[Ratschlag benötigt] Handy hat angeblich Wasserschaden

Ich stehe vor folgendem Problem:

Ich habe mein Nexus 5X - gekauft bei computeruniverse vor weniger als 6 Monaten - eingesendet beim Händler, da es nicht mehr an ging.
Computeruniverse hat das Teil dann an die Firma "W-Support"? gesendet um es reparieren zu lassen. Jetzt habe ich auf Nachfrage folgende Mitteilung von Computeruniverse erhalten:

wir haben Ihr defektes Gerät () zwecks Serviceabwicklung an den Hersteller weiter geleitet.Hierzu erhielten wir heute einen Kostenvoranschlag, da sich das Gerät lt. Anschreiben durch einen Wasserschaden beschädigt wurde. Somit ist eine Garantiereparatur leider nicht mehr möglich und die Reparatur muss bezahlt werden. Für die Reparatur veranschlagt der Hersteller eine Höhe von 265,94 Euro brutto inkl. Versandkosten.
Weitere Optionen:
Unrepariert zurück
Kostenlos entsorgen

Wir bitten um kurze Rückmeldung, wie Sie weiter verfahren möchten.


Ich hab das Gerät eigentlich sehr behutsam verwendet und es ist mir definitiv nie in eine Flüssigkeit gefallen oder gleiches. Beweislastumkehr ist ja auf meiner Seite, da der Kauf weniger als 6 Monate her ist. Am Telefon sagte man mir aber, dass ein Wasserschaden unmöglich ein Fehler sein könnte der bei Gefahrübergang hätte vorliegen können. Ist dem so?

Das Gerät war wegen eines anderen Defekts schon mal beim Computeruniverse und "W-Support"? Hätte nicht dort der Mangel durch falsche Reparatur/Montage "vorbereitet" werden können und müsste mir Computeruniverse nicht nachweisen, dass dem nicht so ist innerhalb der ersten 6 Monate?

Lieben Dank für jeglichen Input an die Community!



29 Kommentare

Sie sollen dir doch erstmal den Wasserschaden nachweisen. Solange dies nicht nachgewiesen ist, bzw. irgendwelche anderen Ursachen weiterhin in Betracht kommen, greift die Beweislastumkehr für dich.

Also an und für sich würde ich behaupten, solange deine OVP und das Paket keinen Wasserschaden aufweisen - und das hättest du gemerkt - ist die Art des Mangels mit einem Vorliegen im Zeitpunkt des Gefahrübergangs unvereinbar.

Dass der Wasserschaden durch die vorherige Reparatur verursacht wurde, halte ich im Übrigen für höchst unwahrscheinlich. Diese Reparaturdienstleister sind an sich sehr professionell organisiert, da kommt nicht mal Wasser in die Nähe der Geräte. Dass da ein Wasserschaden zwecks späterer Garantieablehnung, wie du es unterstellst, "vorbereitet" wird, ist eine haltlose Unterstellung. Dafür bestehen absolut keine Anhaltspunkte oder sonst irgendwas, die Äußerung dahingehend halte ich schon für bedenklich.
Bearbeitet von: "tehq" 8. Dezember 2016

tehqvor 4 m

Sie sollen dir doch erstmal den Wasserschaden nachweisen. Solange dies nicht nachgewiesen ist, bzw. irgendwelche anderen Ursachen weiterhin in Betracht kommen, greift die Beweislastumkehr für dich.Also an und für sich würde ich behaupten, solange deine OVP und das Paket keinen Wasserschaden aufweisen - und das hättest du gemerkt - ist die Art des Mangels mit einem Vorliegen im Zeitpunkt des Gefahrübergangs unvereinbar.


In jedem Smartphone befindet sich - z. B. in der Kopfhörerbuchse - eine Art Indikatorpapier, das sich verfärbt. Damit wird dann sofort auf einen Wasserschaden geschlossen.
Was er machen kann? So gut wie nichts.
Bearbeitet von: "maxl1231" 8. Dezember 2016

maxl1231vor 5 m

In jedem Smartphone befindet sich - häufig in der Kopfhörerbuchse - eine Art Indikatorpapier, das sich verfärbt. Damit wird dann sofort auf einen Wasserschaden geschlossen.Was er machen kann? So gut wie nichts.


Ja, genau. Das Indikatorpapier, das ist aber nur ein Indiz. Ein solches Blatt Indikatorpapier kann sich bereits durch übliche Nutzung in feuchten Umgebungen, letztlich aber auch durch banale Dinge wie Handschweiß verfärben. Wenn es sich hier um einen Hardwareschaden im Inneren des Handys handelt und nicht um beispielsweise eben die kaputte Kopfhörerbuchse, ist damit noch nicht nachgewiesen, dass der geltend gemachte Mangel auf den Wasserschaden zurückzuführen ist.

Was Händler halt oft übersehen: Ein Wasserschaden stellt nicht von jeder Art der Mangelbeseitigung frei, sondern eben nur von solchen, die kausal und nachweisbar (Beweislastumkehr!) auf den Wasserschaden zurückzuführen sind. Ein Wasserschaden ist halt sonst allenfalls ein Indiz, aber kein Beweis.
Bearbeitet von: "tehq" 8. Dezember 2016

Es gibt im Internet genügend Berichte, dass sich diese Indikatoren schon bei hoher Luftfeuchtigkeit oder durch Schweiß verfärben. Aber ob das als Argumentation helfen kann? Ich bezweifle es...


Danke für eure Meinungen! Mir wurden soeben Bilder versprochen von dem Defekt. Meine Vermutung ist Kondenswasser. Es war ein etwas kühlerer Tag und ich bin in die warme U-Bahn gestiegen. Ich meine das ist doch kein unüblicher Gebrauch meines erworbenen Produktes. Schon schade.

Leider wusste ich das mit den Indikatorpapieren noch nicht vor dem Einsenden, sonst hätte ich mir den Zustand dieser mal vorher angesehen. Genügt die Verfärbung als Beweis?

XadreSvor 1 m

Es gibt im Internet genügend Berichte, dass sich diese Indikatoren schon bei hoher Luftfeuchtigkeit oder durch Schweiß verfärben. Aber ob das als Argumentation helfen kann? Ich bezweifle es...


Genau das.
Ich würde nochmal freundlich beim Händler anfragen, ob aus dem Anschreiben hervorgeht, woran der Wasserschaden festgemacht wird, weil du dir unmöglich vorstellen kannst, dass ein solcher vorliegt.

tehqvor 15 m

Sie sollen dir doch erstmal den Wasserschaden nachweisen. Solange dies nicht nachgewiesen ist, bzw. irgendwelche anderen Ursachen weiterhin in Betracht kommen, greift die Beweislastumkehr für dich.Also an und für sich würde ich behaupten, solange deine OVP und das Paket keinen Wasserschaden aufweisen - und das hättest du gemerkt - ist die Art des Mangels mit einem Vorliegen im Zeitpunkt des Gefahrübergangs unvereinbar.Dass der Wasserschaden durch die vorherige Reparatur verursacht wurde, halte ich im Übrigen für höchst unwahrscheinlich. Diese Reparaturdienstleister sind an sich sehr professionell organisiert, da kommt nicht mal Wasser in die Nähe der Geräte. Dass da ein Wasserschaden zwecks späterer Garantieablehnung, wie du es unterstellst, "vorbereitet" wird, ist eine haltlose Unterstellung. Dafür bestehen absolut keine Anhaltspunkte oder sonst irgendwas, die Äußerung dahingehend halte ich schon für bedenklich.


Mit dem "vorbereitet" meinte ich keine Absicht seitens des Reparaturservices, sondern vielmehr einen möglichen Montagefehler, der vielleicht dazu führen könnte, dass das Gerät unverhältnismäßig anfällig für so einen Wasserschaden wird? Also: Gerät geht in Werkstatt zwar an, aber befindet sich vielleicht in einem Zustand in dem es besonders leicht (durch bspw. Schweiß / Kondenswasser) kaputt gehen kann.

Wasserschaden ist Wasserschaden und für Techniker schnell erkennbar.
Du hast Pech gehabt. Finde Dich damit ab.

In den modernen Geräten sind i.d.R. 2 Sensoren verbaut. Wenn beide anschlagen, ist halt auch Kondenswasser o.ä. als Ursache ausgeschlossen. Zudem sieht man eingedrungenes Wasser auch auf den Platinen.

Ich würde entsprechend mal dort nachfragen, wie man darauf kommt. Wenn du nach der Rückmeldung sicher bist, dass dies nicht durch dich verursacht worden ist, bleibt dir ja der Rechtsweg offen...

W-support ist was das angeht eigentlich ziemlich kompetent. Hatte diverse Smartphones schon dort, allein 6 mal mein Sony Z3 wegen einem Wasserschaden.
Du kannst dich auch selbst telefonisch an die wenden, und online den Status anfragen, dazu brauchst du nur die IMEI deines Gerätes.

Ich bedanke mich recht herzlich bei euch für eure Einschätzungen! Ich werde nun die Bilder erst einmal abwarten.

wenn die "Garantiereparatur" nicht greift, dann frag die Experten mal, ob die "Gewährleistungsreparatur" greift.

Hast du das Smartphone vielleicht mal beim Sport oder so in der Hosentasche gehabt? Scheiß ist auch wasser.

dodo2vor 47 m

Wasserschaden ist Wasserschaden und für Techniker schnell erkennbar. Du hast Pech gehabt. Finde Dich damit ab.


Kann nur jemand schreiben, der keine Ahnung von der Materie hat.

Hatte einen sehr ähnlichen Fall bei Samsung. Handy kein halbes Jahr alt plötzlich ging das Mikro nicht. Hab es danach eingeschickt. Das Paket ging verloren, ist aber nach über 1 Monat wieder aufgetaucht, mit Wasserschaden. Daher wollte Wsupport nicht mehr reparieren. Hab natürlich damit argumentiert, dass in den 5 Wochen, in denen das Gerät verloren war, alles mögliche damit passieren konnte und ich mich keine Schuld trifft. Hatte damit Erfolg. Hilft dir zwar nicht weiter: diepresse.com/hom…den

Den Schrott glauben, den der W-Support schreibt? Musst nur standhaft bleiben, die geben irgendwann nach.

woodrobertzvor 1 h, 9 m

wenn die "Garantiereparatur" nicht greift, dann frag die Experten mal, ob die "Gewährleistungsreparatur" greift.


Herzlichen Glückwunsch, du warst der erste der das gemerkt hat... Richtig, die Garantie hat mit der Gewährleistung überhaupt nichts zu tun, der Landen kennt wohl immer noch nicht den Unterschied, oder die schicken es bei einem Dritten ein, akquirieren Aufträge für ihn(Provision bekommen die wohl auch) und der Kunde soll für etwas blechen, was er nicht Zahlen muss, weil er Gewährleistungsansprüche gelten machen kann und es somit umsonst wäre...

konitrovor 1 h, 32 m

Danke für eure Meinungen! Mir wurden soeben Bilder versprochen von dem Defekt. Meine Vermutung ist Kondenswasser. Es war ein etwas kühlerer Tag und ich bin in die warme U-Bahn gestiegen. Ich meine das ist doch kein unüblicher Gebrauch meines erworbenen Produktes. Schon schade.Leider wusste ich das mit den Indikatorpapieren noch nicht vor dem Einsenden, sonst hätte ich mir den Zustand dieser mal vorher angesehen. Genügt die Verfärbung als Beweis?



Schreib den Saftladen, das du die Gewährleistung in Anspruch genommen hast und die das entsprechend auch so handhaben und Umsetzten sollen und dies überhaupt gar nichts mit der Hersteller Garantie zu tun hat.

Funny2412vor 1 h, 7 m

Hast du das Smartphone vielleicht mal beim Sport oder so in der Hosentasche gehabt? Scheiß ist auch wasser.


Wusste ich gar nicht, das Scheiß auch Wasser ist.

Evilgodvor 41 m

Herzlichen Glückwunsch, du warst der erste der das gemerkt hat... Richtig, die Garantie hat mit der Gewährleistung überhaupt nichts zu tun, der Landen kennt wohl immer noch nicht den Unterschied, oder die schicken es bei einem Dritten ein, akquirieren Aufträge für ihn(Provision bekommen die wohl auch) und der Kunde soll für etwas blechen, was er nicht Zahlen muss, weil er Gewährleistungsansprüche gelten machen kann und es somit umsonst wäre...Schreib den Saftladen, das du die Gewährleistung in Anspruch genommen hast und die das entsprechend auch so handhaben und Umsetzten sollen und dies überhaupt gar nichts mit der Hersteller Garantie zu tun hat.



Dir ist dann aber wiederum scheinbar nicht aufgefallen, dass er das Gerät an Computeruniverse zur Nachbesserung geschickt hat, was eine Gewährleistung impliziert, und eben keine Garantiereparatur. Zur Abwicklung der Garantie hätte er sich selbst an den Hersteller wenden müssen, welche ihn dann wiederum an W-Support verwiesen hätten.
Dies war hier jedoch nicht der Fall. Also hat er bereits eindeutig die Gewährleistung in Anspruch genommen. Soviel dazu.
Der zweite Punkt ist der, dass Computeruniverse selbstverständlich zur Nachbesserung, wenn sie es selbst nicht nachbessern können, auch externe Dienstleister bemühen dürfen, und natürlich auch W-Support. Um eben keine Kosten zu haben, hat Computeruniverse dann entweder im eigenen Namen oder auch im Namen des Kunden das Gerät im Rahmen der Garantie an W-Support weitergeleitet. Soweit ist das auch alles völlig legitim.
Was den Sachverhalt der Beweislastumkehr betrifft, könnte durchaus eine Unvereinbarkeit mit der Sache oder des Mangels vorliegen (hier der Wasserschaden, der ab Werk quasi ausgeschlossen ist). Insofern bliebe dem Käufer lediglich ein Beweis durch ein Sachverständigengutachten. Stellt der Gutachter fest, dass der Mangel nicht bei der Übergabe bereits bestand, ist eine Gewährleistung ausgeschlossen.
Dann hilft nur noch der Blick in die Garantiebedingungen, welche bei Wasserschäden eben ähnlich kundenunfreundlich sind.
Kurzum: Es sieht eher schlecht aus.
Bearbeitet von: "notimportant" 8. Dezember 2016

Evilgod8. Dezember

Herzlichen Glückwunsch, du warst der erste der das gemerkt hat... Richtig, die Garantie hat mit der Gewährleistung überhaupt nichts zu tun, der Landen kennt wohl immer noch nicht den Unterschied, oder die schicken es bei einem Dritten ein, akquirieren Aufträge für ihn(Provision bekommen die wohl auch) und der Kunde soll für etwas blechen, was er nicht Zahlen muss, weil er Gewährleistungsansprüche gelten machen kann und es somit umsonst wäre...Schreib den Saftladen, das du die Gewährleistung in Anspruch genommen hast und die das entsprechend auch so handhaben und Umsetzten sollen und dies überhaupt gar nichts mit der Hersteller Garantie zu tun hat.


Bin da voll bei @notimportant - Gewährleistung und Garantie, ja, zwei verschiedene Paar Schuhe und bei einem mit Beweislastumkehr. Die greift aber eben nur bei Mängeln, die nicht per se mit der Sache unvereinbar sind. Da die Indikatoren offenbar bei der letzten Reparatur noch nicht angelaufen waren, ist das Bestehen ab Werk eigentlich ausgeschlossen.

@konitro deine beste Chance ist wirklich, dass sie ggf. nicht beweisen können, dass der konkrete Mangel (was ist es überhaupt?) vom Wasserschaden herrührt, sofern denn ein Wasserschaden vorliegt. Dass der Wasserschaden, wenn er vorliegt und den Mangel verursacht hat, kein Fall der Gewährleistung mehr ist, ist aus rechtlicher Sicht jedenfalls eindeutig.

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