetzen, muss man schon mehr tun.


Darf ich fragen wie du auf das alles kommst?

Sich darauf zu berufen, dass man bei Vertragsschluss ne kontaktmail verwendet, die danach „weggeworfen“ und nicht mehr überprüft wird, würd ich irgendwo zwischen Treuwidrigkeit oder den Grundsätzen der Zugangsvereitelung ansetzen. Und der Richter soll glauben, dass man gelangweilt bei der Durchschau alter Rechnung die Differenz feststellte, machen Privatpersonen ja häufig. Hält hier jeder einen Richter, der nach 7 Jahren Ausbildung Bestnoten erreichte, für einen degenerierten Idioten der unreflektiert alles glaubt?

Die Abtretung ist auch unproblematisch, mal in 407 ABS.1 aE BGB schauen. Einziges theoretisches Problem bleibt Beweisbarkeit des Zugangs. Sobald die Kanzlei einen Brief raushaut hat sich dass dann auch erledigt.

Und zuletzt, die Forderung der Kanzlei basiert auf abgetretenen Recht und erbrachter Beratungsleistung. Diese wurde bereits erbracht und ist keineswegs Akzessorisch bezüglich der Grundforderung. Zahlen der 15 Euro ändert nix, der Anwalt muss weiter bezahlt werden.
Suppentasse9. Nov 2017

Was an wen abgetreten wurde, muss in diesem Fall niemand interessieren. …Was an wen abgetreten wurde, muss in diesem Fall niemand interessieren. Der Schuldner hat keine Kenntnis darüber, da er eine Wegwerfadresse verwendet hat, um Werbespam und Adresshandel zu verhindern. Er begleicht den ausstehenden Betrag von 15€ an den Händler, da ihm bei Durchsicht alter Rechnungen und Kontoauszüge der Fehlbetrag offenkundig wurde. Die Kanzlei hat gegenüber ihm keine Ansprüche, da nun keine Forderung mehr besteht und er mit dieser Kanzlei nie in irgendeiner Art in Beziehung stand. Forderungen per Mail sind schlicht nicht zugegangen, da nicht im physischen Zugangsbereich. Mahnung aufs Grundstück geworfen bedeutet zugänglich gemacht. Bei ner Mail müssen sie ihm nen Laptop und Internetzugang mitschicken, um halbwegs glaubhaft einen Zugang in den physischen Geltungsbereich darzulegen. Es ist zwar richtig, dass Schulden verkauft werden können. Aber um die Forderung auch durchzusetzen, muss man schon mehr tun.


1. Semester Jura oder einfach nur gefährliches Halbwissen über Wikipedia angeeignet?

tehq und Philsom liegen hingegen beide goldrichtig
Bearbeitet von: "spmxa" 9. Nov 2017
Philsom9. Nov 2017

Darf ich fragen wie du auf das alles kommst?Sich darauf zu berufen, dass …Darf ich fragen wie du auf das alles kommst?Sich darauf zu berufen, dass man bei Vertragsschluss ne kontaktmail verwendet, die danach „weggeworfen“ und nicht mehr überprüft wird, würd ich irgendwo zwischen Treuwidrigkeit oder den Grundsätzen der Zugangsvereitelung ansetzen. Und der Richter soll glauben, dass man gelangweilt bei der Durchschau alter Rechnung die Differenz feststellte, machen Privatpersonen ja häufig. Hält hier jeder einen Richter, der nach 7 Jahren Ausbildung Bestnoten erreichte, für einen degenerierten Idioten der unreflektiert alles glaubt?Die Abtretung ist auch unproblematisch, mal in 407 ABS.1 aE BGB schauen. Einziges theoretisches Problem bleibt Beweisbarkeit des Zugangs. Sobald die Kanzlei einen Brief raushaut hat sich dass dann auch erledigt. Und zuletzt, die Forderung der Kanzlei basiert auf abgetretenen Recht und erbrachter Beratungsleistung. Diese wurde bereits erbracht und ist keineswegs Akzessorisch bezüglich der Grundforderung. Zahlen der 15 Euro ändert nix, der Anwalt muss weiter bezahlt werden.



Wo du das einordnest, ist nachrangig. Fakt bleibt, dass das so gehandhabt werden kann.

Eine Zwangsvereitelung zu fabulieren mag bei Barbara Salesch üblich sein, rational ist der mutmaßliche Schuldner aber über Bankverbindung und Adresse jederzeit auffindbar. Während die Email von überall auf der Welt verfasst sein kann und lagert. Spätestens wenn man einen Titel erwirkt hat oder erwirken will, ist es daher absurd und gleichermaßen lebensfremd, dies über Email zu tun, die jeder ungeprüft mit Pseudonym eröffnen kann.

Ob der Richter etwas glaubt, ist egal. Er muss bewerten, was ist. Hier ist allein wichtig, dass der Schuldner seine Schuld beglichen hat. Etwaige von ihm völlig losgelöste geschäftliche Beziehungen zwischen Händler und Inkasso haben und müssen ihn nicht interessieren. Das müssen diese Parteien unter sich klären.

Er muss keinen Anwalt bezahlen, in diesem Szenario erst recht nicht. Dafür wurden zu viele Formfehler gemacht.

Er sollte einfach die 15€ überweisen, mit dem Inkasso null Kommunikation unterhalten und wenn doch mal ein Mahnbescheid in der Post ist, diesem widersprechen. Das wird dann mangels Forderung bzw wegen Geringfügigkeit eingestellt und fertig.
spmxa9. Nov 2017

1. Semester Jura oder einfach nur gefährliches Halbwissen über Wikipedia a …1. Semester Jura oder einfach nur gefährliches Halbwissen über Wikipedia angeeignet?tehq und Philsom liegen hingegen beide goldrichtig



Nö, die haben schlicht null Erfahrung in der Schuldnerberatung und ergehen sich in Theorie basierend auf der Deutung von einzelnen BGB Paragraphen ohne diese im Zusammenhang und unter Berücksichtigung von Unterparagraphen zu beurteilen.

Die Praxis sieht halt am Ende doch anders aus.
Suppentasse9. Nov 2017

Wo du das einordnest, ist nachrangig. Fakt bleibt, dass das so gehandhabt …Wo du das einordnest, ist nachrangig. Fakt bleibt, dass das so gehandhabt werden kann. Eine Zwangsvereitelung zu fabulieren mag bei Barbara Salesch üblich sein, rational ist der mutmaßliche Schuldner aber über Bankverbindung und Adresse jederzeit auffindbar. Während die Email von überall auf der Welt verfasst sein kann und lagert. Spätestens wenn man einen Titel erwirkt hat oder erwirken will, ist es daher absurd und gleichermaßen lebensfremd, dies über Email zu tun, die jeder ungeprüft mit Pseudonym eröffnen kann. Ob der Richter etwas glaubt, ist egal. Er muss bewerten, was ist. Hier ist allein wichtig, dass der Schuldner seine Schuld beglichen hat. Etwaige von ihm völlig losgelöste geschäftliche Beziehungen zwischen Händler und Inkasso haben und müssen ihn nicht interessieren. Das müssen diese Parteien unter sich klären. Er muss keinen Anwalt bezahlen, in diesem Szenario erst recht nicht. Dafür wurden zu viele Formfehler gemacht. Er sollte einfach die 15€ überweisen, mit dem Inkasso null Kommunikation unterhalten und wenn doch mal ein Mahnbescheid in der Post ist, diesem widersprechen. Das wird dann mangels Forderung bzw wegen Geringfügigkeit eingestellt und fertig.


Im Falle einer Abtretung sind das einfach keine losgelösten Beziehungen, sondern die Kanzlei ist neuer Schuldner. Hier unterliefen auch keine Fehler. Soweit juristisch gemeint, würde ich gerne wissen wo hier auch nur ein Formfehler begangen wurde?
Vielleicht nochmal die Theorie vor Augen halten, Zugang ist die tatsächliche Kenntnisnahme. hier überall gegeben.
Einziges Problem mag die Beweisbarkeit sein, welche sich durch ein einfaches Einwurfeinschreiben beheben lässt. Allerdings behaupte ich weiterhin, dass auch Emails im Prozess nicht gegenstandslos sind. Spannender wird es wenn die Kanzlei eine Lesebestätigung angefordert hat.
Und wie kommt man drauf, dass die Forderung der Kanzlei nicht existiere? Stinknormaler abgetretener SEA aus 286 iVm KV.
Kleiner Hinweis, sowohl bei Frau Salesch als auch bei Einstellungen bewegen wir uns am falschen Gericht. Seit wann kann in einem Parteiprozess irgendetwas eingestellt werden?
Zugegeben komme ich nicht aus der Schuldnerberatung, Student bin ich auch nicht mehr, übersehene ''Unter§§'' interessieren mich gerade dennoch.
Suppentasse9. Nov 2017

Nö, die haben schlicht null Erfahrung in der Schuldnerberatung und ergehen …Nö, die haben schlicht null Erfahrung in der Schuldnerberatung und ergehen sich in Theorie basierend auf der Deutung von einzelnen BGB Paragraphen ohne diese im Zusammenhang und unter Berücksichtigung von Unterparagraphen zu beurteilen. Die Praxis sieht halt am Ende doch anders aus.



Welchen Zusammenhang / „Unterparagraphen“ meinst du konkret?

Zwar liegen hier, wie du richtig geschrieben hast, keine rechtsgeschäftlichen Beziehungen zwischen Schuldner und Anwalt vor. Dennoch kann der Gläubiger die ihm durch den Verzug entstandenen Kosten (hier für die Beauftragung des Anwalts) vom Schuldner ersetzt verlangen. Natürlich erlischt der Anspruch mit Zahlung der 15 €. Der Schadensersatzanspruch in Höhe der Anwaltskosten bleibt aber (unabhängig davon, ob abgetreten oder nicht). Oder habe ich hier einen Denkfehler?
Bearbeitet von: "spmxa" 9. Nov 2017
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