Privatverkauf bei Kleinanzeigen - Käufer fordert Rücknahme/Erstattung & droht mit rechtlichen Schritten

eingestellt am 17. Jan 2023 (eingestellt vor 2 h, 7 m)
Hallo zusammen,

geballtes Schwarmwissen und die Erfahrungen der Community sind gefragt.

Ich habe bei eBay einen Nass-Trocken-Sauger für 250€ verkauft. Dieser war ein unbenutztes Geschenk (Neuware), welches wir nicht benötigt haben, da wir ein ähnliches Gerät bereits besitzen. Leider gab es seit dem Verkauf nur Probleme. Der Sauger hat nach einmaliger Nutzung den Dienst quittiert bzw. ließ sich nicht mehr laden. Der Käufer hat mir das Teil zurückgebracht und ich freundlicherweise mit dem Hersteller Kontakt aufgenommen und eine Reparatur (Akku-Tausch) auf den Weg gebracht. Nach Rückerhalt haben wir das Gerät bei uns kurz auf Funktion getestet und es schien alles in Ordnung zu sein. Ein paar Stunden später die erneute Info über kurze Akkulaufzeit und den anschließenden "Tod" bzw. die erneute Nichtladung des Geräts. Ich hatte dann mein Bedauern ausgedrückt und angeboten, dass ich noch mal den Hersteller kontaktieren kann, was er für eine Lösung anbietet.

Nun fordert der Käufer bzw. jetzt in Form der Frau des Käufers aber sein Geld zurück, hat mich auf allen möglichen Plattformen 'gestalkt', meinen Arbeitgeber in seinen Nachrichten mit einbezogen (renommiertes Unternehmen, seriös, Ruf u.ä. blabla) und gleichzeitig mit weiteren Schritten gedroht. Das die nun auf diese Art kommunizieren, obwohl ich bei der Reklamationsabwicklung echt unterstützt habe, ärgert mich total, hätte auch "Pech gehabt" sagen können. Und dann noch die Sache mit dem Arbeitgeber, was so einen verdammt unangenehmen Unterton hat...

Ja, ich habe das Teil als "neu" verkauft, aber als Privatverkäufer jegliche Garantie, Gewährleistung und Rücknahme durch mich natürlich ausgeschlossen. Scheint wirklich ein Montagsmodell gewesen zu sein. Beim letzten Besuch meinte der Käufer schon "beim nächsten Mal landet das Teil in der Tonne, die 250€ sind ja nicht so viel Geld". Persönlich würde mich das bei der Summe ärgern, gleichzeitig kann ich nichts für den Defekt... Wie schaut das rechtlich aus? Keine Lust auf Ärger, aber die Summe einfach so abschreiben und darauf sitzenbleiben?

Was würdet ihr tun? Ich weiß, keine Rechtsberatung & Co., aber vielleicht hat ja schon jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht/machen müssen...

Euch allen einen stressfreien Tag und schöne Grüße!
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40 Kommentare

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    Wäre vorsichtig Stichwort "Sachmängel Haftung".
    Und auch andersrum stell dir Mal vor du kaufst was bei Kleinanzeigen für 250€ und dann funktioniert der Artikel nicht.
    Ich glaube da hätten wir alle pauschal erstmal schlechte Laune
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    Und dann kommt der Privatverkäufer noch auf Dich zu, lässt das Gerät wie ein gewerblicher beim Hersteller reparieren und gibt Dir dieses anschließend wieder funktiontüchtig zurück. Da hätte ich doppelt schlechte Laune
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    Hm, bei allem Stress, unhöflichen Verhaltens, Stalken und Co:

    Der Käufer hat nun mal ein kaputtes Gerät. Das ist ja unumstritten.
    Wäre für mich auch ein klarer Fall von Geld zurück.

    Wäre eh vermutlich besser, wenn man mit dem Käufer sich geeinigt hätte, dass er sich doch bitte mit dem Hersteller in Verbindung setzt. Und dafür evtl 50 Euro nachgelassen.


    Warum überhaupt über alle Kanäle dich angeschrieben?
    Hing eure Kommunikation da irgendwo?
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    Unumstritten ist das überhaupt nicht. Es wurde vom Hersteller repariert, hat beim Verkäufer funktioniert. Woher weißt du, dass es jetzt wirklich defekt ist und der Käufer nicht einfach dumm?
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    Das mit dem Arbeitgeber geht ja mal ueberhaupt nicht. Wuerde ggf. auch ueber eine Anzeige nachdenken, alleine schon wegen des "Lerneffekts" fuer den Gegenueber...
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    Finde ich auch. Schon traurig. Ich habe eigentlich auch keine Lust mich auch damit noch rumschlagen zu müssen, aber mal sehen wie die weitere Eskalation aussieht.
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    Erstmal Anzeige wegen übler Nachrede stellen
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    Das wäre auch mein erster Weg. Sowas ist asozial und solche Leute gehören in ihre Schranken verwiesen.

    Ich würde erstmal nochmal anbieten den Hersteller zu kontaktieren… das wäre mein Maximum nach dieser Eskalation
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    Da würde ich definitiv schon aus Prinzip sicher keinen Cent zurückzahlen. Rechtlich hast du nichts zu befürchten. Also würde ich den Käufer drauf hinweisen, dass er deutlich zu weit gegangen ist und damit der Kontakt für dich beendet ist. Ciao. Muss man so machen mit solchen Leuten. (bearbeitet)
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    Autor*in
    Zumal ich ja auch angeboten habe erneut mit dem Hersteller in Kontakt zu treten. Aber jetzt...
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    Der alte Spruch "Hunde die Bellen beißen nicht" trifft auch hier sicher wieder zu.

    Jemand der rechtliche Schritte einleiten würde, der würde sich nicht so dämlich Verhalten und sich selber auf glattem Eis bewegen bezüglich der üblen Nachrede.

    Schon die Geduld mit dem Austausch wäre mir zu viel gewesen für solche dreisten Hohlbirnen.
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    Autor*in
    Ich habe das auch lediglich getan, weil mir das schon irgendwie unangenehm gewesen ist, weil es direkt nach dem Kauf gewesen ist und die Leute ordentlich rübergekommen sind. Auch das erneute Anbieten von Hilfe meinerseits... aber jetzt...
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    Das Du dich beim ersten Defekt um den Austausch bzw der Reparatur gekümmert hast ist sehr löblich.
    "Nach Rückerhalt haben wir das Gerät bei uns kurz auf Funktion getestet und es schien alles in Ordnung zu sein." Danach ging der Eigentum erneut auf den neuen Besitzer über. Wie er in seinem Haushalt mit der Ware umgegangen ist, weißt Du als VK nicht.
    Das würde ich dem Käufer klar machen und ihn ehrlich darauf sitzen lassen. Sollte es sich weiter zuspitzen würde ich die Karte ziehen: "Ich habe bereits über Ihre Äußerungen mit meinem AG gesprochen und dieser prüft gerade etwaige Schritte über diese üble Nachrede vorzugehen."

    Das erinnert mich immer an die Graka-Idioten: Hey, die Graka ist defekt. Wieviel W hat denn Ihr NT? 300W! Alles klar Bro (bearbeitet)
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    Autor*in
    War eben neu und da konnte ich das dann nicht einfach so lassen und habe eben meine Hilfe angeboten. Aber wie jetzt von der anderen Seite da herangegangen wird, finde ich unterste Schiene. Zumal auch der Ton der letzten Nachricht eine eindeutige Sprache gesprochen hat, was ich nach meiner entgegenkommenden Art null nachvollziehen kann. Ich denke, dass der Tatbestand da sicher noch nicht erfüllt ist, aber wer weiß was da als Nächstes kommt...
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    Das ist ja echt assi mit dem Stalken, vor Allem obwohl du netterweise die erste Klärung mit dem Hersteller noch für die übernommen hattest. Ich würde dem Käufer die Rechnung von damals übergeben und ihn das dann selbst mit dem Hersteller klären lassen. Privatverkauf, Rücknahme etc ausgeschlossen - sollen die sich selbst kümmern.
    (Versteht mich nicht falsch, normalerweise würde ich als Verkäufer auch unterstützen, aber wenn der Käufer mir so kommt dann halt nicht mehr. Wie man in den Wald hineinruft...)
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    Autor*in
    Ja, das ist das Ding. War ja gewillt zu helfen, aber irgendwann ist auch genug.
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    Gibts denn ne Rechnung? Hab auch schon ein Geschenk in dem Preisbereich weiterverkauft und das war dann angeblich paar Wochen danach defekt. Da gabs von der Gegenseite aber null Klamauk. Der Typ hier hat ne Schraube locker.
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    Autor*in
    Ja, ich würde mir auch etwas Popcorn wünschen.
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    Rechtlich bist du auf der sicheren Seite. Ob man sich aber den Stress mit so einem. ........ geben will muss man sich überlegen.
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    So spontan bin ich nicht davon überzeugt, dass Du rechtlich wirklich raus bist. Du schreibst zwar, dass Du Rücknahme, Gewährleistung usw. ausgeschlossen hast, dennoch aber kann irgendwann die Frage aufkommen, ob dies auch *wirksam* erfolgt ist. Das dürfte entscheidend sein bei einem ggf. weiteren Verfahren.
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    Hab mir die Antworten nicht durchgelesen.. kopier das Schreiben und schick das dem Anwalt deines Vertrauens. Dieses Stalken und Arbeitgeber, das geht ja minimum schon in richtung, nötigung, etc.

    Da hätte ich weder den Nerv, noch bock mich weiter über MD rumzuschlagen, hier brauchst du eindeutig professionellere Hilfe.
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    Halte uns bitte auf dem Laufenden
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    So ein Spacken hatte ich auch mal. Nach einem ordentlichen "Besuch" war Ruhe.
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